Effektives Wintertraining

@Corax
das hat ja nix mit sinnloser Diskussion zu tun. ich fände es auch ganz interessant, wie bei Fasttwich ein Training von 3 Wochenstunden aussähe.
Und dann könnte die Diskussion weitergeführt werden, ob es sinnvoll ggü. dem spezifischen Radtraining wäre oder nicht.

Hier sind 2 Einsteigerpläne für das fasttwitch Training
http://www.fasttwitch.de/forums/artikel-für-einsteiger.95/

Beispiel für Einsteigerplan 1 und Woche 3-6: erinnert ein wenig an Zirkeltraining.

fasttwitchEinsteigerplan1.JPG
 
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Monisen,

ich hätte nicht gedacht wie viele unterschiedliche Ansätz des Trainings existieren, und dass die scheinbar den unterschiedlichsten Philosphien folgen...

Ich hätte auch nicht gedacht dass meine Körperübungen (Situps, Klimmzug, Liegestütze und verschiedene Pilates-Übungen) in anderen Trainingseinheiten als Kraftübungen gelten.

Ich bin sicherlich kein Fan des Bodenturnens, doch muß ich sagen, dass die Übungen eine absolut tolle Wirkung auf Körperspannung etc. haben, was sich jeden Tag positiv bemerkbar macht.


Mache die Übungen ca. dreimal die Woche für jeweil ca 10min. entweder vor oder nach dem Radfahren oder Laufen.
Das reicht völlig aus, ich habe wirklich nicht gedacht, wie sich der komplette Halte- und Bewegungsapparat darauf einstellen bzw. umstellen.


Mein "Plan" sieht jetzt übrigens so aus:

Januar- Mitte Februar

- 1 x 1,5h laufen für die Ausdauer

- 2 x 30 min. Rollentraining (Intervall, Tabata, möglichst effektiv)

- 3 x 10min. fasttwitch, crossfit o.Ä.

Ab Mitte Februar:

1 x 2h Rad oder Laufen für Ausdauer

2 x 30 min. Rolle

2 x 15 min. fasttwitch, Crossfit o.Ä.


Wie gesagt, ich habe nicht die Absicht Weltmeister zu werden, und schaue jetzt einfach mal was passiert und wie sich das Training auswirkt.

Ich habe versucht eine "gesunde Mischung" aus den unterschiedlichen Trainingsansätzen zu formen, und könnte mir vorstellen, dass ich hinterher ein weing fitter bin als Status jetzt.

Ich weiß auch, dass drei Stunden in der Woche nicht die Welt sind, aber Ziel soll ja sein mit der (relativ kleinen) Einghabe das Maximum zu erreichen.
Wenn`s nicht funktioniert, habe ich dazugelernt - wenn`s funktioniert auch.

Hauptseache Spaß an der Sache.

Ich danke euch nochmals sehr für die vielen Sichtweisen und Eindrücke, schon wegen der Sache mit dem Tellerrand...


Drive different or fly - Alexfromgalax
 
alexfromgalax schrieb:
Ich hätte auch nicht gedacht dass meine Körperübungen (Situps, Klimmzug, Liegestütze und verschiedene Pilates-Übungen) in anderen Trainingseinheiten als Kraftübungen gelten.
Das tun sie nicht, vom Klimmzug und den Liegestützen, wenn sie einarmig durchgeführt werden, mal abgesehen.
Die Definition von Krafttraining wird hier im Forum recht schwammig angewendet, für mich ist Krafttraining immer Maximalkrafttraining, schwere Gewichte, 3-6 Wiederholungen, um die 75-95% vom Maximalgewicht herum. Wichtig ist stete Progression, anfangs linear, später kommen dann ausgeklügeltere Pläne zum Einsatz.
Die Übungsauswahl ist konservativ: tiefe Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Schulterpresse, Power Cleans (alles mit der Langhantel), Klimmzüge.
Das Conditioning halte ich simpel, aber intensiv: Tabatas auf dem Spinningbike, Barbellcomplexes, Kettlebellzirkel.
Ich trainiere 3x/Woche Kraft + anschließendes Conditioning, zusätzlich 1-2 Conditioningeinheiten an den kraftfreien Tagen.

