Li-Ion Akku für den Laptop verwenden

remahoe

rema
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Hallo,


Meine Frage an die Elektronikspezialisten unter euch ist ob ich durch einen selbstbegauten Akku (z.B.: Luxilus) meinen Laptop über den Akkuschacht betreiben kann?

Ich gebe euch mal hier ein paar Daten:

Mein Laptop ist ein Acer Aspire 5652 und hat den Akku BATBL50L8H.
Der Akku hat eine Nennspannung von 14,8V (genau wie Luxilus) und 4800mAh. Also nach meiner meinung sind hier 8 Li-Ion Zellen verbaut. 2 parallel (2x 2400mAh). Von diesen parallel geschalteten Zellen gibt es dann 4 Stck. Also die Nennspannung einer Zelle 3,7V x 4 = 14,8V.

Ich habe mir gerade einen Li-Ion Akku mit diesen Zellen (2400mAh) aufgebaut. Er hat natürlich auch 14,8V Nennspannung. Also auch 4 Zellengruppen in hintereinander geschaltet. Die kapazität ist aber viel höher da ich nicht 2 zellen parallel geschaltet habe sondern 6 Zellen. Mein Akku hat also (rechnerisch) 14,4Ah = 14400mAh.
Mein selbst gebauter Akku hat eine integrierte schutzschaltung (Bratbeck) die das laden überwacht so das die max. Ladespannung 17V beträgt. Werde ihn aber nur auf 16,8V aufladen. Außerdem wird die Entladung überwacht so das der Strom auch hier bei 10V trennt.(Acer trennt den Akku glaube bei ca.12V) müßte man testen (Tiefentladungsschutz). Überwacht wird bei diesem Akku jede einzelne Zelle. Aber das kennt ihr ja.
Zusätzlich ist eine Sicherung von 5A eingebaut die sich aber sehr schnell auf andere werte wechseln läßt.

So, nun die eigendliche Idee:
Wenn ich schon solch einen Akku habe und er die selbe Spannung wie mein Laptop Akku hat könnte ich ihn für mein Laptop verwenden?
Wie stelle ich es am besten an? Mit dem Stromversorgungseingang? Ich glaube nicht da dieser eine Eingangsspannung von relativ genau 19V haben will.
Ich hatte mir gedacht evtl einen alten Akku zu besorgen, ihn zu öffnen um die zellen auszubauen. Nun kann ich meinen Akku mit einem Kabel an die Stromleitungen noch vor der Platine die sich ja im Akku befindet anschließen. Hier stellt sich wieder die Frage in wie weit der laptop mit dem Akku in verbindung steht. Kaufe ich einen alten Akku ist die Frage ob sich der Akku merkt wie viele zyklen schon geladen sind. Wie kann ich dieses Problem umgehen. Vielleicht einfach die Platine auch entfernen und einfach meinen Akku anschließen. Also messen wo der normale Akku seine + und - Pole hat und nun den selbstbau Akku hier anschließen. Ladezusatandsanzeige am Laptop wäre nicht mehr gegeben, aber wenn man vorher ausgemessen hat wann der Laptop abschaltet kann man vorher den Laptop ausschalten. Volt Anzeige ist ja im Akku eingebaut.

Vielleicht kann mir von euch ja jemand weiter helfen oder hat so etwas schon mal gemacht.

Gruß, remahoe
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Könnte funktionieren
Wenn Du nur den + und den - anschliest sollte das Laptop eigentlich hochfahren.
Die Ladezustandsanzeige wird dann halt nicht funktionieren was ja sowieso egal ist bei dem riesen Akku.
Die Unbekannte an der Sache ist aber, dass Dir wahrscheinlich niemand im Voraus sagen kann ob das Laptop vor Betriebsbereitschaft den Akku über den SM-Bus gerne abgefragt hätte...
Mein Bauchgefühl sagt aber eher dass es funktioniert.

bergnafahre
 
Hallo,

also die einzigste Möglichkeit ist nur über die Ladebuchse. Den Akku normal an den Akkuanschluß wird nicht funktionieren, da der akku mit dem Laptop "komuniziert". Würde es einfach mal probieren. Mehr als nicht hochfahren kann er ja nicht machen. Dann wirst du merken ob er will oder nicht. Aber Laptop betreiben und Internen Akku laden wird glaube ich bissel eng von der Spannung her.
 
theoretisch geht ein akku am ladeanschluss. du musst nur die zulässige eingangspannung beachten (datenblatt vom spannungswandler). mein eee pc verkraftet 9 bis angeblich 24 volt einfgangspannung.
 
Ja das kenne ich schon. Die schreiben alle das man einfach die Zellen austauscht und dann soll alles gut sein. Andere schreiben das man noch ein kalibrierungs-Tool über den Akku laufen lassen soll.

Ich habe noch kein brauchbares Kalibrierungstool für Li-Ion Zellen gesehen. Diese Tools gab es anscheinend mal zu Zeiten als die Akkus noch aus Ni-MH Akkus bestanden.

