Eine ökonomische Überlegung gegen die Schnäppchen Jagd

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Hey,
Ich bin selbst lange ein Schnäppchen Jäger gewesen und habe mir nun dessen unökonomische Realität eingestanden. Solltet ihr euch auch einmal kritisch hinterfragen wollen und euch mal mit eurem persönlichen Business case beschäftigen wollen, lest doch mal meine Überlegungen dazu:

Link entfernt, bitte beim TE direkt anfragen.


Freue mich auf euren Senf dazu !:)
 
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Ps: solange die Schnäppchen Jagd Spaß jenseits des süchtig machenden Endorfin Kicks macht, ist natürlich nichts gegen das Schnäppchen Jagen zum Zeitvertreib einzuwenden. Soll keine Moralkeule sein
 
1. fragwürdig so sein blog hier zu promoten.. aber scheiß drauf..
2. ich interessiere mich für Schnäppchen aus purer Boshaftigkeit... zumindest würden das manche so interpretieren, wenn ich es absolut nicht einsehe die - aus meiner Sicht - völlig überzogenen UVP zu bezahlen. Der Kapitalismus greift überall umsich.. aber insbesondere in der MTB-Branche sind die Preisaufschläge - geradezu unmoralisch - exorbitant.
Wir alle wissen, dass auch unser "quality"-Material billigst in Asien produziert wird..
 
aber insbesondere in der MTB-Branche sind die Preisaufschläge - geradezu unmoralisch - exorbitant.

Da solltest Du aber unbedingt mal im Rennrad Bereich auf Schnäppchenjagd gehen. Da lernst die noch "humane" Preise hier tatsächlich noch zu schätzen. 🤪

Ansonsten oute ich mich, wenn es ums Fahrrad geht, als ein waschechter Konsum-Gandalf. 🫣
 
Komischer Blog, aber ein interessantes Thema.

Ich glaube, dass man dabei zwei Fälle unterscheiden muss:
  • Ich brauche etwas und suche dann den besten Preis dafür - In diesem Fall ist der Preisvergleich doch völlig in Ordnung. Bei den Preisen, die mittlerweile für Fahrrad-Kram aufgerufen werden, ist das nur logisch. Natürlich sollte der Rechercheaufwand in einem sinnvollen Verhältnis zum Produktwert und der Ersparnis stehen.
  • Nur weil etwas günstig ist, meine ich es zu brauchen - In dem Fall funktionieren die Marketingtricks und Scheinrabatte der Hersteller, Händler und Schnäppchenportale. Die Wirtschaft freut sich, der eigene Geldbeutel nicht und das Zeug liegt im schlimmsten Fall ungenutzt im Keller rum.
Wenn es um das rein Wirtschaftliche geht, lässt sich mit ein wenig Genügsamkeit sicherlich am meisten sparen. Wenn wir ehrlich sind, haben die meisten doch alles, was sie für die Ausübung des Hobbies brauchen. Viele haben n Bikes, einige Verschleiß- und Ersatzteile auf Vorrat, sowie ein Sammelsurium an Bike-Klamotten.
Da es aber Hobby ist, kann man das Thema nicht nur rein wirtschaftich betrachten und man kauft sich halt auch mal den "neusten Scheiß", auch wenn man ihn eigentlich nicht braucht. Der (unnötige) Konsum hängt dann nur am Hobby-Budget, das man sich setzt.
 
  • Nur weil etwas günstig ist, meine ich es zu brauchen - In dem Fall funktionieren die Marketingtricks und Scheinrabatte der Hersteller, Händler und Schnäppchenportale. Die Wirtschaft freut sich, der eigene Geldbeutel nicht und das Zeug liegt im schlimmsten Fall ungenutzt im Keller rum.

Story of my life :awesome:
 
Herzlichen Glückwunsch zu deiner Erkenntnis!

Du schließt von Dir auf andere…

Was will ich ein den meist inkompetenten Bikeshops :D

Also MTBs sind doch kein Hexenwerk und man kann noch wirklich alles selbst erledigen. Wer nicht selbst pfuscht, bekommt Pfusch! Is doch logisch :troll:
 
Herzlichen Glückwunsch zu deiner Erkenntnis!

Du schließt von Dir auf andere…

Was will ich ein den meist inkompetenten Bikeshops :D

Also MTBs sind doch kein Hexenwerk und man kann noch wirklich alles selbst erledigen. Wer nicht selbst pfuscht, bekommt Pfusch! Is doch logisch :troll:
Kannst du kurz sagen, wo ich von mir auf andere schließe ? Dann schreib ich den Teil um, weil ich niegends behaupte, dass es bei anderen so ineffizient läuft wie es bei mir der Fall war. Könnte mir aber gut vorstellen, dass ich nicht der einzige bin
 
Und wie geht die Story weiter?
Kleinanzeigen-Powerseller oder Messi-Bude? 😂
Bikemarkt everything must go und ja, Messi "Zimmer" aka der verlorene Raum. War mal das Büro. Steht irgendwo noch n PC hinten. Durchgang zu schwierig, alles zu eng, Laptop gekauft. :awesome: und das ist nur ein Teil der Geschichte

Will den Laptop jmd haben?