Das ist mein Training für den Winter, sobald der Schnee weg ist, gehe ich nur noch 2x/Woche zum Krafttraining inkl. Conditioning, den Rest der Zeit fahre ich Rad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich beglückwünsche den fredstarter zu seiner Wahl. Sieht super aus! Viel Spaß dabei und schätze es wird dir nicht leit tun. Wenns dem Körper zuviel wird läßt er dich das schon wissen.:daumen:
 
Hallo
Mir ist aufgefallen, dass hier intensiv über fasttwitch diskutiert wird.
Leider wird dabei vieles falsch wiedergegeben, da sicherlich die meisten hier sich nicht mit diesem Trainingsansatz näher beschäftigt haben.
Zugegeben, das Ganze ist etwas kompliziert und für klassisch trainierende Sportler auch nicht immer logisch.
Als "Kopf" und "Erfinder" von fasttwitch würde ich mich bereiterklären (wenn es gewünscht ist) hier einige Fragen zu beantworten.

Paar Bemerkungen vorweg:
FT soll kein vollständiger Ersatz für klassisches Training sein. Wenn man extreme Leistungen bringen will - oder sein absolutes Limit ausreizen möchte - muss man eine extreme Spezialisierung betreiben. Diese Spezialisierung hat aber auch diverse Nachteile.

Schaut man sich Marathonis an, sehen die nicht gerade gesund aus. Die können mit ihren Ärmchen wahrscheinlich nicht einen Klimmzug.
Radfahrer können kaum gerade gehen, geschweige denn beim Pilates die Beine im Liegen senkrecht und gerade hochhalten.
Alles Folgen der Spezialisierung. Aber ist das auf Dauer gesund?

Ich selber habe mehr als 20 Jahre im Triathlon meine Limits ausgetestet und festgestellt, dass es nicht gesund ist nach der Methode "mehr ist besser" zu trainieren. Könnte hier seitenweise meine Gebrechen aufzählen.

Um das Limit zu erreichen (wenn man einigermaßen gesund ist) muss man in etwa einen Aufwand von 30 und mehr Stunden pro Woche bestreiten. Das ist für die meisten Väter, Ehemänner und Berufstätigen nicht möglich. Also muss man andere Wege finden.
Zum Glück gibt es die.

Viele Studien bestätigen, dass geschicktes Krafttraining, intensive Intervalle (HIIT, Tabatas) durchaus auch relevante Auswirkungen auf die Leistung haben, bei relativ wenig Zeitaufwand.

Auch kann man durch geschicktes Kombinieren von Trainingseinheiten (Vorermüdung, Beachten der Metaboliten etc.) bei verringertem Zeitaufwand gute Ergebnisse erzielen.

Aus diesen Denkansätzen habe ich versucht das FT Konzept immer weiter zu verfeinern. Fast immer betreten wir dabei Neuland, bzw. betraten, denn so nach und nach gelangt vieles, was wir schon seit Jahren machen, auch in das "normale" Trainingsleben.

Seien wir ehrlich, die meisten Ausdauersportler trainieren doch zuviel mit zu wenig Qualität. Die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll zu nutzen, Spaß zu haben und gesundheitlich davon zu profitieren, muss doch das Anliegen sein.
Schließlich dürften die wenigsten von uns damit ihr Geld verdienen.

Lange Vorrede ;)
Fakt ist, dass man mit 5Std. pro Woche im Schnitt anständig einen Ironman finishen kann, auch Trans Alp und solche Späße sind möglich.

Natürlich gibt es viele Wege zum Ziel, FT ist einer davon.
Wer Spaß hat stundenlang im Spaziertempo durch die Landschaft zu radeln, der soll es tun. Aber wer über den Tellerrand schaut, der wird andere Sachen finden, die mindestens genau so viel Spaß machen.


Falls ihr also Fragen habt, möchte ich da gerne etwas mehr Licht ins Dunkle der "funktionalen Fitness"bringen.
Es lohnt sich , sich damit zu beschäftigen.
 
Falls ihr also Fragen habt, möchte ich da gerne etwas mehr Licht ins Dunkle der "funktionalen Fitness"bringen.
Es lohnt sich , sich damit zu beschäftigen.

