jockel
Cpt.Ahab
- Registriert
- 12. August 2001
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Es war in der vergangenen Woche: Old Arthur Dent alias Juckender Revolverfinger, einer der gefürchtetsten Zweiradtouristiker, wenn nicht gar DER gefürchtetste, meldete sich back from Hell. Es sollte diesmal weit nach Osten gehen, wo die Prärie noch vom Stampfen der Büffelherden bebt und der Himmel weit ist.
Zur gegebenen Stunde stand eine Auswahl der berüchtigsten Dreckfressen, welche die Saloons dieser gottverdammten Stadt zu dieser frühen Stunde ausgespiehen hatte und warteten auf den Zug, der da kommen sollte, um sie ins gelobte Land zu bringen. Doch die schon ungeduldig mit den Hufen scharenden Mustangs mussten noch ein wenig warten, da Doc Felgenfee noch eine Rechnung zu begleichen hatte.
An der Station Strausberg schloss sich noch Rob the Knife der Meute an und ab ging die wilde Jagd.
Strausberg wurde verlassen ohne, wie sonst üblich, den Bewohnern dieser Stadt den roten Hahn aufs Dach zu setzen und zügig gelangten wir entlang des Bötz- und Fängersees ein gutes Stück nach Norden. Mein Mustang, der schon eine gute Woche den Stall nicht verlassen hatte, stach der Hafer und so wurde ich erst in Schiller Höhe gewahr, dass ich allein auf weiter Flur war. Nun, eigentlich ist es üblich, das der Haufen Rücken an Rücken kämpft und so beschloss, wieder gen Süden zu reiten, in der Hoffnung, den Zurückgebliebenen noch helfen zu können, sollten sie in einen Hinterhalt geraten sein. Das war Gott sei Dank nicht nötig, aber was war das. Das junge Fohlen von Big Bad Staubi lag im Gras und rührte sich kaum mehr. A. Dent, auch genannt The Toolman stand gebeugt über den Resten und spielte von mit dem Gedanken, der Mähre den Gnadenschuss zu verpassen, aber er besann sich, das er es war, der Big Bad Staubi den Klepper angedreht hatte und, sollte er jetzt schon verrecken, er wohl mit dem Schlimmsten rechnen musste. Also wirtschaftete er das Tier wieder zusammen, wie es einem praktizierenden Rossschinder wohl anstand.
Nun, nach diesem kleinen Zwischenfall wurde weiter in die aufgehende Sonne geritten. Am Ihlandsee vorbei, beschloss ich, da ich die Meute nicht gern im Rücken habe (man fängt sich leicht eine Kugel...) einmal im Kreis zu reiten, um nun meinerseits in den Rücken der Meute zu kommen. Der Kreis war aber leider zu groß, so dass mein Plan fehlschlug und so ritt ich unverrichteter Dinge weiter voran (hat, glaube ich, nur Old Schlitzohr Rob bemerkt).
Nachdem etliche Meilen, die Ärsche langsam rot werden ließen, wurde kurzerhand ein Rastplatz requiriert und diverse Pfannen mit Bohnen und Speck verschwanden in den Ladeluken der wilden Reiter. Weiter ging die Hatz. Kurz hinter Prädikow, einem verschlafenen Nest ohne eigenen Saloon, scheute der Gaul von Nacked Finger Torsten, so das dieser die Chance bekam, seine bei einem alten Japaner gelernten Falltechniken zur Anwendung zu bringen. Und wie man hörte, fand das sogar bei den versammelten Raubeinen, welche ja weiß gott schon viel gesehen haben, den notwendigen Respekt.
