MZ MX Pro ETA- Die Auflösung !!

Floh

Back on a Rune, yeah Baby
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Wer sich so wie ich immer gefragt hat, was denn nun der Unterschied zwischen MX Comp und MX Pro ist bzw. ob´s die ETA-Version auch als "Coil" gibt - hier die Auflösung:
Ein Holm ist Luftfederung und Zugstufendämpfung, der andere ist ETA, mit einer Stahl-Tragfeder, schätz ich mal. Deshalb kann man die Luftkammer auch mit so wenig Druck fahren (ich bei 85 kg jetzt mit 3,2 bar), weil es eben nur eine Zusatzfeder ist...
Jedenfalls - hat noch wer ´ne andere Version ??

Funktionsmässig bin ich von der Dämpfung wirklich begeistert, Verstellbereich ist gut, nur das Ansprechverhalten ist noch etwas knorzig. Könnte sich ja noch geben, wie sind eure Erfahrungen ??

Und das ETA ist ja auch obergeil. Funktioniert 1 a ! Hoffentlich hält´s auch... Mache mir schon mal Gedanken über Fernbedienung.
 
@ floh

das ansprechverhalten wird besser, die brauchen etwas. Sprüh mal ein wenig Brunnox unter die Dichtung, dann fühlt es sich schon viel besser an.

Torsten
 
@Schlappwurst -
Siehe Überschrift ??? :D :D :D

@Airborne:
UNTER die Dichtung ? Naja, mit einem Holzspatel kann ich die wohl mal ein bisschen wegheben vom Tauchrohr.
Die MX Comp von meiner Freundin ist jedenfalls schon viel sensibler geworden in den letzten 3 Monaten. Bin ja geduldig, und ansonsten muss ich eben schneller fahren, damit die Schläge doller werden :D

Mir fällt noch ein: Um das Rätsel vollends zu lösen, wäre es nochmal interessant zu wissen ob die MX Comp ETA zwei Luftkammern hat... anyone ?
 
ja, unter/an die Dichtungen. Ich zieh sie immer etwas auf mit'm Finger, und dann sprüh ich dran. halt nur außen etwas. Beim Service sahen die Dichtungen noch excelent aus, trotz ein Jahr Schlamm und Dreck.

Torsten
 
Das ETA-System soll mit 'ner Stahlfeder funzen??? Das würde mich doch jetzt wirklich zutiefst Überraschen. Kann es nicht sein, daß das mit Öl (Kartusche) funzt, und daß einfach der Luftdruck in der Positivkammer im anderen Holm das System wieder (langsam) auseinanderdrückt? Das wäre auch deshalb naheliegend, weil es das ETA-System NUR mit Luftfeder im anderen Holm gibt, nicht mit Stahlfedern. Stahl und ETA beißt sich offensichtlich.

Der niedrige Luftdruck bei den Zokes kommt denke ich durch die besonders GROSSE Luftkammer zustande - das ist ja gerade der Hit an den Teilen.

Grussi,
S-Kid
 
so ganz hab ich´s auch noch nicht verstanden, nur soviel:
in dem Luftfeder-Holm befindet sich die Zugstufen-Einstellung, also wird die Dämpfung da gemacht.
So, dann kann man mit dem linken Holm das System blockieren. Da muss ja auch Öl sein, sonst wär´s ja relativ schnell kaputt alles. Und das ETA-System bietet noch 30 mm Restfederweg, also muss die Verbindung Tauchrohr-Blockierkolben eine Stahlfeder oder Elastomerfeder dazu haben.
Und obwohl ich aus dem Motorrad-Bereich Gabeln kenne, die in einem Holm federn und im anderen dämpfen, halte ich das bei MTB für keine so gute Idee, deswegen war mein Gedanke dass noch eine zusätzliche Tragfeder vorhanden sein müsste.
Bei der MX Comp ohne ETA meiner Freundin sind jedenfalls beide Holme luftbefüllt, und die Empfehlung für den DRUCK ist für beide Gabeln gleich - Logik sagt mir aber, dass bei nur einem federnden Holm der doppelte Druck nötig wäre wegen F=p x A...
Spätestens wenn ich´s das erste Mal auseinander nehme, werde ich´s ja wissen.
:D
 