Welch unerwarteter und unverdienter Glücksfall hier scheinbar einen kompetenten Diskusionsteilnehmer gefunden zu haben.
Freut mich sehr, auch wenn ich natürlich durch meine augenscheinlich überholten Ansichten als erster hier eine Korrektur hinnehmen muß...
Zu meiner Verteidigung kann ich anführen das in meiner Jugend noch Turnvater Jahn der letzte Schrei war.
Desweitern bin ich seit ewigen Zeiten Hobbysportler. Schwimmen in der Schulzeit, halbe Marathons gelaufen, Amateurradrennen und danach hauptsächlich Fitness zum Motorsport. Alles zum Spaß neben dem Beruf mit als einziger Motivation ein ausgeprägter Bewegungsdrang.
Aber natürlich bin ich daran interressiert meine Leistungsfähigkeit zu steigern soweit das mit 55 noch möglich ist.
Meine erste Frage wäre natürlich ob die Prinzipien des FT tatsächlich funtzen ab Trainingszustand Null, also auch für den nahezu untrainierten.
Und wo finde ich mehr über FT?
Gruß aus Holland
 
Aber natürlich bin ich daran interressiert meine Leistungsfähigkeit zu steigern soweit das mit 55 noch möglich ist.
Ja, das geht sogar recht gut. Im Alter sollte man eh mehr gewicht aifs Krafttraining legen.

Meine erste Frage wäre natürlich ob die Prinzipien des FT tatsächlich funtzen ab Trainingszustand Null, also auch für den nahezu untrainierten.
Natürlich muss man sich da erstmal dran gewöhnen, ist ja ne ganz andere Belastungswelt. Aber hat mans hinter sich, gehts eigentlich nur noch vorwärts. Vorausgesetzt man übertreibts nicht.
Ein gern gemachter Fehler ist, das FT Training einfach auf das bisherige draufzupacken, das geht natürlich schief.

Die hier schon zitierten Einsteigerpläne sollen nur mal einen Einstieg ermöglichen, um mal zu schaun, ob das was für einen ist. 1-2 lockere radtouren sollten dazu noch möglich sein.
Häufig trifft es einen wie der Blitz, wenn man feststellt wie wenig Athletik man eigentlich hat.
 
Ja, das geht sogar recht gut. Im Alter sollte man eh mehr gewicht aifs Krafttraining legen.
Einig! Grund für die schwindende Muskelmasse im Alter ist dass der Körper weniger Östrogen und Testosteron produziert. Im Alter von rund 60 Jahren verliert man im Schnitt ca. 15%, mit 70 Jahren sogar ca. 30% Muskelmasse. Und gerade Muskeln halten die Fettverbrennung hoch. Um die Testosteronproduktion wieder anzuregen ist hartes Gewichtstraining essentiell.
 
Kann ich alles glauben. Die Trainingsprinzipien werden mir langsam deutlich. Wie gesagt, Hanteltraining und Klimmzüge sind mir nicht fremd.
Wo ich mich ein wenig schwer tue ist das FT einfach anstelle des herkömmlichen Ausdauertrainings treten soll. Sind denn schon Studien über längere Zeiträume bekannt?
 
Wir bewegen uns ja in einem Niemandsland.
Auf die Idee ein solches Training zu absolvieren kam bisher in dieser Form niemand. :)
Teilweise haben wir (ich) völlig neue Trainingseinheiten kreiert, die sich als hochwirksam herausstellten.
So gesehen sind wir seit 4 Jahren die Studie :)
Bisher erfolgreich. Jeder konnte sich - bei geringerem Zeitaufwand - zum Teil deutlich verbessern. Und nicht nur das, das gesamte Körpergefühl wurde stark verbessert.

(interessant sind dabei Leistungssteigerungen beim Marathon von 3:45 auf 3:15, wobei nicht einmal ein GA1 Lauf stattfand und die längste Einheit 1x20km war.
Interessanterweise hatte bisher niemand (auch ein Starter der 7 Tage durch die Alpen mit dem Rad fuhr) Probleme mit der Ausdauer. Probleme gabs wenn, dann eher mit dem Sitzen oder mit der Ernährung oder mit der richtigen Einteilung des Tempos, also eher Sachen, die jeder kennt.

Was noch fehlt, sind wirklich starke Leute, also zB. Marathonis sub 2:45 oder ironman Richtung 9Std. (der schnellste FTler hat 9:06 oder so)
Aber hier gelangen wir in einen Grenzbereich, da ja eine hohe Spezialisierung für solche Leistungen nötig ist. Nichtsdestotrotz kann man auch in diesem Leistungsbereich einige unserer Elemente in das Training einbauen.
(Was ich auf triathlonszene mit einem Hawaiistarter sub9 auch schon gemacht habe)

Der Fehler, der immer wieder im klassischen Ausdauersport gemacht wird, ist meiner Meinung nach, dass man alles isoliert betrachtet: GA Training, Intervalle, Coretraining, Krafttraining, Beweglichkeit etc.
Für alles wird ein Spezialtrainingsplan erstellt.

