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Einkaufspreise

  • Ersteller Ersteller Deleted 57670
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D

Deleted 57670

Guest
in welchem bereich bewegen sich eigentlich die Einkaufspreise für den Händler.
z.B. wenn das Rad 1500,- kostet.Was bekommt der Hersteller und wieviel bleibt dann noch für den Händler übrig.
Interessehalber nur ca.Werte.
 
Ruhr[pOT]tler;4646152 schrieb:
Der Händler bezahlt ca. 2/3 des Endpreises.(meine ich zumindest mal gehört zu haben)

Das hängt von der Größe des Ladens und der Abnahmemenge ab. Rose bezahlt bestimmt nicht 2/3 des Verkaufspreises. Und ein kleiner Eckladen bezahlt für Shimanoteile genau das gleiche wie du im Versand.
 
hab mich auf normale Einzelhändler bezogen,
Ich versuche grad nen Plan zum Start eines eigenen Radladens zu entwickeln.
Im Moment bloß ne Spielerei, aber man weiß ja nie.
 
hab mich auf normale Einzelhändler bezogen,
Ich versuche grad nen Plan zum Start eines eigenen Radladens zu entwickeln.
Im Moment bloß ne Spielerei, aber man weiß ja nie.

wenn du tatsächlich denkst, dass du hier eine informative antwort auf deine frage erhältst, solltest du deinen plan schleunigst verwerfen.
hast du ernsthaft die absicht einen laden zu öffnen, lass dir bei der zuständigen existenzgründerberatung einen termin geben. wo die für dich nächste ist, bekommst du über das arbeitsamt oder deine hausbank mitgeteilt.


mfg
frank
 
Gut , man kann mit ein bisschen Verstand schon selber berechnen, was die Pachtkosten, Lohnkosten, Werkstattausstattung, Lager usw.für einen gewissen Zeitraum sind. Allerdings wäre es vorteilhaft zu wissen wieviele Räder man im Monat verkaufen muß um diese Kosten zu decken.
 
Gut , man kann mit ein bisschen Verstand schon selber berechnen, was die Pachtkosten, Lohnkosten, Werkstattausstattung, Lager usw.für einen gewissen Zeitraum sind. Allerdings wäre es vorteilhaft zu wissen wieviele Räder man im Monat verkaufen muß um diese Kosten zu decken.

Rechne grob mit einer Marge von 30 %.
Im Ergebnis ist es oft eher weniger.
Aber es kommt auch sehr auf den Hersteller an, den Du Dir in den Laden holst. Die Auswahl wird gering sein,
weil die "Top-Marken" oft schon anderweitig vergeben sind ("Gebietsschutz").
Und wenn Du dennoch die Chance hast, einen renommierten Hersteller für Dein
Geschäft zu bekommen, wird der Dich gerade am Anfang zwingen, möglichst viel zu kaufen.
Hier mußt Du gut aufpassen. Denke daran:
Nach spätestens 12 Monaten hast Du den Laden voll mit
Vorjahresmodellen, die Du billiger verhökern mußt.
Dann wird die Marge kleiner... .

Und vergiß niemals die Mehrwertsteuer.
Man denkt am Anfang oft zu schnell, daß alles auf dem Konto befindliche Geld einem selber gehört.
Und Versicherungen sind auch wichtig.

Ich habe das ganze hinter mir.
Mit dem Unterschied, daß ich ein bestehendes Geschäft übernommen habe.
Das wird hart, sage ich Dir.
Vor allem deshalb, weil viele gerne Mercedes fahren und dabei am besten nur den Golf bezahlen wollen... .
Und dann die Reparaturen an den ganzen mistigen Baumarktgurken...dauert alles doppelt so lange.
Aber irgendeiner muß das ja machen. :)
 
Ja mit den Baumarktgurken haste Recht, arbeite grad als Mechaniker.
Das Zeug ist die Hölle, und dann soll man den Leuten noch erklären warum die Reparatur den Kaufpreis übersteigt.
Gebietschutz hab ich schon einkalkuliert.
Wenn, denke ich an einen mittelgroßen Laden mit größtenteils Hochwertigen Rädern, Spezialaufbauten usw.Mir ist auch klar, daß dies gefährlich ist,deshalb muß es fürs "gemeine" Volk auch noch was zu kaufen geben. Allerdings auf RR und MTB spezialisiert.
 
mittelgroßen Laden mit größtenteils Hochwertigen Rädern, Spezialaufbauten
Aha, der Laden befindet sich also in einer der besser situierten deutschen Grossstaedte, Glueckwunsch. Muenchen nehme ich an?

