Fox DHX, Float X und Live Valve Neo: Dämpfungs-Redesign soll mehr Flow & Grip liefern

aber viel wichtiger ist doch: was meint @SovietElmo dazu?
Die Details fehlen leider im Artikel. Jeff Kendall-Weed hat einen neuen Float X aufmachen lassen, das ist interessant.

Es gibt ein neues Basevalve. Wie da der Lockout realisiert ist, würde mich interessieren. Das Midvalve hat größere Ports und eine andere Oberfläche bekommen. Bottom-out-Bumper und Top-out-Einheit sind überarbeitet worden. Zu neuen Tunes gibt es noch nicht viele Infos, außer dass es halt Neue gibt. Sieht meiner Meinung nach sehr interessant aus alles.
 
Die Details fehlen leider im Artikel. Jeff Kendall-Weed hat einen neuen Float X aufmachen lassen, das ist interessant.

Es gibt ein neues Basevalve. Wie da der Lockout realisiert ist, würde mich interessieren. Das Midvalve hat größere Ports und eine andere Oberfläche bekommen. Bottom-out-Bumper und Top-out-Einheit sind überarbeitet worden. Zu neuen Tunes gibt es noch nicht viele Infos, außer dass es halt Neue gibt. Sieht meiner Meinung nach sehr interessant aus alles.
Der Climb_mode wird wie bei dem bisherigen Flat Piston BaseValve über den Pistonbolt realisiert.
Durch betätigen des Hebels, werden die Öffnungen im Basevolve für den großen Compression Shimstack gesperrt. Das Öl wird über drei dann noch offene Bohrungen auf den Piston Bolt geleitet, wo es über Kenäle an den Climb Mode Shimstack gelangt.
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Was meinst Du mit aktueller Revision? MY25/26 ist in aller Regel nicht so günstig. Und MY22-24 ist vom Basevalve her schon etwas komplizierter.

Es gab sowohl für die erste als auch die zweite Revision Stocktunes, die sehr gut funktionieren (können). Da ist M-ST meiner Meinung nach gar nicht nötig. Und ich persönlich mag vorgespannte Zugstufentunes nicht. Selbst vorgespannte Crossover nicht. Entsprechend würde ich das eher selbst machen.
 
Kann man den ganzen Kram einfach beim Service in einen bisherigen FLOAT X einbauen lassen? Am Gehäuse hat sich ja scheinbar nichts getan?
 
Der Climb_mode wird wie bei dem bisherigen Flat Piston BaseValve über den Pistonbolt realisiert.
Durch betätigen des Hebels, werden die Öffnungen im Basevolve für den großen Compression Shimstack gesperrt. Das Öl wird über drei dann noch offene Bohrungen auf den Piston Bolt geleitet, wo es über Kenäle an den Climb Mode Shimstack gelangt.
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Woher wisst ihr sowas schlaues immer?
Das kriegt man doch als Normalmensch nicht so einfach mit, oder?

Oder ich bin da die Ausnahme ....🫣
 
Kann man den ganzen Kram einfach beim Service in einen bisherigen FLOAT X einbauen lassen?
Das war beim Update auf MY25 möglich. Allerdings nicht unbedingt sehr wirtschaftlich. Und es hängt auch arg an der Ersatzteilversorgung, ob das zeitnah zum Beispiel bei Deinem Dämpfer drin wäre.
Das kriegt man doch als Normalmensch nicht so einfach mit, oder?
Aufmachen und reingucken. Wie der Climbswitch im Modelljahr 22-24 funktioniert, kann man auch gut nachvollziehen. Hab ich irgendwo im Tuning Thread zum Beispiel gepostet.
 
Auch wenn viele Leute das hier wieder lächerlich finden: Die Neuauflagen von Float X und DHX sind schon immer sehr schrauberfreundliche Dämpfer gewesen, und seit MY25 hat man einen großen Katalog aus wirklich guten Stocktunes zur Auswahl---zwei Dinge, die kein aktueller Rockshox-Dämpfer leisten kann.

Perfekt sind die Teile nicht, vor allem nicht mit den Tunes wie sie auf OEM-Bikes oft kommen. Aber man hat immerhin die Möglichkeit, sehr viel sehr gut anpassen zu können. Härte des Climb switches, Basevalve stack, Midvalve stacks, ... und zum Zerlegen braucht man nicht mehr als einen Schraubstock, einen Zangenschlüssel, ein Pick, einen Schraderventilkernschlüssel und eine M5 Entlüftungsspritze. Da darf die große Konkurrenz gerne mal mitschreiben.
 