Logisch, dass da entweder die Zeit ausgeht oder einfach die Lust fehlt 1 Std. Coretraining zu absolvieren.

Der zweite Fehler sind die sogenannten "Fülleinheiten" oder auch "Junkmiles". Die einen nicht wirklich vorwärts bringen, aber halt auch die Regeneration stören.
Was für Einsteiger noch etwas bringt, ist für Erfahrene schlicht Zeitverschwendung. (ich will jetzt aber nichts gegen eine Lustfahrt bei schönem Wetter sagen ;)

FT ist dagegen eher Ganzheitlich, dh. alles wird geschickt miteinander verbunden.

Hier mal ein schönes (gerade aktuelles) Beispiel, bei dem es darum geht Ausdauer zu trainieren. Diese Trainingsvariante hab ich "Mitochondrienbuilder" genannt (weitere Infos über die Hintergründe gibts in einem Artikel dazu auf fasttwitch).
Hier kann man schon recht gut den ganzheitlichen Ansatz sehen, in diesem Fall Ausdauer- und Krafttraining (also mit der Langhantel) zu einer Ausdauereinheit zu kombinieren statt beides einzeln zu trainieren.

Mitochondrienbuilder (einfache Variante)
25Wdh. Backsquats mit 30-50% von 100% (wird langsam aufgebaut)
dann
5 Min. Cardio (für euch wäre das dann zB. Ergometer) im mittleren bis oberen GA1 Bereich

das Ganze dann 20-45 Minuten lang (also ca.4-8 Durchgänge), wobei die Backsquats maximal tief und ohne Pause gemacht werden.

Als warmup könnte man ein paar Kettlebellübungen einbauen und als cooldown ein paar Bauchübungen an der Klimmzugstange (knee2elbows, toe2bar etc.)


Andererseits kann man auch Athletiktraining, das ja auch für den Core und den Rücken gut ist hervorragend mit intensivem Kreislauftraining vermischen. Dem Kreislauf ist es egal, ob jetzt die Intensität vom Radfahren, Rudern, Laufen oder von Bodyweightübungen kommt.

Solche Einheiten werden als Metcon (Metabolic Conditioning) bezeichnet und sind auch hochwirksam. (unbedingt mal ausprobieren ;) und gleichzeitig auch zeitsparend, da hier oft schon 10 Minuten ausreichen, um den Reiz zu setzen.

Beispiele: (Übungen könnt ihr auf Youtube finden)

Metcon1
100 Burpees auf Zeit (alles unter 7 Minuten ist schon sehr gut)

Metcon2
Soviele Runden wie möglich in 20 Minuten von
1 Klimmzug, 2 Liegestütz, 3 Kniebeugen (hier ist man ab 100 Runden schon recht fit)

Metcon3 (Power in die Beine)
4 Runden: 50Kniebeugen + 400m sprinten (Lauf) - alles sub10 Min. kann sich sehen lassen.

es gibt unzählige solcher Einheiten, langweilig wird das also eher nicht.
 
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Eine Frage, gibt es einen Unterschied zwischen fastswitch und den in diesem Buch beschriebenen Übungen/Plänen?

[ame="http://www.amazon.de/Functional-Fitness-Fitnesstrend-Fortgeschrittene-zeitsparend/dp/3768833437/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1355863209&sr=8-2"]Functional Fitness: Der neue Fitnesstrend für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis: einfach / effektiv / zeitsparend: Amazon.de: Björn Kafka, Olaf Jenewein: Bücher[/ame]
 
