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Keine legalen Trails, viel Frust: Die MTB-Realität im Deister – eine Bestandsaufnahme

explizite Infrastruktur

keine spezifische Struktur

Naja eben doch. Fürs "normale Radfahren" braucht man nichts spezielles, das stimmt. Für das Mountainbiken im Sinne vieler in diesem Forum eben schon. Für das Mountainbiken was die Deisterfreunde im Rahmen ihrer Vereinsarbeit angeboten haben auch. Sonst gäbe es ja jetzt garkein Problem.

Für mich z.B. ist das normale Forstwegenetz nur Infrasturktur um zu den Trails zu kommen. Die Trails selbst sind schon mehr spezifisch für das Mountainbiken.

Ja ich kann eure Argumente schon auch verstehen, aber es ist weiterhin Welten von dem entfernt was für die Politik tatsächlich relevant wäre. Sich organisieren ist der richtige Weg, aber ich glaube wir müssen auch einfach einsehen, das wir nie die Relevanz in einer Größenordnung erlangen werden, für die wir (hier im Forum) die Forderungen stellen möchten.
 
Welche andere Outdoor-Sportart wird denn von mehr Menschen betrieben als Radfahren? Laufen vielleicht. Wandern vermutlich eher nicht.

Klar kann man Radfahren nicht 1 zu 1 auf Mountainbiken anwenden, aber unterschätzen sollten wir die Anzahl aktiver MTBer auch nicht.
 
Ich glaube, das verstehst du falsch.
Es ist einfach sehr viel mehr Arbeit geworden, Trails zu bauen und zu pflegen, seit sich E-Bikes so verbreitet haben. Sehe ich bei uns auch.
Statt 30 Leuten, die 3 Runden fahren, sind es 30 Leute, die jeweils 8 Runden drehen (also statt 90 Runden 240). Noch dazu mit schwereren Rädern, mit breiteren Reifen etc. Das macht einfach schon einen Unterschied.
Ich glaube du hast mich nicht ganz, oder falsch verstanden...

Ja stimmt und ist aber nunmal so...wir müssen alle mit anpacken. mache ich selbst auch, in 2 Vereinen.
Geht nicht anders. Soll ich aufhören, weil einige keien Zeit ; Böcke haben. nein, das macht keinen Sinn. Lutscher gibt es überall im Leben. Es geht nicht um Schuld.
Unrsache -Wirkung fertig. Dann Gegenmaßnahmen in Form von mehr Pflegemaßnahmen...that`s it. Nicht zu ändern.
Oder wir spielen alle Golf...mit Greenkeeper und zahlen dafür! Nur Spaß. Nehmt es nicht so Ernst. VG Jogi
 
Welche andere Outdoor-Sportart wird denn von mehr Menschen betrieben als Radfahren? Laufen vielleicht. Wandern vermutlich eher nicht.

Klar kann man Radfahren nicht 1 zu 1 auf Mountainbiken anwenden, aber unterschätzen sollten wir die Anzahl aktiver MTBer auch nicht.
Wandern macht doch fast jeder, denke ich. Zumindest manchmal. Dürften also noch mehr Leute sein.
 
3 Trails sind für das riesige Einzugsgebiet das der Deister hat ein Witz!

Nicht zu vergessen: Für die Größe des Einzugsgebietes ist der Deister mit 4 x 20 km auch einfach mal elend klein. Ist halt der erste und so ziemlich einzige Höhenzug, der in annehmbarer Zeit mit Auto oder Zug von Hannover aus erreichbar ist - allein Stadt und Region Hannover haben zusammen über 1 Million Einwohner. Nordwärts und östlich der Stadt ist einfach nichts außer Flachland, die Höhenzüge in Richtung Hildesheim und dann Harzer Vorland sind schon wieder viel weiter weg.
Oben auf dem Kamm gibt es auch nur einen Parkplatz, der zum shuttlen taugt - und an dem kommen auch (fast) alle anderenan: Wanderer, Familien, Junggesellenabschiede, Gravelbiker, Sonntagsausflügler auf dem Weg zum Biergarten... im Sommer an Wochenenden mit schönem Wetter ist es einfach voll. Um den Kammweg kommt man auch schlecht drum herum wenn man das Maximum an Höhen/Tiefenmetern mitnehmen möchte (Anfahrt zu den Trails kann ich nicht beurteilen, bin nur Gravel-Dad). Der Deister ist meiner Meinung nach allein schon mangels Alternativen eh schon mehr Naherholungsgebiet als alles andere und, wenn man noch Naturschutz, Forstwirtschaft und Jagdinteressen mit berücksichtigt haben will, einfach überlastet. Biker sind da schlicht als die Gruppe identifiziert worden, deren Interessen man ganz unten und nach allen anderen einsortiert.

