Herzprobleme überwachen

arno¹

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optische pulsfrequenz-messung am handgelenk ist ungenau, das liegt an den bedingungen

selbst wenn ich mir die uhr dauerhaft so draufschnalle wie in dem bild von gerade, ist sie bei rüttelei auf dem rad überfordert. außerdem basiert es auf einer verzögerten hautdurchblutungsmessung, nicht auf dem herzschlag

ich hatte schon nuller pulse am berg, weil mein blut in die beine ging. trotz scosche armgurt

für den alltag mal zum drüberschauen reicht es aber trotzdem

20200703_225907.jpg
 

Lord Shadow

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Ich hatte solchen Spaß vor einigen Jahren wegen eines Bandscheibenvorfalls in der BWS. Ich war dreimal in der NA, weil ich dachte ich hab was mit Herz oder Lunge, dann ist mein neuer Hausarzt auf die Idee gekommen, mich in die Röhre zu schieben.
Insgesamt ist ein*e gute*r Doc mit viel Zeit und gründlicher Anamnese da Gold wert. Das kann halt auch was mit dem Gastro-Intestinal-Trakt sein, die Lunge, der Bewegungsapparat oder auch die Psyche bei hohem Stress. Ich bin Psychosomatiker und es ist beeindruckend, was der Körper alles in Beschwerden ausdrücken kann. Ein sehr großer Teil der Menschen reagiert mit milden bis mittelheftigen Symptomen auf langanhaltenden Stress, viele sehen die Verbindung nicht.
 

roliK

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Bin leider selber grade betroffen - Tachykardie + Engegefühl unterm Brustbein, und bin derzeit auch in Behandlung deswegen - daher danke für die Hinweise mit Brustwirbel und Bandscheiben, werde das auf jeden Fall checken lassen.

Ziemlich unangenehme Sache jedenfalls. :(
 

arno¹

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kann ich nur beipflichten

habe gleitwirbel und öfters klemmer im brust und nackenbereich, manchmal geht dann nix, oder habe nen zu hohen puls

im prinzip ist das herz von den nervenbahnen unabhängig, sagt der verstand oder das allgemeine medizinische wissen ...
 
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Das Problem ist halt dass die Ärzte immer nach Schema F behandeln und sich voneinander beeinflussen lassen. Ich war jetzt beim Hausarzt, zwei Kardiologen, und nem Orthopäden. Bei allen hatte ich den Eindruck dass die Diagnose schon nach zwei Sätzen von mir feststand. Tenor: "sie sind jung und schlank, da hat man nix am Herz".

Ich mach halt mal langsam und hoffe dass es in den Alpen nicht schlimmer wird und nehm vorsichtshalber Aspirin mit. Krankengymnastiksteht auch an.
 
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Lord Shadow

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Leute zu finden, die ne gute Differentialdiagnostik machen ist echt schwierig. Sie müssen die Geduld haben, gut ausgebildet sein und dürfen nicht gierig sein. DD bringt nix, weil lange Anamnesen und schnelle Untersuchungen genausoviel Kohle bringen wie kurze und schlampige.
 
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Krank sein heißt für nen Arzt eben was anderes als für viele Patienten.
Für den Arzt ist jemand krank, wenn er operiert werden muss oder starke Medikamente benötigt.
Ob das der Fall ist, kann ein Arzt ziemlich schnell sagen.

Alles andere sind eben mehr Wehwehchen, wo eh keine große Behandlung notwendig ist, weil man es nicht viel besser hinkriegt.
Wenn es um Details geht, würde ich wie bereits gesagt eher eine sportmedizinische Untersuchung machen lassen.
Normale Ärzte machen normalerweise keine Diagnose nur um den Wissens-Willen, weil dann muss man nur lang genug suchen und findet bei jedem was.
 
