Was ist denn jetzt mit Pantani !?

XCRacer

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Das letzte was ich über ihn gelesen habe, stammt vom 17.01.03:

Das italienische "Scanavino" ist in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit Marco Pantani, der sein Comeback plant und derzeit auf Mallorca trainiert.

Quelle: radsport-news.com
 
also ich hab grad gelesen das "Scanavino" die GS2-Lizenz bekommen hat, allerdings ohne Pantani und dessen Privatsponsor "Mercatone Uno" als Co-Sponsor

d.h. das Pantani immer noch ohne Vertrag ist (und wahrscheinlich bleibt das meiner Meinung nach auch so)
 
Original geschrieben von phiro
d.h. das Pantani immer noch ohne Vertrag ist


... und das ist gut so. :lol:

Der kahlköpfige Doping-Fresser sollte am besten ganz aufhören und den Virenque gleich mit in den Ruhestand nehmen.

Tvaellen
 
Original geschrieben von XCRacer
Was ist denn jetzt mit Pantani !?

Jetzt: nichts.

Juli 03: Pantani gewinnt nach einem fulminanten Finale die Königsetappe der Tour und liegt vor dem abschließenden Zeitfahren uneinholbar vorne..........



Mann, mann... wie schön wär´s doch, wenn er wieder mitfahren könnte...
 
Original geschrieben von tvaellen



... und das ist gut so. :lol:

Der kahlköpfige Doping-Fresser sollte am besten ganz aufhören und den Virenque gleich mit in den Ruhestand nehmen.

... und Armstrong und Ullrich und Beloki und Jalabert und eigentlich hätte man ja in den 30er Jahern den Profiradsport und Hochleistungsport jeglicher Art überhaupt abschaffen müssen. Und eigentlich dürfte es auch keine Medikamente für kranke und alte Menschen geben...
 
hat der Glatzkopf eigentlich sein scheinchen fürs Brummmmm brummmm schon wieder ;-)))))))


Grüßele aus dem schönen Frankenland ;-)

coffee
 
Egal wie man über Pantani denken kann, ich vermisse seine Powerantritte am Berg und seine Tempowechsel, die die meisten Konkurrenten mürbe gemacht haben.
 
@ Ackebua
Armstrong dopt nicht bzw. hat sich noch nie erwischen lassen.
Bei Ulle kann man streng genommen nicht von Doping reden (konnte ohnehin nicht fahren und hat Drogen und kein Epo genommen).
Jalabert und Beloki: weiss ich nicht.

Bei Pantani und Virenque steht dagegen fest, dass sie zielgerichtet gedopt und haben und nur durch juristische Winkelzüge und lasche nationale Dopingkommitees kurze Zeit später wieder fahren durften.

Für mich sind die zwei gestorben, auch wenn Pantani ein wirklich guter Bergfahrer war und vielleicht wieder wird (Virenque war noch nicht einmal das).

Ich habe etwas gegen vorsätzliches Doping im Leistungssport.
Sonst bin ich durchaus ein Fan moderner Medizin und Pharmazie.

Tvaellen
 
Entschuldigt mich wenn ich mich einmische..............
Pantani ist Doping nie (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) nachgewiesen worden! Er hatte bei der Giro Etappe in Madonna di Campiglio den Hematokrapid (oder wie das heisst...) leich ueber der Grenze. Wie sowas zustande kommt: manche Personen haben von Natur aus einen sehr hohen Wert; dieser Wert kann durch Hoehentraining erhoeht werden (ist ja der Zweck vom Hoehentraining); oder man nimmt gewisse Substanzen............ jeder kann sich denken was er will.
Eines ist aber sicher: Pantani wurde Doping nie nachgewiesen und wurde vom Gericht freigesprochen; "perchè il fatto non sussiste", fuer alle nicht italienischkoenner: hatte zwar ueberhoehten Wert, man konnte aber sonst nichts nachweisen".
Jemand sprach von Ulrich, Amstrong usw., glaubt nicht, dass diese sich von Milch und Brot ernaehren..................................
Ausserdem wuerde ich mit dem Wort Doping sehr vorsichtig sein, denn abgesehen von einigen wirklich verbotenen Substanzen, kann man auch "gedopt" sein, weil man gewisse andere Werte ueberschreitet ohne jene verbotenen Substanzen einzunehmen.