Die Situation ist schon einigermaßen absurd. An (offenbar vorher beliebten) Wegeabschnitten finden sich mittlerweile Schilder, die dort das "Downhill fahren" explizit verbieten. Zuletzt gesehen auf dem historischen Wegabschnitt Nienstedter Pass --> Nordmannsturm. Wird alles wenig daran ändern, dass weiterhin Biker im Deister unterwegs sein werden, und mit allen anderen Gruppen mehr oder weniger in Konkurrenz stehen. Angesichts der geringen Größe des Deisters wären komplett voneinander getrennte Wegenetze (Forstwege, Wanderwege, Bikestrecken) und irgendeine Form von Kontrolle der bessere Weg.
 
Hier im Teuto ist noch schlimmer als im Deister. Wir haben nichtmal "legale Trails" die man wegnehmen könnte. Scheiße ja!

Um die Deistertrails und die ganze Liebe und Arbeit die da in 2 Dekaden reingesteckt wurde ist es sehr traurig. Ich werde aber weiter dort fahren. Und ich gebe auch den neuen , angedachten konzepten ne Chance, bevor ich sie zerrede.

Man einfach versuchen positiv bleiben, sorry. Ich fahre Zuhause jedesmal mit den misen Gefühlen los . daß ich heute vllt von unserem überangagierten Heißsporn-Ranger , Aaron Gellern, angehalten werde. Wie gehe ich dann damit um. Das beschäftigt mich. Diskussionen, die wenig Gutes nix brachten, gab es da Zuhauf, auch mit dem Ranger.

Also was tun ,wenn er plötzlich den Trail versperrt. Viele Kumpels von mir bekamen schon teure Anzeigen. Hier wird richtig Druck auf Radler im Wald generell gemacht. Nicht nur auf gebauten Trails, sondern auch auf schmalen Wanderwegen , die es seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten gibt. Alte Saumpfade. Der Ranger zitiert auch gernbe unser NRW Waldgesetz falsch. Das ist Strategie bei ihm, um zu verunsichern.

Viele Anzeigen hatte nach Widerspruch , bei Ordnungsamt, keinen Bestand. Die versuchen nur, uns die "Milch sauer " zu machen.

Es schlägt auf die Stimmung bei uns Radlern, ja ist übel.
Aufgeben ist keine Option. Manchmal fahre ich dann ersatzweise einfach mal entspannt Gravelbike. Da denke ich eher garnicht an sowas bescheuertes , wie den Ranger und habe einfach Freude an Licht und Natur.
Und meist treffe ich da viel weniger Wanderer, weil ich auch viel durch Felder, im flacheren Hügelland fahre, wo fast nix los ist. Und ich sehe das die wanderer so gut wie 99 Ṕrozent freundlich und höflich bleiben. Wie man" in den Wald hineinruft" eben.

Rad fahren geht also... Trails im Teuto fast nur im inneren "Kampfmodus", mit Bereitschaft auf Stress, den echt keiner Braucht. Ich mache es dennoch! fahre aber auch oft asymmetrisch zu Zeiten an denen niemand stört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Deister ist meiner Meinung nach allein schon mangels Alternativen eh schon mehr Naherholungsgebiet als alles andere und, wenn man noch Naturschutz, Forstwirtschaft und Jagdinteressen mit berücksichtigt haben will, einfach überlastet.

Das ist irgendwie immer der Fall bei MTB-Spots in Ballungsräumen... Der nutzungsdruck auf den Wald ist dort besonders groß, besonders durch die Freizeit-/Erholungsnutzung.
Mir ist aber kein Beispiel bekannt, wo die Politik entsprechend plant, im Gegenteil- es wird getan, als ob es Wälder wie überall sonst wären. Holznutzung, Naturschutz und Jagd werden ohne Rücksicht auf die Erholungsnutzer übervorteilt. Ist schon traurig aber irgendwie auch nicht verwunderlich. Hinzukommt dass der ganze Forst Dunstkreis ungefähr so offen ggü neuem ist wie unsere Landwirtschaft...also eher gar nicht.

