Transalp im Regen

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Servas zusammen,

ich werde wohl am 8ten September zu meinem ersten Transalp von Oberstdorf nach Riva aufbrechen. Werden zu 2. sein. Da ich einige Bergtouren gefahren bin denke ich dass ich Kondition und Können gut einschätzen kann. Jedoch bin ich noch nie im Regen trails gefahren.
Deshalb hab ich ein paar Schlechtwetterfragen.

Erstmal Route:
1. Oberstdorf - Schrofenpass - Arlbergpass - Konstanzer Hütte
2. Neue Heilbronner Hütte - Ischgl - Heidelbergerhütte
3. Fimbapass - Uinaschlucht - Sesvennahütte
4. Stilfser Joch - Bochetta di Forcola - Lago di fraele
5. Passo di verva - Mortirolo
6. Passo croce dominii
7. Tremalzo - Riva

1) Zu den nicht-Asphalt-pässen die Frage:
Wie sind sie wenns schifft? muss ich dann alles schieben/tragen?
Ist z.b. Uinaschlucht sogar zu gefährlich um sie mitm rad zu durchqueren? Ist fimbapass ausgesetzt? Bochetta könnte man gut umgehen. Ist die bei Regen zumutbar?
Brauche ich evtl ewig und schaffe die Etappen nicht?

2)Regenkleidung.
Regenjacke ist klar, aber brauch ich ne Regenhose? normal fahr ich da auch immer mit Radlerhose. lieber ne kalte Radlerhose als ne klebende Regenhose denk ich mir immer.

Danke schonmal für die Antworten.

Grüße Simon
 

Fubbes

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Ich habe wegen Regens noch nie alleine wegen der Nässe die Route geändert. Da gibt es keine Probleme, nur das Material leidet deutlich mehr.
Eine andere Geschichte ist die Zeitfrage. Regen bremst dich ziemlich aus, denn das ständig an und aus der Klamotten kostet mächtig Zeit. Außerdem fährt man langsamer, zumindest mir geht das so. Das ist schon eher ein Grund, Alternativen zu fahren.
Regenhose ist ein Muss! Im Hochgebirge kann es bei Regen dermaßen kalt werden. Auch Schnee ist möglich, vor allem, weil du erst im September fährst.

Gruß
Daniel
 

MTBMax

Max
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Servus,

bin die ersten drei deiner Etappen auch mal als Transalp gefahren (allerdings über die Freiburgerhütte). Hatte bis zum Val d'Uina Dauerregen auf dem Fimberpass gemischt mit Schnee. Ist alles kein Problem, außer dass es nass ist... Der Fimberpass ist ein schmaler Pfad aber nicht ausgesetzt. Das Val d'Uina ist an den ausgesetzten Stellen bei jedem Wetter zu schieben. Der Rest ist überhaupt kein Problem.

Ich fahre immer ohne Regenhose, lieber wechsle ich mittags mal. Ich habe ein paar Mal Regenhosen ausprobiert. Ergebnis: Am Hintern hat's gezwickt, zu den Oberschenkeln kam's nass rein und der Rest war von innen war's so nass wie von aussen, einziger Vorteil ist, das Gehänge bleibt einen Tick wärmer (manche mögen das). Regenhose ist also eine Geschmacksfrage. Sicher gibt es auch Leute die eine gutpassende haben und nicht verzichten wollen. Ich nehme für Kälte lieber eine lange Hose mit.

Grüße,
Max :bier:
 

Nakamur

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the__scorer schrieb:
Servas zusammen,
1) Zu den nicht-Asphalt-pässen die Frage:
Wie sind sie wenns schifft? muss ich dann alles schieben/tragen?
Ist z.b. Uinaschlucht sogar zu gefährlich um sie mitm rad zu durchqueren? Ist fimbapass ausgesetzt? Bochetta könnte man gut umgehen. Ist die bei Regen zumutbar?
Brauche ich evtl ewig und schaffe die Etappen nicht?

2)Regenkleidung.
Regenjacke ist klar, aber brauch ich ne Regenhose? normal fahr ich da auch immer mit Radlerhose. lieber ne kalte Radlerhose als ne klebende Regenhose denk ich mir immer.
zu 1)
Das kommt auf die Fahrtechnik an. Wir sind im Regen über den Fimbapass und fanden die Abfahrt gut. Hochtragen wirst du auch bei trockenem Wetter. Runterfahren bei Regen wurde uns von einem "Guide" abgeraten, es war aber kein Problem solange die Fahrtechnik stimmt. Uinaschlucht sollte bei Regen auch kein Problem sein. Du wirst ohnehin am Ende 1 Stunde tragen. Gewitter auf der Hochebene am Ende der Schlucht kann aber gefährlich sein, das gleiche gilt für den Fimbapass.

zu 2) Ich würde nicht ohne Regenhose (Goretex) fahren. Die wärmt auch notfalls. Normale Radhose natürlich drunter.
 
