Kombipedal oder mehr Training mit Clipless?

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Hallo!

Verzeiht die lange Erklärung, aber ich halte sie für notwendig:
Ich fahre seit über 25 Jahren mit SPD Clipless und bin im Reflexfall schneller raus als Gefahr entsteht.
Seit kurzer Zeit fahre ich ein Canyon Spectral 2018 und es macht überraschend viel Spaß! Erstmals bin ich in der Stimmung gezielt Technik zu üben. Ich habe kaputte Rückenwirbel und bin nur deshalb auf ein Fully umgestiegen, aber ich hätte mir niemals vorstellen können, was damit alles möglich ist! Downhill war immer nur eine Notwendigkeit, jetzt aber macht es Sinn.
Also: Techniktraining! Zuerst mal Wheelie, ist ja nichts Neues. Aber ich habe gezielt nach hinten absteigen geübt, was ausgeclickt auch kein Problem war. Mit einem Schuh in der Bindung allerdings war ich bereits zu langsam und schmerzhaft am Rücken. Bei der bewussten Steuerung bin ich einfach zu langsam und auf Platform-Pedalen fahren zu können ist sicher auch kein Fehler. Die Clipless aufgeben will ich aber keinesfalls, Langstrecken gehören immer noch zu meinem Lieblingsprogramm.
Empfehlungen? Ideen?
Eventuell sowas: https://www.bike-components.de/de/KCNC/AM-Trap-Klick-Plattformpedale-p63361/
Oder sowas: https://www.bike-components.de/de/Shimano/XT-Klick-Plattformpedale-PD-T8000-p50756/
Oder weiterüben, was angesichts drohender Wirbelsprünge eher riskant aussieht. Aber vielleicht stehe ich ja auch ganz knapp vor dem Durchbruch und es wartet nur noch ein Knopf darauf aufzugehen.
Was fahrt ihr auf Trails? Fährt jemand Kombipedale?

Ich bin für jede Antwort dankbar!
 

TitusLE

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Wie wäre es denn, wenn du zum Üben von Wheelies und dgl. Plattformpedale anschraubst und deine normalen Touren wie gewohnt mit Klickpedalen fährst? Pedale sind doch in fünf Minuten umgeschraubt.
Ich persönlich halte auch nicht viel von den Kombipedalen. Da stehst du grundsätzlich erstmal auf der falschen Seiten. Und die Schuhe passen auch zu keiner der Pedalseiten so richtig gut.
 

Dop

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Wie ich vor Kurzem mal wieder feststellen durfte, nicht überall wo SPD Kompatibles System drauf steht, steckt tatsächlich auch SPD Kompatibel drin, aus der Erfahrung heraus würde ICH zu dem XT Pedal tendieren.
Ich fahre dieses Pedal selber, die Funktion und Qualität der Pedale ist gut, eben XT Typisch.
Kontra, wer tatsächlich aufs Gewicht Augenmerk legt, ist mit dem Pedal sicher nicht so gut Beraten....
Das Pedal soll 392g wiegen, mein Pedal ist OHNE eingeschraubte Pins und Reflektoren aber 427g schwer. Eigentlich ist Shimano bei ihren Besseren Gruppen, was das Gewicht angeht, immer Recht genau in ihrer Deklarierung, keine Ahnung warum das Pedal da so ein Ausreißer darstellt.
Und!! bei dem Pedal sind die SM-SH56 Cleats dabei, dass sind ja die Cleats mit mehrfach Auslösung. So weit so gut, nur die die Dinger haben die Nervige Angewohnheit in bestimmten Fußstellungen zu Quietschen. Für Anfänger sind die Cleats sicher eine gute Option, nur ich fahre das Pedal ausschließlich SM-SH51 Cleats, die man somit leider Separat erwerben muss.
Kein Nachteil ohne Vorteil, dass Gewicht kommt nicht von ungefähr, die Standfläche der nicht Cleat Seite ist für mich mehr als ausreichend. Man kann die Pedale somit auch längere Touren mit ein Normalen Schuh fahren.
Das Pedal ist wohl so gemacht, dass das Pedal sich Primer zur Cleat Seite hin auspendeln soll. Beim Fahren mit NICHT Radschuhen, braucht das Pedal immer erst es einen kleinen Schubser, damit die Plattform Seite oben liegt.
 