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roliK

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Mein behandelnder Arzt war heute auch nicht grade recht aufgeschlossen, als ich ihn wegen einem möglichen Zusammenhang mit der Wirbelsäule gefragt hab - so in der Art: "das geht mich nix an, ich bin Internist!" :ka:
 

arno¹

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sagt er. im prinzip soll es angeblich so sein, dass das herz unabhängig von äußeren eindrücken ist

es gibt trotzdem auch in konventioneller medizin so sachen wie das römhild syndrom, das auch auf druck oder einklemmung basiert
 

arno¹

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man darf nicht vergessen, dass das innere (für den internisten interessante) das blut durch die peripherie pumpen muss

wenn da sachen nicht gut laufen, in der peripherie, wird auch das herz davon beeinflusst werden

als beispiel: die halsschlagadern. können beinflusst werden durch nackenprobleme
 
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Ich mach halt mal langsam und hoffe dass es in den Alpen nicht schlimmer wird und nehm vorsichtshalber Aspirin mit.

Hat man dir mal Nitrospray gegeben? Aspirin verändert nur den Quickwert (meine ich), macht das Blut flüssiger. Nitro Glycerin hingegen weitet die Adern. Die angina pectoris ist ja ein Anzeichen für eine Verengung der Herzkranzgefäße. Wenn man das hat und dann Nitro Spray benutzen, sollte es quasi innerhalb einer Minute besser werden. Löst aber natürlich nicht dauerhaft das Problem einer Stenose.

Zur Sportuhr: wenn ich meine nicht so dolle Polar mit den Messgeräten im Reha-Sport vergleiche, ist zumindest die HF-Messug sehr genau, dank des Gurtes. Bei Trainingseinheiten wird das da auch nicht anders überwacht, außer das ein Computer alles aufzeichnet.
 

juh

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Also ehrlich: so ein Faden ist jetzt auch nicht der Ort für Diagnosefindung. Man kann hier ja wundervoll verfolgen, was da alles passiert: Bagatellisieren, Werten von noch nicht zu wertenden Symptomen als psychosomatisch, orthopädische Probleme. Spannend. Wann kommt der erste mit einer richtig heftigen Differentialdiagnose?

an den TE:
Das Problem ist halt dass die Ärzte immer nach Schema F behandeln und sich voneinander beeinflussen lassen. Ich war jetzt beim Hausarzt, zwei Kardiologen, und nem Orthopäden. Bei allen hatte ich den Eindruck dass die Diagnose schon nach zwei Sätzen von mir feststand. Tenor: "sie sind jung und schlank, da hat man nix am Herz".

Das kann so richtig sein; eine saubere Diagnostik hängt von der Risikostratifizierung ab - und die ergibt sich aus der Anamnese (und ja: die ist zum Großteil Fleißarbeit = Schema F, also "Rauchen Sie, haben Sie Bluthochdruck? Diabetes? Fettstoffwechselsörung? Infarkte / Schlaganfälle in der Familie?").
Es kann urchaus sein, dass man in Deimem Fall nach Echo / Ergo sagen kann: passt so, is nix Dramatisches. Kann ich aber von der Tastatur aus nicht beurteilen.

Ich mach halt mal langsam und hoffe dass es in den Alpen nicht schlimmer wird und nehm vorsichtshalber Aspirin mit. Krankengymnastiksteht auch an.

Puh - offensichtlich aber mit ungutem Gefühl. Sinnvollste Alternative: such Dir nen anderen Hausarzt, bei dem du das Gefühl hast, dass die Beschwerden ernstgenommen werden. Wenn du zukünftig Beschwerden haben wirs, wirst du dem jetztigen nach so einem Vorlauf auch mit Vorbehalt gegenüber treten...

Viele Grüße,
Jörg
 

Lord Shadow

Grober Supersplasher
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Hier diagnostiziert und wertet doch niemand :confused: Es wurden Hinweise für weitere Möglichkeiten des Vorgehens gegeben, geknüpft an potentielle Quellen.
 
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Hat man dir mal Nitrospray gegeben? Aspirin verändert nur den Quickwert (meine ich), macht das Blut flüssiger. Nitro Glycerin hingegen weitet die Adern. Die angina pectoris ist ja ein Anzeichen für eine Verengung der Herzkranzgefäße. Wenn man das hat und dann Nitro Spray benutzen, sollte es quasi innerhalb einer Minute besser werden. Löst aber natürlich nicht dauerhaft das Problem einer Stenose.