Ich weiß nicht mehr, wer das Gerücht in die Welt setzte, man könne in der Kehle der Drachen in der Märkischen Schweitz dieselben noch lebend sehen, aber jedenfalls entfachte die Vorstellung Wir allein gegen den Drachen wieder mal ungeahnte Kräfte und wir lenkten die Schritte unserer Pferde durch den finsteren Grund. Natürlich wieder ohne Erfolg. Ohne Erfolg blieb auch das Schürfen nach dem begehrten Edelmetall in der Silberkehle. Doch das war uns nun schon fast egal, hatte die Sonne doch schon seit mehr als einer Stunde die Heimreise angetreten und unsere Mägen schlugen Alarm. Also rasch im nächsten Saloon eingeritten. Außer uns waren keine weiteren, auf Händel erpichte Saftnasen anwesend (Billy the Kid ritt wohl mal wieder weiter westlich durch die Prärie und übte dort sein Handwerk aus...), so dass wir keinen Umlegen mussten, um an den uns zustehenden Kaffee und Kuchen zu kommen. Da das Wetter inzwischen hielt, was es nie versprochen hatte, setzten wir uns raus und sinnierten kurz über die Frage, ob das Niederbrennen dieses Weilers (Pritzhagener Mühle), zum Zwecke der Vertreibung von gefährlichen Kreuzottern, auf welche per Schild hingewiesen wurde, legitim sei. Wir ließen aber auch in diesem Fall Gnade vor Recht ergehen und verließen kurz darauf diesen bedrohlichen Ort in Richtung Westen.
Offensichtlich hatten nun aber einige Probleme damit, dass ihre Körper den Kuchen nicht richtig ansaugen und einer Energie freisetzenden Verbrennung zuführen konnten, so das sie fast vom Pferd fielen. Einige Meilen später, wir hatten bereits Münchehofe passiert und befanden uns an der Bahnstation Müncheberg, beschloss ich, dass den Meinen gegebene Versprechen nach pünktlicher Heimkehr zu erfüllen und begab mich allein weiter in die Spur. Der Meute war es recht, hatten sie doch nun den ganzen Tag Zeit um an die heimischen Lagerfeuer zu kommen, an denen niemand auf sie warten würde (Ich hoffe nur, sie irren nicht jetzt noch durch die nächtlichen Wälder).
Auf den letzten 30 Kilometern gab ich meinem flying Horse noch mal so richtig die Sporen, nicht ohne zwischendurch einige Pfeile in den märkischen Sand zu kratzen, in der Hoffnung das dies jemand würde deuten können.
Nach runden 95 Kilometern erreichte ich noch vor Herablassen der Stadttore Erkner, um sogleich per Schiene meiner heimatliche Ranch zuzustreben.
Nun sitze ich also wieder hier und berichte Euch, die Ihr es lesen wollt von den Ereignissen des heutigen Tages. Möge es Euch gefallen...
Die Dreckfressen im Einzelnen:
Arthur Dent, Clemens1, Felgenfee, Pda, Rob, Staubi, Torsten, Jockel
Zur gegebenen Stunde stand eine Auswahl der berüchtigsten Dreckfressen, welche die Saloons dieser gottverdammten Stadt zu dieser frühen Stunde ausgespiehen hatte und warteten auf den Zug, der da kommen sollte, um sie ins gelobte Land zu bringen. Doch die schon ungeduldig mit den Hufen scharenden Mustangs mussten noch ein wenig warten, da Doc Felgenfee noch eine Rechnung zu begleichen hatte.
An der Station Strausberg schloss sich noch Rob the Knife der Meute an und ab ging die wilde Jagd.
Strausberg wurde verlassen ohne, wie sonst üblich, den Bewohnern dieser Stadt den roten Hahn aufs Dach zu setzen und zügig gelangten wir entlang des Bötz- und Fängersees ein gutes Stück nach Norden. Mein Mustang, der schon eine gute Woche den Stall nicht verlassen hatte, stach der Hafer und so wurde ich erst in Schiller Höhe gewahr, dass ich allein auf weiter Flur war. Nun, eigentlich ist es üblich, das der Haufen Rücken an Rücken kämpft und so beschloss, wieder gen Süden zu reiten, in der Hoffnung, den Zurückgebliebenen noch helfen zu können, sollten sie in einen Hinterhalt geraten sein. Das war Gott sei Dank nicht nötig, aber was war das. Das junge Fohlen von Big Bad Staubi lag im Gras und rührte sich kaum mehr. A. Dent, auch genannt The Toolman stand gebeugt über den Resten und spielte von mit dem Gedanken, der Mähre den Gnadenschuss zu verpassen, aber er besann sich, das er es war, der Big Bad Staubi den Klepper angedreht hatte und, sollte er jetzt schon verrecken, er wohl mit dem Schlimmsten rechnen musste. Also wirtschaftete er das Tier wieder zusammen, wie es einem praktizierenden Rossschinder wohl anstand.