Auch wenn viele Leute das hier wieder lächerlich finden: Die Neuauflagen von Float X und DHX sind schon immer sehr schrauberfreundliche Dämpfer gewesen, und seit MY25 hat man einen großen Katalog aus wirklich guten Stocktunes zur Auswahl---zwei Dinge, die kein aktueller Rockshox-Dämpfer leisten kann.

Perfekt sind die Teile nicht, vor allem nicht mit den Tunes wie sie auf OEM-Bikes oft kommen. Aber man hat immerhin die Möglichkeit, sehr viel sehr gut anpassen zu können. Härte des Climb switches, Basevalve stack, Midvalve stacks, ... und zum Zerlegen braucht man nicht mehr als einen Schraubstock, einen Zangenschlüssel, ein Pick, einen Schraderventilkernschlüssel und eine M5 Entlüftungsspritze. Da darf die große Konkurrenz gerne mal mitschreiben.
Selbst die Spritze braucht man zum Entlüften nicht. Zwei Stücke Gartenschlaich o. ä. reichen schon.
 
Woher wisst ihr sowas schlaues immer?
Das kriegt man doch als Normalmensch nicht so einfach mit, oder?

Oder ich bin da die Ausnahme ....🫣
Bist nicht alleine. Geht mir ähnlich.
Gibt hier ein paar User, die wohl die Dämpfertechnik annähernd vollumfänglich durchdacht/erforscht/verstanden haben.

Lese da gerne mit, weil ich so Stück für Stück ein wenig mehr Verständnis entwickel.

Ich hab für mich aber irgendwann einmal entschieden, dass ich nicht mehr als Token/Spacer ein-/ausbaue.
Bin also ein reiner User, der aber immer auf der Suche auf dem für mich optimalen Setup ist.
 
Wenn man es drauf anlegt, geht es auch ganz ohne Spritze. Es ist aber deutlich angenehmer.
Ich stecke einfach auf den AGB und auf den Body ein Stück Schlauch. Den Dämpfer so eingespannt, dass die beiden offenen Schlauchenden nach oben zeigen und diese mit Öl befüllen.
Dann muss man nur noch pumpen bis keine Luft mehr aufsteigt.
Spart eben den Adapter für die Spritze.
Obwohl, glaube das ist das gleiche Gewinde wie am Adapter fürs Aufpumpen vom AGB?
Dan hat man den passenden Adapter ja eh.
 
Bist nicht alleine. Geht mir ähnlich.
Gibt hier ein paar User, die wohl die Dämpfertechnik annähernd vollumfänglich durchdacht/erforscht/verstanden haben.

Lese da gerne mit, weil ich so Stück für Stück ein wenig mehr Verständnis entwickel.

Ich hab für mich aber irgendwann einmal entschieden, dass ich nicht mehr als Token/Spacer ein-/ausbaue.
Bin also ein reiner User, der aber immer auf der Suche auf dem für mich optimalen Setup ist.
Dämpfung ist kein Hexenwerk, das ist einfach Strömungswiderstand, der abhängt von Größe und Form einer Öffnung und Viskosität der strömenden Flüssigkeit. Die Größe und Form der Öffnung kannst du jetzt vielfältig beeinflussen und man kann verschiedene Lösungen nebeneinander anordnen. Das ist jeweils ein Optimierungsprozess, um das gewünschte Resultat zu bekommen. Probleme dabei sind:
  • Variabilität in Bauteilen (komplizierte Lösungen können bessere Optimierungen erlauben, wenn aber Toleranzen ungünstig zusammenspielen auch große Probleme machen)
  • Haltbarkeit, auch hinsichtlich wie oft man einen normalen Service machen sollte (Kunden halten sich selten an die Vorgaben)
  • Wohin optimiere ich, sprich was will der Kunde eigentlich
  • Wieviele Anpassungsmöglichkeiten will ich bieten hinsichtlich Nutzung, also Bandbreite an Nutzungsprofilen (das unter dem Aspekt, das externe Verstellmöglichkeiten immer eine optimale Lösung für ein bestimmtes Profil beeinträchtigen, weil externe Verstellmöglichkeiten die Auswahl der internen Bauteile beschränkt)

Und vor allem natürlich, so ein Element soll für verschiedene Gewichtsklassen funktionieren. Das ist bei Seriendämpfern das größte Problem, das sich bei Tuning eliminieren lässt (weshalb Tuning umso sinnvoller ist, je mehr man vom Standard User mit Standard Usecase abweicht).