Denn entweder sitzt du in einer solchen Stadt (mit der entsprechend alarmierend hohen Pacht und ordentlich Wettbewerb) oder du sitzt auf dem Land, bzw. in einer Kleinstadt und kannst dir viel Zeit lassen um deine "Spezialaufbauten" zu machen, denn du wirst nur zwei oder drei im Jahr verkaufen...

Dein Einkaufspreis fuer Teile inklusive Steuer wird uebrigens meist in etwa bei dem liegen, was grosse Versender als Endpreis haben.
 
Großstadt: Ja
München: auch fast richtig.(da wohn ich vorübergehend)
Laden wird, wenn überhaupt im Raum Heilbronn sein.
Die Leute hier haben genug Geld(sind aber natürlich Sparsam) aber wenig gute Radläden. Ist aber ein recht gutes Bikegebiet(im Gegensatz zu München).
Das mit den Spezialaufbauten und der Menge ist mir klar,aber die Nachfrage gibts dort,wird aber nicht befriedigt . Deshalb müßte ja auch ne preislich attraktive Marke mit , die die Laufkundschaft befriedigt und nicht mit anderen Ortsansässigen Radläden konkuriert.
 
Hallo,

habe die "Verselbstständigung" schon hinter mir, zwar in ner anderen Branche aber egal.
Du solltest in deine Marge natürlich auch z.B. die Montage des Bikes mit einbeziehen, die je nach Lieferant unterschiedlich lange ist, was du als Mechaniker wahrscheinlich bestens kennst.
Dann musst du für Reparaturen, Gewährleistung Rücklagen bilden.
Außerdem Werbung, Betriebsaussattung, Fixkosten, die unabhängig von der Jahreszeit anfallen etc.
Abschreibungen auf alte Ware, vor allem bei Klamotten, Schuhen etc. recht hoch, wenn du nicht auf Bestellung einkaufst.
Am Anfang sollte eine intensive Beratung stehen, bei der dir auch z.B. auf das Problem der privaten Versicherung eingegangen wird. Du solltest hier außerdem einen Businessplan aufstellen, bei der auch die Finanzierung einfliesst, was die entscheidende Position ist.
Kalkulationsschemas, Steuern, rechtliche Hintergründe(Haftpflichtversicherung)
Wagst du den Sprung ins kalte Wasser, dann gibts Möglichkeiten über Existenzgründungsdarlehen oder "Ich-AG" ZUschüsse zu erhalten oder erstmal nebenberuflich, bzw. Teilzeit....

Gruß Walu
 
Bevor ich mir über die konkurrierende Unternehmen Gedanken mache, würde ich mich erstmal informieren, wie man dieses Wort buchstabiert :P
 
Ich bin doch ein wenig überrascht!

Da wird nach Margen gefragt, dass lässt auf einen eher seichten Einblick ins Geschäftsleben schliessen.
Andererseits soll ein Laden mit hochwertigen Rädern ins Leben gerufen werden.

Ich hoffe, du überlegst es dir wirklich sehr gut.

Eines der grössten Probleme des Fahrradhandels ist übrigens die zu geringe Liquidität durch eine geringe Eigenkapitalquote. Einen Laden erfolgreich "auf pump" zu eröffnen ist seit Mitte der Neunziger nach meinem Kentnissstand nicht mehr gelungen.
Bei uns in Freiburg gibt es +- 43 Fahrradläden, von denen es nur ca. die Hälfte länger als ein Jahrzehnt packt, bevor auch die letzten Reserven an Idealismus und Kohle aufgebraucht sind und die Inhaber "Ferien" machen.

Ansonsten wünsche ich noch viel Glück!

Gruss, rascal92:daumen:
 
Bevor ich mir über die konkurrierende Unternehmen Gedanken mache, würde ich mich erstmal informieren, wie man dieses Wort buchstabiert :P

Danke, und wenn du richtig lesen könntest, würdest du alle Rechtschreibfehler finden.

Nochmal wie ganz oben schon mal erwähnt ist es nur eine Spielerei, ein Gedanke wie man sein Hobby zum Beruf machen könnte.
Ich hab hier schon viele gute Tips bekommen sind auch Sachen dabei die ich mal nicht bedacht habe.
Das Eigenkapital wäre vorhanden, aber ich möchte nix übereilen.
Und die Margen sind wohl schon wichtig um überhaupt ne Vorstellung zu bekommen wieviel man verkaufen müsste um über die Runden zu kommen.
 
