Hardtail oder Crossbike: Welches wäre die bessere Wahl für mich (mit Fragen bzgl. Bereifung, x-fach-Kurbel und Kompromisse)?

Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Hallo Forum.

Ich bräuchte bei der Suche nach dem richtigen Fahrrad für mich ein bisschen Hilfe.

Ich bin jetzt seit bestimmt 10 Jahren kein Fahrrad mehr gefahren, habe aber wieder sehr viel Lust darauf. Früher als Jugendlicher fuhr ich lediglich Hardtail-MTBs vom Offline-Händler aus der untersten Preisklasse ohne Anspruch, da für hochwertige Komponenten kein Geld da war. In der Zwischenzeit habe ich jedoch ein bisschen gespart und wäre bereit, ca. 1.000 EUR für ein neues Bike auszugeben, um mir den Wunsch von einem Fahrrad zu erfüllen, mit dem ich mal ein „hochwertiges Fahrerlebnis“ haben kann.

Die Auswahl an Bikes ist groß, meine Erfahrung mit den einzelnen Komponenten ist klein bis nicht existent. Und das Hauptproblem, das meine Suche gerade noch erschwert, ist, dass ich mich nicht zwischen einem Mountain- und einem Crossbike entscheiden kann.

Momentan habe ich die folgenden Räder im Auge:

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich lieber ein Mountainbike haben will, weil mir diese optisch einfach besser gefallen, ich die größeren Federgabeln (und das Federgefühl) mag, und ich dann auch mal im Wald über ein paar Wurzeln oder Steine und so fahren könnte bzw. kleinere Sprünge machen könnte, für die ein Crossbike wohl eher nicht geeignet wäre.

Meine Vernunft sagt mir aber, dass ein Crossbike sinnvoller wäre, weil ich vermutlich die meiste Zeit auf asphaltierten Straßen (Flussufer/Radwege, etc.) und einfachen Feldwegen oder auf der „Waldautobahn“ verbringen und gemütlich fahren würde, da ich momentan auch gar nicht mehr so sportlich bin, dass ich mit meinem Bike direkt in den Wald gehen und Dinge machen würde, für die sich ein solches Hardtail-Mountainbike lohnen würde. Aber es wäre schön, diese Option zu haben.

Andererseits hat das Mountainbike aus obigem Link "nur" eine 1-fach-Kurbel, während das Crossrad eine 3-fach-Kurbel hat und das Crossrad somit eine größere Bandbreite an Gängen besitzt. Ich habe mal im Ritzelrechner die beiden verglichen (hoffe, ich habe alles korrekt eingetragen, kenne mich damit nicht wirklich aus).

Mit dem Crossrad würde ich im Vergleich zum MTB also mehr Geschwindigkeit rausholen können. Hm. Optisch finde ich den Minimalismus mit der 1-fach-Kurbel aber schöner, aber da ich ja hauptsächlich auf asphaltierten Straßen oder Waldautobahn fahren würde, wäre das Crossbike in dem Punkt doch sinnvoller (mehr Gänge)?

Auch was die Bereifung angeht wäre das Crossbike wohl sinnvoller. Allerdings müsste ich dann wieder Kompromisse eingehen, wenn ich mit dem Bike mal im Wald abseits der normalen Wege fahren wollen würde...

Andererseits: Könnte man sich denn bei so einem MTB wie dem aus dem Link oben (wenn man das Problem mit der geringeren Bandbreite an Gängen gerade mal außer Acht lässt) nicht einfach eine zweite Bereifung zulegen, die für Asphalt/Feldwege geeignet ist und nicht so viel Rollwiderstand haben wie die MTB-Reifen?

Es sollte dann allerdings nicht zu doof aussehen, wenn auf dem MTB so dünne Reifen drauf sind, aber es gibt doch sicher auch dickere bzw. genau so breite Reifen, die aber ein besseres Profil für Asphalt haben?

Dann könnte ich ich immer, wenn ich weiß, dass ich mal im Wald (abseits der normalen Wege) fahren würde, die originalen MTB-Reifen drauf machen, und wenn ich nur auf Asphalt oder Waldautobahn unterwegs bin die anderen Asphalt-Reifen.

Und würde bzgl. der geringeren Auswahl an Gängen bei obigem MTB dann ein MTB mit einer 3x11-Schaltung mehr Sinn machen? Kommt man mit dem MTB aus obigem Link im 1 Gang genau so leicht eine Steigung hinauf wie im 1 Gang beim Crossbike?

Also kurz zusammengefasst:
Würde es für meine Anforderungen und Vorlieben Sinn machen, sich ein Hardtail-MTB zuzulegen, mit der Option auf eine zweite Bereifung für die verschiedenen Untergründe? Und wenn ein MTB tatsächlich Sinn macht, sollte ich dann auf jeden Fall ein MTB mit einer 2- oder 3-fach-Kurbel nehmen, um das Problem mit der Bandbreite an Gängen zu lösen?

Und abschließend noch eine Frage:
Kann es sein, dass das MTB aus obigem Link für den fast gleichen Preis bessere Komponenten hat als das Crossbike?

Vielen Dank!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
14. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
940
Also ich komme mit meiner 1x12 Schaltung wunderbar zurecht, kannst locker bis 35km/h treten. Für mich braucht es nicht mehr, auch auf Aspahlt.
Ich würde ein MTB nehmen da bist du auf der Strasse vielleicht etwas langsamer, hast aber mehr spielraum für den Einsatzzweck.
Es gibt genügend schnell rollende MTB Reifen die dich auch sicher über Wald und Wiese begleiten, dafür brauchst du erst mal keine zwei verschiedene Reifen

Zu deiner Auswahl

Wenn du leicht bist und es nicht zu bergig in deiner Region ist würde ich sogar das Radon 7 bevorzugen aufgrund der Schaltung, beim radon 8 ist die billigste Sram verbaut. das hat jedoch etwas schwache Bremsen daher die Frage nach Gewicht.


oder legst noch nen Fuffi drauf für das hier


ist für mich stimmiger zusammengestellt, hast ne gute Bremse und ein solides Schaltwerk.
 

