SCOTT PEAK - Retten oder verschrotten...?

Anzeige

Re: SCOTT PEAK - Retten oder verschrotten...?
Tolles Bike 😍
Bei deinem sind die Farben sogar noch knallig.
Super, dass du es mit alten Teilen neu aufbaust und nicht verbastelst.

Hab ein Sandoa, war auch mit GS200.
Hab Grip Shift genommen :D
Fahre mit meinem sogar noch Trails. Macht voll Spaß, im Ernst!

Hole dir bessere Canties und neue Querzüge in der richtigen Länge.
Deine sind Plastikummantelt mit weichem Stahlkern - hatte ich auch dran.
Die Besten Canti Beläge sind meiner Meinung nach Coolstop Eagle II.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, habe eben eine kurze, vorsichtige Probefahrt im Ort (mit nur einer Bremse) gemacht und kann berichten: das Ding fährt! ;-)
  • Umwerfer und Schaltwerk schalten rauf wie runter. Es braucht noch Feineinstellung, vom großen KB runter auf ein kleineres fällt gleich ganz runter aufs kleinste. Die Fingerkräfte, um auf ein größeres Ritzel oder KB zu schalten, sind beträchtlich. Eventuell bringen neue Züge und Zughüllen etwas Besserung, habe aber meine Zweifel, ob das ein lohnendes Upgrade ist. Die GS-200-Teile waren vermutlich noch nie besser.
  • die Bremse bremst, aber schleift am vorderen Laufrad, welches aber perfekt zentriert scheint. Also liegt's wohl an der Einstellung der Cantibacken. Ich erinnerte mich, dass mich das früher schon zur Verzweiflung brachte. Zu viele Fehlerquellen: die Spannfeder der Cantis, die Einstellschraube auf der einen Seite, die Länge des Bremszugs, die Position, Länge und Einstellung des Querzugs, die Position der Bremsklötze, deren Winkel zur Bremsflanke und und und. Hunderte Möglichkeiten, es falsch einzustellen. Eine davon erwischt man immer.
  • Steuersatzlager muss ich wohl noch nachjustieren. Beim Bremsen spürbar, dass da noch irgendwo Spiel ist.
  • der Sattel ist wider Inaugenscheinnahme bequem. Zumindest auf der kurzen Distanz.
  • es sind sogar Trails möglich. Besser aber im Stehen, sonst schüttelt es die alten Knochen durch.

Dann fiel mir noch auf:
  • der Rahmen hat Anlötteile für Schutzbleche, Seitenständer und Seitendynamo. Aus dem Unterrohr ragt oben wie unten ein Stromkabel heraus, das etwas unmotiviert ans Rahmenrohr geklatscht ist. Ich frage mich, ob das Peak seinerzeit in stadttauglicher Vollausstattung kam, oder ob das nur als Option gedacht war. Was soll ich mit dem Kabel machen? Entfernen wäre ein endgültiger Akt. So lassen ist nicht wirklich schön.
  • die Kurbel sieht aus und klingt wie Alu. Könnte aber auch eine Beschichtung haben. So genau möchte ich mich nicht festlegen. Egal, der Blick von oben während der Fahrt auf die sich drehenden Biopace-Kettenblätter ist voll retro. Wird man besoffen allein vom Hinschauen.
  • die Wellgo-Pedale aus Plastik sehen aus wie neu und laufen seidenweich. Der Besitzer scheint das Rad kaum gefahren zu sein. Aber Plastikpedale bleiben halt auch neu nur Plastikpedale. Im Grunde Schrott, seidenweich laufender, fabrikneuer Junk. Auch das Reifenprofil und die Bremsflanken der Felgen lassen keine Schlüsse auf intensive Nutzung zu.
  • an dem SCOTT-Badge am Sattelrohr ist noch die Schutzfolie dran! Nach fast 30 Jahren...
  • die Katzenaugen vorne und hinten sowie seitlich in den Rädern, das wäre seinerzeit das Erste gewesen, was ich entfernt hätte. War voll uncool, mit sowas rumzufahren. Wenn ich es jetzt so sehe, muss ich nachsichtig über mich selber lächeln.
  • dar Sattel sieht aus, als habe er einen Stoffüberzug, das ist aber auf der Unterseite angetackerter Bestandteil des Popolsters. Gebrandet als "Viscount 2256" (nie gehört) und datiert 3-6/91. Das haben auch neuere Sättel, dass sie ein Datum eingraviert haben, wobei ich grad nimmer weiß, ob es den Herstellungszeitpunkt meint oder das Verfallsdatum... :lol:
  • die Sattelstütze ist von Kalloy und hat den seltenen Durchmesser 26,0.
  • die Vorderradnabe ist außer der Reihe mit "Exage" gebrandet, was meiner Erinnerung nach eine Rennradgruppe war.