Soweit ich es bis jetzt richtig verstanden habe ist in jedem Akku eines neueren Laptops ein Zyklenzähler der irgendwann nach einer bestimmten Anzahl an Zyklen einfach sagt das man nicht ehr so viel leistung hat.
Obwohl diese noch da ist. Es wird halt von der Elektronik bestimmt.
Wenn jemand solch ein Kalibrierungstool für Li-Ion Noteboock Akkus kennt der kann mir gerne bescheid sagen. Vielleicht habe ich es ja nur bisher übersehen.
Ich habe gestern meinen Laptop komplett mit dem Noteboock aufgeladen und dann sofort die Spannung gemessen. 16,5V.
Danach habe ich es so lange laufen lassen bis der laptop aus Strommangel aus ging.
Und siehe da es waren noch 15,45V in den Zellen enthalten. Also weit weg von 12V.

Habe meinen Luxilus Akku im übrigen an die Pinne des Akkuanschlusses angeklemmt was aber leider nicht funktionierte.
Er will halt die Elektronik des Akku haben.

Wie gesagt, für anregungen bin ich immer offen.

Müßte man doch einen gebrauchten Akku kaufen und hier einfach die Zellen entfernen um dann ein Kabel aus dem Akku nach außen zu führen welches dann an den Luxilus Akku angeschlossen wird. Akkustand wird dann sicher auch nur über die Volt Anzeige abzulesen sein. reicht aber aus.

Gruß, Christian
 
Soweit ich es bis jetzt richtig verstanden habe ist in jedem Akku eines neueren Laptops ein Zyklenzähler der irgendwann nach einer bestimmten Anzahl an Zyklen einfach sagt das man nicht ehr so viel leistung hat.
Obwohl diese noch da ist. Es wird halt von der Elektronik bestimmt.
Wenn jemand solch ein Kalibrierungstool für Li-Ion Noteboock Akkus kennt der kann mir gerne bescheid sagen. Vielleicht habe ich es ja nur bisher übersehen.
Am zyklenzähler liegts nicht, es liegt an der Berechnung der Akkukapazität, diese wird über den Lade- und Entaldestrom kontinuierlich berechnet und ist natürlich nicht 100%ig genau. Zusätzlich kommt noch ein künstilcher Fehler dazu, der dafür sorgt, dass die berechnete Kapazität niemals über der tatsächlichen liegt. Dadurch entsteht letztendlich ein durch Software verursachter Memoryeffekt.
Den kann man aber durch Rekonditionierung korrigieren. Bei einigen Notebooks gits dafür im BIOS eine Option, bei manchen kann man das auch über eine Zusatzsoftware erledigen. Prinzipiell gehts aber auch ohne, man muss dazu nur alle Timer im Betriebssystem abschalten (also das kontrollierte Runterfahren bei Unterschreitung einer vorher festgelegten Restkapazität, aber auch die Abschaltung des Displays) und anschließend den Rechner so lange laufen lassen bis der Akku dicht macht. Anschließend der Akku wieder voll laden und das ganz ein paar mal wiederhohlen. Dadurch erkennt die Elektronik im Akku, dass noch mehr Energie im Akku steckt als berechnet wurde und korrigiert die entsprechenden Werte.

Das funktioniert prinzipiell auch beim Tausch der Zellen, allerdings ist in der Elektronik auch die Original Akkukapazität gespeichert, diese wird aus Sicherheitsgründen nicht überschritten. Wenn man also größere Zellen einbauen will (und die auch nutzen will) muss man die gespeicherten Daten ändern. Das geht allerdings nicht über Software, sondern nur über den direkten Zugriff auf das entsprechende EEPROM.
 
Ja das kenne ich schon. Die schreiben alle das man einfach die Zellen austauscht und dann soll alles gut sein. Andere schreiben das man noch ein kalibrierungs-Tool über den Akku laufen lassen soll.

Ich habe noch kein brauchbares Kalibrierungstool für Li-Ion Zellen gesehen. Diese Tools gab es anscheinend mal zu Zeiten als die Akkus noch aus Ni-MH Akkus bestanden.

nope ... moderne kalibrierungs-tools laufen unentwegt im Hintergrund ohne das man davon weiß, einfach Akku voll aufladen, akku total entladen (während des Entladens merkt sich der Chip im Akku wieviel mAh rausgeflossen sind) und wenn die kritische spannungsschwelle erreicht wird geht der Laptop in Sleep Modus oder Ähnliches ... Chip im Akku merkt sich "aha, soviel mAh konnte ich hergeben", das war schon die Kalibrierung, auf grund dieser mAh messung wird dein Laptop dann die nächste zeit die "restliche verfügbare Laufzeit" berechnen