und ich gehe immer davon aus, daß bei zwei luftgefüllten Holmen immer nur derjenige mit dem höheren Druck die Federrung ganz allein übernimmt, der Holm mit dem niedrigeren Druck aber nur eine Art Sicherheit ist. Wie sollte denn der Holm mit dem niedrigeren Druck auch noch etwas zur Federug beitragen, wenn ihm der Holm mit dem höheren Druck quasi immer "etwas voraus" ist? Das Kraft-Flächen-Gesetz gilt nur innerhalb eines einzigen, in sich geschlossenen Systems. Die beiden Holme sind gewissermaßen nicht in Reihe geschaltet, sondern parallel. Druckverdoppelung ist daher Unsinn. Ich kann das auch aus eigener Erfahrung mit einer alten SID 2001 bestätigen.

Gelle?
S-Kid
 
Mahlzeit beisammen,

da ich mich demächst auch für eine der beiden Gabeln entscheiden muss/darf habe ich mich auch schon damit beschäftigt und kann hier für ein bisschen Klarheit sorgen.

Beide Modelle haben im rechten Holm eine Luftfeder mit Öldämpfer, im linken Holm das ETA System mit Stahlfeder (jawohl!). Diese Stahlfeder im ETA System ist nicht vorspannbar und auch nicht zum Auswechseln, deswegen wird die Anpassung aufs Fahrergewicht über den Luftdruck in der Luftfeder im rechten Holm durchgeführt.

Soweit die Gemeinsamkeiten, hier der Unterschied:

Die günstigere COMP hat die sog. SSV Ventile im Dämpfer, wohl etwas weniger sensibel und vor allem ist die Zugstufe nur intern in der Gabel verstellbar, die Druckstufe von aussen.

Die PRO hat die SSVF Ventile, die wohl etwas besser ansprechen sollen und dadurch auch eine externe Verstellung der Druck- UND Zugstufe.

Allerdings weiss ich immer noch nicht nicht welche ich jetzt nehmen soll, vielleicht entscheide ich mich ja wegen der Farbe......
 
...ääähhhhjjaaaaaa...
also die Druckstufe kannste bei der Pro auch nicht verstellen... auch nicht intern.
Das ist fix.
Aber die Zugstufe kann man von extern verstellen, was bei der Comp nur mit diesem kleinen Messing-Sechskantstab geht, den MZ mitliefert.
Die Pro gibt´s nur in silber, wenn ich richtig informiert bin. Ist ganz schön, auch die Aufkleber waren besser als ich befürchtet hatte von den Schilderungen anderer. Cantisockel sind beigelegt und auch ein Plastik-Bremsleitungshalter, den man statt des Cantisockels bei Scheibe reinstecken kann.
Schön gelöst, ich bin zufrieden.
Ansonsten : schön, dass ich mit meiner Vermutung richtig gelegen habe...
 
Hast natürlich recht Floh, die Druckstufe lässt sich bei beiden nicht verstellen. Sorry !

Aber richtig ist Zugstufenverstellung bei der Comp intern mit Schlüssel, bei der Pro extern.

Ich werde mir wahrscheinlich auch die Pro holen, was hast Du denn für Deine bezahlt?
 
Also ich hab jetzt 360 Euro gegeben, war aber ein Freundschaftspreis von ´nem Händler, der unserer Firma viel OEM-Kram verkauft hat in letzter Zeit.
Bei Bike-Mailorder stand sie für 390 Euro oder so.
 
Das beste Angebot habe ich bisher bei H&S Bikediscount in Bonn gesehen, da gibt die Pro ETA für 319,-- Steine. Allerdings will ich jetzt auch nochmal mit meinem Händler reden und sehen was der für ein Angebot machen kann!
 
