Oberstdorf-Leutkircher Hütte-Heidelberger Hütte

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Hallo zusammen,

wir haben vor die Tage von Oberstdorf/Einödsbach zur Heidelberger Hütte zufahren.
Die erste Etappe soll bis zur Leutkircher Hütte gehen. In vielen Beiträgen hab ich jetzt gelesen, dass gerade die letzten 700hm sehr hart wären. Ist das wirklich so? Wenn ja, gibt es alternativen auf die Hütte zu kommen?
Oder was haltet ihr als erstes Etappenziel von der Freiburger Hütte (Schrofenpass/Lechleiten/Warth/Lech/Raues Joch)
Die zweite Etappe soll dann zur Heidelberger Hütte führen.
Etappe 3 und 4 wieder zurück nach Oberstdorf.

Über ein paar Infos würde ich mich freuen. (Auch wenn sie schon öfters gefragt wurden...)

Kann mir vielleicht noch einer einen Tipp für ein erstes Schlaflager in Oberstdorf oder Einödsbach geben?

Danke, Ozze75
 

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Re: Oberstdorf-Leutkircher Hütte-Heidelberger Hütte
hi!

so hart fand ich den abschnitt von der erlachalpe (wo der gut fahrbare schotterweg endet) zur leutkircher hütte auch wieder nicht, aber er zieht sich und es strengt schon an. ist halt bis auf die letzten paar 100m alles schieben und tragen.

man kann es sich etwa wie den schrofenpass vorstellen, nur deutlich länger und schmäler. im tobel lässt sich das bike meist nicht schieben, da der pfad einfach nicht breit genug ist. und neben einem gehts ganz ordentlich runter.

weiter oben ist es dann auf eine andere art mühsam, weil man immer wieder mit den pedalen an latschen oder anderen pflanzen hängen bleibt.

gruß
andi
 

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ich war ja mit andi und martin dort unterwegs, kann mich nur anschliessen.

wir sind gut 2 1/2 h unterwegs gewesen von der erlachalpe bis zur leutkirchner hütte. das schieben ist halt nicht immer möglich, weil der pfad so schmal ist, aber das bike quer auf den rucksack geht nur selten und wäre meist auch zuviel des guten, weil man weniger meter später wieder normal schieben könnte - zumindest kurzzeitig.

die tobelquerung erfordert trittsicherheit und schwindelfreiheit, gescheite schuhe sind von vorteil (idealerweise KEINE race-schuhe), an manchen passagen sollte man auf steinschlag achten (ein paar gemsen oberhalb haben bei uns ein bissl schutt losgetreten, aber ist halt recht bröseliges gestein - da kann sich auch immer mal was von alleine lösen ...)

die passage kostet halt einiges an körnern, aber beim abendessen sind die strapazen schnell vergessen. die hütte ist sehr nett gelegen, das hüttenteam ist nett und es gibt auch kleine zimmer (wir hatten ein 3er zimmer für uns alleine reserviert).

der trail ins tal ist dann echt klasse, bis auf wenige stellen auch alles fahrbar. fahrtechnik ist aber schon gefordert, besonders im unteren bereich nach der putzalpe, wo einige nette wurzelpassagen warten. an der putzalpe folgt man dem pfad durch die wiese, ein paar meter links der alm rechts in die wiese rein, beschildert. nach überquerung eines kleinen bachs wird der weg dann ein super trail, der richtig spass macht! zwei andere biker haben schon davor fast komplett runtergeschoben bzw. einer ist mit blockiertem hinterrad runtergerutscht - denen fehlte die fahrtechnik. aber eigentlich ist es nicht übermässig schwer und ausgesetzt ist's auch nicht. die sind dann ab putzalpe schotterpiste ins tal.

einfacher ist es sicherlich zur freiburger hütte, aber wer auch nix gegen solche hochalpinen passagen hat und für den trail ins tal gerüstet ist, dem kann ich die passage zum almajurjoch schon empfehlen. ist einfach mal was anderes als die "standard-route" und man trifft nur wenige biker.

ach ja, die direkte verbindung zur leutkirchner hütte, die auf der neuen kompasskarte aus irgendeinem grund als bike-route markiert ist, ist am schild unten mit 2 oder 2 1/2 h angegeben. ist halt sehr steil und landscahftlich ist der tobel schon ein anderes kaliber als nur einen sehr steilen wanderweg raufzuschieben. denke, über die erlachalpe ist dann schon interessanter (wenn auch zeitlich etwas länger).
 
Apropos Gemsen und Steinschlag, da möchte ich schnell einhaken, off topic:
Es gibt ein Buch über den Stilfser Joch Nationalpark. Dort beschreibt der Autor, dass er beobachtet hat, wie ein Gemsbock versucht hat, einen Rivalen, der sich unter einem Felsvorsprung versteckt hatte, mit Steinen zu vertreiben. Er hat wohl relativ große Steine runtergekickt und dann nachgesehen, ob der andere noch da ist und dann gleich nochmal nachgelegt. Mir ist beim Lesen sofort wieder Andis Geschichte mit den Gemsen eingefallen... Scheint also eine beliebte Taktik zu sein.
 
na denn ma los!

leutkirchner hütte ist halt noch mit angemessenem aufwand per bike zu erreichen, ist landschaftlich schön und man hat eine sehr feine trail-abfahrt von fast 900 hm. das genannte joch wurde schon mal in einem anderen thread erwähnt, da hat mir ein blick auf die karte gereicht um zu erkennen, dass man da nicht mit dem bike hin muss. sind ja noch mal 300 hm extra, auch wenn das ggf. in ähnlicher zeit machbar wäre. unsere 2 1/2 h waren ja auch mit zahlreichen fotos und einer längeren pause.

aber kannst es ja mal testen und deine erfahrungen hier posten.

als transalp-übergang ist das almajurjoch sicherlich auch nur für bestimmte personen zu empfehlen, das andere joch ist da sicher nicht besser ...
 
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