Zur Sportuhr: wenn ich meine nicht so dolle Polar mit den Messgeräten im Reha-Sport vergleiche, ist zumindest die HF-Messug sehr genau, dank des Gurtes. Bei Trainingseinheiten wird das da auch nicht anders überwacht, außer das ein Computer alles aufzeichnet.

Nein, das Ding ist halt dass man ja erstmal 10 Kardiologen durchklingeln muss um einigermaßen zeitnah einen Termin zu bekommen. Und die Ärzte haben ja auch nie wirklich Zeit für einen.

Vorher hab ich gelesen dass wenn die schmerzen bei Belastung auftreten auch nur Belastungs-EKG und Stress-Echo was bringen. Auch von Nitrospray war die Rede.

Aber es wurde immer nur Ruhe-EKG und Ruhe-Echo gemacht. Erst auf mein Drängen würde dann Belastungs EKG gemacht, aber da waren die Beschwerden durch Schonung dann schon weg.

Mit Schema F meine ich dass dir halt hauptsächlich ältere und übergewichtige Leute im Wartezimmer haben und ich da so aus dem Raster falle und die Beschwerden eh nicht so schlimm sind.

Man kann ja in den meisten Fällen eh nicht viel machen und so ganz schlimme Sachen kann man durch die Untersuchungen ja schon ausschließen.
 

roliK

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@Tabletop84: ich würd dir auf jeden Fall raten, zum Internisten zu gehen und dich von oben bis unten durchchecken zu lassen. Hatte seit ca. einem Monat recht ähnliche Beschwerden wie du - Enge in der Brust, Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit. Die vergangene Woche war ich im KH - Diagnose: Lungenembolie! Lässt sich zum Glück mit Medikamenten recht gut behandeln, und es sind auch keine nachhaltigen Schäden zu befürchten, aber sowas kann auch sehr schnell eine unangenehme Richtung einschlagen.

Daher würd ich dir raten: geh besser nochmal zum Arzt und bestehe auf eine gründliche Untersuchung. :)
 

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Nabennarben
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Bin leider selber grade betroffen - Tachykardie + Engegefühl unterm Brustbein, und bin derzeit auch in Behandlung deswegen - daher danke für die Hinweise mit Brustwirbel und Bandscheiben, werde das auf jeden Fall checken lassen.

Ziemlich unangenehme Sache jedenfalls. :(

Lass mal deine Lunge prüfen, bei meiner Oma wars Lungenkrebs

Edit: letzten Post jetzt grad erst gesehen, na das Organ stimmte schonmal
 
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Hey,

bei recherchen zu meiner Diagnose bin ich auf den Thread gestoßen und möchte euch meine diesjährige Geschichte erzählen, damit wenn ihr euch erkennt, das nicht aus den Augen verliert.

Ich bin 31 Jahre, fahre täglich mdRzA + ca. 4000km Mittelgebirgs-MTB in der Fränkischen.

  • Ende März 2020 starken Virusinfekt. Wegen Coronaheckmeck nicht zum Arzt aber 14 Tage Zuhause + Nachfolgend Homeoffice. Symptome einer Grippe mit 1 Nacht noch nie gekannter Beschwerden beim Atmen.
  • Besserung aber nach 7 Tagen.
  • Wieder normal Sport gemacht (3x die Woche MTB).
  • Plötzlich Symptome einer Blasenenzündung/Prostatitis.
  • Da ich das schonmal hatte bin ich direkt zum Urologen. Feststellung nach mehreren Abstrichen inkl. Untersuchung aller urologischen Flüssigkeiten: Abakterielle Prostatitis. Muss von selber Ausheilen.
  • urologische Beschwerden waren weiter da, ich habe auf den Urologen Vertraut, Zähne zusammengebissen und versucht das dass Leben normal weiter zu leben(inkl. Sport!).
  • Wegen gleichzeitig auftretender Rückenschmerzen bin ich zum Ortophäden, dieser hat mir als Erstmaßnahme KG verordnet.