sDSC02569.JPG sDSC02587.JPG sDSC02570.JPG sDSC02579.JPG sDSC02573.JPG sDSC02571.JPG sDSC02576.JPG sDSC02572.JPG sDSC02577.JPG sDSC02575.JPG sDSC02580.JPG sDSC02581.JPG sDSC02583.JPG sDSC02585.JPG sDSC02586.JPG sDSC02584.JPG sDSC02588.JPG sDSC02582.JPG sDSC02589.JPG sDSC02594.JPG
 
Hab ne ähnliche Lackierung, ist aber im Vergleich zu deinem schon ein wenig von der Sonne ausgeblichen - das orange - deins knallt noch :)

Ich fahre mit meinem Isartrails :D
Das ist jetzt aber nicht so, dass ich sagen würde "es geht". Ne, das macht voll Spaß.
Ich finde, es ist schwierig bei den alten Reifendiemensionen den Luftdruck zu finden. Die schlagen recht schnell durch.
Vorteilhaft sind die alten Lager, vor allem die Dichtungen, diese laufen sehr viel leichter, als aktuelle Sachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
die Bremse bremst, aber schleift am vorderen Laufrad, welches aber perfekt zentriert scheint. Also liegt's wohl an der Einstellung der Cantibacken. Ich erinnerte mich, dass mich das früher schon zur Verzweiflung brachte. Zu viele Fehlerquellen: die Spannfeder der Cantis, die Einstellschraube auf der einen Seite, die Länge des Bremszugs, die Position, Länge und Einstellung des Querzugs, die Position der Bremsklötze, deren Winkel zur Bremsflanke und und und. Hunderte Möglichkeiten, es falsch einzustellen. Eine davon erwischt man immer.

Halte ich für ein Gerücht.
Wenn ein Bremsbelag am Reifen scheuert, liegt das nicht an der Cantifeder oder gar am Bremskabelhänger.

Ich stelle seit Jahrzehnten so ein: Cantiarm montieren, Bremsbelag montieren und so locker verschrauben, daß der Bremsbelag noch in der Höhe verschiebbar ist, nach oben und unten abwinkelbar und rotierbar ist. Dann den Bremsbelag so lange hin und herjustieren, bis der Belag perfekt auf der Felge aufliegt und nicht am Reifen schleift. Erst DANN, wenn das perfekt eingestellt ist, die Sicherungsschraube festknallen und sich des Querzuges, des Hängers, usw annehmen. Denn früher viel beschworenen Winkel des Bremsschuhs zur Felge ("an der Seite, an der sich die Felge nähert, soll der Bremsbelag ca. 1 mm von der Felge abstehen!") stelle ich nicht mehr ein, die Ergebnisse rechtfertigen nicht den betriebenen Aufwand.
 
Hey, habe ein ähnliches Bike bekommen. Meins ist leider in einem schlechteren Zustand. Was sagt ihr dazu?
Lohnt sich hier ein Aufbau und wenn ja, was bietet sich für die Pflege des Rahmens und des Lacks an?
Oder doch lieber wieder weg damit?
20211112_122554.jpg
20211112_122523.jpg

20211112_122530.jpg

20211112_122624.jpg


20211112_122516.jpg
 
Ich habe noch ein 89er Montana stehen...das ist aber eher ein Rat-Rod der viel Liebe braucht.
Wenn da einer von den Scott Jüngern Bock drauf hat, bitte melden!
Gruß,
Oppa
 
Das Peak war damals mein erstes MTB und mit, wenn ich mich recht erinnere, rund 1000 DM finanziell das gerade noch machbare. Hat einiges mitgemacht bevor ich es nach vielen Jahren dann verschenkt habe.
Natürlich wurden nach und nach Teile getauscht, zuerst die Reifen gegen die damals obligatorischen Panaracer Smoke.
Das war bei mir ganz genauso, zur Kommunion bekommen, und nach knapp 15-20 Jahren verschenkt. Genau es hat damals ca 1000 DM gekostet bei einem guten Fahrradhändler. Ein sehr zuverlässiges Bike!
 
Zurück