Es ist m.E. eine "typische deutsche" Haltung,
eine möglicherweise gute Idee einfallsreich mit
möglichst vielen Bedenken zu konterkarieren. ;)
Ich finde es prinzipiell gut, wenn jemand aus
Begeisterung sein Hobby zum Beruf machen will.
Logisch, daß man am Anfang viele Fehler macht.
Das war bei mir nicht anders, obwohl ich eigentlich
beste Voraussetzungen + Kenntnisse mitgebracht habe.
Also:
Informationen einholen, auswerten und wenn eine
"rechnerische" Chance besteht, daß es klappen könnte:
Einfach machen !
Und wenn es schiefgeht, hast Du wenigstens eine
Erfahrung gemacht, während die Bedenkenträger
weiterhin das Sofa vollfurzen. :D
 
Und dann die Reparaturen an den ganzen mistigen Baumarktgurken...dauert alles doppelt so lange.
Aber irgendeiner muß das ja machen. :)

Wieso solltest gerade Du das sein?
Ist ein scheiss Job und nimmt dir Kapazität für "gewinnbringendere Dienstleistungen".

Ich habe einen kleinen popeligen Laden in der Nähe, der konnte früher nicht nur vom Radbusiniess überleben, kann aber mittlerweile dank mir - mehr oder weniger.

Win -Win:
Ich habe genügend Zeit für meine Kunden, die Schrotträder-Besitzer sind auch zufrieden weil ich ihnen zumindest eine Adresse nennen konnte. :daumen:
 
Wieso solltest gerade Du das sein?
Ist ein scheiss Job und nimmt dir Kapazität für "gewinnbringendere Dienstleistungen".

EXAKT !
Inzwischen bin ich auch strenger geworden:
Die ranzigen Hollandräder aus Omis Kartoffelkeller werden hier nicht mehr repariert.
Ich mußte mir deshalb vom Besitzer eines solchen Rades sagen lassen,
daß ich ja wohl keine Ahnung von seinem Fahrrad hätte, weil ich mich weigerte, seinen Schrotteimer instandzusetzen.
Er war der Meinung, er hätte da ein Juwel des zeitgenössischen Fahrradbaus,
nur weil der "Gazelle" Schriftzug den durchweg vergammelten Rahmen noch zusammenhielt. :D

Tatsächlich ist der Begriff "Zeitmanagement" wichtiger, je kleiner der Betrieb ist.
Und dann ist da auch noch die rechtliche Seite, wenn es mal zu einem Unfall kommt...
Über solche Dinge sollte man in der "Gründerphase" auch nachdenken,
obwohl man wahrscheinlich erstmal alles reparieren muß,
um überhaupt bekannt zu werden.

Mein "Betriebsvorgänger" pflegte zu sagen:
"Jede zu gute Reparatur an einem Schrottrad verhindert einen Neukauf."
Da ist evtl. etwas dran. :D
 
Ich mußte mir deshalb vom Besitzer eines solchen Rades sagen lassen,
daß ich ja wohl keine Ahnung von seinem Fahrrad hätte, weil ich mich weigerte, seinen Schrotteimer instandzusetzen.

Defakto begründe ich genau so die Ablehnung des Fahrrades.

Du kannst deinen 60ziger 190SL auch nicht in eine aktuelle Mercedes Garage bringen.
;)


Mein "Betriebsvorgänger" pflegte zu sagen:
"Jede zu gute Reparatur an einem Schrottrad verhindert einen Neukauf."
Da ist evtl. etwas dran. :D

Bedingt.
Ich hab die Uni oben dran....mit den typischen Rädern.
Wenn möglich, also ökonomisch machbar sowie "plan" vorhanden, machen wir das.
-> Keine Nabenschaltungen etc.
Die erinnern sich oft beim ersten guten Job ans uns - und kommen wieder.
Das ist aber sicher ein Spezialfall.

Aber eben - es muss für beide seiten stimmen, pro-bono gibt's nur begrenzt.

Tatsächlich ist der Begriff "Zeitmanagement" wichtiger, je kleiner der Betrieb ist.D

Tell me. ;)
 
-> Keine Nabenschaltungen etc.

Verstehe ich das richtig ?
Du machst keine Nabenschaltungen ?
Dann unterscheiden wir uns hier:
Die Nabenschaltungen - besonders die älteren, z.B. Fichtel & Sachs Modell 53 - gehören
zu den wirklich mechanisch komplizierteren und zugleich genial einfachen Dingen in der Fahrradtechnik.
Das gehört m.E. einfach dazu. Für mich ist es neben der "Schlauchflickerei" echte Therapie,
z.B. eine 2 zügige Pentasport-Nabe instandzusetzen.
Dann mache ich die Tür zu und vergesse die Zeit...
Aber genug OT.
Freut mich aber, hier auch auf echte "Fachkollegen" zu treffen.
 
Lieber Kogafreund!