McDreck

Cyclist for Justice
Dabei seit
18. Februar 2020
Punkte Reaktionen
6.521
Ort
City Z
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Hallo Leute.

Danke für eure Antworten.

@krauser2811: Mein Gewicht liegt bei ca. 75 Kg. Körpergröße 186-188cm. Schrittlänge ca. 87-89cm.

Ich korrigiere mich nochmal, da die von @McDreck zitierten Aussagen tatsächlich widersprüchlich sind.

Also ich würde zumindest am Anfang, wenn ich noch nicht so fit bin, sicher erstmal gemütlich fahren wollen. Andererseits weiß ich von meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit, dass ich vereinzelt aber auch gerne mal mit ~40 Km/h über den Radweg brettern wollen würde. Zumindest ging das damals mit meinem Billig-MTB mit einer 3x7 (oder 3x8)-Schaltung noch, aber es war anstrengend, den Speed zu halten. Ich hatte damals aber auch noch keine wirkliche Ahnung und musste einfach mit dem fahren, was mir zur Verfügung stand, und das war nur mein Billig-Hardtail-MTB mit vermutlich nicht optimalen Reifen für Asphalt.

Wenn für mich ein Hardtail die bessere Wahl wäre und ich damit mehr Geländetauglichkeit hätte, würde ich aber den Kompromiss eingehen, dass ich auf der Straße weniger schnell sein kann. Vermutlich fährt sich ein modernes 29"-MTB mit besserer Bereifung schneller/leichter als mein Billig-MTB in 26" von früher, oder? Schon alleine wegen der größeren Räder.

Ich glaube, ich will doch Trails fahren
Nun habe ich mir gestern Abend noch ein paar Videos bzgl. Trail fahren eingeflößt. Und was soll ich sagen? Ich glaube, so was will ich auch fahren. Keine großen Sprünge, für die man ein Fully bräuchte, aber zumindest solche Trails wie diesen hier. Nichts extrem anspruchsvolles, aber halt so kleinere Sprünge wie in dem Video, alles sehr vorsichtig und vielleicht nicht ganz so schnell.

Wenn ich so was fahren will, wäre das Crossrad auf jeden Fall raus aus der Auswahl.

Meine Fragen dazu wären jetzt:
Brauche ich für solche Trails ein noch besseres Hardtail (Team vs. Jealous vs. Cragger)? Oder reichen die hier verlinkten Hardtails für solche Trails ohne große Sprünge immer noch aus bzw. reicht die Rock Shox Judy Silver für so was noch aus (ich weiß, hier wird sie als „gerade so“ kategorisiert)?

Ich würde solche Trails vermutlich auch eher selten fahren und die meiste Zeit auf Asphalt oder normalen Wald- und Feldwegen unterwegs sein.

Also mein Haupteinsatzzweck des Bikes wäre immer noch:
1. über Rad- und Waldwege von A nach B kommen (regelmäßig so 8 Km hin, 8 Km zurück)
2. ab und zu über Rad- und Waldwege eine „größere“ ~20-30 Km Tour gemütlich bis mittelschnell fahren
3. selten solche Trails wie aus dem verlinkten Video fahren

Lässt sich das alles mit einem vernünftigen Hardtail miteinander vereinen, ohne dass ich in einem Bereich zu viele Abstriche und Kompromisse eingehen muss?

Was mich vor allem verunsichert, sind die Aussagen von Usern in Foren, dass ein MTB eher die falsche Wahl wäre, wenn man „hauptsächlich“ Asphalt- und Waldautobahn fahren will. Deshalb bezweifle ich, ob für meinen Fall (abgesehen vom Trail fahren) ein Crossrad nicht doch besser wäre.

Dann müsste ich aber ein Zweitrad kaufen, wenn ich wirklich mal solche Trails fahren will. Das geht finanziell einfach nicht. Ich will irgendwie alle Anforderungen in einem Rad vereinen, und ich mag Hardtails optisch einfach mehr. Also spricht für mich emotional eigentlich alles eher für ein Hardtail. Das Auge fährt ja mit, heißt es. Hmmm. Schwierig.
 
Zuletzt bearbeitet:

McDreck

Cyclist for Justice
Dabei seit
18. Februar 2020
Punkte Reaktionen
6.521
Ort
City Z
auch gerne mal mit ~40 Km/h über den Radweg brettern wollen würde. Zumindest ging das damals mit meinem Billig-MTB mit einer 3x7 (oder 3x8)-Schaltung noch, aber es war anstrengend, den Speed zu halten.
40 km/h halten ist selbst mit einem Rennrad auf Straße anstrengend. Mit einem MTB halt mehr. Kurz wird's aber gehen.

Brauche ich für solche Trails ein noch besseres Hardtail (Team vs. Jealous vs. Cragger)?
Wird mit z.B. einem Jealous gehen, aber merklich schlechter als mit einem Cragger.

Also mein Haupteinsatzzweck des Bikes wäre immer noch:
1. über Rad- und Waldwege von A nach B kommen (regelmäßig so 8 Km hin, 8 Km zurück)
2. ab und zu über Rad- und Waldwege eine „größere“ ~20-30 Km Tour gemütlich bis mittelschnell fahren
3. selten solche Trails wie aus dem verlinkten Video fahren

Lässt sich das alles mit einem vernünftigen Hardtail miteinander vereinen, ohne dass ich in einem Bereich zu viele Abstriche und Kompromisse eingehen muss?
8km ist nett zum Aufwärmen, aber keine Strecke. Das kannste mit jedem funktionstüchtigen Rad absolvieren. 30km ist auch nicht viel. Das sind 2 Stunden bei 15 km/h, was nicht nur gemütlich sondern langsam ist. Geht also auch mit nem groben Rad locker. Wenn Du auf einfachen Trails Spaß haben willst, dann nimm ein Trail-Hardtail, wie z.B. das Cragger oder Rose Bonero und nichts drunter!
 
