Auf hochfrequentierten Wegen empfinde ich das ständige Lob von Wanderern eher nervig, da immer auch die Erwartungshaltung zum Anti-E-Bike Smalltalk mitschwingt... Gerade wenn vor einem ein E-Biker den Wanderer überholt hat, ist es oft so, dass direkt über diesen gelästert wird und der richtige Biker dann gerade richtig kommt zum ablästern.
Auf hochfrequentierten Wegen in den Alpen hat sich aber auch das Verhalten extrem geändert. Ich komm mir hier oft vor wie auf der Kirmes. Respekt/Demut vor der Natur/dem Berg ist extrem zurückgegangen.
Ich vermute, dass es großen Einfluss hat, ob man sich mit intensivem, langem Training vorbereitet um dann mit eigener Muskelkraft den Berg bezwingt oder ob man zu Zweirad Stadler geht, sich ein Ebike holt und als Anfänger mit 0 Erfahrung der mit Fahrradfahren oder Bergen bisher eher nix zu tun hatte (war ja bisher zu anstrengend, aber auch nicht so wichtig dafür zu trainieren) einfach hochfährt.
Natürlich gibt es auch die Rentner die jahrelang ohne Hilfmotor gefahren sind und ihre gewohnten Touren weiter fahren möchten und ähnliche...
Mit Blick auf die E-Bike Verkaufszahlen sollte aber doch klar sein, dass das eine verschwindene Minderheit ist.
Im Endeffekt wird sich die Frequentierung erhöhen, da die Schwelle "Training erforderlich" wegfällt.
Auch die Erwartungshaltung "ich hab wenig Zeit deshalb will ich mit dem E-Bike den maximalen Spass in die kleinste Zeit packen" wird dazu beitragen, dass es zu mehr Verboten kommt, die dann alle betreffen.