Reichtg Euch die Verstellbarkeit einer Pro aus oder vielleicht besser ne Marathon? Vielleicht ein bisschen schwerer da 2 Stahlfedern? Habt Ihr Vergleiche?:confused:
 
Der Verstellbereich der Zugstufendämpfung ist OK. Druckstufenverstellung braucht kein Mensch, also vermisse ich sie auch nicht.
Da man über die Zusatz-Luftfeder praktisch beliebige Steifigkeiten einstellen kann, wirst Du nie einen anderen Satz Federn brauchen. Die Endprogression ist mir im Moment ein bisschen zu heftig, werde wohl mal ein paar ml Öl entfernen, dann müsste alles paletti sein.
Der Luftfederholm läuft mit sehr geringem Druck bei mir, und deshalb finde ich das Ansprechverhalten sehr gut für eine Luftgabel.
 
Hi Floh,

was für eine Pumpe brauchst du für die Gabel? Hat sie ein normales Autoventil oder was spezielles?

Thx, Gruss matou
 
Pumpe ist ein Kostenfaktor, den man nicht unterschätzen sollte.
Ja, das ist ein Autoventil, aber mit Deiner Reifen-Luftpumpe kannst Du die Gabel nicht einstellen.
Du brauchst eine Gabel-Luftpumpe. Ich habe meine bei H&S erstanden, hat nochmal 29 Euro gekostet. In diesem Bereich liegen die Pumpen meines Wissens alle, denn Du brauchst ein fein anzeigendes Manometer und einen Knopf, um auch wieder Druck ablassen zu können, und ausserdem muss das Volumen der Pumpe sehr klein sein, um hohe Drücke (OK, für Marzocchi jetzt nicht) erzeugen zu können.
Bei Magura ist eine Pumpe dabei... Das nur zum Thema Preisvergleich.

@Sundancekid:
-Das mit der Feder, die der anderen vorauseilt, ist Quatsch.
Parallel geschaltet sind die Federn, wie Du richtig erkannt hast. Und selbst wenn sie unterschiedliche Drücke haben und damit unterschiedliche Steifigkeiten, werden diese addiert, wie man das bei Parallelschaltung eben macht.

-Bei Reihenschaltung, wie z.B. bei Schraubenfedern, die übereinander angeordnet sind, gilt 1/c = 1/c1 +1/c2, das System wird weicher je mehr Federn man übereinander anordnet.
-Für Parallelschaltung gilt c = c1 +c2, das System wird also härter je mehr gleiche Federn man nebeneinander hat. "Nebeneinander" ist hierbei aber nicht wörtlich zu nehmen, z.B. ist eine Zusatzluft-Federung wie bei RockShox auch eine Parallelschaltung mit der Stahlfeder.
-Kraft mal Fläche gilt auch, wenn die Volumina nicht gekoppelt sind. Man muss lediglich die Indizes beachten: F1=p1 x A1 , F2=p2 x A2. Summe F = F1 + F2
Dazu ein einfaches Gedankenexperiment:
Du hast in einem Holm eine Stahlfeder mit der Steifigkeit c1. In dem anderen Holm hast Du eine Stahlfeder mit der Steifigkeit c2. c2 sei mal Faktor 10 kleiner als c1.
Die gemeinsame Grösse ist der Weg. Da die beíden Holme sich ja zwangsläufig gleich bewegen, federn die beiden Federn auch immer um den gleichen Betrag ein (sind gleich lang, natürlich). Damit gilt: F1 = c1 x s1 (s=Weg) und F2 =c2 x s2 und s1=s2 und damit F=(c1+c2) x s.

Alles klar?
 
hi @ all!!!!

lasst mal euer brunox sein.der race support von MZ sagt ganz klar man soll des zeugs nich nehmen. manitou rät auch davon ab.

thomas von cosmic sport empfiehlt ganz gewöhnliches öl ab und zu unter die dichtungen zu gebenmacht auch martin vom schweizer manitou race support.

und zwar aus folgendem grund weil das brunox mit der zeit so klebrig wird und seine schmierung verliert.

sollte einer zweifel haben kann er gern bei CS anrufen gg*

gruß beelzi
 
OK...
dann nehm ich wohl doch mal was anderes. Klar, Brunox enthält auch viele Lösungsmittel, um Ablagerungen zu lösen, die verdunsten natürlich irgendwann.
Die Manitou-Lösung mit der Fettpresse sieht ja nun ganz anders aus, da wär´s ja totaler Blödsinn Brunox zu nehmen.
 
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