Erstmal muss man sagen, dass der Einfluss eines Schaltwerks auf die Hinterbaufunktion sehr gering ausfallen dürfte.
Wenn man seinen Hinterbau perfekt ausgelegt hat, Pedalrückschlag auf ein Minimum reduziert ist, die Progressionskurve perfektioniert ist, die Dämpferabstimmung perfekt darauf passt und die ungefederten Massen heruntergebracht sind, dann kann man am Ende vielleicht mal über die Schaltwerksspannung und -Dämpfung nachdenken.
Allgemein wäre Schaltwerksspannung ja nur eine zusätzliche Kraft parallel zum Federbein, denn ja, beim HP-Bike muss sich die Schaltwerk weiter spannen, wenn es einfedert. Je nach dem wie die Raderhebungskurve ist, aber nur ein Stück weit und dann nicht mehr, oder es gibt sogar ein Umkehrpunkt. Übertrieben gesprochen, gibt auch das theoretisch einen gewissen Einfluss auf die Federung.
Beim Ausfedern schnalzt das Schaltwerk dann quasi zurück. Die heutigen gedämpften Schaltwerke machen das halt langsamer und gedämpft, um Kettenschlagen zu vermeiden. Dennoch sorgt viel Bewegung am Schaltwerk auch für mehr Kettenschlackern und mehr unkontrolliertes Verhalten des Schaltwerks, dass sich irgendwo geringfügig auch auf die Federung auswirken könnte. Will man das vermeiden, muss man das Leertrum der Kette umlenken, so dass die Kette vom Schaltwerk unten aus gesehen möglichst in Richtung des Drehpunktes verläuft, dann hat man eine geringere Kettenlängung und damit wenig Spannbewegungen am Schaltwerk.
Aber alles sehr theoretisch. Ob man das in der Praxis wirklich als Einfluss auf die Federung wahrnehmen kann, sei mal dahin gestellt. Ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Eher wird man die geringeren Kettenbewegungen akustisch bemerken.