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simon:
regenkleidung? ist wohl wieder eine philosophische frage. ich würde einen ac nie ohne machen. wobei ich die ausstattung aber nicht auf jacke und hose begrenze, sondern ganz wesentlich auch die schuhe sehe. wir sind 2002 von 7 tagen 5 tage im regen gefahren, spass war das keiner mehr, zumal unser ami immer meinte, warum er aus dem sonnigen california ... na ja, andere geschichte ...). auf alle fälle habe ich mich verflucht, dass ich meine gore-socken nicht dabei hatte. dafür haben wir uns dann gefrierbeutel gekauft, die haben auch so einigermaßen den zweck erfüllt.
aber ac nie OHNE regenkleidung.

und dann auch noch an den rucksack denken! regenhülle ist pflicht. sensible sachen ruhig auch nochmal in eine eigene plastiktüte.

aber alles entscheidend für mich: ac ist urlaub und muss spass machen! also auch mal bei dauerregen die route ändern. auch solltet ihr überlegen, die tour mal zu unterbrechen, wenn die großwetterlage einen wetterwechsel verspricht. solltet ihr in eine schlechtwetterlage kommen, heisst das in der konsequenz auch: tour verschieben oder abbrechen. plant also ruhig ein gewisses zeitpolster ein.

und dann nicht vergessen, dass im september die tage auch schon wieder kürzer werden. dies kann bei regen mit der dann langsameren geschwindigkeit auch auswirkungen haben.

aber warum pesimistisch denken, ac ist sonnenscheinwetter, also vorsorge treffen und in die sonne starten. viel spass dabei!
florian
 
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Hi Simon,

kann mich dertutnix nur anschließen. Wir hatten bei unseren 2001er ac von 8 Tagen 6 Tage Schlechtwetter. Dauerregen, Hagel, Schneefall etc. Ohne guter Regenkleidung hätten wir, so wie viele die wir später am Gardasee wiedertrafen, auch die Tour abbrechen müssen. War echt kein Spass! Mit unserer Ausrüstung aber machbar.

Klingt zwar komisch, aber das wichtigste Teil das wir dabei hatten war ein kleiner Fön. Konnten dadurch Schuhe (nach 10 Stunden Dauerregen ist auch der beste Überschuh durch) etc. trockenfönen. :)
 

Fubbes

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socke schrieb:
[...]
Klingt zwar komisch, aber das wichtigste Teil das wir dabei hatten war ein kleiner Fön. Konnten dadurch Schuhe (nach 10 Stunden Dauerregen ist auch der beste Überschuh durch) etc. trockenfönen. :)
So ein Ding kann ganz praktisch sein, ich nehme mittlerweile trotzdem keinen mehr mit.

Man muss halt ein paar Sachen beachten:
  • Nasse Schuhe unbedingt abends mit reichlich Zeitungspapier ausstopfen, Einlegesohlen vorher raus.
  • Nasse (gewaschene) Klamotten einzeln in ein Handtuch einwickeln und gut wringen.
  • Sachen nicht zu dicht und nicht im Schrank aufhängen
  • leicht klamme Kleidung ziehe ich bereits vor dem Frühstück an, dann ist sie beim Aufbruch trocken (ok, ist nicht jedermanns Sache)
Auf Hütten ist das alles noch mal schwieriger, mangels Handtüchern und wegen der feuchteren Luft in der Höhe. Strom für einen Fön gibt es da auch nicht unbedingt. Deshalb ist es nützlich, wenigstens alle zwei Tage im Tal zu übernachten.

Gruß
Daniel
 
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Vielen Dank schonmal für die Antworten. Wir haben jedoch nur eine übernachtung unter 2000m - die direkt vor riva. Naja ich werde wohl auf Sonne hoffen :)
Im Ernst: in die klammen Sachen rein find ich auch nicht so schlimm. Das Argument mit den Schuhen ist aber wichtig, werd wohl mal paar Stunden damit im Regen rumstapfen wenns sich ergibt...
 
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