Man kann nur hoffen, dass es weiterhin genug Leute gibt, die ein attraktives illegales trailnetz am Leben halten.
 
Wo war denn die gelungene Selbstregulierung der Motorlosen MTBs vor den Ebikes?
Hier mal ein Beispiel:
Die 2-Meter-Regel für Mountainbiker in Baden-Württemberg, die das Befahren von Waldwegen unter 2 Meter Breite verbietet, besteht seit 1995 und ist in §37.3 des Landeswaldgesetzes verankert.

Meiner Meinung waren um 1995 relativ wenig Ebikes in den Wäldern unterwegs meinst du nicht?
Schlussfolgern wir daraus das die Motorlosen MTBs daran schuld sind das es diese Einschränkung gibt? oder?

Aber Hauptsache wieder irgendeine Anti Ebike Boomer Hetze in die Tastatur rotzen...

Ich stehe dem Ebike (und vor allem Menschen die ihr Gefährt nicht unter Kontrolle haben) auch in einigen Punkten Kritisch gegenüber, aber irgendwann ist ja auch mal gut.

Leider ist es sehr einfach: Probleme gab es immer, aber je stärker der Nutzungsdruck wächst, desto instabiler werden bestehende Abmachungen, bis ein Punkt erreicht ist, an dem sie nicht mehr halten.

Selbstregulierung ist in dem Falle die Schwelle der Anstrengung, die jemand bereit ist, für den Spaß zu investieren. Eine niedrigere oder gar keine Schwelle reguliert weniger oder gar nicht.
Und dann werden Abmachungen hinfällig.

Die Formel Illegal und/oder mehr Nutzer ist halt zerstörerisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
...echt schade. Aber ihr seid genauso Lost, wie die "Naturschützenden" es sind. Vielleicht nehmt ihr euch noch die Jagenden und Grundbesitzenden dazu und besingt die guten alten Zeiten?

Und wenn die E-Bikenden weg sind, geht ihr gemeinsam auf das fitte Schwein, das ohne Fahrtechnik aber mit Kondition genauso viele Laps wie der E-Bikende dreht?

Schnallt endlich mal, dass ihr im SELBEN Boot sitzt...mann ey
Ich fahre ja Gravelbike und MTB/E-MTB und kann das schon bestätigen. Pack man sich den Schwalbe Shredda Radial als Winterreifen aufs Rad, dann fahre ich damit nicht auf gebauten Strecken, oder auf Strecken wo jemand Anlieger etc. gebaut hat Der Reifen gräbt sich zwecks Gripgenerierung durch das Profil und die Radialbauweise tief in den feuchten Waldboden, das sieht man im Vergleich zum klassischen CrossCountry Fahrer oder einem leichten Trailbike schon deutlich.

Wenn dann auf meinem 25kg E-Enduo noch ein nicht fetter, aber stabiler 1,86m Typ mit 97kg draufsitzt und zügig fährt, dann ist das deutlicher am Trail zu sehen als der leichtere MTB'ler mit villeicht leichterem Bike und besser rollenden Reifen. Durch E-MTB sind wir halt mittlerweile mit Reifen unterwegs mkit denen wir nie fahren würden, wenn wir das mit Muskelkraft betreiben müsste.

Also fahre ich dann auf Strecken, wo ich weniger kaputtmachen kann (Naturtrails) und warte bis die gebauten Strecken wieder fest sind, dann macht man auch nichts kaputt.
 
Wenn dann auf meinem 25kg E-Enduo noch ein nicht fetter, aber stabiler 1,86m Typ mit 97kg draufsitzt
Du meinst, dass die 8-9 Kg Unterschied zum motorlosen Rad so einen Riesenunterschied bei der "Trail-Zerstörung" ausmachen?
Da würde ich der evtl. mangelnden Fahr- und Bremstechnik sowie dem "Shredda-Feeling" einzelner Biker (unabhängig vom Fahrzeug) größere Bedeutung zumessen.
 
Ich fahre ja Gravelbike und MTB/E-MTB und kann das schon bestätigen. Pack man sich den Schwalbe Shredda Radial als Winterreifen aufs Rad, dann fahre ich damit nicht auf gebauten Strecken, oder auf Strecken wo jemand Anlieger etc. gebaut hat Der Reifen gräbt sich zwecks Gripgenerierung durch das Profil und die Radialbauweise tief in den feuchten Waldboden, das sieht man im Vergleich zum klassischen CrossCountry Fahrer oder einem leichten Trailbike schon deutlich.