Nun, nach diesem kleinen Zwischenfall wurde weiter in die aufgehende Sonne geritten. Am Ihlandsee vorbei, beschloss ich, da ich die Meute nicht gern im Rücken habe (man fängt sich leicht eine Kugel...) einmal im Kreis zu reiten, um nun meinerseits in den Rücken der Meute zu kommen. Der Kreis war aber leider zu groß, so dass mein Plan fehlschlug und so ritt ich unverrichteter Dinge weiter voran (hat, glaube ich, nur Old Schlitzohr Rob bemerkt).
Nachdem etliche Meilen, die Ärsche langsam rot werden ließen, wurde kurzerhand ein Rastplatz requiriert und diverse Pfannen mit Bohnen und Speck verschwanden in den Ladeluken der wilden Reiter. Weiter ging die Hatz. Kurz hinter Prädikow, einem verschlafenen Nest ohne eigenen Saloon, scheute der Gaul von Nacked Finger Torsten, so das dieser die Chance bekam, seine bei einem alten Japaner gelernten Falltechniken zur Anwendung zu bringen. Und wie man hörte, fand das sogar bei den versammelten Raubeinen, welche ja weiß gott schon viel gesehen haben, den notwendigen Respekt.
Ich weiß nicht mehr, wer das Gerücht in die Welt setzte, man könne in der Kehle der Drachen in der Märkischen Schweitz dieselben noch lebend sehen, aber jedenfalls entfachte die Vorstellung Wir allein gegen den Drachen wieder mal ungeahnte Kräfte und wir lenkten die Schritte unserer Pferde durch den finsteren Grund. Natürlich wieder ohne Erfolg. Ohne Erfolg blieb auch das Schürfen nach dem begehrten Edelmetall in der Silberkehle. Doch das war uns nun schon fast egal, hatte die Sonne doch schon seit mehr als einer Stunde die Heimreise angetreten und unsere Mägen schlugen Alarm. Also rasch im nächsten Saloon eingeritten. Außer uns waren keine weiteren, auf Händel erpichte Saftnasen anwesend (Billy the Kid ritt wohl mal wieder weiter westlich durch die Prärie und übte dort sein Handwerk aus...), so dass wir keinen Umlegen mussten, um an den uns zustehenden Kaffee und Kuchen zu kommen. Da das Wetter inzwischen hielt, was es nie versprochen hatte, setzten wir uns raus und sinnierten kurz über die Frage, ob das Niederbrennen dieses Weilers (Pritzhagener Mühle), zum Zwecke der Vertreibung von gefährlichen Kreuzottern, auf welche per Schild hingewiesen wurde, legitim sei. Wir ließen aber auch in diesem Fall Gnade vor Recht ergehen und verließen kurz darauf diesen bedrohlichen Ort in Richtung Westen.
Offensichtlich hatten nun aber einige Probleme damit, dass ihre Körper den Kuchen nicht richtig ansaugen und einer Energie freisetzenden Verbrennung zuführen konnten, so das sie fast vom Pferd fielen. Einige Meilen später, wir hatten bereits Münchehofe passiert und befanden uns an der Bahnstation Müncheberg, beschloss ich, dass den Meinen gegebene Versprechen nach pünktlicher Heimkehr zu erfüllen und begab mich allein weiter in die Spur. Der Meute war es recht, hatten sie doch nun den ganzen Tag Zeit um an die heimischen Lagerfeuer zu kommen, an denen niemand auf sie warten würde (Ich hoffe nur, sie irren nicht jetzt noch durch die nächtlichen Wälder).
Auf den letzten 30 Kilometern gab ich meinem flying Horse noch mal so richtig die Sporen, nicht ohne zwischendurch einige Pfeile in den märkischen Sand zu kratzen, in der Hoffnung das dies jemand würde deuten können.
Nach runden 95 Kilometern erreichte ich noch vor Herablassen der Stadttore Erkner, um sogleich per Schiene meiner heimatliche Ranch zuzustreben.
Nun sitze ich also wieder hier und berichte Euch, die Ihr es lesen wollt von den Ereignissen des heutigen Tages. Möge es Euch gefallen...
Die Dreckfressen im Einzelnen:
Arthur Dent, Clemens1, Felgenfee, Pda, Rob, Staubi, Torsten, Jockel