Dabei seit
3. Mai 2018
Punkte Reaktionen
1.015
Also ich würde zumindest am Anfang, wenn ich noch nicht so fit bin, sicher erstmal gemütlich fahren wollen. Andererseits weiß ich von meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit, dass ich vereinzelt aber auch gerne mal mit ~40 Km/h über den Radweg brettern wollen würde. Zumindest ging das damals mit meinem Billig-MTB mit einer 3x7 (oder 3x8)-Schaltung noch, aber es war anstrengend, den Speed zu halten. Ich hatte damals aber auch noch keine wirkliche Ahnung und musste einfach mit dem fahren, was mir zur Verfügung stand, und das war nur mein Billig-Hardtail-MTB mit vermutlich nicht optimalen Reifen für Asphalt.
ca. 40km/h sind noch machbar mit ner 12-Fach Schaltung, aber anstrengend.

Wenn für mich ein Hardtail die bessere Wahl wäre und ich damit mehr Geländetauglichkeit hätte, würde ich aber den Kompromiss eingehen, dass ich auf der Straße weniger schnell sein kann. Vermutlich fährt sich ein modernes 29"-MTB mit besserer Bereifung schneller/leichter als mein Billig-MTB in 26" von früher, oder? Schon alleine wegen der größeren Räder.
Die Laufradgröße macht auf glattem Untergrund keinen Unterschied, wie leicht es sich tritt. Die Reifen, und wenns schneller wird, die Aerodynamic machen mehr aus. Wenn die Reifen ähnlich sind wirst du vermutlich auch ähnlich schnell sein.

Ich glaube, ich will doch Trails fahren
Nun habe ich mir gestern Abend noch ein paar Videos bzgl. Trail fahren eingeflößt. Und was soll ich sagen? Ich glaube, so was will ich auch fahren. Keine großen Sprünge, für die man ein Fully bräuchte, aber zumindest solche Trails wie diesen hier. Nichts extrem anspruchsvolles, aber halt so kleinere Sprünge wie in dem Video, alles sehr vorsichtig und vielleicht nicht ganz so schnell.

Wenn ich so was fahren will, wäre das Crossrad auf jeden Fall raus aus der Auswahl.
Ja
Meine Fragen dazu wären jetzt:
Brauche ich für solche Trails ein noch besseres Hardtail (Team vs. Jealous vs. Cragger)? Oder reichen die hier verlinkten Hardtails für solche Trails ohne große Sprünge immer noch aus bzw. reicht die Rock Shox Judy Silver für so was noch aus (ich weiß, hier wird sie als „gerade so“ kategorisiert)?

Ich würde solche Trails vermutlich auch eher selten fahren und die meiste Zeit auf Asphalt oder normalen Wald- und Feldwegen unterwegs sein.
Für deine Zwecke reicht die Judy.
Würde die Auswahl auf Jealous und Cragger beschränken. Mit keinem von beiden machst du wirklich was falsch.

Für alles außerhalb von Trails ist das Jealous (8) theoretisch besser geeignet (warum praktisch bei dir nicht unbedingt, siehe weiter unten). Es ist leichter, weniger Federweg der Energie schluckt, Gabel vom Lenker aus Sperrbar, die Reifen rollen leichter.

Auf den Trails wird das Cragger aber deutlich mehr Spaß machen, da mehr Federweg, Reifen mit mehr Grip und es hat eine absenkbare Sattelstütze.

Also mein Haupteinsatzzweck des Bikes wäre immer noch:
1. über Rad- und Waldwege von A nach B kommen (regelmäßig so 8 Km hin, 8 Km zurück)
2. ab und zu über Rad- und Waldwege eine „größere“ ~20-30 Km Tour gemütlich bis mittelschnell fahren
3. selten solche Trails wie aus dem verlinkten Video fahren

Lässt sich das alles mit einem vernünftigen Hardtail miteinander vereinen, ohne dass ich in einem Bereich zu viele Abstriche und Kompromisse eingehen muss?
Ja, wenn du eh meistens gemütlich unterwegs bist, wirst du keine großen Unterschiede merken.
Beispiel von mir:
Arbeitsweg mit 13km und 200hm, alles Straße, fahre sportlich, also für mich relativ anstrengend / nicht gemütlich. Mit dem Rennrad! dauert der Weg ca. 30min, mit dem Fully und gleicher Bereifung wie das Radon Cragger ca. 35min. Je langsamer du fährst desto geringer wird der Unterschied.

Zu Punkt 2 und 3: Beachte aber, dass wenn dir Trails Spaß machen, sie nicht mehr nur selten fahren wirst, sondern sehr schnell in deine Touren mit einbindest. :daumen:

Was mich vor allem verunsichert, sind die Aussagen von Usern in Foren, dass ein MTB eher die falsche Wahl wäre, wenn man „hauptsächlich“ Asphalt- und Waldautobahn fahren will. Deshalb bezweifle ich, ob für meinen Fall (abgesehen vom Trail fahren) ein Crossrad nicht doch besser wäre.
Klar, dass Crossrad ist auf Radwegen besser als das MTB. Aber solange deine Touren so kurz sind und du nicht "richtig sportlich" unterwegs sein willst wirst du keinen großen Unterschied merken.

Dann müsste ich aber ein Zweitrad kaufen, wenn ich wirklich mal solche Trails fahren will. Das geht finanziell einfach nicht. Ich will irgendwie alle Anforderungen in einem Rad vereinen, und ich mag Hardtails optisch einfach mehr. Also spricht für mich emotional eigentlich alles eher für ein Hardteil. Das Auge fährt ja mit, heißt es. Hmmm. Schwierig.
Man muss immer Kompromisse eingehen. Ansonsten bräuchtest du ein Rennrad für die Straße, ein Gravel für Waldautobahn, Lastenrad zum Einkaufen, Crosser mit Schutzblech und Licht für die Arbeit und ein paar verschiedene MTBs je nach Trail.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Danke für die Antworten. Das hilft mir schon mal ein bisschen, alles besser einzuordnen. Ich denke, es sollte dann tatsächlich ein MTB werden. Gut, dann wäre das schon mal fast geklärt für mich.

