Ritzel- und Kettenzauber

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30. April 2013
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Hallo,

Ich habe einen alten MTB Rahmen den ich auf keinen Fall aufgeben möchte, zudem mag ich auch keine Kettenspanner. Nun ist meine Idee ich kauf mir vorne nen neues Kettenblatt(wird eh mal Zeit) und dazu 12, 13, 14 Zahn Ritzel für hinten und spiel ein wenig mit Kettenlänge und Ritzel rum so das sie halt nicht durch hängt. Klingt das realistisch?

Würde mich sehr freuen wenn Ihr mir einen Rat dazu geben könntet.

Gruß Stefan
 
Das funktioniert nur für ein paar Wochen. Hol Dir einen Kettenspanner oder so eine verstellbare Wundernabe...
Die Aussage ist so überhaupt nicht haltbar!

Wie lange das funktioniert, hängt von vielen weiteren Faktoren ab, die da wären Kilometerleistung, Materialqualität und Fahrweise.

Eine neue Kette längt sich anfangs noch am meisten. Wenn diese aber eingefahren ist, und die Übersetzung passt, dann kann man erstaunlich lange ohne drüber nachzudenken Spaß haben. Und wenn die Kette mal zu weit durchhängt, kostet eine neue schließlich nicht die Welt.
 
Aha, also muss man mit seiner Kettenblatt-Ritzel-Kettenstreben-Kombination genau die Länge erwischen, bei welcher die Kette im Neuzustand ein bisschen zu kurz ist (und sich optimalerweise einen Vorrat an geradeso-eingefahrenen Ketten anlegen)... Ja, wo Du das jetzt so sagst - eigentlich eine dufte Idee!
 
Aha, also muss man mit seiner Kettenblatt-Ritzel-Kettenstreben-Kombination genau die Länge erwischen, bei welcher die Kette im Neuzustand ein bisschen zu kurz ist (und sich optimalerweise einen Vorrat an geradeso-eingefahrenen Ketten anlegen)... Ja, wo Du das jetzt so sagst - eigentlich eine dufte Idee!
Im Neuzustand ganz knapp reicht, dann kann man recht lange fahren. Zu kurz ist natürlich nix.

Wie oft spannst Du die Kette nach, wenn Du ein horizontales Ausfallende hast? Bei manchen meiner Räder dauert das ein halbes Jahr, beim anderen drei Jahre, je nach Frequenz der Benutzung. Deshalb sagte ich, die Angabe "ein paar Wochen" lässt sich nicht halten, ohne weitere Daten!
 
Mir ging es nicht um die paar Wochen...

Der Punkt ist: Magic Gear "funktioniert" die meiste Zeit über nicht bzw. nicht besonders gut. Freilich kann man dem begegnen, indem man ein Fahrrad kaum benutzt oder die Kette deutlich vor Ende ihrer Lebensdauer wegschmeißt - das lässt sich nicht bestreiten.

Davon abgesehen, spanne ich eine neu aufgezogene Kette zum ersten Mal nach einigen Tagen nach, für gewöhnlich einige Wochen später wieder; dann werden die Abstände zumindest gefühlt größer. Der Unterschied zwischen dem erstmaligen Nachspannen und dem Aus für die Kette ist nicht wenig.
 
Mir ging es nicht um die paar Wochen...

Der Punkt ist: Magic Gear "funktioniert" die meiste Zeit über nicht bzw. nicht besonders gut. Freilich kann man dem begegnen, indem man ein Fahrrad kaum benutzt oder die Kette deutlich vor Ende ihrer Lebensdauer wegschmeißt - das lässt sich nicht bestreiten.

Davon abgesehen, spanne ich eine neu aufgezogene Kette zum ersten Mal nach einigen Tagen nach, für gewöhnlich einige Wochen später wieder; dann werden die Abstände zumindest gefühlt größer. Der Unterschied zwischen dem erstmaligen Nachspannen und dem Aus für die Kette ist nicht wenig.

Ich bin auch ein Freund von Kettenspannern.
Eine Zunahme der Laenge von 1 bis 2 % hat einen Durchhang von 8 bis 10%
zur Folge und das sieht nicht nur bescheiden aus.:D
 
Ich bin auch ein Freund von Kettenspannern.

Automatische Kettenspanner sind ungeheuer praktisch, deshalb ist so ein Ding auch im Motor meiner Honda eingebaut und versieht da klaglos seinen Dienst beim Antrieb der Nockenwellen.

Bei Singlespeedern halte ich die jedoch für eine zwar pragmatische, aber denkbar uncoole Lösung. Bestenfalls irgend ein schrulliger Eigenbau würde da mein Auge erfreuen, daber diese Dinger, die wie Schaltwerke aussehen, kämen mir nicht ans Rad.

Wenn schon so ein Ding, das die aufgeräumte SSP-Optik stört, dann auch richtig, dann muss es sich auch per Seilzug seitlich verstellen lassen, um die Übersetzung anzupassen. Wenn das nicht geht, dann gehört so ein Ding auch nicht ans Rad, sorry, aber das ist meine Auffassung.

Magic Gear ist für mich eine runde Sache, und es funktioniert besser als ich vorher vermutet hätte. Ich bin auch schon mal eine ganze Saison ohne Nachspannen gefahren. Die Kette war anfangs neu, und recht stramm, gerade so eben, dass es mir nicht Angst um die Lager werden musste. Nach dieser einen Saison hatte ich das Rad umgebaut, die Kette wäre noch fahrbar gewesen, nach etlichen längeren Touren, allerdings immer bei schönem Wetter. Regenfahrten verkürzen diese Intervall deutlich, so meine Erfahrung.
 
Automatische Kettenspanner sind ungeheuer praktisch, deshalb ist so ein Ding auch im Motor meiner Honda eingebaut und versieht da klaglos seinen Dienst beim Antrieb der Nockenwellen.

Bei Singlespeedern halte ich die jedoch für eine zwar pragmatische, aber denkbar uncoole Lösung. Bestenfalls irgend ein schrulliger Eigenbau würde da mein Auge erfreuen, daber diese Dinger, die wie Schaltwerke aussehen, kämen mir nicht ans Rad.

Ich mag pragmatische Lösungen. :D
Allerdings hatte ich auch " schrulligen Eigenbau" mit Hilfe eines
Federbeines aus der Modellbauecke, der hat sogar gut funktioniert.

Mit dem schaltwerkähnlichen Aussehen gebe ich dir recht,
aber auch dafür gibt es Gründe.
 
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