Rille im Narbenlager, was nun?

John Rico

Baumknutscher
Registriert
23. Juli 2005
Reaktionspunkte
7
Ort
Hamburg
Hallo!

Ich hab gestern mal meine LX VR-Narbe (M570) aufgemacht und gereinigt und dabei mit Schrecken festgestellt, dass ich da ne Rille drin hab :heul:

Um genauer zu sein: Die Narbe besteht ja (von außen nach innen) aus Kontermutter, dann einer Mutter die das eig. Lager abdeckt und einen Teil der Lagerschale bildet, dann halt Kugeln und innere Lagerschale.

Und in der Lagermutter habe ich ne relativ tiefe Rille, komischerweise nicht gleichmäßig komplett rum, sondern nur auf einem kleinen Stück, der Rest ist OK.

Da alles andere, sprich andere Seite komplett und bei der "schlimmen" Seite Kugeln und innere Lagerschale absolut OK sind, ist meine Frage, ob ich einfach diese Abdeckmutter austauschen kann?
So erspar ich mir ne neue Narbe, was einem neuen Laufrad gleichzusetzten wäre.

Bekomme ich diese Mutter gekauft oder falls nicht, macht es Sinn, sich eine Narbe z.B. beim großen E zu kaufen und einfach das Teil auszutauschen? Muss ich dann genau die Narbe nehmen oder ist das bei Shimano ein Normteil, was auch in anderen NArben verbaut wird?


Gruß
Sven
 
Man muss hier mal ganz allgemein mit einem Missverständniss aufräumen.


Es heisst Nabe nicht Narbe.:rolleyes:

Die Narbe bekommst Du wenn Du Dich hinpackst.


Edit: Seh gerade Jools hat es bereits erwähnt
 
das problem hat sich sicher nur deswegen eingestellt, weil die narbe nicht regelmässig eingestellt worden ist, dabei ist das fetten sogar nichtmal so "wichtig".

viel wichtiger ist eine perfekte konterung, bei shimano sollten im ausgebauten zustand ein minimales spiel (0.3mm) vorhanden sein, dass beim festziehen mit den schnellspannern sich beseitigt. dabei sollte man achten das die kontermuttern fest zu den konusen geschraubt sind, damit sich nicht die sache während der fahrt einfach wieder unbemekrt löst.
 
Das Teil nennt sich Konus oder Konusmutter. Die Rille geht nicht ganz rum, weil dieser Konus ja auf der Achse sitzt und sich nicht dreht. Er wird daher an der Stelle am stärksten belastet, die zufällig unten ist (wenn man das Laufrad nicht gelegentlich aus und einbaut), und dort geht er dann ggf. auch kaputt.

Besorge dir beim Radhändler neue Konen und neue Kugeln (die kosten fast nichts, auf jeden Fall auch tauschen da sie beschädigt sein könnten), fette alles gut mit Lagerfett, und stell die Nabe sauber ein. Das mit dem minimalen Spiel ist nicht ganz leicht wenn mans zum ersten mal macht - es geht dabei darum, dass die Achse beim schliessen des Schnellspanners etwas zusammengedrückt wird und das Lager dann schon wieder zu stramm sein kann. Du kannst auch bei ausgebautem Laufrad irgendwas unter den Schnellspanner klemmen und ihn zuknallen, um zu testen ob die Nabe noch leicht läuft und wirklich richtig eingestellt ist.
 
Stefan3500 schrieb:
Man muss hier mal ganz allgemein mit einem Missverständniss aufräumen.


Es heisst Nabe nicht Narbe.:rolleyes:

Die Narbe bekommst Du wenn Du Dich hinpackst.


Edit: Seh gerade Jools hat es bereits erwähnt

das reicht aber offensichtlich immer noch nicht.

Bei ner ner Rille in ner Narbe fliesst meistens Blut, in schlimmen Fällen auch Eiter. Aua macht es auch. :heul:
Im Zweifel den Onkel Doktor fragen

Infos zu Naben: AC, Shimano, Sram, Tune, Hügi ....
 
OK, OK, das mit der Nabe ist klar, Schande über mein Haupt! ;)

Wie sich da gestern Abend das "r" zwischengemogelt hat weiß ich auch nicht, war wohl schon etwas spät und ich in Gedanken bei meinem letzten Abflug :D


Und das mit dem Warten / Einstellen kommt auch hin, bisher ist da noch nicht viel passiert (dumdidum... :rolleyes: ). Hatte das Rad aber öfter mal raus, daher wundert es mich, dass es nur partiell und dann so übel ist. Ich schätze mal, dass da richtig Dreck drin war und sich das an einer Stelle durchgescheuert hat. Aber wer weiß das schon...
Bin aber froh, dass ich Ersatzteile bekomme, dann wirds ja nicht so teuer. Werde wohl vorher nochmal das HR checken, viell. wirds gleich ne Sammelbestellung.