Jetzt wurden mehrere Räder empfohlen, darunter das Team, Jealous und Cragger von Radon sowie das Rose Bonero. Ich glaube, das Cragger und das Bonero würde ich erst einmal ausschließen wollen, hauptsächlich wegen der Preise, die mein Budget deutlich übersteigen.

Bleiben noch die beiden Team's und das Jealous von Radon:
  1. ZR Team 29 7.0 (2022)
  2. ZR Team 29 8.0 (2022)
  3. Jealous AL 8.0 (2022)
Preislich und optisch fände ich #2 genau richtig. Warum genau bräuchte ich denn unbedingt ein Jealous (oder Cragger), um auf dem Trail Spaß zu haben? Ist es hauptsächlich wegen der besseren Federgabeln oder liegt es auch am Rahmen und anderen Komponenten, dass die einfach stabiler sind? Würde man solche Trails wie im Video nicht auch mit einem ZR Team fahren können und damit Spaß haben?

Für mich wäre so ein Bike wie das ZR Team 8.0 schon echt Highend im Vergleich zu denen, die ich früher immer gefahren bin. Muss es für den Anfang wirklich direkt ein Jealous oder Cragger sein?

Für deine Zwecke reicht die Judy.
Würde die Auswahl auf Jealous und Cragger beschränken. Mit keinem von beiden machst du wirklich was falsch.
Meinst du die Judy Silver TK (beim Team) oder die Judy Gold RL (beim Jealous)? Macht das wirklich einen großen Unterschied bei so einfachen Trails wie im Video zu sehen?

Auf den Trails wird das Cragger aber deutlich mehr Spaß machen, da mehr Federweg, Reifen mit mehr Grip und es hat eine absenkbare Sattelstütze.
Brauche ich das alles als Anfänger wirklich? Zwischen den verschiedenen Bikes liegt ja schon ein Preisunterschied von ein paar Hundert Euro.

Klar, dass Crossrad ist auf Radwegen besser als das MTB. Aber solange deine Touren so kurz sind und du nicht "richtig sportlich" unterwegs sein willst wirst du keinen großen Unterschied merken.
Nein, also so sportlich wie mit einem Renn-/Gravelrad will ich nicht unterwegs sein.

Würde es einen großen Unterschied machen, wenn ich auch mal vereinzelt so 50 - 60 Kilometer Touren fahren will? Kann man bedenkenlos so lange auf einem Hardtail-MTB sitzen, ohne dass man sich wünscht, man hätte doch lieber ein Crossrad genommen?
 
Dabei seit
14. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
940
Mein Gewicht liegt bei ca. 75 Kg. Körpergröße 186-188cm. Schrittlänge ca. 87-89cm.
Wenn du nicht viel hm am Stück hast dürfte die MT 200 ausreichen.
Warum genau bräuchte ich denn unbedingt ein Jealous (oder Cragger),
Du bewegst dich auch wenn dein Budget für dich momentan viel Geld ist im absoluten Einsteigerbereich
Wie schon erwähnt finde ich die Schaltung an ZR Team 8 bescheiden dann lieber das ZR Team 7 , das Jelous hat für den Preis die stimmigsten Komponenten, meiner Meinung nach.
Die ZR haben beide ne mäßige Bremse und das 8er für mich das schlechteste Schaltwerk von den 3.
Deshalb würd ich in deinem Fall zum Jeleaous greifen. Bin mir aber sicher dass du mit dem ZR auch glücklich wirst.
Das Cragger ist einfach noch mal ne Nummer mehr
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
@krauser2811 Ist ein Shimano Deore-Schaltwerk hochwertiger/besser als ein SRAM NX Eagle-Schaltwerk? Ich hätte jetzt gedacht, dass das NX Eagle vom ZR Team 8 höherwertig wäre oder zumindest ähnlich gut. Immerhin ist das Team 8 auch 150 EUR teurer als das Team 7, da hätte ich jetzt erwartet, dass es bessere Komponenten hat als das Team 7.

Das mit der Bremse müsste kein Problem sein, ich hab hier nicht so viele Höhenmeter am Stück.
 
Dabei seit
3. Mai 2018
Punkte Reaktionen
1.015
Danke für die Antworten. Das hilft mir schon mal ein bisschen, alles besser einzuordnen. Ich denke, es sollte dann tatsächlich ein MTB werden. Gut, dann wäre das schon mal fast geklärt für mich.

Jetzt wurden mehrere Räder empfohlen, darunter das Team, Jealous und Cragger von Radon sowie das Rose Bonero. Ich glaube, das Cragger und das Bonero würde ich erst einmal ausschließen wollen, hauptsächlich wegen der Preise, die mein Budget deutlich übersteigen.

Bleiben noch die beiden Team's und das Jealous von Radon:
  1. ZR Team 29 7.0 (2022)
  2. ZR Team 29 8.0 (2022)
  3. Jealous AL 8.0 (2022)
Preislich und optisch fände ich #2 genau richtig. Warum genau bräuchte ich denn unbedingt ein Jealous (oder Cragger), um auf dem Trail Spaß zu haben? Ist es hauptsächlich wegen der besseren Federgabeln oder liegt es auch am Rahmen und anderen Komponenten, dass die einfach stabiler sind? Würde man solche Trails wie im Video nicht auch mit einem ZR Team fahren können und damit Spaß haben?
Es liegt hauptsächlich am Rahmen, aber auch an der Ausstattung. Nicht das er mehr oder weniger stabil ist, sondern die Geometrie ist anders und mehr auf Abfahrt ausgelegt. Es ist laufruhiger und gibt mehr Sicherheit. Außerdem hat es bereits eine versenkbare Sattelstütze. Auf Trails kommt der Sattel runter, damit man sich bewegen kann, zum Hochfahren dann wieder nach oben.