Ist wiklich schade, dass die Karriere des groessten Bergfahrers aller Zeiten durch die Justiz wegen solchen Bloedsinnen beendet wurde. Wer erinnert sich nicht an die Duelle mit Armstrong und Ulrich. Tour 99, Alpe d'huez , Pantani-Armstrong; der Mythos lebt!
Soweit meine Meinung!
 
Ein bißchen differenzierter würde ich das schon sehen. Tatsache ist jedenfalls, daß er den zulässigen Wert überschritten hat - und dafür ist er nunmal selbst (oder seine Betreuer) verantwortlich, nicht irgendein Jurist.

Man könnte m.E. auch durchaus darüber diskutieren, ob in einem solchen Fall, d.h. bei Überschreitung zulässiger Höchstwerte, die Beweislast, wie es zu einer solchen Übersschreitung kommen konnte, nicht beim Fahrer liegen müßte.

Glaubt denn im Ernst jemand hier, daß es auch nur einen "sauberen" Radprofi gibt ???

Ehrlich gesagt, ist es mir vollkommen egal, ob Pantani zurückkehrt oder nicht - wenn er aber die Rückkehr in ein Profiteam an der Frage seiner Bildrechte scheitern läßt, scheint es ihm selbst nicht so furchtbar ernst zu sein. Vielleicht sollte er sich wirklich ganz still aus dem Radsport verabschieden ...
 
Original geschrieben von Nihilist
wenn er aber die Rückkehr in ein Profiteam an der Frage seiner Bildrechte scheitern läßt, ...
Was für Bildrechte? Schreib doch bitte mehr darüber!

Doping hin oder her. Der Radsport hat lange Zeit von Personen wie Pantani profitiert. Paradiesvögel (ua.Chipolini) gehören dazu und wenn sie dazu noch Leistung bringen sind sie mehr als das Salz in der Suppe.
 
Also, lt. Presse war es wohl so, daß Pantani und Cipollini gemeinsam in einem neuen Team fahren sollten/wollten und die Verhandlungen insoweit bereits unmittelbar vor dem Abschluß standen. Letztlich sei es dann aber doch nicht zu dem Deal gekommen, weil sich des Piraten Managerin geweigert habe, die Bildrechte an das Team abzutreten.

Nun ja ...
 
Original geschrieben von Nihilist
Glaubt denn im Ernst jemand hier, daß es auch nur einen "sauberen" Radprofi gibt ???

Tja, vor allem, wenn man sich anschaut, was schon alles im Hobby-Bereich abgeht. Mir wird echt anders, wenn die Bike über "legales Doping" schreibt und ich vor nem Marathon Gespräche belauschen kann, in denen es um Koffeintabletten und Aspirin geht...

Traurig.
 
Du sagst es. Großer Beliebtheit erfreuen sich seit längerem auch Asthmasprays (auch im Hobbybereich). Es spricht für sich, daß fast jeder zweite Radprofi offiziell Asthmatiker ist - ein Schelm, wer Böses dabei denkt !

Aber ich will hier keinen Doping-Thread eröffnen ...
 
Original geschrieben von Nihilist
Großer Beliebtheit erfreuen sich seit längerem auch Asthmasprays (auch im Hobbybereich).

Stimmt, das hatte ich noch vergessen. Ein Freund von mir schwört darauf (MTB & Inline-Speedskaten).