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danke für die antworten!
Wie wäre es denn, wenn du zum Üben von Wheelies und dgl. Plattformpedale anschraubst und deine normalen Touren wie gewohnt mit Klickpedalen fährst? Pedale sind doch in fünf Minuten umgeschraubt.
mein rad hat die truvativ descendant carbon kurbeln drauf, ich weiss nicht, ob die kleinen stahlhülsen ein häufiges umschrauben gerne haben,
Ich persönlich halte auch nicht viel von den Kombipedalen. Da stehst du grundsätzlich erstmal auf der falschen Seiten. Und die Schuhe passen auch zu keiner der Pedalseiten so richtig gut.
Das Pedal ist wohl so gemacht, dass das Pedal sich Primer zur Cleat Seite hin auspendeln soll. Beim Fahren mit NICHT Radschuhen, braucht das Pedal immer erst es einen kleinen Schubser, damit die Plattform Seite oben liegt.
ich fahre auf meinem alltagsrad seit ewigkeiten pd-m324 pedale, im sommer meistens mit bindungsschuhen (sm-sh56 cleats), im winter auf der plattform-seite. von daher bin ich das auf-die-richtige-seite-drehen gewohnt und treffe (fast) immer.

derzeit fahre ich auf dem spectral sh-me7 schuhe mit sm-sh51 cleats und pd-m8020 pedale. die pedale habe ich damals extra gewählt, um auf schwierigeren strecken eventuell besseren stand zu haben, ohne sofort wieder einzuklicken. nutzt aber (fast) nix, sind recht rutschig, dafür ist das einklicken mit etwas dreck am schuh ein glücksspiel.
die hier hätte ich noch gefunden:
https://www.bike-components.de/de/Shimano/Klick-Plattformpedale-PD-EH500-p66323/
macht mir einen schlankeren eindruck, als das t8000, sind aber laut angabe nur 9g :)

ich muß gestehen, ein möglicher umstieg auf plattform-pedale macht mir auch etwas angst. vorletzten winter war ich grad mal in der nähe einer bmx-bahn mit meinem stadtrad unterwegs und vergaß ganz darauf, dass ich keine bindungsschuhe anhatte. war schmerzhaft. ist aber auch ein argument dafür, wieder mehr und gezielt auf bindung zu verzichten.
 

Dop

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Im grunde muss man die Plattform Seite eines Pedals als Kompromiss begreifen. Und wie gut man auf der Plattform Seite steht ist ja auch ganz maßgeblich davon abhängig was man für Schuhe am Fußen hat. Eine rutschige harte Gummisole ist bei solchen Pedalen natürlich kaum zu gebrauchen.
Und reinrassige MTB Schuhe sind an solchen Pedalen sicher auch nicht die erste wahl, solange es um die nicht Cleat Seite vom Pedal geht.

Das pd-m324 kann man nicht ein zu eins mit dem XT Pedal Vergleichen. Die Standfläche ist kleiner und auch rutschiger als von ihrem großen XT Bruder, und und und, das 324 ist in jeder Beziehung hin nur ein Einsteiger Pedal.
Das gilt wahrscheinlich auch für das PD-EH500, die Shimano Pedale unterhalb von XT, die an der Welle diese Plaste Manschette haben, sind alle merklich schlechter gelagert.

Ich würde nicht mal bei einer Alu Kurbeln, die Pedale ständig wechseln, dass macht man NUR bei bedarf. Und bei Carbon Kurbeln mimt man dafür tunlichst einen Drehmomentschlüssel.
 

TitusLE

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Bezüglich des Wechselns hätte ich weder bei Alu- noch bei Carbonkurbeln Bedenken. Solang man die Pedale beim Einschrauben nicht verkantet und dann mit Gewalt weiterdreht, was soll da passieren? Ich behaupte mal, dass die Belastung bei der Fahrt über Stock und Stein ein Vielfaches höher ist.
 
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