Für mich wäre so ein Bike wie das ZR Team 8.0 schon echt Highend im Vergleich zu denen, die ich früher immer gefahren bin. Muss es für den Anfang wirklich direkt ein Jealous oder Cragger sein?
Wie krauser2811 schon sagte, wir bewegen uns hier im absoluten Einsteigerberich von Mountainbikes bei XC-Hardtails (Jealous und ZR Team) und Trail-Hardtails (Cragger).

Was Fahrspaß auf Trails, auch solche wie du im Video gezeigt hast, liegen zwischen Jealous 8 und Cragger 7 Welten.
Soll aber nicht heißen, dass du mit den anderen kein Spaß haben kannst.

Meinst du die Judy Silver TK (beim Team) oder die Judy Gold RL (beim Jealous)? Macht das wirklich einen großen Unterschied bei so einfachen Trails wie im Video zu sehen?
Ich habe zwar mit keiner von denen Erfahrung, aber die Gold ist leichter, und für Trails wichtig, hat eine bessere Dämpfung. Insgesamt ist aber die Ausstattung vom Jealous 8 am stimmigsten. Rahmen, Bremsen, Schaltung, Gabel, Reifen, alles brauchbar.

Brauche ich das alles als Anfänger wirklich? Zwischen den verschiedenen Bikes liegt ja schon ein Preisunterschied von ein paar Hundert Euro.
In dem niedrigen Preissegment können 100€ einen großen unterschied machen.

Würde es einen großen Unterschied machen, wenn ich auch mal vereinzelt so 50 - 60 Kilometer Touren fahren will? Kann man bedenkenlos so lange auf einem Hardtail-MTB sitzen, ohne dass man sich wünscht, man hätte doch lieber ein Crossrad genommen?
Nein, der unterschied Crossrad zu XC-Hardtail wie dem Jealous ist nicht so groß und mit einem Hardtail kannst auch Trails fahren.
 
Dabei seit
3. Mai 2018
Punkte Reaktionen
1.015
@krauser2811 Ist ein Shimano Deore-Schaltwerk hochwertiger/besser als ein SRAM NX Eagle-Schaltwerk? Ich hätte jetzt gedacht, dass das NX Eagle vom ZR Team 8 höherwertig wäre oder zumindest ähnlich gut. Immerhin ist das Team 8 auch 150 EUR teurer als das Team 7, da hätte ich jetzt erwartet, dass es bessere Komponenten hat als das Team 7.

Das mit der Bremse müsste kein Problem sein, ich hab hier nicht so viele Höhenmeter am Stück.
Meiner Meinung nach sind sie ähnlich. Aber bin auch der Meinung, dass der Aufpreis vom 7er nicht gerechtfertigt ist.
 
Dabei seit
14. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
940
@krauser2811 Ist ein Shimano Deore-Schaltwerk hochwertiger/besser als ein SRAM NX Eagle-Schaltwerk? Ich hätte jetzt gedacht, dass das NX Eagle vom ZR Team 8 höherwertig wäre oder zumindest ähnlich gut. Immerhin ist das Team 8 auch 150 EUR teurer als das Team 7, da hätte ich jetzt erwartet, dass es bessere Komponenten hat als das Team 7.

Das mit der Bremse müsste kein Problem sein, ich hab hier nicht so viele Höhenmeter am Stück.

Auf dem Papier sind sie wohl ähnlich und auch vergleichbar, aus eigener Erfahrung weiß ich dass die Deore ein Sorglospaket ist , zumal würde ich keine 150,- dafür mehr bezahlen.
Persönlich würde ich bei Sram unter GX nichts empfehlen aber hier scheiden sich die Geister enorm, du wirst hier genau so viele finden die sagen, der Aufpreis für die NX ist es wert , meiner Meinung nach absolut nicht.
 
Dabei seit
29. Juli 2022
Punkte Reaktionen
39
Hi!

Ich melde mich mal mit einem sehr ähnlichen Profil (Über 10 Jahre nicht gefahren, Rad zum Pendeln (~8km) der gerne mal etwas Off Road fahren und zum probieren auch erst mal unter 1k bleiben wollte.

Ich bin nach ein wenig Hin und Her und der tollen Beratung eines Freundes auch beim XC gelandet, nachdem ich fast beim Gravel war.

Ich muss sagen, dass ich die Entscheidung absolut nicht bereut habe!
Auch ein Einsteiger XC ist schon überraschend Fix unterwegs (kann gut mit dem Ebike meiner Frau mithalten) und ich fahre im Feierabend dann doch mal den schöneren Weg über Trampelpfad und Schotter.
Und das tolle: Ich muss dabei nicht langsamer werden, sondern kann genau so Gas geben.

Zu den Trails: Wenn Du die ernsthaft und regelmäßig Heizen möchtest, bist Du mMn mit zu viel Kompromiss unterwegs. Dann sollte es Soft Tail sein. Mit einem Softtail um die 1k wirst Du aber vermutlich bei 90% Deiner Strecken (Arbeitsweg, Waldautobahn & Schotter) weniger Spaß haben bzw. langsam sein. XC / Hardtail ist einfach ein gutes Stück günstiger und leichter im Einsteiger bis mittleren Segment.

Trail einfach mal zum Spaß fahren und die Spur mit ein wenig Bedacht wählen statt drauf halten ist aber natürlich absolut möglich und machen auch Leute im Wettkampf!

Zur Info: Bei mir ist es ein wenig gebrauchtes Rose Count Solo mit Shimano SLX Ausstattung geworden. Ich werde eventuell noch die Laufräder wechseln.

Was mir auch noch geholfen hat: Aerodynamik ist auf der Straße >>> Gewicht. Wenn Du Geschwindigkeit auf der Straße ohne Berg willst, lieber auf etwas gestrecktere Sitzposition achten als auf 1-2kg mehr. Reifen können auch einen großen Unterschied machen. Ebenso Lenker und innerbarends. Alles Sachen, die man später toll nachrüsten kann.
Kompromisse wirst Du machen müssen (Geschwindigkeit / weniger angestrengtes Fahren auf Schotter und Straße vs absolute Geländetauglichkeit mit sorglosem Runterheizen).
 