Wenn dann auf meinem 25kg E-Enduo noch ein nicht fetter, aber stabiler 1,86m Typ mit 97kg draufsitzt und zügig fährt, dann ist das deutlicher am Trail zu sehen als der leichtere MTB'ler mit villeicht leichterem Bike und besser rollenden Reifen. Durch E-MTB sind wir halt mittlerweile mit Reifen unterwegs mkit denen wir nie fahren würden, wenn wir das mit Muskelkraft betreiben müsste.

Also fahre ich dann auf Strecken, wo ich weniger kaputtmachen kann (Naturtrails) und warte bis die gebauten Strecken wieder fest sind, dann macht man auch nichts kaputt.
Wir haben sicher eien Konsens, dass ich mit dem E-Bike als dämliches-Arschloch-Individuum mehr Schaden verursachen kann, als ohne. Aber ob ich nu unfertige Anlieger / bei ungeeigneten Bedingungen mit dem E-Bike oder ohne E fahre, spielt dann nur noch ne untergeordnete Rolle.
 
Naja eben doch. Fürs "normale Radfahren" braucht man nichts spezielles, das stimmt. Für das Mountainbiken im Sinne vieler in diesem Forum eben schon. Für das Mountainbiken was die Deisterfreunde im Rahmen ihrer Vereinsarbeit angeboten haben auch. Sonst gäbe es ja jetzt garkein Problem.

Für mich z.B. ist das normale Forstwegenetz nur Infrasturktur um zu den Trails zu kommen. Die Trails selbst sind schon mehr spezifisch für das Mountainbiken.

Ja ich kann eure Argumente schon auch verstehen, aber es ist weiterhin Welten von dem entfernt was für die Politik tatsächlich relevant wäre. Sich organisieren ist der richtige Weg, aber ich glaube wir müssen auch einfach einsehen, das wir nie die Relevanz in einer Größenordnung erlangen werden, für die wir (hier im Forum) die Forderungen stellen möchten.
Stimmt. Spezifisch ist die Infrastruktur schon. Nur eher frei zugänglich. Von mir war es vergleichend mit Fußball aktuell gemeint: Mensch geht halt raus, fährst ne Runde Fahrrad auf wegen/trails die irgendwie mal von einer Trailfee dahin geworfen wurden. Egal ob allein oder mit ein paar Freunden. Dass es vllt ne Vereinsstrecke ist (deisterfreunde), ist unerheblich, weil die Strecke ist ausdrücklich frei und unabhängig befahrbar.

Willste spontan ne ordentliche Runde Fussball spielen, kann man das im Park probieren. Aber realistisch wird man vom Fußballplatz gejagt, wenn kein Mitglied etcpp.
Oder schwimmen, wenns nicht gerade Sommer ist.
 
Wie sagt man heute noch so schön? "You don't have the cards!" Ich bin ja noch mit echten Motorrädern im Wald aufgewachsen. Irgendwann ist das durch den ganzen Druck von der Gesellschaft und vom Staat einfach verschwunden.

Wenn ich mir die aktuelle Politik so ansehe, dann liegt die Wahrscheinlichkeit vielleicht bei über fünfzig Prozent, dass das mit bestimmten Disziplinen beim Mountainbiken genau so kommen wird. Wer hat denn außerhalb von der eigenen Blase noch Verständnis für gebaute Trails oder Jumplines? Am Ende vom Tag sind das doch Sportanlagen, mit Natur hat das ja nix zu tun.

Ich find’ das schon absurd, wenn die Leute sich ihren Sport selber so eng machen, dass denen nachher nur noch eine einzige Option zum Ausüben bleibt. In der Natur gibt es ja auch solche Tiere und Pflanzen – das sind dann genau die, die als Erstes aussterben.
 
Du meinst also, die Leute dort fahren fast nur noch mit dem E-Bike durch die Gegend? Das wär ja das erste Mal, das ich davon höre, das E-Biker ein Problem noch schlimmer machen als es eh schon war. Donnerwetter, Sachen gibt es.
Ja, die eBikes haben massiv zugenommen.
Und dies führt zu dem Problem das statt 1-2 Abfahrten jetzt auf einmal 6 und mehr gemacht werden. Dies erhöht den Druck auf die Trails und den Deister massiv.
Und es sind auch sehr viele junge Leute, nicht nur wir älteren Herrschaften mit E unterwegs.
Oftmalige Begründung ist die Spaßoptimierung durch mehr mögliche Abfahrten.
 