Legion Slim 5.png


laptop.png
 
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Ich bin selbst lange ein Schnäppchen Jäger gewesen und habe mir nun dessen unökonomische Realität eingestanden. Solltet ihr euch auch einmal kritisch hinterfragen
Nearly all of us went down the route of increasing the amount of online shopping, latest when Corona stopped all social real life
Jetzt wird er halt süchtig nach Klicks auf seiner Seite
 
Wollte nicht den ganzen Text kopieren. Im Prinzip geht’s mir nur darum, der Lebenszeit auch einen Wert einzuräumen und festzustellen, ob das nicht dem erzielten Preisnachlass übersteigt
Dann überleg Mal wie das mit der Lebenszeit und einem Blog oder Forum im Internet ist
Und dort sparst du nicht Mal Geld
 
Das ökonomische ist das Eine, muss jeder selber wissen, wem er hilft sein Leben zu bestreiten. Anhand mancher Kommentare erkennt man jedoch, dass wiedermal Wissen nicht Wissen ist. Egal, schade finde ich wirklich die verkümmernde soziale Komponente. Scheinbar liegt vielen da nix dran. Das ist nicht auf unser Hobby begrenzt. Vielleicht fällt es vielen auch zunehmend schwer sich in Gruppen einzuordnen. Haben nicht das beste Material, können nicht am besten fahren, sind zu klein, zu groß, zu hässlich...Online spielt das keine Rolle, es ist einfach sich als mehr darzustellen, als man ist. Dazu kommt der Zeitfaktor. Wann haben mehrere zur gleichen Zeit Zeit? Fast nur an festen Terminen.
Die Menschen leben zunehmend isoliert. Das ist guter Boden für allerlei Menschliche Abgründe, wie Missgunst, Neid und Hass.
 
Hey,
Ich bin selbst lange ein Schnäppchen Jäger gewesen und habe mir nun dessen unökonomische Realität eingestanden. Solltet ihr euch auch einmal kritisch hinterfragen wollen und euch mal mit eurem persönlichen Business case beschäftigen wollen, lest doch mal meine Überlegungen dazu:
Business Case der Schnäppchen Jahd

https://figuringbikes.wordpress.com/2024/12/17/back-to-the-local-bike-shop-a-sozial-self-experiment/

Freue mich auf euren Senf dazu !:)
Die meisten Schnäppchen kauft man doch deswegen, weil in irgendeinem Test, Video usw etwas gehypt wird und man meint es unbedingt zu brauchen.
Dann muß es der 20. Reifen sein, der aber diesmal ganz toll ist und die 19 davor wie Holzräder dastehen läßt.

Alternativ könnte man ja immer nur dann was kaufen, wenn das alte vérschlissen ist.
Ob dann die Reifen 5€ teurer sind, spielt in diesem Fall kaum eine Rolle.

Vorteil: man spart Lebenszeit, reduziert seine Kosten (muß im Extremfall weniger arbeiten, weil man eben keine fünf nahezu identische Räder braucht. Was wiederum zu mehr Freizeit führt), braucht weniger Platz und am Ende des Tages, mal ganz ehrlich, merkt man eh keinen Unterschied zwischen dem Fahrrad Modelljahr 2023 und 2025….

Besonders wenn man den Aspekt des Selbstbetruges nicht außer Acht läßt. Da man mehrere Tausend Euro für das neuste Rad ausgeben hat, oder für Zubehör wie Ochain usw, will man sich nicht eingestehen, daß dies in Wirklichkeit nicht wesentlich besser ist und weder die Fahrfreude noch das Freizeiterlebnis steigert.
Im Gegenteil die 6000€ für die neue Kiste müssen ja irgendwie erwirtschaftet werden, durch Mehrarbeit, Verzicht usw.

Da arbeite ich doch lieber 3 Tage in der Woche und fahre mit meinem sechs Jahre alten Fahrrad und freue mich, daß die Trails frei sind. Während die anderen sich ein E-Bike kaufen (müssen) um in der knappen Freizeit noch genügend km zu fahren…..
 
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Die meisten Schnäppchen kauft man doch deswegen, weil in irgendeinem Test, Video usw etwas gehypt wird und man meint es unbedingt zu brauchen.
Dann muß es der 20. Reifen sein, der aber diesmal ganz toll ist und die 19 davor wie Holzräder dastehen läßt.

Alternativ könnte man ja immer nur dann was kaufen, wenn das alte vérschlissen ist.
Ob dann die Reifen 5€ teurer sind, spielt dann kaum eine Rolle.

Vorteil: man spart Lebenszeit, reduziert seine Kosten (muß im Extremfall weniger arbeiten, weil man eben keine fünf nahezu identische Räder braucht. Was wiederum zu mehr Freizeit führt), braucht weniger Platz und am Ende des Tages, mal ganz ehrlich, merkt man eh keinen Unterschied zwischen dem Fahrrad Modelljahr 2023 und 2025….
Die Welten, in denen wir alle leben, sind sehr unterschiedlich..
ich z.B. gucke mir keine Tests, Videos, etc. an, bevor ich nicht explizit auf der Suche nach etwas bin..
ich z.B. habe keine Flotte an Rädern im Keller..

Mir scheint, hier gibts Leute die in einen Kaufrausch verfallen.. völlig egal ob Schnäppchen oder nicht. Das ist in einer teuren Sparte wie bei unserem Hobby schon eine krass priviligierte Hausnummer.

Mir geht es zwar aktuell finanziell nicht schlecht, aber ich z.B. achte wirklich wegen des Geldes auf Schnäppchen.
 
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