Kettenblätter Verschleissgrad?!

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Moin,

ich habe mein Grand Canyon AL SLX 8.0 jetzt genau seit 7200km. Und nun kam alles auf einmal.

Tretlager defekt und Kettenriss.
Auch die Kassette ist schon länger etwas malörig. :-)
20220130_103211.jpg

Der Opa-Kranz ist ausgefranst ohne Ende. Lohnt es sich denn 1-3 Ritzel zu erneuern oder lieber ganze Kasette neu?

Wie macht man es denn vorne mit den Kettenblättern? Gleich kategorisch mittauschen oder ginge das Kleine noch?
20220130_103223.jpg
20220130_103228.jpg
20220130_103300.jpg
 
Ich kann mich nur dem Vorredner anschließen: Alles neu machen!
Das kleine Blatt könnte noch gehen, ist aber dann halt als nächstes fällig. Also besser gleich auch tauschen.
Und schau dir mal die Röllchen im Schaltwerk an, die könnten genauso fällig sein.
 
Völlig richtig - komplettes (!) Programm:
Kette und Kassette und Kettenblätter und Schaltröllchen (auch wenn die auf den Bildern nicht zu sehen sind, dürften sie nicht besser aussehen ;)).
 
Bei den Schaltröllchen geht es (natürlich) nicht um "Kräfte", das können die kleinen Plastikröllchen sowieso nicht.
Nach den von Dir genannten 7200km mit offensichtlich etwas Sand/Erde/Staub und Wasser bleiben weder die Röllchen (außen) noch deren Lager von Verschleiß verschont.
Durch eine Erneuerung ist die Schaltpräzision und der Geräuschpegel wieder so gut bzw. gering, wie es eben im Neuzustand möglich ist.
Bei Neuzustand fielen mir noch die Schaltzüge ein ;), aber das wirst Du schon merken … :)
 
Alles klar. Verstanden.
Hat schon ordentlich was mit gemacht, Dreck, Wasser, Eis, Schnee, Salz und dazu die enormen Kräfte meiner Beine 8-)
Schaltzüge laufen normal.
Gewundert hat mich nur das das Tretlager sich verabschiedet hat. Naja.
 
Rein interessehalber... hast du den Antrieb mal geölt und die Kette gewechselt?
Das sieht ja aus wie aus einem Baggersee gefischt... 😉

War auch mein Gedanke. Die Bilder tun weh.

Ein anderer Beitrag vom TE von 2015:

https://www.mtb-news.de/forum/t/kette-springt-runter-und-rutscht.766292/
Ich bin so der altmodische Radler, der versucht, die Teile auszutauschen, bervor die Kette reißt oder andere Teile irgendwo im Funkloch den Geist aufgeben. Man kann es darauf ankommen lassen und Murphy mehr Gelegenheiten bieten...man muss es aber nicht. Aber das ist nur meine Meinung und keine Pflicht.

Ich kämpfe auch in der Ü100kg-Klasse. Auf dem MTB(1x12), das ich seit Ende August 21 habe, hat die Kette im Winterbetrieb 1200 km hinter sich und die 0,75 mm Seite fällt rein. Auf dem Winter-Crosser(2x11) macht die Kette so um die 2500 km mit und mit dem Rennrad(2x11) um die 4500km bei überwiegend trockener Witterung. Und da ich gerne schwarze Finger habe, wird die grundsätzlich geölt.
 
Rein interessehalber... hast du den Antrieb mal geölt und die Kette gewechselt?
Das sieht ja aus wie aus einem Baggersee gefischt... 😉
Also Kette habe ich noch nicht gewechselt. Aber natürlich pflege ich sie auch und wasche und öle den Antrieb komplett.
Jetzt nach der letzten Tour, inkl. Kettenriss, stand das Rad ne Woche rum. Muss ja eh wechseln, daher auch der Rost.
 
War auch mein Gedanke. Die Bilder tun weh.

Ein anderer Beitrag vom TE von 2015:

https://www.mtb-news.de/forum/t/kette-springt-runter-und-rutscht.766292/
Ich bin so der altmodische Radler, der versucht, die Teile auszutauschen, bervor die Kette reißt oder andere Teile irgendwo im Funkloch den Geist aufgeben. Man kann es darauf ankommen lassen und Murphy mehr Gelegenheiten bieten...man muss es aber nicht. Aber das ist nur meine Meinung und keine Pflicht.

