• MTB-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Raaw Madonna V3 Komplettbike im Wert von 9.000 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei Bike im Wert von 9.000 €!
    Jetzt abstimmen!

Gabelöl im Winter

Registriert
19. April 2014
Reaktionspunkte
22
Ort
Burghaun
Hallo!

Ich habe eine Rock Shox Reba 2012 und muss mal wieder einen Gabelservice machen. Bisher habe ich das Gabelöl immer nach Vorschrift ausgewählt, also das 15wt von Rock Shox. Allerdings ist mir aufgefallen, dass meine Gabel bei kalten Temeperaturen deutlich träger ein- und ausfedert.
Welches Gabelöl schlagt ihr vor, um das Problem zu beheben?
Danke schonmal...
 
Die Beschaffenheit vom Öl unten in den Lowers ist nicht so wichtig. Wichtiger ist das Öl in der Motion Control Einheit welches 5wt ist (offiziell eigentlich 7,5wt). Je nach Marke gibts bei den CSt auch noch einige Unterschiede.
 
Ich hab ca. 50% des Dämpferöls meiner Reba durch 2,5W (Motorex) ersetzt. Bin damit aber noch nicht bei ganz niedrigen Temperaturen gefahren. Die Zugstufe lässt sich sehr gut anpassen, da sind noch Reserven.

Tatsächlich schluckt die Gabel grobere Schläge besser ohne wegzusacken. Gefällt mir gut. Spiele mit dem Gedanken, beim nächsten Mal komplett 2,5W zu verwenden.

T.
 
Hallo spqr4,

im Winter empfiehlt es sich ein dünnes Gabelöl für die Dämpfung zu verwenden, damit die Zugstufendämpfung nicht träge wird.
Hierbei ist der cst@40 wichtig... nicht die Viskosität:
Ein 5 w(t) ist nicht gleich ein 5 w(t).
Das Motorex 5w ist beispielsweise doppelt so dick wie das 5er von Rock Shox.
Hier mal eine Liste zum Vergleichen:


PVD-ISO-Viscosity-Data.gif

Zur Schmierung im Casting kannst du für den Winter ein 0W40 verwenden. Motoröl eignet sich sehr gut (Vorsicht! Nicht in die Dämpfung! Nur zum Schmieren in das Casting!).

Noch was zur Tabelle:
Der Viskositätsindex (VI) beschreibt die Temperaturabhängigkeit der Viskosität. Wenn das Öl einen niedrigen VI hat, ist die Viskositätsänderung stärker temperaturabhängig, als bei einem Öl mit höherem VI.
 
Hierbei ist der cst@40 wichtig... nicht die Viskosität:
Nun ja, cst@40 ist das Maß für die Viskosität bei 40°C in der Einheit Centistokes (cgs-System). Die wt sind Steinzeitmaße.
Zur Schmierung im Casting kannst du für den Winter ein 0W40 verwenden. Motoröl eignet sich sehr gut (Vorsicht! Nicht in die Dämpfung! Nur zum Schmieren in das Casting!).
Das hört man immer wieder. Welchen physikalisch/technischen Grund soll es dafür geben? Ich fahre seit Jahren durchgehend ein 15W40 im Dämpfer.
 
Nun ja, cst@40 ist das Maß für die Viskosität bei 40°C in der Einheit Centistokes (cgs-System). Die wt sind Steinzeitmaße.
Da gebe ich dir recht.
Ich wollte nur verdeutlichen, dass der
cst@40 wichtiger ist...
Das hört man immer wieder. Welchen physikalisch/technischen Grund soll es dafür geben? Ich fahre seit Jahren durchgehend ein 15W40 im Dämpfer.
Im Grunde genommen, sind das zwei verschiedene Paar Schuhe:
Gabelöl ist ein Hydrauliköl und Motoröl ist ein Schmieröl.
Hydrauliköle haben die Eigenschaft Kavitation zu verhindern. Warum das wichtig ist, sollte jedem selbst einleuchten.
Im hydraulischen System ist auch die Säurefreiheit wichtig, damit Dichtungen beispielsweise nicht angegriffen werden.
Gabelöle sind auch temperaturunabhängiger, als Schmieröle.
Außerdem haben Hydrauliköle und Schmieröle nicht die selben Viskositätsklassen.
 
