Wir bewegen uns ja in einem Niemandsland.
Auf die Idee ein solches Training zu absolvieren kam bisher in dieser Form niemand.

Teilweise haben wir (ich) völlig neue Trainingseinheiten kreiert, die sich als hochwirksam herausstellten.
So gesehen sind wir seit 4 Jahren die Studie

Bisher erfolgreich. Jeder konnte sich - bei geringerem Zeitaufwand - zum Teil deutlich verbessern. Und nicht nur das, das gesamte Körpergefühl wurde stark verbessert.
(interessant sind dabei Leistungssteigerungen beim Marathon von 3:45 auf 3:15, wobei nicht einmal ein GA1 Lauf stattfand und die längste Einheit 1x20km war.
Interessanterweise hatte bisher niemand (auch ein Starter der 7 Tage durch die Alpen mit dem Rad fuhr) Probleme mit der Ausdauer. Probleme gabs wenn, dann eher mit dem Sitzen oder mit der Ernährung oder mit der richtigen Einteilung des Tempos, also eher Sachen, die jeder kennt.
Was noch fehlt, sind wirklich starke Leute, also zB. Marathonis sub 2:45 oder ironman Richtung 9Std. (der schnellste FTler hat 9:06 oder so)
Aber hier gelangen wir in einen Grenzbereich, da ja eine hohe Spezialisierung für solche Leistungen nötig ist. Nichtsdestotrotz kann man auch in diesem Leistungsbereich einige unserer Elemente in das Training einbauen.
(Was ich auf triathlonszene mit einem Hawaiistarter sub9 auch schon gemacht habe)
Der Fehler, der immer wieder im klassischen Ausdauersport gemacht wird, ist meiner Meinung nach, dass man alles isoliert betrachtet: GA Training, Intervalle, Coretraining, Krafttraining, Beweglichkeit etc.
Für alles wird ein Spezialtrainingsplan erstellt.
Logisch, dass da entweder die Zeit ausgeht oder einfach die Lust fehlt 1 Std. Coretraining zu absolvieren.
Der zweite Fehler sind die sogenannten "Fülleinheiten" oder auch "Junkmiles". Die einen nicht wirklich vorwärts bringen, aber halt auch die Regeneration stören.
Was für Einsteiger noch etwas bringt, ist für Erfahrene schlicht Zeitverschwendung. (ich will jetzt aber nichts gegen eine Lustfahrt bei schönem Wetter sagen
FT ist dagegen eher Ganzheitlich, dh. alles wird geschickt miteinander verbunden.
Hier mal ein schönes (gerade aktuelles) Beispiel, bei dem es darum geht Ausdauer zu trainieren. Diese Trainingsvariante hab ich "Mitochondrienbuilder" genannt (weitere Infos über die Hintergründe gibts in einem Artikel dazu auf fasttwitch).
Hier kann man schon recht gut den ganzheitlichen Ansatz sehen, in diesem Fall Ausdauer- und Krafttraining (also mit der Langhantel) zu einer Ausdauereinheit zu kombinieren statt beides einzeln zu trainieren.
Mitochondrienbuilder (einfache Variante)
25Wdh. Backsquats mit 30-50% von
100% (wird langsam aufgebaut)
dann
5 Min. Cardio (für euch wäre das dann zB. Ergometer) im mittleren bis oberen GA1 Bereich
das Ganze dann 20-45 Minuten lang (also ca.4-8 Durchgänge), wobei die Backsquats maximal tief und ohne Pause gemacht werden.
Als warmup könnte man ein paar Kettlebellübungen einbauen und als cooldown ein paar Bauchübungen an der Klimmzugstange (knee2elbows, toe2bar etc.)
Andererseits kann man auch Athletiktraining, das ja auch für den Core und den Rücken gut ist hervorragend mit intensivem Kreislauftraining vermischen. Dem Kreislauf ist es egal, ob jetzt die Intensität vom Radfahren, Rudern, Laufen oder von Bodyweightübungen kommt.
Solche Einheiten werden als Metcon (Metabolic Conditioning) bezeichnet und sind auch hochwirksam. (unbedingt mal ausprobieren

und gleichzeitig auch zeitsparend, da hier oft schon 10 Minuten ausreichen, um den Reiz zu setzen.
Beispiele: (Übungen könnt ihr auf Youtube finden)
Metcon1
100 Burpees auf Zeit (alles unter 7 Minuten ist schon sehr gut)
Metcon2
Soviele Runden wie möglich in 20 Minuten von
1 Klimmzug, 2 Liegestütz, 3 Kniebeugen (hier ist man ab 100 Runden schon recht fit)
Metcon3 (Power in die Beine)
4 Runden: 50Kniebeugen + 400m sprinten (Lauf) - alles sub10 Min. kann sich sehen lassen.
es gibt unzählige solcher Einheiten, langweilig wird das also eher nicht.