Wenn man aber auf die Ergebnisse schaut - ALLES kann Doping wohl auch nicht bewirken :D :D :D
 
Tja andrerseits, was will man schon machen, wenn ja sogar die grossen Vorbilder sich dopen.
Bei Armstrong frage ich mich allerdings wirklich, wie es gehen soll. Ich habe die Biografie gelesen (Wer wohl nicht!!!) und mich oft danach gefragt, geht das alles mit rechten Dingen zu? Lance wurde an der Tour '02 ja so oft kontrolliert, da hätte man doch was finden sollen.

Gut, wenn man sich als Vergleich dann den Oesterreicher Hermann Meier ansieht... Der war ja auch kurz davor, ein Bein zu verlieren, und heute ärgert er wieder die anderen Ski-Nationen.
Also doch eine Sache des Willens?

cu
Iceman
 
es gibt News vom "Piraten"

wie ich grad gelesen hab fährt er nun doch im Team "Mercatone Uno-Scanavino", ein italienisches GS2-Team mit Saisonhöhepunkt "Giro"

er scheint es nochma richtig ernst zu meinen und arbeitet hart an seinem Comeback

naja mal schauen was dabei rauskommt
 
Original geschrieben von phiro
er scheint es nochma richtig ernst zu meinen und arbeitet hart an seinem Comeback

Wie oft hat man das nun schon gelesen... Ich würd mich trotzdem echt freuen, wenn er´s nochmal zurück an die Spitze schaffen würde.
 
Original geschrieben von raceratbikes
...
Er hatte bei der Giro Etappe in Madonna di Campiglio den Hematokrapid (oder wie das heisst...) leich ueber der Grenze. Wie sowas zustande kommt: manche Personen haben von Natur aus einen sehr hohen Wert; dieser Wert kann durch
...

Wir erinnern uns.
War doch bei Ulle damahls (97/98) ganz genau so.

Ciao
Der Frosch
C.
 
Original geschrieben von Iceman
Bei Armstrong frage ich mich allerdings wirklich, wie es gehen soll...
...Lance wurde an der Tour '02 ja so oft kontrolliert, da hätte man doch was finden sollen...

Bei Lance findet man ja seit der Genesung von seiner Krebserkrankung vor jedem Rennen zwei Mittelchen im Blut wieder, mit denen andere Fahrer längst geköpft würden. Einmal darf er ein Präparat nehmen, das die Blutgerinnung fördert und ein weiteres, welches eben diesen Hematokritwert anhebt. Aber er darf das nunmal.

Zu Ullrich nur soviel: Als ihn ein Kommentator während seiner letzten Tour de France fragte, ob im Team Telekom alles sauber vonstatten geht, antwortete er: Mensch , mit Wasser und Keksen kann man eben kein Rennen gewinnen.

Ob nun Doping oder kein Doping, man muß erst einmal solche Leistungen wie Pantani gebracht haben, und das haben nun mal nicht viele.
 
11.02.03 (rsn) - Der letzte große Auftritt von Marco Pantani liegt zweieinhalb Jahre zurück, der Etappensieg in Courchevel bei der Tour de France 2000 war sein letzter Sieg. In der italienischen Sportpresse spielt er nur noch Nebenrollen, dennoch ist der
einstige "Pirat" nach Umfragen immer noch einer der vier populärsten Sportler Italiens. Derzeit bastelt der 31 Jahre alte Pantani, der 2003 im "Mercatone Uno-Scanavino"-Team fährt, auf den Kanaren an einem Comeback.

1999 stand Marco Pantani im Zenit seiner Karriere. Der kleine Kletter-Virtuose aus Cesenatico, der mit an Arroganz grenzendem Selbstbewußtsein seine Attacken vor den Rennen auf den Kilometer genau ankündigen konnte, hatte im Jahr zuvor Tour de France und Giro d'Italia gewonnen und stand vor seinem erneuten Giro-Triumph. Dann der Absturz: Wegen erhöhtem Hämatokritwert wurde Pantani zwei Tage vor Schluss mit dem Sieg vor Augen vom Giro ausgeschlossen. Von diesem Schlag erholte sich Pantani nie mehr richtig.