Habt ihr eig. noch nen Tip für einen 13er Schlüssel, der schmal genug ist? Hatte sonst schon überlegt, mir einfach ein Edelstahlblech zu nehmen und mir einen zu bauen, denn mit nem normalen hat man bei der Konusmutter ja verloren.
Und die Preise im Bikezubehör finde ich etwas frech für so nen sch... Schraubenschlüssel.


Gruß
Sven
 
Richtige Konusschlüssel sind aber eigentlich unumgänglich. Fürs Hinterrad ists gut möglich dass du auch nen 15er brauchst, bei manchen Naben auch noch nen 17er. Manchmal findet man zwei Größen an einem Schlüssel, dann wirds billiger.

So long,
Phil
 
John Rico schrieb:
Habt ihr eig. noch nen Tip für einen 13er Schlüssel, der schmal genug ist? Hatte sonst schon überlegt, mir einfach ein Edelstahlblech zu nehmen und mir einen zu bauen, denn mit nem normalen hat man bei der Konusmutter ja verloren.
Und die Preise im Bikezubehör finde ich etwas frech für so nen sch... Schraubenschlüssel.

Hab mir bei ALDI eine Satz Gabelschlüssen gekauft. So für ca. 5 Euro. Dann hab ich mir die benötigten Schlüssel einfach an der Schleifscheibe runtergeschliffen, bis sie die entsprechende Stärke hatten.
Funktioniert wunderbar!

Tomas
 
TomasS schrieb:
Hab mir bei ALDI eine Satz Gabelschlüssen gekauft. So für ca. 5 Euro. Dann hab ich mir die benötigten Schlüssel einfach an der Schleifscheibe runtergeschliffen, bis sie die entsprechende Stärke hatten.
Funktioniert wunderbar!

Was für ein Tammtamm. :confused:
Flache Maulschlüssel (z. B. für Konen) gibt es nun wirklich bei jedem Versender, in jedem besseren Fahrradladen und hier selbst in der Karstadt-Sportabteilung für kleines Geld. Wozu selber dengeln, schneiden und feilen?!
 
warum fertig kaufen, wenn man auch was basteln kann.
der mann muss sich doch irgenndwie immer beweisen oder nicht ?
 
Die ALDI-Schlüssel liegen bei mir auch im Regal! :D

Mein Problem hat sich aber erledigt:
Hab bei meinem Dad im Schrank so einen Billig-Schlüssel (aus dickem Blech gestanzt) gefunden, und siehe da, es war ein 13er! Jetzt muss ich mir morgen nur noch die Konusmuttern besorgen, und dann rollt's hoffentlich wieder schön geschmeidig.


@hammerbusch:
Es gibt sicher teureres als einen Schlüssel. Aber wenn ich 5 Euro sparen kann, versuche ich das auch. Und da ich den Schlüssel nur alle ein bis zwei Jahre brauche, baue ich lieber was und spare das Geld. Macht auch mehr Spaß :daumen:

Oder um mal eine Studentenrechnung anzuführen: 1 Konusschlüssel = 5 € = 2 Mittagessen
Also entweder ein Schlüssel oder zwei Tage was zu essen :D
 
Ja, so ein Blechteil hab ich auch. Wenn man damit allerdings ein paar mal die Naben wartet lutschts den allerdings schon etwas aus.

Für einige Zeit wirds aber auf jeden Fall gehen. Die Arbeit mit ordentlichem Werkzeug macht aber einfach mehr Spaß. Nen 15er wirst du wohl sowieso brauchen für hinten.

Gruß,
Phil
 
Kayn schrieb:
warum fertig kaufen, wenn man auch was basteln kann.
der mann muss sich doch irgenndwie immer beweisen oder nicht ?

jaja, die Freunde der Hobbythek ....:D

Warum nicht selber ganz vorne anfangen und aus Raseneisenerz und Holzkohle Stahl kochen? Dann ist ein simpler Konusschlüssel nur noch ne Lapalie
 
es ist sicherlich die beste lösung,wenn man sich einen nagelneuen konus auf die achse schraubt-sofern er noch erhältlich ist.
als alter müllkramer beziehe ich nahezu hundert prozent meines radmaterials aus den hinterlassenschaften meiner wohlstandsmitbürger,die zu faul oder zu blöde sind,ihren kram in ordnung zu halten.dazu gehören mittlerweile auch laufräder aus buchstäblich allen dekaden des radbaus.ein running gag bei der geschichte ist auch immer wieder das neufetten/einstellen des lagerspiels bei naben-das kann ich mittlerweile blind.und auch immer sind die konen mit dieser auch vom fredstarter bemerkten rille versehen-das ist ein naturgesetz wie die gravitation.bis auf ein einziges mal-weil das laufrad ein echter hammer war-habe ich mir die kosten für komplett neue konen an`s bein gebunden.ansonsten sind die alten,riefigen immer noch in verwendung-und siehe da-geht genauso gut.ich habe noch nie schäden an den nabenseitigen laufflächen der lager gesehen.obwohl die konen wirklich so aussahen,wie die oberschenkel einer knapp vierzigjährigen-also so wie das mare tranquillitatis auf dem mond.den einzigen schaden an nabenkörper-seitigen laufbahnen habe ich hier im forum auf einem foto gesehen.
wie gesagt-für ältere (und das beginnt schon ab vier jahren) hat man probleme,die original-konen zu bekommen-deshalb müssen die alten weiterverwendet werden.und es geht nicht wesentlich schlechter-sorgfältige fettung und montage mal unterstellt.
 