Ja, die eBikes haben massiv zugenommen.
Und dies führt zu dem Problem das statt 1-2 Abfahrten jetzt auf einmal 6 und mehr gemacht werden. Dies erhöht den Druck auf die Trails und den Deister massiv.
Und es sind auch sehr viele junge Leute, nicht nur wir älteren Herrschaften mit E unterwegs.
Oftmalige Begründung ist die Spaßoptimierung durch mehr mögliche Abfahrten.
Eben aus genau diesem Grund - mehr Abfahrten - fahre ich mittlerweile nur noch E-MTB und zur Fitness Gravel. Ich trainiere meine MTB Skills, weil ich einfach mehr Trails abends schaffe - oder im Urlaub in Gegenden wie Vinschgau, Finale, Trailpark Harz, 3 Länder Enduro Trails (überall da wo es keine Lifte gibt) mehr Flexibilität habe.
 
Wenn ihr das Gefühl habt, Geländeradfahren aka MTB wäre nicht ausreichend politisch repräsentiert gibts Möglichkeiten:

a) sich organisieren wie die zB Fußball-, Wander-, Kleingartenvereine es seit 100 Jahren tun. Das bringt Sichtbarkeit, aber auch Arbeit

b) selbst so ein böser Politiker werden und genug Aufwand reinstecken um auch gewählt zu werden und dann selber Gas geben.

c) hier begeistert in die Tasten jammern

Wir (Teutofreun.de) hätten ggf. auch gerne vorhandene Trails legalisiert.
...
illegaler Trails
...
illegale Trails
...
illegalen Trails
...

Noch so eine komische Ausdrucksweise, wir sind nicht in Österreich, also nochmal:
Ihr hättet einige vorhandene Wege gern zu offiziell ausgeschilderten "Trails" gemacht.
Dabei seid ihr euch nicht immer einig geworden.

Illegal ist bei uns fast überall nur das Anlegen und "Tunen" von Wegen, das darauf fahren nur in 1-2 verblendeten Bundesländern und auch nur wenns schmal ist. Wenn man den weg lang genug mit genügend Shortcuts oder dicken Gefährten wie Bulldogs fährt und er 2m erreicht passts selbst dort wieder.

Wie der Kollege ja bestätigt:
Viele Anzeigen hatte nach Widerspruch , bei Ordnungsamt, keinen Bestand. Die versuchen nur, uns die "Milch sauer " zu machen.



https://www.mtb-news.de/forum/t/teutoburger-wald-mountainbike-fahrrad-fahren-verboten.927522/
1769163334775.png

https://www.alpenverein.de/artikel/...nswertes_ffce8cf1-4530-4d4a-932b-058bd783cadd
 
Da hier immer wieder von Kontrollen die Rede ist - wie funktioniert das? Stehen die dann an vielfrequentierten Wegen/Trails die nach der jeweiligen regionalen Regelung "illegal" sind (in BaWü wäre das z.B. ja AFAIK alles was <2m breit ist), halten die Leute an und stellen dann Tickets aus? Was machen sie, wenn die Leute kein Geld und keine Ausweispapiere dabei haben? Oder einfach nicht anhalten/kehrtmachen? Also wie (=mit wie viel "Nachdruck"/"Gewalteinsatz") werden flüchtige Sünder gestoppt? Ist dann gleich der zornige Jäger/Förster dabei und schießt die vom Rad? 😉
(Ich erinnere mich da an die Story über den Deister-Wald-Capo, der offenbar handgreiflich wurde)

Ich frage echt aus Interesse, weil es das bei uns halt gar nicht gibt (ich hatte mich schon in einem früheren Thread zum Thema Deister geäußert, wie happy ich bin, in einer MTB-freundlichen Kommune zu leben.)
 
3 Trails sind für das riesige Einzugsgebiet das der Deister hat ein Witz!
Solange das keine Behörden, Förster etc verstehen braucht man gar nicht weiter zu diskutieren.
Für mehr Geld wäre ein weitertbestehen wohl gegangen?
Allein da sieht man doch wie absurd das ganze ist.
Es geht nie um die Natur (laut Behörde), das ist schlichtweg gelogen.
Und der Förster der kooperiert hat war zufrieden und hatte keine unerlaubten Trails.