Motoröl in die Dämpfung? Kommt mir vor wie "we love Russia" :).
Tun wir. Namen sind Schall und Rauch.
Im Grunde genommen, sind das zwei verschiedene Paar Schuhe:
Gabelöl ist ein Hydrauliköl und Motoröl ist ein Schmieröl.´
Daher kommen die speziellen Anforderungen. Aber sind das die Anforderungen, die bei einer Federgabel auftreten? Beim Dämpfungsöl ist die Viskosität die wichtige Größe.
Hydrauliköle haben die Eigenschaft Kavitation zu verhindern.
Die Gefahr der (Gas)Kavitation sehe ich nicht, sonst gäbe es bei Federgabeln kein offenes Ölbad. Und eine (Dampf)Kavitation beim Motor ist durch die Temperatur möglich. Davon ist man weit weg entfernt.
Im hydraulischen System ist auch die Säurefreiheit wichtig, damit Dichtungen beispielsweise nicht angegriffen werden.
Gummidichtungen werden von Säure wohl kaum angegriffen. Da ist die Gefahr der Quellung schon eher möglich.
Gabelöle sind auch temperaturunabhängiger, als Schmieröle.
Deswegen ja ein Mehrbereichsöl.
Außerdem haben Hydrauliköle und Schmieröle nicht die selben Viskositätsklassen.
Wenn das Öl die richtige Viskosität hat, ist die "Klasse" doch völlig egal. Ob die Viskosität richtig ist, merkt man sofort, beim Einfedern. Und dann testet man noch, ob die Druckstufeneinstellung den richtigen Bereich überstreicht. Ich bin mit dem Öl jedenfalls seit fünf Jahren gut über jeden Winter gekommen.
 
Erstmal danke für die rege Diskussion! Dann fass ich das mal so zusammen, wie ich es verstanden habe:
- In das Federelement (linke Seite, wo unten das Luftventil ist) mache ich das Gabelöl rein, was von Rock Shox vorgeschrieben ist (15WT glaube ich).
-In den Dämpfer (die Seite, wo der lockout und die Zugstufe drin ist) kann ich flüssigeres Öl untermischen. Bisher habe ich das Rock Shox -Öl genommen, was vom Hersteller vorgeschrieben war (5Wt glaub ich).

Wenn mir jetzt noch jemand ein konkretes Öl empfehlen könnte, das ich dafür nehmen kann, bin ich rundum glücklich!!!
 
Ich hab die von Motorex. 500ml ca. 13€. Hab keine schlechten Erfahrungen gemacht. Alles ist dicht und die Dämpfung lässt sich in einem sinnvollen Bereich einstellen.

Deathmetalhead's Tabelle oben ist scheinbar recht aussagekräftig -bin Laie, mir kann man viel erzählen :-) @deathmetalhead : nicht falsch verstehen bitte!!
 
vergleich mal 5er castrol synthetisch mit 5er mineralisch
und dann ein anderes 5er Öl von z. B. Maxxima.
 
Da hat es Castrol nicht in die Top 10 geschafft. Hmm... Wie stark mag sich die Temperatur im Dämpfer während der Fahrt wohl verändern? Ob der Nicht-Profi-Fahrer auf seinem Lieblingstrail den Unterschied zwischen Öl und Blörre merkt?

Der Winter kommt. Zeit zu basteln :-)
 
Das hat nichts mit TOP10 zu tun.
Es geht nur um den vergleich, dass 5er Öl nicht unbedingt 5er Öl ist.
Zudem kann man erkennen, dass manche Öle viel weniger auf temperaturänderungen reagieren als andere.
Es macht Sinn sich mal etwas einzulesen.
 
Hierbei ist der cst@40 wichtig... nicht die Viskosität:

Und noch wichtiger wäre es sich zusätzlich den 100° Wert anzusehen und das ganze anschließend auf den benötigten Wert zu interpolieren. Denn je nach Viskositätsindex kann der 20° Wert durchaus mal 100% abweichen bei selbem cSt@40C

Jetzt müsste man allerdings noch wissen welchen Temperaturbereich das Öl im Betrieb erreicht.
 
Und noch wichtiger wäre es sich zusätzlich den 100° Wert anzusehen und das ganze anschließend auf den benötigten Wert zu interpolieren. Denn je nach Viskositätsindex kann der 20° Wert durchaus mal 100% abweichen bei selbem cSt@40C

Jetzt müsste man allerdings noch wissen welchen Temperaturbereich das Öl im Betrieb erreicht.
Was los?
Auf Krawall?
 
Zurück