Dabei seit
22. Dezember 2016
Punkte Reaktionen
24
Ort
Rötenbach
Möchte hierbei noch kurz anmerken, dass das die beiden Team-Modelle hinten Schnellspanner haben, während das Jealous hinten auch Steckachse hat. Fände ich persönlich, wenn auch nur bei möglichen gemäßigtem leichten Traileinsatz, die etwas stabilere Variante.

Muss jetzt beim Gewicht des TE keine Rolle spielen, wäre aber für mich persönlich ein Ausschlusskriterium im Jahre 2022. Ich würde die 100 € drauflegen für das Jealous.
 
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Es liegt hauptsächlich am Rahmen, aber auch an der Ausstattung. Nicht das er mehr oder weniger stabil ist, sondern die Geometrie ist anders und mehr auf Abfahrt ausgelegt. Es ist laufruhiger und gibt mehr Sicherheit. Außerdem hat es bereits eine versenkbare Sattelstütze. Auf Trails kommt der Sattel runter, damit man sich bewegen kann, zum Hochfahren dann wieder nach oben.
OK. Da ich Trails aber wirklich nur selten fahren würde, wäre es ja besser wenn ich das Jealous AL 8 nehme, bei dem die Geometrie nicht ganz so stark auf Abfahrt ausgelegt ist(?).

Bezüglich versenkbare Sattelstütze: Danke für die Info. Macht Sinn. Ich sehe, dass das Jealous AL 8 HD auch eine versenkbare Sattelstütze hat. Aber der Preis von dem Bike ist mir leider zu hoch.

In dem niedrigen Preissegment können 100€ einen großen unterschied machen.
Stimmt. Hatte ich auch schon irgendwo gelesen, dass es in dem Einsteiger-Preisbereich viel ausmacht.

Möchte hierbei noch kurz anmerken, dass das die beiden Team-Modelle hinten Schnellspanner haben, während das Jealous hinten auch Steckachse hat. Fände ich persönlich, wenn auch nur bei möglichen gemäßigtem leichten Traileinsatz, die etwas stabilere Variante.
Danke für die Information. Da hätte ich jetzt gar nicht drauf geachtet. Hab mir mal kurz angeguckt, wie die beiden Varianten aussehen. Die Steckachse sieht wirklich stabiler aus. Würde ich dann bevorzugen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Vorderachse auch eine Steckachse ist?


@theAzzi Danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Hilft mir auf jeden Fall weiter.

Trail einfach mal zum Spaß fahren und die Spur mit ein wenig Bedacht wählen statt drauf halten ist aber natürlich absolut möglich und machen auch Leute im Wettkampf!
Genau so würde ich es machen. :daumen:


So, also ich habe jetzt in der Zwischenzeit mal ein bisschen ausgerechnet, was ich noch alles an Zubehör und Werkzeug bräuchte. Da gehen auch nochmal so 200 EUR weg, grob geschätzt.

Ich muss mir das alles mal noch überlegen mit dem Kauf, aber zumindest weiß ich jetzt, wonach ich mich richten kann. Es sollte also ein XC-Hardtail mit einer etwas besseren Federgabel wie beim Jealous 8 werden. Nur beim Thema Kurbel bin ich immer noch am hadern, weil ich nun stundenlang auf diversen Seiten gelesen habe, und die einen sagen, ihnen reicht 1x12, die anderen meinen, da würde zu viel fehlen.

Am liebsten würde ich ein Bike mit 2-fach-Kurbel nehmen, aber da scheint's fast keine mehr zu geben.

Bezüglich Jealous 8: Es sieht optisch schon sehr schön aus, allerdings ist es mir zu viel weiß. Das Jealous 8 HD gefällt mir da schon deutlich besser. Leider aber 300 EUR teurer.

Fragen:
Mal angenommen, ich würde das Jealous 8 (ohne HD) nehmen wollen, welche Größe bräuchte ich bei meiner Körpergröße/Schrittlänge? Laut Größenrechner 20", könnt ihr das bestätigen? Hab meine Körpergröße auch gerade nochmal nachgemessen: Es sind doch eher ziemlich genau 186.

Eine weitere Frage wäre die nach den Pedalen: Welche soll ich nehmen? Würde da ungerne mehr als 50 EUR für ausgeben. Meine Schuhgröße ist übrigens 47, eher 47.5 (z.B. bei Nike).

Es sollten auf jeden Fall Plattformpedale sein, keine Klick- oder Magnetpedale. Und sie sollen sowohl auf einfachen Trails als auch beim Tourenfahren auf dem Radweg guten Halt bieten.

Die hier gefallen mir optisch:
  1. https://www.bike-discount.de/de/sixpack-racing-menace-comp-pedale
  2. https://www.bike-discount.de/de/triple-eight-slt-2.0-flat-plattformpedale
  3. https://www.bike-discount.de/de/vp-components-plattformpedale-vp-015-vice
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
30. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
42
Ort
Halle
So, also ich habe jetzt in der Zwischenzeit mal ein bisschen ausgerechnet, was ich noch alles an Zubehör und Werkzeug bräuchte. Da gehen auch nochmal so 200 EUR weg, grob geschätzt.

Ich muss mir das alles mal noch überlegen mit dem Kauf, aber zumindest weiß ich jetzt, wonach ich mich richten kann. Es sollte also ein XC-Hardtail mit einer etwas besseren Federgabel wie beim Jealous 8 werden. Nur beim Thema Kurbel bin ich immer noch am hadern, weil ich nun stundenlang auf diversen Seiten gelesen habe, und die einen sagen, ihnen reicht 1x12, die anderen meinen, da würde zu viel fehlen.

Am liebsten würde ich ein Bike mit 2-fach-Kurbel nehmen, aber da scheint's fast keine mehr zu geben.

Bezüglich Jealous 8: Es sieht optisch schon sehr schön aus, allerdings ist es mir zu viel weiß. Das Jealous 8 HD gefällt mir da schon deutlich besser. Leider aber 300 EUR teurer.