Zum Glück gibts meine Teile noch, habe heute bei der Arbeit mal bei Paul Lange geschaut. Und war richtig überrascht, ein Konus kostet unter 2 €, das nenn ich mal günstig!
Und neu muss das Ganze, man merkt beim Drehen des Raden leichte Vibrationen, halt als wenn da was über eine rauhe Oberfläche läuft.

Werde jetzt nochmal meine HR-Nabe (ohne "r" :D ) auseinanderpulen und mir anschauen wie da drin so aussieht, damit ich ggf. gleich alles zusammen bestellen kann.


Zum Thema Nabe einstellen:
Sehe ich das richtig, dass der Konus so "fest" gezogen wird, dass die Nabe eingespannt gerade kein Spiel mehr hat. Und je weiter ich drüber hinausgehe, sprich je fester ich den Konus ziehe, desto schlechter läuft das Rad?
 
John Rico schrieb:
Zum Thema Nabe einstellen:
Sehe ich das richtig, dass der Konus so "fest" gezogen wird, dass die Nabe eingespannt gerade kein Spiel mehr hat. Und je weiter ich drüber hinausgehe, sprich je fester ich den Konus ziehe, desto schlechter läuft das Rad?

je fester die Einstellung, desto kürzer die Lebensdauer.
Lagerspiel prüfen durch drehen der Achse im festgehaltenen Laufrad.
Drehen des Laufrades um die festgehaltene Achse verfälscht das Messergebnis wegen der grossen rotierenden Masse.
 
Ich stelle das Lager immer so ein dass ein kaum spürbares Spiel noch vorhanden ist. Dann Rad einbauen, Schnellspanner fest anziehen und :daumen:

Gruß

Jan
 
tractor schrieb:
je fester die Einstellung, desto kürzer die Lebensdauer.
Lagerspiel prüfen durch drehen der Achse im festgehaltenen Laufrad.
Drehen des Laufrades um die festgehaltene Achse verfälscht das Messergebnis wegen der grossen rotierenden Masse.
Ich halte es immer so, dass ich sehr wohl das ganze Laufrad drehe und dabei die Achsstummel in den Händen halte. So merke ich am besten, ob die geschichte weich läuft. Auf jeden Fall besser, als wenn ich bei stillstehender Felge die Achse von hand drehe.

Gruß,
Phil
 
tractor schrieb:
je fester die Einstellung, desto kürzer die Lebensdauer.
Lagerspiel prüfen durch drehen der Achse im festgehaltenen Laufrad.
Drehen des Laufrades um die festgehaltene Achse verfälscht das Messergebnis wegen der grossen rotierenden Masse.
Aber so habe ich doch nur das Lagerspiel in ausgebauten Zustand? :confused:
Und soweit ich weiß, muss ich doch das Spiel im geklemmten Zustand (Gabel o. Distanzringe) prüfen bzw. darf im geklemmten Zustand kein seitliches Spiel mehr vorhanden sein.

Oder habt ihr alle schon im Gefühl, bei welchem Spiel ausgebaut es dann eingebaut passt???
 
Ich habe das Gedönze mit den Konuslagern satt.Mache den Horror schon seit jahren mit-an 5 Laufradsätzen in etwa 4 Mal / Jahr.

In Zukunft kommen bei mir nur noch industriegelagerte zu Einsatz.
die Investition ist mir das wert.

Allerdings muss ich anmerken das mein Fahrstil auch derber geworden ist
und Konuslager einfach nicht mehr dem entsprechen was ich so treibe-

-wie meine Laufradsätze.

Ist natürlich ein teurer Spass bis das Werkzeug und die Naben vorhanden sind-aber ich denke das rechnet sich dann irgendwann...Hoffentlich.

Als Student natürlich ein harter schlag.. Kohlen habe ich allerdings auch kaum... ich glaube das hängt mit dem Sport zusammen... :rolleyes:
 
du denkst, dass nur Konuslager kaputtgehen können?

Hahaha, von den Industriewasweisich bin ich kuriert.
Ich nehm lieber von Shimanosan (notfalls auch die von Signore Campagnolo) himself handgeschmiedete Konuslager. Deren Vorteile überwiegen ....
 
Zurück