Pantanis wiederholte Comeback-Versuche wurden durch weitere Dopinganschuldigungen und -verfahren, die folgten, zur Makulatur. Im letzten Oktober schien Pantanis Karrierenende endgültig besiegelt: Im Zusammenhang mit einer Dopingaffäre beim Giro 2001, als die Polizei bei einer Razzia eine Spritze bei ihm fand, wurde Pantani von der Disziplinarkommission des italienischen Radsportverbands für acht Monate gesperrt. Ein neues Team schien Pantani, dessen Sperre am 17.April abläuft, nicht mal mehr zu suchen. Sowohl Bjarne Riis' CSC als auch Sidermec wollten Pantani (und dessen Sponsorengelder...), doch man kam nicht zusammen. Halbherzige Verhandlungen mit dem Team von Weltmeister Mario Cipollini ("Ich kann Pantani helfen") scheiterten Mitte Dezember. Pantanis Karriere als Rennfahrer schien zu Ende.
In einem ruhigen Urlaub mit seinen Eltern in Griechenland besann sich Pantani über Weihnachten und Neujahr. Im Training, ganz allein auf abgelegenen griechischen Landstraßen, entdeckte Pantani seine Lust am Radfahren wieder. Der Entschluß reifte, doch noch nicht das Rennrad in die Ecke zu stellen und nach Ablauf der Sperre wieder Rennen zu fahren. Pantani räumt ein, dass bei dem erneuten Comebackversuch auch das Geld eine Rolle spielt und mehr noch der Wunsch, nicht ganz sang- und klanglos abzutreten.

Beim GS-II-Team "Scanavino" von Davide Boifava, der schon einst bei Carrera sein Sportlicher Leiter war, wird Pantani 2003 zurückkommen. Dem "Piraten" treu blieben neben seinem Sponsor Mercatone Uno, der Cosponsor bei Scanavono wird, auch langjährige Teamkollegen wie der Spanier Daniel Clavero und die Italiener Roberto Conti und Fabiano Fontanelli. Zur Tour de France wird die bescheidene neue Pantani-Truppe nicht eingeladen werden, der Giro d'Italia, bei dem Pantani im letzten Jahr hinterherfuhr, wird der Saisonhöhepunkt. Dafür trainiert Pantani derzeit bis zu sechs Stunden täglich.

"Ich werde nie mehr der große Pantani sein", sagte der Italiener jetzt der Pariser Sportzeitung L'Equipe. "Aber ich brauche das auch gar nicht. Ich möchte ein neues Verhältnis zu meiner Arbeit entwickeln und Ruhe finden", kündigt Pantani ein bescheidenes Comeback an. "Ich hätte zu einem Erstdivisions-Team gehen können, in dem ich einen Tour de France-Startplatz sicher gehabt hätte. Aber das wollte ich nicht. Wenn, dann will ich mit eigener Kraft dorthin. (...) Ich werde die Rennen nehmen wie sie kommen. Ich werde dort fahren, wo man mich und mein Team haben will. Dann wird es an mir liegen, zu zeigen, dass es mich noch gibt."

Marco Pantani
Geb. 13.01.70 in Cesena (Ita); 1,72 m/55 kg

Profi seit 5.August 1992
Teams: Carrera (1992 - 1996), Mercatone Uno (1997-2002), Mercatone Uno-Scanavino (ab 2003)

Größte Erfolge: Tour de France 1998. Giro d'Italia 1998, Zweiter Giro d'Italia 1994 Dritter Tour de France 1994 und 1997, 8 Giro- Etappensiege (2/1994, 2/1998, 4/1999), 8 Etappen Tour de France, Murcia-Rundfahrt 1999,
 
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