Fragen:
Mal angenommen, ich würde das Jealous 8 (ohne HD) nehmen wollen, welche Größe bräuchte ich bei meiner Körpergröße/Schrittlänge? Laut Größenrechner 20", könnt ihr das bestätigen? Hab meine Körpergröße auch gerade nochmal nachgemessen: Es sind doch eher ziemlich genau 186.

Eine weitere Frage wäre die nach den Pedalen: Welche soll ich nehmen? Würde da ungerne mehr als 50 EUR für ausgeben. Meine Schuhgröße ist übrigens 47, eher 47.5 (z.B. bei Nike).

Es sollten auf jeden Fall Plattformpedale sein, keine Klick- oder Magnetpedale. Und sie sollen sowohl auf einfachen Trails als auch beim Tourenfahren auf dem Radweg guten Halt bieten.

Die hier gefallen mir optisch:
  1. https://www.bike-discount.de/de/sixpack-racing-menace-comp-pedale
  2. https://www.bike-discount.de/de/triple-eight-slt-2.0-flat-plattformpedale
  3. https://www.bike-discount.de/de/vp-components-plattformpedale-vp-015-vice
Um erstmal deine Unsicherheiten zum Thema 1x12 zu klären:

Es gibt schon einen Grund warum sich 1x Systeme durchgesetzt haben. Ich bin auch ein relativer Neuling was Fahrräder angeht und hatte erst eine Ghost Square Cross. 1.8 mit 3 Fach Umwerfer vorne:


Damals hatte ich nicht die Kraft das größte Kettenblatt zu vernünftig zu treten aber der vordere Umwerfer war immer relativ nervig. Konnte nie den richtigen Gang finden. Viele Gänge haben sich gleich angefühlt aber ich habe nie einen guten Rhythmus gefunden. Irgendwann wurde mir das Rad geklaut.

Ich habe mir dann ein Nirvana Ghost Base 2021 mit SX 1x12 gekauft. Gott war das ein Segen.
(Im nachhinein hätte ich damals lieber direkt mehr ausgegeben und kein Base gekauft. Mehr wollte ich aber nicht ausgeben)

Viele hier hassen die SX, aber im Vergleich zu dem Square Cross war es viel leichter den passenden Gang zu finden. Das lag daran das es nun keine sich überschneidenden Gänge mehr gab. Ich war extremst zufrieden. Im höchsten Gang komme ich auf 40kmh. Das reicht und einen passenden Gang habe ich immer gefunden. Falls mal nicht, lag das an meinen Beinen.

Aber N+1 war auch bei mir ein Faktor und so sollte es doch ein Gravel für den Arbeitsweg vor 2 Monaten sein. Ich hatte mir 2k als Limit gesetzt und habe mehrere Räder probe gefahren. Es wurde ein Terra H40 mit Umwerfer vorne. Das bereue ich jetzt, da ich nach 2-3 Tritten jedes mal, erstmal vorne Schalten muss plus dann noch hinten. Dazu ist der Schaltvorgang vorne relativ Langsam. Es nervt also. Ich bin aktuell gezwungen wieder das Nirvana zu fahren und die 1x12 ist ein Segen. Ich plane falls ich das Terra wiederbekomme es auf elektrisch 1x12 umzurüsten da ich einfach mit der Umwerfer Lösung nicht zufrieden bin und die 1-Fach Schaltung sehr viel angenehmer ist.

Ums auf den Punkt zu bringen. Vorne ein zweites Kettenblatt ist für mich persönlich ein Fehler gewesen und ich denke nicht das du vorne 2 brauchst.


Ein Dropper Post ist relativ wichtig bzw. halt mehr Komfort. Ohne ist halt sehr nervig da sobald es steil runtergeht man den zusätzlichen Raum braucht. Würde ich also nicht auf die zu lange Bahn schieben.

Für Flats brauchst du eig. auch andere Schuhe da Flats gerade sowas wie Nikes sehr schnell fressen.
Vllt gefällt dir ja das Angebot:


Falls nicht kannste die One Up alleine kaufen oder z.B. Race Face Chester.
Schuhe haben bei mir einen stärkeren Unterschied gemacht als gute Pedale.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
31. August 2021
Punkte Reaktionen
63
Ich gebe Mal meinen Senf dazu, denn ich habe zu Hause Judy silver und gold in 100mm Zuhause, mt200, mt400, Seite 11 und 12fach, einmal Orbea Alma (ein sehr schönes Rad) und einmal Cannondale trail.
Die gold ist leichter und kann, wenn man will, auf 120mm umgebaut werden. Ich spüre absolut keinen Unterschied zwischen den beiden und die reichen mir auch für ein XC Rad.
Ebenso mt200 und mt400: Bremsen unauffällig, beide Räder haben 180/160mm Scheiben. Die Bremshebel sind gewöhnungsbedürftig. Aber sie bremsen.
An meinen Rädern ist die 12fach (30/ 10-51) Schaltung zickig und die 11fach (32 /11-51) sorgenfrei und läuft leiser. Die 11fach reicht locker. Der größte Nachteil der Deore ist der eingeschränkte Verstellbereich beim I Spec 2, eine wirklich ergonomisch Einstellung finde ich nicht. Da ist ein Schalter mit Schelle vielleicht besser?
Probefahren wenn möglich, SRAM vs Shimano Ergonomie ausprobieren. Jealous und ZR haben andere Geometrien, das wäre für mich wichtiger als die Komponenten.
Beim Cannondale habe als erstes die billig Schwalbe Drahtreifen gegen Vredestein spotted Cat SL mit TPU Schläuchen getauscht: Über 1 Pfund gespart und fährt sich wie ein anderes Rad.
 