mauna kea schrieb:
Wir bewegen uns ja in einem Niemandsland.
Auf die Idee ein solches Training zu absolvieren kam bisher in dieser Form niemand.
Naja, Brian MacKenzies Ansatz ist nahezu identisch, ich weiß allerdings nicht genau, seit wann er CFE einer breiten Masse zugänglich gemacht hat, 4 Jahre werden es aber sicherlich auch sein.
Nicht falsch verstehen, ich finde sehr gut, was ihr macht, aber diese Art von Training existiert schon länger (die militärischen Ursprünge reichen wohl sehr viele Jahre zurück, siehe SEAL-Fitness etc., im Kampfsport ist es auch schon länger etabliert, auch wenn viele Trainer so ihre Probleme mit den Krafteinheiten haben).
Niemandsland ist allerdings in sofern richtig, dass vergleichende Studien fehlen. Nimm zwei gleich trainierte Ausdauersportler, die bislang spezifisch und volumenbasiert trainiert haben, trenne sie in ihren Trainingsmethoden und begleite sie über einen definierten Zeitraum (2 Jahre sollten es wohl mindestens sein) und dann vergleiche die Ergebnisse. Das fehlt leider, weswegen die oft gestellte Frage nach harten Fakten die Ergebnisse betreffend nur mit Erfahrungswerten beantwortet werden kann, die dann nicht ernst genommen werden. Damit wird ein ernstzunehmendes Training wieder auf die reine Glaubensfrage reduziert, denn fremde Erfahrungen werden nicht anerkannt, eigene Erfahrungen fehlen, oder sie sind ernüchternd, weil das Training falsch angegangen wurde.
 
nein, langweilig wird uns so wahrlich nicht! Also du setzt havy auf anaerobe Sachen? Nach exessievem Intervaltraining, auf dem Rad und mit schweren Kniebeugen, hatte ich schonmal Verhärtungen im Muskel. Das hat etzend lange gedauert bis ich wieder voll einsatzfähig war!
Wie schützt man sich vor Übertraining?
Endsteht bei deiner Methode nicht ein sehr hoher Eiweißbedarf der dann vielleicht der Kohlenhydrataufname in die Quere kommt?
 
Mit Björn Kafka stehe ich auch in Kontakt. Seine Einstellung deckt sich mit meiner. Er kommt ja aus dem gehobenen Radleistungsniveau und auch er hat mit diesem Trainingsansatz Erfolg.
Sein Buch ist ein guter Einstieg ins funktionale Training, aber letztendlich steht da auch nicht mehr als auf fasttwitch ;) - und vor allem: es ist relativ allgemein gehalten.

Crossfitendurance hat mich Anfangs stark beeinflußt, genauso wie Crossfit, logisch.(den ganzen Ausdauerkram hatte ich ja über 20 Jahre lang inhaliert)
Aber letztendlich haben beide Systeme Schwächen, wenn es um das spezifische Ausdauertraining und die Wettkampfvorbereitung geht.
Hier kann ich Erfahrungen einbauen, die ich als jahrelanger Trainer bei Bayer Uerdingen und in meiner Zeit als Autor auf triathlon-szene.de gesammelt habe.

Versucht mal spezielle Vorbeitungsphasen für Marathon und Ironman auf CFE zu finden. ;)
oder auch nur einen simplen Plan, wie man 10km unter 40 Minuten läuft.
dh. FT ist wesentlich spezifischer, was man an einigen Spezialtrainingseinheiten erkennen kann, die man sonst nirgends trifft: Mitochondrienbuilder, holistisches Training, Milestoneeinheiten, FT Intervalle etc.

Ich bringe ja gerne das Beispiel vom Kuchen: die Grundzutaten sind immer die selben, trotzdem schmeckt jeder anders.

Das mit dem Englisch läßt sich leider nicht vermeiden, da man auf youtube die meisten Übungen aus dem Gewichtheben, Functional Training, Crossfit und Bodyweighttraining halt nur über englische Begriffe findet. Wir helfen da aber gerne weiter. :)

Naja, Brian MacKenzies Ansatz ist nahezu identisch
da muss ich dich leider enttäuschen. Die Unterschiede sind mittlerweile enorm. Anfangs natürlich nicht, da ich selber erstmal in diese Art Training hereinwachsen mußte.
Du kannst auf fasttwitch immer den aktuellen Wochenplan (ist ein Vorschlag von mir als Anregung zum Training) sehen. Vergleiche das mal mit den Plänen von CFE.
Als erstes wird dir auffallen, dass ich nur 5, maximal 6 Einheiten je Woche poste, während CFE oft von 2 am Tag ausgeht. Davon halte ich nicht viel, da Übertraining oder Überforderung so sehr wahrscheinlich wird. Auch ist CFE viel mehr Gewichtheberorientert, da sie halt von Crossfit stark beeinflußt sind. Gibt noch viele Unterschiede, das würde aber den Rahmen hier sprengen.
 