BTW, eine Gewichtsanpassung ließe sich auch mit anderen Ölviskositäten auf relativ einfache Weise erreichen - wundert mich, dass das so gar nicht genutzt wird. Klar ist nicht optimal, aber immer noch besser als im absoluten Randbereich einer Dämpfung zu arbeiten und viel einfacher als zum Beispiel kleinere oder größere Bohrungen.

Es geht bei der Dämpfung also um die Optimierung vieler kleiner Zutaten und das bedeutet Kompromisse. Da kann ich also in einem Jahr das eine verbessern, dadurch wird sich was anderes verschlechtern. Sieht man ja über die Jahre. Ob mir dann das eine Jahr besser passt als das andere, ist individuell. Im Marketing wird das natürlich immer als Revolution verkauft. Und das funktioniert offensichtlich und wer es nicht tut, ist weniger erfolgreich. Der Kunde möchte gerne belogen werden…

Was tatsächlich ein Fortschritt wäre: bessere Bauteile sprich solche mit weniger Toleranzen verwenden. Das ist aber teuer und wird wenig gemacht. Da tut sich über die Jahre natürlich schon was, aber vor allem in dem Maße, wie die Zulieferer der Hersteller besser werden. Entsprechend macht es schon Sinn, alle paar Jahre auf ein neues Modell umzusteigen - vom Verschleiß natürlich abgesehen - und wer sich auskennt, findet auch eher das für sich passende Modell. Tuning ist dann je nach Match mehr oder weniger sinnvoll, gutes Tuning ist aber meistens von Vorteil.

Aber neu erfunden wurde die Dämpfung schon lange nicht mehr.
 
BTW, eine Gewichtsanpassung ließe sich auch mit anderen Ölviskositäten auf relativ einfache Weise erreichen - wundert mich, dass das so gar nicht genutzt wird. Klar ist nicht optimal, aber immer noch besser als im absoluten Randbereich einer Dämpfung zu arbeiten und viel einfacher als zum Beispiel kleinere oder größere Bohrungen.
Das stimmt so nicht. Du kannst nicht beliebig mit der Viskosität spielen. Bis auf Rockshox arbeiten alle ernsthaften Hersteller im Fahrradbereich mit Öl, das zwischen 14 und 18cST bei 40°C hat. Weil man dabei einen ganz guten VI---sprich sinnvolle Temperaturstabilität---bekommt.

Die Viskosität wirkt sich auch so gut wie nur auf die Lowspeed-Dämpfung von Nadelventilen aus (Lowspeed-Druck resp. Zugstufe). Aber Lowspeed wird nicht insignifikant auch von den Faceshims bestimmt.
Es geht bei der Dämpfung also um die Optimierung vieler kleiner Zutaten und das bedeutet Kompromisse. Da kann ich also in einem Jahr das eine verbessern, dadurch wird sich was anderes verschlechtern. Sieht man ja über die Jahre. Ob mir dann das eine Jahr besser passt als das andere, ist individuell. Im Marketing wird das natürlich immer als Revolution verkauft. Und das funktioniert offensichtlich und wer es nicht tut, ist weniger erfolgreich. Der Kunde möchte gerne belogen werden…
Was sind denn Probleme bei den Revisionen von Float X und DHX? Grundsätzlich an den Bauteilen liegt es nicht. Und Kostensparen kann man bei den Basevalve-Konstruktionen übrigens auch nicht wirklich vorwerfen.
 
Das stimmt so nicht. Du kannst nicht beliebig mit der Viskosität spielen. Bis auf Rockshox arbeiten alle ernsthaften Hersteller im Fahrradbereich mit Öl, das zwischen 14 und 18cST bei 40°C hat. Weil man dabei einen ganz guten VI---sprich sinnvolle Temperaturstabilität---bekommt.

Die Viskosität wirkt sich auch so gut wie nur auf die Lowspeed-Dämpfung von Nadelventilen aus (Lowspeed-Druck resp. Zugstufe). Aber Lowspeed wird nicht insignifikant auch von den Faceshims bestimmt.