Gescheitert ist nicht das Projekt der legalen Trails, sondern das Verständnis und der Blick über den eigenen Horizont der Menschen die das Projekt so ins Wasser fallen lassen statt es voran zutreiben.

Und das sie nicht verstehen dass sie sich damit die Möglichkeit genommen haben teil zu haben und ihre Interressen zu vertreten, denn weder Biker, noch inoffizielle trails werden verschwinden.....
Wenn das Einzugsgebiet wirklich so groß ist müßten doch auch genug Leute dabei sein die Druck ausüben können.
 
Das wurde bei den Teutofreunden (www.teutofreun.de) auch so gehandhabt. Verein gegründet, illegale Trails muss der Verein "unterbinden" und die 5 legalen Trails verlaufen parallel zu bestehenden Waldwegen. Das Projekt funktioniert super und wird von allen Seiten stark angenommen. Eventuell wird es weitere legale Strecken geben.
So wie du es beschreibst, funktioniert es in 100km Luftlinie in Richtung Münster also sehr gut.
Man erwartet also ernsthaft, dass der Verein, der sich um die legalen Trails kümmert, quasi"Polizeiarbeit" macht? IMO starker Tobak (auch wenn es ja in diesem Fall funktioniert, wie du schreibst)
 
Wie sagt man heute noch so schön? "You don't have the cards!" Ich bin ja noch mit echten Motorrädern im Wald aufgewachsen. Irgendwann ist das durch den ganzen Druck von der Gesellschaft und vom Staat einfach verschwunden.

Wenn ich mir die aktuelle Politik so ansehe, dann liegt die Wahrscheinlichkeit vielleicht bei über fünfzig Prozent, dass das mit bestimmten Disziplinen beim Mountainbiken genau so kommen wird. Wer hat denn außerhalb von der eigenen Blase noch Verständnis für gebaute Trails oder Jumplines? Am Ende vom Tag sind das doch Sportanlagen, mit Natur hat das ja nix zu tun.

Ich find’ das schon absurd, wenn die Leute sich ihren Sport selber so eng machen, dass denen nachher nur noch eine einzige Option zum Ausüben bleibt. In der Natur gibt es ja auch solche Tiere und Pflanzen – das sind dann genau die, die als Erstes aussterben.
Bin ich voll bei dir. Ich kenne das z.B auch durchs Skaten. Ne gute Curb, Ledge, Wand, das sehe ich alles im Tunnelblick der Selbstgefälligkeit, das schreit ja wohl nach nem Grind oder Slide, oder nem Wallride…
alles zerstört auf laute kunstvollste Art eben auch, und dann ist der Spot gesperrt, Beispiel Domplatte, oder Skatestopper kommen dran. Andererseits: Für die Domplatte gab es nen Deal, KAP 686.

Alle anderen sehen eben nur das Ergebnis, im Grunde Sachbeschädigung. Sie hatten ja auch nichts davon 😄
Von daher: Ja, weil mich etwas ermächtigt, besser den je in die Natur vorzudringen, heisst nicht, das ich auch das Recht dazu habe. E-Bikes potenzieren das nur. Die momentane Möglichkeit, sich motorisiert in Wald oder Natur zu bewegen, ist eher ein Kollateralschaden der Mobilitätswende und der eigentlich sinnvollen Gleichstellung mit dem Fahrrad im Straßenverkehr.
 
E-Bike Hass hat vermutlich inzwischen eine ICD Nummer im Bereich der psychischen Erkrankungen. Egal, was ist, irgendwas mit Fahrrad, Schuld sind sie prinzipiell immer...
Für den Rest allen Übels vermutlich irgendwelche Ausländer.
Ich hoffe, du bist auch so tolerant, wenn die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird, und E-Scooter ihre Nutzungsrechte einfordern, auf deinen Trails 😱. Der Denkfehler ist einfach: Dein Wald wächst nicht einfach mit dem steigenden Nutzungsdruck.

 
Zuletzt bearbeitet:
Dadurch, dass es aber für viele Mountainbiker anscheinend unverzichtbar ist, über natürliche Gegebenheiten hinaus, Bauwerke und ähnliches im Wald installieren, oder zusätzliche, neue Wege in den Wald fräsen zu müssen, entsteht eben eine ganz andere Problemlage.
Nein.. nicht durch das Bauen von Trails, sondern durch die Leute die sich darüber aufregen und keine stichhaltigen Begründungen vorweisen können, warum das ein Problem sein soll - wesentlicher Unterschied.
 
