Laufrad zentrieren bei 16 bzw. 8 Speichen rechts/links

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Hallo,

meine erste Frage und gleich eine Entschuldigung vor weg. Diese Frage habe ich vor einem Monat ins rennread-news forum gestellt und bisher leider noch keine Antwort erhalten. Vielleicht kann hier jemand weiterhelfen?

Über LR Zentrieren findet sich vieles im Netz. Allerdings wird die Vorgehensweise nur für LR mit gleicher Anzahl Speichen re/ li beschrieben.

Was ändert sich, wenn auf einer Seite je zwei Speichen vor und hinter einer Speiche auf der Gegenseite die Waage halten?

Ich hatte bisher nur LR mit 36 oder 32 Speichen mit Felgen geringer Steifigkeit. Bei einem kleinen Seitenschlag waren meist 3-4 oder auch 5-6 gegenüberliegende Speichen zu spannen/zu lösen.

Jetzt habe ich auf der einen Seite Speichenpaare, die wohl auch als Paar zu bearbeiten sind? Allerdings wenn ich nun an 5 Speichen was verändere, bearbeite ich schon 1/5 des Radumfangs.

Oder nur die 3 Speichen, die im Bereich des Seitenschlags liegen?

Der Einfluß einer einzelnen Speiche ist nun viel höher als bei 36 Speichen, möglicherweise gleicht das die höhere Steifigkeit der Felge aus?

Spannend wird es wohl beim Höhenschlag. Meines Wissens muß man beim Höhenschlag immer auf die Gegenseite mit achten, jedoch bei so wenig Speichen ist das u.U. nur eine und die gegenüber?

Beispiele eines solchen LR wären: Fulcrum 4 DB oder Shimano Ultegra R8170 C50 oder das angefügte Bild.
LR_16+8 Speichen.png


Kann jemand mit Erfahrung Tipps gegeben oder mit Links helfen, die ich nicht gefunden habe.

Viele Grüße
KleineSchraube
 
Eigentlich spielt es doch keine Rolle, wie viele Speichen das Laufrad hat. Die Rolle spielt doch nur, zu welcher Seite der Seitenschlag geht, und dass man dann entsprechend nach Gefühl die Speichen, die auf der Nabe dazu auf der Gegenseite liegen festzieht, und die Speichen , die auf der gleichen Nabenseite wie der Seitenschlag liegen, löst. Wieviele Speichen man dabei "bearbeitet", hängt doch rein vom Seitenschlag ab. ...so war bisher immer mein Verständnis.
 
Genau, bei zB einem Seitenschlag nach rechts löse ich die rechte Speiche, die beiden benachbarten Speichen links werden angezogen – das Zentrum des Schlags liegt (idealisiert) bei der rechten Speiche. Diese nenne ich R0. Die beiden benachbarten sind die Speichen L+1 und L-1.

Ist der Schlag klein wird R0 um eine ½ U gelöst und die beiden L+1 und L-1 um eine ½ U angezogen, ist er größer müssen weitere Speichen bearbeitet werden. So zB R0 um 1 U lösen, L+1 und L-1 1 U anziehen und R+1 und R-1 um ½ U lösen sowie L+2 und L-2 um eine ½ U anziehen.

Jetzt zur asymmetrischen Felge. Ich habe ein Beispiel abgebildet.
Der Seitenschlag ist bei Speiche R0 und geht nach rechts.

Gehe ich „normal“ vor löse ich R0 um 1 U und ziehe L-1 und L+1 um 1 U an.

Worüber ich stolpere ist nun folgendes. Ich interpretiere den Aufbau des LR folgendermaßen.
L-1 und L-2 bilden ein Paar, sie zeigen benachbart und parallel in dieselbe Richtung und „teilen sich die Aufgabe“.
Die größere Anzahl Speichen ist auf der Lastseite, wodurch die einzelne Speiche weniger Kraft aufnehmen muß. Sie sind auch weniger gespannt. Am VR ist der Mittelwert der 16-Speichenseite 87 kg und die 8-Speichenseite 109 kg. Ich interpretiere das Speichenpaar als eine (dicke) Speiche, dann entspräche es einem symmetrischen LR. In diesem Fall gäbe es nur eine Möglichkeit – ich spanne diese „eine dicke Speiche“.
Hier ist es nun ein Paar; demzufolge müssten beide Speichen gespannt werden. Wenn ich R0 um 1U löse, würde ich L-1 und L-2 um jeweils ½ U spannen ebenso L+1 und L+2.

Womöglich ist meine Interpretation auch falsch, weshalb es komplizierter wird?

Viele Grüße
LR_16+8 Speichen-Bsp.png
 
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