Wow hier wird ja einiges empfohlen...
K3RMIT schrieb:
Was bringt es denn wenn ich weiss gg was ich allergisch bin ??
Wollt ewig schonmal so'n Allergietest machen aber was bringts ?
Ganz einfach:
1. Wer in der Heuschnupfenzeit die typischen Symptome entwickelt, für den mag die Diagnose ja naheliegen, aber erst durch einen Test kriegt man Klarheit. Das gilt erst recht für Leute, die nicht nur saisonal betroffen sind und schon lange zB mit einem Dauerschnupfen zu tun haben. Da gilt es einfach, Ursachen einzugrenzen.
2. Für eine Hyposensibilisierung muss das Allergenprofil genau Deinen Empfindlichkeiten angepasst sein. Und die sind Ergebnis eines Allergietests.
3. Aktive Auseinandersetzung mit einer Krankheit ist praktisch immer besser, als sich ihr auszuliefern. Erstaunlicherweise senkt das selbst bei so "physikalischen" Dingen wie Knochenbrüchen die Liegezeit, es gilt bekanntlich auch für Krebs und erst recht für Erkrankungen des Immunsystems wie MS oder eben Allergien. Und wenn Du zB weißt, es sind diese und jene Allergene, kannst Du sie auch schon leichter meiden.
RudiRastlos schrieb:
Finger weg von allen Tabletten und Mitteln die die Symptome nur unterdrücken. Die Gefahr ist zu groß daß sich, ohne daß man es merkt, die Allergie zu Asthma ausweitet. Natürlich dauert eine Behandlung mit Homöopathischen Mittel länger bis sich entsprechende Wirkung einstellt.
Dass Du nun grade Antihistaminika als Symptombehandlung hinstellst und Homöopathie als kausale Therapie, kann man so nicht stehen lassen.
1. Als eine Behandlung der Ursachen könnte man am ehesten die SIT (Hyposensibilisierung) verstehen; dazu vielleicht noch eine Überprüfung psychischer Einflüsse (wie Stress, s.o.) oder eine Umstellung der Ernährung (habe auch schon Berichte von Leuten gehört, die nach Umstellung auf fleischlose Kost ihre Allergie kaum mehr spürten).
2. Dass Symptombehandlungen wie Nasensprays, Augentropfen keine langfristige Lösung sein können, da sind wir uns absolut einig.
3. Antihistaminika stehen irgendwo dazwischen; sie blocken (wie der Name schon sagt) einfach den Botenstoff. Unter der Annahme, dass der Etagenwechsel (Allergie -> Asthma) eine durch Histamin "erlernte" Überreaktion ist (weiß man das?), ist das Risiko eines Allergikers unter Antihistaminika wahrscheinlich genauso groß wie die eines Nichtallergikers.
Mit anderen Worten: Man sollte Antihistaminika nicht verteufeln. Speziell Loratadinpräparate sind erstaunlich nebenwirkungsarm und sehr wirksam. Bis zum Erfolg bei einer langwierigen SIT, oder wenn's doch dicke kommt, sicherlich die erste Wahl.
Wenn hier manche berichten, sie schlagen nicht an: Liegt vielleicht an der zu kurzfristigen Einnahme? Wie hier auch schon erwähnt wurde: Am besten am Abend zuvor.
4. Homöopathie: Da bin ich allgemein etwas skeptisch... Es spricht nichts dagegen, es auszuprobieren, und alles, was nachhaltige Besserung verschafft, ist eine gute Therapie. Erklären würde ich die Erfolge aber eher mit der Aktiven Auseinandersetzung mit der Krankheit (s.o.). Wenn's akut wird, sollte man sich jedenfalls nicht allein drauf verlassen! Da brauchts halt doch Schulmedizin.