Ich hoffe, du bist auch so tolerant, wenn die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird, und E-Scooter ihre Nutzungsrechte einfordern, auf deinen Trails 😱. Der Denkfehler ist einfach: Dein Wald wächst nicht einfach mit dem steigenden Nutzungsdruck.
Ein Denkfehler ist es aber genauso davon auszugehen, dass jedes E-MTB ein "zusätzliches" Rad auf den Trails ist.

Denn zum einen wird bei vielen das bisherige MTB eben jetzt durch ein E ersetzt, also ändert sich dadurch die Anzahl der Fahrenden nicht.
Zum anderen erscheint ein großer Teil der verkauften E-MTBs gar nicht auf Trails, sondern maximal auf den breiten Wald-, Schotter- und Radwegen, weil die Käufer ein E-MTB aus "Komfortgründen" gekauft haben, nicht um damit Mountainbikesport zu betreiben.
Die dort nun zahlreicher anzutreffenden Biker erwecken dann den Anschein eines "Nutzerdrucks" auch auf Trails, den es aber gar nicht unbedingt geben muss.

Und auch wenn ein E-MTBer mehr Trails/mehr Runden fahren kann, heißt das nicht automatisch, dass das immer "den gleichen Trail" trifft.

Durch das E wird es ja möglich, Touren neu und anders zu fahren, Trails einzubauen, zu denen es früher zu weit war, oder die zusätzliche Uphills erfordert hätten.

Bei mir beispielsweise ist es definitiv so, dass einige meiner "Stammtrails" zwischenzeitlich von mir nur noch selten befahren werden, dafür sind ein paar dazu gekommen, die ich früher selten bis nie gefahren bin. Auch variiere ich meine Touren jetzt viel stärker, so dass ich die verschiedenen Teile meines "Reviers" abwechselnd und mit zeitlichen Lücken befahre, während ich früher hauptsächlich in einem Gebiet unterwegs war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Übrigens richtig geiles Bild, da reizt ein Besuch schon, und schönes Santa Dirtbike, gibts das Jackal etwa noch?

1769168820135.jpeg
 
Naja eben doch. Fürs "normale Radfahren" braucht man nichts spezielles, das stimmt. Für das Mountainbiken im Sinne vieler in diesem Forum eben schon.
Das ist halt die Frage.
Diejenigen, die mit dem MTB (Bergrad, Querfeldeinrad) aufgewachsen sind, sehen das anders.
Man nimmt was da ist, was die Natur vorgegeben hat und fährt das.

Oder

Für mich z.B. ist das normale Forstwegenetz nur Infrasturktur um zu den Trails zu kommen. Die Trails selbst sind schon mehr spezifisch für das Mountainbiken.
Die "richtigen" MTB Wege, Trails etc gibts halt oft in anderen Gebieten, wie höher gelegene Hügel oder Berge, oder im Alpenraum und Umgebung.
Dort muss man auch mal hinkommen, bzw mit dem Auto oder Bahn hinfahren, wenn man nicht in unmittelbarer Nähe wohnt.

Wenn im nahegelegenen Stadtwald oder im 405 Meter hohen "Berg" eben die natürliche Infrastruktur nicht vorhanden ist, so nehmen das doch einige oder einige ältere (die mit dem MTB aufgewachsen sind) so hin.

Andere sind damit nicht zufrieden und brauchen halt künstliche Bauten. Die sehen ihren Seelenfrieden in Spüngen, Anlieger, Doppelt, Gruben, Sprungschanzen, Salto Mortale usw. Es wird nur wenig geben, die das denjenigen nicht zugestehen. Allerdings hat sich für diese Art von Sport das Konzept von Bikeparks oder Trailcenter durchgesetzt. Und auch die Politik, die Naturschützer, Grüne etc sehen darin einen guten Weg (Kompromiss).

Wenn man die bestehenden Gegebenheiten ändern will, dann darf es halt nicht verwundern, wenn dies auf wenig Begeisterung stößt. Gegen das "normale" fahren (das was da ist) hätte man vielleicht weniger zum Einwenden oder hat großteils ein paar Augen zugedrückt...
 
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