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nein, langweilig wird uns so wahrlich nicht! Also du setzt havy auf anaerobe Sachen? Nach exessievem Intervaltraining, auf dem Rad und mit schweren Kniebeugen, hatte ich schonmal Verhärtungen im Muskel. Das hat etzend lange gedauert bis ich wieder voll einsatzfähig war!
Wie schützt man sich vor Übertraining?
Endsteht bei deiner Methode nicht ein sehr hoher Eiweißbedarf der dann vielleicht der Kohlenhydrataufname in die Quere kommt?

Es kommt halt darauf an, wie man das kombiniert und aufbaut.
Meine Gewichtheberpläne sind recht moderat und überfordern niemanden, wenn er sich an die Vorgaben hält.
Natürlich muss jeder Athlet auch mitdenken und in seinen Körper horchen, ansonsten geht der Schuss nach hinten los. Das gilt aber für jedes Trainingssystem.
Die Gefahr eines echten Übertrainings besteht allerdings viel eher bei einem LSD (long slow distance) orientierten Training als bei intensivem Training.(da langes Training katabol und hartes Training anabol wirkt)
Bei intensivem Training hat man eher mit Muskelkater und Überlastung/Überforderung zu kämpfen. Etwas hinderlich dabei ist, dass man ja gewohnt ist viel zu trainieren und man Anfangs immer denkt das es zu wenig ist.
 
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Ok, ich werde mich mit Deinen WOs wohl intensiver beschäftigen müssen. Ich habe die Übereinstimmumgen CFE <-> FT für größer gehalten, aber vermutlich habe ich das zu oberflächlich betrachtet.
 
Endsteht bei deiner Methode nicht ein sehr hoher Eiweißbedarf der dann vielleicht der Kohlenhydrataufname in die Quere kommt?

Das trainingsvolumen beim Gewichtheben ist sehr gering. Es unterscheidet sich enorm von klassischen Training das nach Sätzen aufgebaut ist.
Schau dir am besten die Wochenpläne an, dann siehst du das.
Hohes Volumen kommt nur bei den 25 Wdh.Geschichten, da ist dann aber die Last gering - max. 50%.

Eiweiss und KH bedarf sind mir jetzt nicht als aussergewöhnlich aufgefallen, da die Einheiten ja insgesamt kurz sind. Wir betreiben ja kein Bodybuilding.

Wenn es in die heiße Phase der Saison geht, kommen auch schonmal längere Einheiten, aber da hilft ja ein Fläschchen auf dem Rad. Insgesamt also eher unspektakulär.
 
Ok, ich werde mich mit Deinen WOs wohl intensiver beschäftigen müssen. Ich habe die Übereinstimmumgen CFE <-> FT für größer gehalten, aber vermutlich habe ich das zu oberflächlich betrachtet.

Ja, das passiert den meisten. Taucht man tiefer in die Materie ein, bemerkt man die Unterschiede.
 
Super, vielen Dank für die Tipps. Da werden sicherlich ein paar Fragen auftauchen.

Die burpees mit Sprung haben es in sich :D, heute das erste mal probiert.

Motivations Video fürs Auge :daumen:
[nomedia="http://www.youtube.com/watch?v=PYfNA_lmkHM"]Fitness - Boot Camp Workout 1: Burpee's Exercise - YouTube[/nomedia]

Und hier wie die Übung richtig fordern kann:
[nomedia="http://www.youtube.com/watch?v=gmuSgwCNSgE"]Tabata burpees - YouTube[/nomedia]
 
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Ein sehr interessanter thread hier :daumen:
Nur eine Frage die in mr gerade so hoch kommt?
Weshalb fahrt ihr Fahrrad?
Natürlich macht auch Biken mehr Spaß, wenn man fit ist, aber letztlich führt mehr fitness aber doch auch nur zu mehr Tempo.
Bedeutet das aber auch mehr Spaß zu haben?
Und darum geht es doch. Bei mir zumindest.
Ich fahre keine Rennen und wenn ich in der Gruppe unterwegs bin, will ich nur gut mithalten können. Ich muß anderen nicht beweisen, daß ich am Berg vielleicht schneller bin. Nutz doch nix, da ich oben dann warten muß.

Dennoch finde ich das Thema fasttwitch interessant, weil manchmal bleibt ja doch nicht viel Zeit zum trainieren oder das Wetter läßt Biken nicht zu.
Evtl. wäre ja sinnvoll, dieses Thema in einem eigenen thread zu beleuchten.
 
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