Dabei seit
14. Oktober 2020
Punkte Reaktionen
940
Für Flats brauchst du eig. auch andere Schuhe da Flats gerade sowas wie Nikes sehr schnell fressen.
Vllt gefällt dir ja das Angebot:
Wenn ich Flats fahre nehme ich immer meine abgelatschten Sneaker, funktioniert gut,und ja die werden etwas gefressenen.
Bei den Pedalen würd ich das 3. glaub ich nicht nehmen, sieht für mich auf dem Handx so aus als ob der Mittelsteg einiges höher ist als der Rest vom Pedal, da wirst wahrscheinlich trotz der Pins nicht gut stehen
Such dir welche wo eine komplett Ebene Fläche haben auf der die Pins verteilt sind so wie diese hier , nur als Beispiel

 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
@StrikeSN Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich glaube, damit hast du mir die Unsicherheiten bzgl. 1-fach-Schaltung genommen. :daumen:

Für Flats brauchst du eig. auch andere Schuhe da Flats gerade sowas wie Nikes sehr schnell fressen.
Vllt gefällt dir ja das Angebot:

Falls nicht kannste die One Up alleine kaufen oder z.B. Race Face Chester.
Schuhe haben bei mir einen stärkeren Unterschied gemacht als gute Pedale.

Danke, hatte mir das Angebot nach deinem Post angeguckt. Die Schuhe sehen schick aus. Ob die Pedale auch gut sind, weiß ich nicht. Aber inzwischen ist das Angebot ausverkauft.

@Hummelbummel Danke auch dir für deinen Erfahrungsbericht bzgl. Judy Silver vs. Gold.

Wenn ich Flats fahre nehme ich immer meine abgelatschten Sneaker, funktioniert gut,und ja die werden etwas gefressenen.
Ja, gute Idee. Werde ich wohl auch so machen, dann muss ich keine extra Schuhe kaufen.

Bei den Pedalen würd ich das 3. glaub ich nicht nehmen, sieht für mich auf dem Handx so aus als ob der Mittelsteg einiges höher ist als der Rest vom Pedal, da wirst wahrscheinlich trotz der Pins nicht gut stehen
Ich glaube, das sieht nur auf dem Bild so aus.
 
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Ich sah gestern Abend noch, dass das Radon ZR Team 8.0 gerade im Angebot ist (100 EUR weniger).

In der Zwischenzeit habe ich nochmal über mein Einsatzgebiet nachgedacht. Ich glaube, ich will erstmal keine Trails fahren, weil ich auch körperlich gar nicht fit genug dafür bin. Mir würde es reichen, auf Rad- und Waldwegen unterwegs zu sein.

Auch was das Budget angeht, komme ich nach Hinzufügen des Zubehörs (Luftpumpe, Werkzeug, Pedale, etc.) auf einen Betrag, den ich momentan nicht bezahlen will/kann, wenn ich mich für ein Jealous entscheiden würde.

Meint ihr, dass das verlinkte Radon ZR Team 8.0 dann doch eine gute Wahl für mich wäre, jetzt, wo es 100 EUR weniger kostet? Optisch würde es mir jedenfalls extrem gefallen. Dann hätte ich vermutlich ein gutes Einsteiger-Mountainbike für einen guten Preis?

Die Judy Silver reicht vermutlich aus, wie @Hummelbummel schon schrieb. Und das verlinkte Team hat den selben Laufradsatz und die selben Bremsen wie das Jealous AL 8.0. So schlechte sollte das Team 8.0 also gar nicht sein, oder?
 

McDreck

Cyclist for Justice
Dabei seit
18. Februar 2020
Punkte Reaktionen
6.521
Ort
City Z
Mir würde es reichen, auf Rad- und Waldwegen unterwegs zu sein.

Optisch würde es mir jedenfalls extrem gefallen.
Scheint mir, Du hast Dich innerlich schon entschieden.
Das Ding fährt und wird für den von Dir angesetzten Einsatzbereich mehr als ausreichend sein. Die Schaltung ist quasi überdurchschnittlich für das Preissegment. Ich sehe jetzt nichts, was gegen einen Kauf spricht.
 
Dabei seit
27. Januar 2020
Punkte Reaktionen
13
Ich glaube, ich will mich dann (erstmal) auf das ZR Team 8.0 festlegen. Wenn dann alles geklärt ist, muss ich nochmal überlegen, ob ich es wirklich kaufen will. Ich brauch immer sehr lange für Kaufentscheidungen. :ka:

Jetzt habe ich erstmal noch ein paar Fragen:

Welche Rahmengröße soll ich bei meiner Größe/Schrittlänge nehmen? Liege ich mit 20" richtig? In manchen Threads, wo Leute mit ähnlichen Abmessungen nach der richtigen Rahmengröße fragen, meinen manche, dass die Rahmengeometrie vom ZR Team eher „konservativ“ sei und man auch den größeren nehmen kann.

Wichtig ist mir, dass ich nicht zu sehr gestreckt darauf sitze. Ich habe lange keinerlei Sport betrieben und bin ziemlich „eingerostet“ und würde den Rücken gerne schonen wollen. Hauptsächlich will ich mit dem Bike gemütliche Touren auf Rad- und Waldwegen fahren können, aber manchmal vielleicht auch ein bisschen agiler auf einem einfachen Trail sein. Aber wirklich nur ein bisschen.

Ansonsten bräuchte ich für mein Einsatzgebiet (siehe letzten Absatz) noch die richtigen Reifen.

Zuerst mal die Frage Faltreifen vs. Drahtreifen: Ich glaube, Faltreifen sind besser, wegen weniger Rollwiderstand und geringerem Gewicht, richtig?

Dann die Frage Tubeless: Da die Felgen bereits Tubeless-Ready sind und ich in Zukunft vielleicht mal das Fahren ohne Schlauch ausprobieren möchte, wäre es gut, wenn die neuen Reifen sowohl mit Schlauch als auch ohne gefahren werden können.

Die Reifen sollten ein Profil haben, das auf Asphalt besonders gut rollt, mir auf Waldwegen und Co. aber trotzdem noch angemessenen Halt bietet. Pro Reifen möchte ich gerne nicht mehr als 30 EUR ausgeben, wenns geht.
 
Oben Unten