Ich halte es nur für fair, mal die Realität zu beleuchten. Wenn ich mich bei den Lehrlingskollegen meiner Schützlinge umhöre, wollen viele auch einen Laden aufmachen, weil Sie glauben die Ausbildung hebt sie auf eine Stufe, die Ihnen genau dies ermöglicht.(als Handel brauchst du keinen Meister)
Da du offensichtlich auch in der Branche tätig bist macht du evtl. ähnliche Erfahrungen.
In meiner Tätigkeit u.a. als Schlauchautomatentwickler habe ich viele Betriebe gesehen, die voller Idealismus, mit hochtrabenden Vorstellungen angefangen haben und nun eher rumkrebsen, weil die kaufmänische Seite nicht oder nur unzureichend beachtet wird.
Neben meinen selbständigen Tätigkeiten bin ich eben noch in einem Radladen tätig und habe direkten Einblick in das Tagesgeschäft. Nur gut schrauben reicht nicht, über alle Produkte Bescheid wissen auch nicht.

@ redwood
Nur mal eine kleine Benchmark: Um überleben zu können sollte ein Laden gut 100.000 € Umsatz pro vollbeschäftigter Person und branchenüblich niedriger Entlohnung/Eigenentnahme bei einer Durchschnittsmarge von min. 1.65 haben (netto EK auf brutto VK)


Gruss, rascal92:daumen:

evtl. wird mich ein werter Kollege bestätigen oder widerlegen, ist mir aber egal:o
 
In der Öffentlichkeit hat man oft völlig unrealistische Vorstellungen über die Gewinnhöhe im Einzelhandel. Bei Umfragen hört man immer wieder typische Antworten wie: "Bei 100 % Aufschlag auf den Einkaufspreis werden wohl 20 % bis 30 % Gewinn vom Umsatz drin sein!" Diese utopischen Vorstellungen sind nicht selten auch bei beik-käufern vorzufinden.


4,50 Euro Gewinn bleiben einem Facheinzelhändler von 100 Euro, die in seiner Kasse landen, durchschnittlich übrig. Dieser Gewinn muss allerdings noch versteuert werden. Allein für die Mehrwertsteuer muss der Händler 13,70 Euro von den 100 Euro ans Finanzamt abgeben.

kostenanteile.jpg


Das Geld, das in die Ladenkassen des Einzelhandels fließt, ist nur zu einem geringen Teil der Gewinn des Kaufmanns. Von jedem Hundertmarkschein, den der Facheinzelhandel 1998 von seiner Kundschaft einnahm, mussten 61,50 DM an die Warenlieferanten und 10,70 DM ans Finanzamt (Mehrwertsteuer) überwiesen werden. Löhne und Gehälter beanspruchten 12 DM von jedem eingenommenen Hunderter. Miete (3,20 DM) und sonstige Kosten (8,70 DM) wie Werbung und Abschreibungen schlugen insgesamt mit 11,90 DM zu Buche. Als Gewinn blieben nach Berechnungen des Kölner Instituts für Handelsforschung schließlich 3,90 DM übrig, die noch zu versteuern waren. Damit hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr zwar verbessert (damals blieben dem Einzelhandel von 100 DM Umsatz 3,70 DM); es liegt aber noch weit unter dem Spitzenwert der 70er-Jahre: Im Jahr 1971 blieben dem Facheinzelhandel von jedem Hundertmarkschein 7 DM Gewinn (vor Steuern).
 
Danke Jungs , ich will auch die negativen Seiten hören.
Die Eröffnung eines neuen Geschäftes ist immer ein Risiko, die ist mir durchaus bewusst, weshalb ich jahrelang dagegen angekämpft habe.
Aber jetzt will es aus mir raus. Kaufmännisch bin ich nicht ganz ungeschickt.Die Fähigkeiten sind bei mir sicherlich höher entwickelt als meine Schrauberqualitäten.
Deshalb werde ich mir mindestens ein Jahr Zeit lassen, alles durchplanen,Standortanalysen,sämtliche In Frage kommenden Hersteller kontaktieren, Ratschläge von euch beachten usw..
Noch etwas Geld verdienen, und dann entscheiden ob ich das Risiko tragen möchte.

Gibts eigentlich noch andere Einkaufsgemeinschaften als die ZEG?
 
Es gibt einige Großhändler bzw. Generalimporteure, á la
Paul Lange,
htb-fahrradgrosshandel
baeumker-bikes.de
hartje.de.
Was mir bekannt ist gibt es halt nichts speziell für Bikes im hochpreisigen Sortiment. Hersteller wie Cube z.B. bieten ein gutes Netz, was es hierfür an Voraussetzungen gibt weiss ich allerdings nicht.

Gruß Walu
 
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