Mitte Mai am Abend aufgrund nie gekannter Brustschmerzen Notarzt gerufen mit Verdacht Herzinfarkt. Sofort ins Krankenhaus gekommen.
Blutwerte der Notaufnahme haben Entwarnung gegeben das kein akuter Herzinfarkt vorliegt, auf anraten der Ärzte bin ich weitere 2 Tage zur Beobachtung geblieben. In diesen Folgetagen gab es 48-Std.-EKG und Herz-Echo.
Diagnose: Leichte Extrasystolen (Herzstolpern) im EKG aber nichts auffälliges im Echo. Während der Ruhe im Krankenhaus wurden die Symptome (Druck auf der Bruch, Schmerz/Zwicken wie eine Prellung der Rippen, Rückenschmerzen) besser. Ich fühlte mich sogar soweit gesund.

Auf Empfehlung des Chefarztes wurde am letzten Tag noch ein Herz-MRT gemacht.

Diagnose: Abgelaufene Myokarditis = Herzmuskelenzündung.

Seit Mitte Mai bin ich nun auf der Ersatzbank. Keine Arbeit, keine Hausarbeit, kein Stress. An Sport ist noch viel längere Zeit nicht zu denken. Meine Prognose ist sehr gut da ich keine Minderleistungen des Herzens habe, keine Weitungen und keinen Erguss im Herzbeutel.

An sich ist eine Herzmuskelenzündung eine sehr ernsthafte Krankheit da sie zum plötzlichen Herztod führen kann und bei vielen Menschen nur leichte und unspezifische Symptome hervorruft.

Folgende Symptome deuten auf eine Herzmuskelenzündung:

  • vorangegangener Infekt (Schnupfen/Virale Grippe usw.)
  • Brennen auf dem Brustbein
  • Druck auf dem Brustkorb
  • Rückenschmerzen im HWS-Bereich
  • unbekanntes Schwächegefühl (der Körper/Herz kann weniger als die Muskeln)

Die Missachtung der verordneten Ruhe ist sehr gefährlich. Es droht der plötzliche Herztod, prominente Beispiele gibt es auf jedem Fußballplatz oder der Musiker Roger Cicero falls den jemand kennt. Anderen Folgen sind eine dauerhafte Herzschwäche oder das ein Herzschrittmacher eingesetzt werden muss.

Ich hatte großes Glück aufgrund der Corona-Probleme zum richtigen Zeitpunkt bei den richtigen Ärzten gelandet zu sein. Andereseits hätte ich ohne Corona das ganze vielleich nicht... Alle Corona-Tests (2x PCR in der Notaufnahme+ Antikörper-Test) waren übrigens negativ.

Das gefährliche ist wirklich das ganze zu unterschätzen da selbst von Ärzten die Diagnose nicht immer richtig gedeutet wird.

Hört auf euren Körper, wenn da was nicht stimmt geht dem nach und lieber einmal Kette links.

Gruß Flo
 
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arno¹

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im Norden vom Westen (Niederrhein)
"In den meisten Fällen verläuft die Herzmuskelentzündung jedoch als mildere Variante, manchmal wird sie auch erst als abgelaufene Myokarditis viele Jahre später zufällig entdeckt. Die hohe Dunkelziffer ist dafür verantwortlich, das genaue Zahlen über die Häufigkeit der Erkrankung in der Bevölkerung nicht vorliegen. "

Von hier: https://gesundpedia.de/Herzmuskelentzündung_(Myokarditis)
 
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Eine Herzmuskelentzündung ist eine extrem seltene Erkrankung, die meisten Menschen entwickeln aufgrund eines viralen Infektes keine Herzmuskelentzündung. Warum manche das tun, die meisten aber nicht ist weitgehend unbekannt. Man geht von einer genetischen Veranlagung aus.

Wer sich bei Infekten mit sportlichen Aktivitäten zurückhält ist auf der sicheren Seite.

Ich lasse nachts immer die AW um und messe meinen Ruhepuls. Ein Infekt deutet sich meist an, indem der Ruhepuls nach oben geht. Gleichzeit sinkt die HRV, ein eindeutiges Zeichen keinen Sport zu machen.
 
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