Ich kämpfe auch in der Ü100kg-Klasse. Auf dem MTB(1x12), das ich seit Ende August 21 habe, hat die Kette im Winterbetrieb 1200 km hinter sich und die 0,75 mm Seite fällt rein. Auf dem Winter-Crosser(2x11) macht die Kette so um die 2500 km mit und mit dem Rennrad(2x11) um die 4500km bei überwiegend trockener Witterung. Und da ich gerne schwarze Finger habe, wird die grundsätzlich geölt.
Jo, ist auch eine Philosophie. Ich habe jetzt nach 51Tkm auf verschiedenen Rädern genau 2 Kettenrisse gehabt. Und den 1. bei der 3.Fahrt meines neues Rades damals. Kettenschloss ist immer dabei.

Der Antrieb meines alten MTB hat ja 6Tkm gehalten, und der nun 7Tkm. Ist ja ok für mich. Dadurch das nun mehrere Pferdchen im Stall stehen wird das MTB auch nicht mehr soviel bewegt im Jahr.
 
Ich achte bei meinem Schlammrad darauf, dass der Verschleiß der Kette nicht so extrem wird (tausche gelängte Ketten durch), da die Schaltperformance dann sonst sehr leidet.

Hier brauche ich meist nur die 2-3 mittleren Ritzel, da wird der Unterschied zu den anderen schnell unfahrbar (durchrutschen). Kettenblatt ist mir auch egal, bis es keine Zähne mehr hat. Schaltröllchen bis sie schlackern und zahnlos sind. Innenlager bis bevor die Kurbel an der Strebe anschlägt.

2*9 hat sich da bewährt, da passen auch die 11fach Ketten meiner anderen Bikes und die Kassette gibt's für 15€.
 
Also Kette habe ich noch nicht gewechselt. Aber natürlich pflege ich sie auch und wasche und öle den Antrieb komplett.
Jetzt nach der letzten Tour, inkl. Kettenriss, stand das Rad ne Woche rum. Muss ja eh wechseln, daher auch der Rost.
Regelmäßig Kette ölen/messen/erneuern bringt spürbar besseres Schaltverhalten, es kurbelt sich leiser und angenehmer und schont den Geldbeutel, weil Kassette und Kettenblätter wesentlich (!) länger halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Regelmäßig Kette ölen/messen/erneuern bringt spürbar besseres Schaltverhalten, es kurbelt sich leiser und angenehmer und schont den Geldbeutel, weil Kassette und Kettenblätter wesentlich (!) länger halten.
Also 7000km is recht lang finde ich. Und wenn ich jetzt mal die Kette gewechselt hätte - dann wäre ich vll auf 9000km gekommen. Wäre aber 80eus ärmer.
 
Also 7000km is recht lang finde ich. Und wenn ich jetzt mal die Kette gewechselt hätte - dann wäre ich vll auf 9000km gekommen. Wäre aber 80eus ärmer.
Natürlich muss man seine Ausgaben seinem Budget anpassen.:) Das kennen wir nicht und daher
wirst du schon wissen, was du tust. Ein Kettenriss kann natürlich auch teuer werden, wenn er im ungünstigen Moment stattfindet, auch schmerzhaft...:(, von den Umstäden ganz zu schweigen.
 
Stimmt, schmerzhaft kann er sein. Da habe ich aber Glück gehabt.
Wegen Budget, wollte nur sagen das der Kosten/Nutzen-Effekt bei manchen Wartungswechseln nicht unbedingt gross sein muss.
Habe auch beim mir kein schlechteres Schaltverhalten gemerkt. Und die Geräuschkulisse ist im Wald auch nicht unbedingt als lauter zu empfinden. Sieht vllt. bei langen Fahrten auf Asphalt anders aus.

Aber ist ja auch wie beim Auto, manch einer hält sich an alle Wechselintervalle und unterschreitet sie sogar, und manch einer überzieht sie halt.
Jedem das sein.
 
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