Nein. Erstens funktioniert das Ganze nicht ohne den Dämpfer temperatursensitiver zu machen, und zweitens sind die Unterschiede nicht signifikant genug um Gewichtsunterschiede auszugleichen. Hier ein
Zahlenbeispiel von Restackor, wo die Viskosität
verdreifacht wird.
Man kann mit der Viskosität nachträglich versuchen, Feinabstufung zu machen, wenn zum Beispiel die Nadelgeometrie ungünstig ist und man "zwischen Clicks sitzt". Aber sehr viel mehr nicht. Genau deshalb gibt es fein abgestufte Druck- und Zugstufenstacks fürs Midvalve.
Danke für den Link, sind interessante Daten. Aber hast den selbst auch durchgelesen? Passt nicht unbedingt zu dem, was du teilweise äußerst, zum Beispiel letztens im anderen Faden deine Bemerkung zu MST Tuning und dünneres Öl. Hier sagst du quasi, Öl würde keinen Unterschied machen, dann wäre es ja auch egal, was für Öl man nimmt… (davon ab, Öl ist natürlich ein komplexes Thema, wie in deinem Link ja schön hervorgeht; allerdings ist die Viskosität bei Arbeitstemperatur eben nicht verdreifacht und das mit dem Temperaturverhalten ist ein valider Punkt).
War aber im Grunde auch nicht mein Punkt. Wenn man das mit dem Öl valide argumentieren kann, dass es per se keinen Sinn macht, lasse ich mich gerne überzeugen, nur sehe ich das aus deiner hingeworfenen Bemerkung noch nicht. Aber lassen wir das. Was ich sagen wollte, ist vor allem, dass die Dämpfung nicht jedes Jahr, anders als uns vor allem Fox und RS weiß machen wollen, revolutioniert wird, sondern dass an vielen kleinen Rädchen gedreht wird, was dann manches besser macht und notgedrungen manches auch schlechter. Ist immer so bei Optimierungen. Ob die Änderungen dann für den einzelnen hilfreich sind oder eventuell sogar eher hinderlich, kann man pauschal nicht beantworten. Dass es dann für die Mehrzahl vielleicht besser wird, kann durchaus sein, ist aber auch nicht jedes Jahr so, sonst würde es für manche größeren Änderungen nicht im nächsten Jahr gleich wieder Updates geben. Aber wie gesagt, im Grunde ist das vor allem ein Marketingspielchen. Man kann fünf Jahre alte Gabeln - also nicht unbedingt fünf Jahre runter gerockt, sondern hinsichtlich Konzeption - heute immer noch fahren und für manche Use Cases mag das sogar noch besser sein. Wie man die dann persönlich anpassen kann, wird auch darauf ankommen, wohin man mit der Anpassung will. So ist das halt bei Technik, die grundsätzlich ausentwickelt ist. Es gibt beim Fahrrad anders als in der Mikroelektronik, wo die Miniaturisierung immer noch voranschreitet, was Performancegewinne bringt, beim Rad eben keine grundsätzlichen technologischen Sprünge (außer natürlich bei elektronischer Steuerung, aber die ist für viele ja Teufelszeug). Dass man trotzdem immer noch neue Ideen haben kann und bei der Optimierung vieler Parameter einen besseren Kompromiss haben kann, ist unbenommen und das macht es ja weiterhin spannend. Ob man daraus dann unbedingt die Marketingrevolution machen muss? Mir persönlich sind Firmen wie Manitou lieber, die alle paar Jahre mit was Neuem kommen und dazwischen vielleicht kleine Verbesserungen, die oft genug unbemerkt bleiben (das Manitou andere Probleme hat, wissen wir). Aber wie gut zu sehen ist, funktioniert das Aufblasen zur Revolution am Markt besser. Und alle am Markt machen mit…