Soweit ich es bis jetzt richtig verstanden habe ist in jedem Akku eines neueren Laptops ein Zyklenzähler der irgendwann nach einer bestimmten Anzahl an Zyklen einfach sagt das man nicht ehr so viel leistung hat.
Obwohl diese noch da ist.
glaub ich nicht, will ich nicht glauben das wär ja betrug
Ich habe gestern meinen Laptop komplett mit dem Noteboock aufgeladen und dann sofort die Spannung gemessen. 16,5V.
Danach habe ich es so lange laufen lassen bis der laptop aus Strommangel aus ging.
Und siehe da es waren noch 15,45V in den Zellen enthalten. Also weit weg von 12V.
Riecht nach "auseinandergelaufenen" Zellen ... oder einer defekten Zelle

Machen wir mal folgende Annahme: 4s = 14,4V Ladeschluss wäre dann bei (je nach Einstellung) 16,8V (4,2V pro Zelle) und Entladeschluss bei 12V ... wenn schon bei 15,45V Ende war, nehmen wir mal an eine Zelle hatte schon 3V dann hätte jede verbliebene Zelle im Schnitt 4,15V ...
ist dein Laptop schon nach wenigen Minuten ausgegangen ???

Problem ist auch dein 15,45V waren nicht unter Last gemessen ... sowas wie Coconut-Battery gibts nicht für Windows oder? Mit Coconut kann man nachschauen wieviel mAh bei der letzten Kalibrierung vom Akku-Chip gespeichert wurden, sowas wie n PMU-Reset kann ein Windows-Rechner auch nid, oder?

Am zyklenzähler liegts nicht, es liegt an der Berechnung der Akkukapazität, diese wird über den Lade- und Entaldestrom kontinuierlich berechnet und ist natürlich nicht 100%ig genau. Zusätzlich kommt noch ein künstilcher Fehler dazu, der dafür sorgt, dass die berechnete Kapazität niemals über der tatsächlichen liegt.nope ... z.b. nicht bei meinem Mac, nach m ersten Kalibrieren hatte ich 6450mAh bei "original" 6300mAh Dadurch entsteht letztendlich ein durch Software verursachter Memoryeffekt.
Den kann man aber durch Rekonditionierung korrigieren. Bei einigen Notebooks gits dafür im BIOS eine Option, bei manchen kann man das auch über eine Zusatzsoftware erledigen. Prinzipiell gehts aber auch ohne, man muss dazu nur alle Timer im Betriebssystem abschalten (also das kontrollierte Runterfahren bei Unterschreitung einer vorher festgelegten Restkapazität, aber auch die Abschaltung des Displays) und anschließend den Rechner so lange laufen lassen bis der Akku dicht macht. Anschließend der Akku wieder voll laden und das ganz ein paar mal wiederhohlen. Dadurch erkennt die Elektronik im Akku, dass noch mehr Energie im Akku steckt als berechnet wurde und korrigiert die entsprechenden Werte.

Das funktioniert prinzipiell auch beim Tausch der Zellen, allerdings ist in der Elektronik auch die Original Akkukapazität gespeichert, diese wird aus Sicherheitsgründen nicht überschritten. ne, nicht generell, s.o. Wenn man also größere Zellen einbauen will (und die auch nutzen will) muss man die gespeicherten Daten ändern. Das geht allerdings nicht über Software, sondern nur über den direkten Zugriff auf das entsprechende EEPROM.gibt sicher Modelle bei denen man das via Software flashen kann

P.S.: Hab gestern neu kalibriert ... hab nun noch 6270mAh ... nachdem der akku komplett leer war hat er 2 Stunden lang erstmal GARNICHT geladen ... also laut Coconut lag nach 2 Stunden der Ladezustand noch bei 0mAh und die "Ladezeitberechnung" hat ne rest Ladezeit von 52 Stunden angezeigt ... dann hat der Akku aber doch noch die Kurve gekriegt und war noch 2 Stunden wieder voll
 
Zuletzt bearbeitet:
nope ... z.b. nicht bei meinem Mac, nach m ersten Kalibrieren hatte ich 6450mAh bei "original" 6300mAh
Damit meinte ich nicht die nominelle Kapazität, sondern die tatsächliche. Dieser Memoryeffekt soll eigentlich nur sicherstellen, dass die Kapazitätsanzeige nicht nachgeht. So wird verhindert, dass der Akku abschaltet, obwohl laut Kapazitätsanzeige noch z.B. 10% Restenergie vorhanden sind.

Ein geringes Überladen (bezogen auf die nominale Kapazität) ist natürlich möglich, schon allein wegen des nicht 100%igen Wirkungsgrades beim Laden. Wo genau die Grenze leigt kann ich dir auch nicht sagen, aber die Elektronik lässt es nicht zu, dass 20% mehr Energie in den Akku geladen werden, als eigentlich rein passen sollten.

gibt sicher Modelle bei denen man das via Software flashen kann
Möglich, aber mir ist bis jetzt noch kein IC über den Weg gelaufen, mit dem das möglich ist. Normalerweise haben diese ICs zwei I2C-Buse, an einem hängt das EEPROM in dem alle Daten gespeichert sind, und mit dem anderen wird mit dem Laptop kommuniziert. Dadurch ist über Software kein direkter Zugriff auf die Daten möglich, sondern nur mit dem Umweg über den Überwachungs-IC.
 
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