Etappe 5: Livigno - Naturns
Von den Kilometer die längste Etape, da ich diese 2006 schon mal gefahren bin, wusste ich aber, was da auf uns zu kommt. Die morgendliche Sonne täuschte einen warmen Tag vor, ich hab leider zu wenig angezogen.
Beim Start und der neutralisierten Phase habe ich mich gut vorgedrängelt, so das ich bei den ersten engen Stellen ohne grossartigen Stau durchkomme. Alex schliesst am Ende des ersten 400hm Anstiegs zu mir auf. Dann weiter über schöne Trails, die Etappe heute ist eigentlich zu schade um in einem Rennen durchgerast zu werden.
Nach der ersten Verpflegung geht es 100hm hoch bis zum Forcola- Pass. Dort oben ist es sehr kalt und Stürmisch, die Kälte macht mir sher zu schaffen. Wir werden von vielen Teams üebrholt. Auf der folgenden Abfahrt gehe ich wegen meinen gefrohrenen Händen verhalten vor und wir werden dadurch weiter überholt, zum Ärger von Alex.
Schliesslich im Vinschgau angekommen, hier wärmt uns die Sonne. Eigentlich flach bis Naturns aber wir werden noch 3x kurz n Berg hoch gejagt. Da ich dies ja schon kannte, machten mir die letzten zwei 150hm Anstiege wenig aus, obwohl ich dort tierisch am Ende war. Dann im Windschatten die letzten 10km nach Naturns und wir kommen dort völlig fertig nach 6:37 h an.
Ich dachte zuerst, das wir ein schlechteres Ergebnis als gestern hatten, aber dann doch Platz 102 belegt!
So, Morgen geht es über 3900hm, bin mal gespannt, wie wir das überleben....
Etappe 6: Naturns - Kaltern, 100km, 3900hm.
Die Königsetappe und ich war gespannt, wie wir diesen Tag überstehen sollten. Aber es lief besser als gedacht!
Zu Beginn 1500hm hoch zur Naturnser Alm, Alex und ich fahren zügig hoch. Dann genauso viel hm auf einer Abfahrt mit abwechslungsreicher Strecke. Hier fahre ich mal richtig schnell runter und überhole viele, am Ende der Abfahrt hat Alex zu mir aufgeschlossen, dann einige km flach im Windschatten zur ersten Verpflegungsstelle.
Danach 1000hm sehr steil hoch, dann kam ein böses Stück: 3 x 300hm hoch und runter. besonders der letzte Anstieg war heftig, wellig und man hat nie das Ende gesehen. Ach ja, nach dem 2. Anstieg ging es steil auf groben Schotter runter, 3 Angst- Bremser vor mir hielten uns auf und ich versuchte, die neben der Ideallinie zu überholen. Dann wurde aber der Weg eng und plötzlich n grosser Stein vor mir, ich rutsch weg und schürf mir das Becken auf. GGGRRR! Anschliessend reihe ich mich wieder nach den Angstbremsern ein. Alex hinter mir hat meine Trinkflasche, die ich beim Sturz verloren hatte, aufgesammelt und mir wieder gegeben, hab gar nich gemerkt, das ich die verloren habe.
Nach dem ewigen auf- und ab des letzten Anstieges erreichten wir endlich den höchsten Punkt, hier schon 3500hm in den Beinen. Die brennende Sonne hat dieses Stück zusätzlich schwer gemacht, ich habe böse geflucht.
Dann aber eine Abfahrt vom Allerfeinsten! über 35km ging es tendenziell bergab, die gelegentlichen Gegenanstiege konnten diesen Spass nicht
bremsen. Lauter nette Trails! Im oberen Bereich kam zuerst ein Wiesentrail, hier hatte ich viel Platz und konnte den richtig geniessen.
Es dauerte lange, bis Alex mich wieder einholte, ich erfuhr dann, das es ihn auf dem Trail gelegt hat, aber nix passiert. Weiter ins Etschtal über abwechslungsreiche Wege. Die Kräfte haben wir uns gut eingeteilt, so das wir auch den Schlussanstieg von 70hm problemlos meisterten und uns richtig über den gelungenen Tag freuten! Schliesslich knappe 7h gefahren und vorläufig auf platz 90 gelandet!
Ausser den Stürzen nix weiter passiert, keinen Platten oder Panne. Ich war nach dem Tag richtig fertig und ALex ist wie immer sehr stark und mit viel Teamgeist gefahren.
Ok, morgen stehen nochmal 3000hm auf dem Programm, aber dann haben wir die TAC2008 so gut wie geschafft!