Was sind denn Probleme bei den Revisionen von Float X und DHX? Grundsätzlich an den Bauteilen liegt es nicht. Und Kostensparen kann man bei den Basevalve-Konstruktionen übrigens auch nicht wirklich vorwerfen.
Ich sage nicht, dass du beliebig mit der Viskosität spielen sollst, aber natürlich kannst du das Verhalten eines Dämpfers mit der Viskosität beeinflussen. Zwischen 14und 18 CentiStokes liegt immerhin ein Gap von 25%. Und ja, du kannst mit der Viskosität den Verlauf der Kraftkurve eines Shimstacks nicht verändern, aber verschieben. Und natürlich wirkt sich die Viskosität auch an einem Shimstack aus. Wenn das Öl leichter durch den resultierenden Spalt nach Aufbiegen des Stacks fließt, musst du für den gleichen Ölfluss weniger weit Aufbiegen. Es verschiebt eben das Verhalten, genau wie etwa auch eine Vorspannung eines HS Verstellers das Verhalten verschiebt. Mit dem Verschieben will man ja meistens Gewichtsunterschiede ausgleichen. Wenn aber der Verstellbereich nicht ausreicht, dann müsstest du das Bauteil ändern oder eben die Ölviskosität. Du hast dann zwar nicht genau dasselbe Verhalten des Dämpfers, es wäre aber zum Beispiel für einen Hersteller einfacher und vor allem kostengünstiger, unterschiedliche Öle zu verwenden als verschiedene Lochplatten. Wird aber nicht gemacht und ich verstehe auch wieso, weil das in der Kommunikation und im Handling im Service komplizierter ist und wahrscheinlich nicht genug Marketingpotential dafür hat. Aber machen könnte man es.
 
Ich sage nicht, dass du beliebig mit der Viskosität spielen sollst, aber natürlich kannst du das Verhalten eines Dämpfers mit der Viskosität beeinflussen. Zwischen 14und 18 CentiStokes liegt immerhin ein Gap von 25%. Und ja, du kannst mit der Viskosität den Verlauf der Kraftkurve eines Shimstacks nicht verändern, aber verschieben. Und natürlich wirkt sich die Viskosität auch an einem Shimstack aus. Wenn das Öl leichter durch den resultierenden Spalt nach Aufbiegen des Stacks fließt, musst du für den gleichen Ölfluss weniger weit Aufbiegen. Es verschiebt eben das Verhalten, genau wie etwa auch eine Vorspannung eines HS Verstellers das Verhalten verschiebt. Mit dem Verschieben will man ja meistens Gewichtsunterschiede ausgleichen. Wenn aber der Verstellbereich nicht ausreicht, dann müsstest du das Bauteil ändern oder eben die Ölviskosität. Du hast dann zwar nicht genau dasselbe Verhalten des Dämpfers, es wäre aber zum Beispiel für einen Hersteller einfacher und vor allem kostengünstiger, unterschiedliche Öle zu verwenden als verschiedene Lochplatten. Wird aber nicht gemacht und ich verstehe auch wieso, weil das in der Kommunikation und im Handling im Service komplizierter ist und wahrscheinlich nicht genug Marketingpotential dafür hat. Aber machen könnte man es.
Es gab früher Fox Flat X2 und DPX2 die speziell für YT Bikes ein anderes Öl hatten.

Das Problem bei dickeren Ölen ist aber auch meistens der Viskositätsverlust.
Ganz grob und einfach: verliert ein 10W Öl bei erwärmung im Betrieb die halbe Viskosität, sind das 5W Verlust. Bei einem 4W z.B. nur 2W verlust. Dazu wird ein dickeres Öl im gleichen Dämpfer durch die erhöhte hydraulische Reibung auch schneller warm.
 
Und ja, du kannst mit der Viskosität den Verlauf der Kraftkurve eines Shimstacks nicht verändern, aber verschieben.
Mit dem Verschieben will man ja meistens Gewichtsunterschiede ausgleichen. Wenn aber der Verstellbereich nicht ausreicht, dann müsstest du das Bauteil ändern oder eben die Ölviskosität.
Wird aber nicht gemacht und ich verstehe auch wieso, weil das in der Kommunikation und im Handling im Service komplizierter ist und wahrscheinlich nicht genug Marketingpotential dafür hat. Aber machen könnte man es.
Nein. Erstens funktioniert das Ganze nicht ohne den Dämpfer temperatursensitiver zu machen, und zweitens sind die Unterschiede nicht signifikant genug um Gewichtsunterschiede auszugleichen. Hier ein Zahlenbeispiel von Restackor, wo die Viskosität verdreifacht wird.

Man kann mit der Viskosität nachträglich versuchen, Feinabstufung zu machen, wenn zum Beispiel die Nadelgeometrie ungünstig ist und man "zwischen Clicks sitzt". Aber sehr viel mehr nicht. Genau deshalb gibt es fein abgestufte Druck- und Zugstufenstacks fürs Midvalve.
 
Nein. Erstens funktioniert das Ganze nicht ohne den Dämpfer temperatursensitiver zu machen, und zweitens sind die Unterschiede nicht signifikant genug um Gewichtsunterschiede auszugleichen. Hier ein Zahlenbeispiel von Restackor, wo die Viskosität verdreifacht wird.

Man kann mit der Viskosität nachträglich versuchen, Feinabstufung zu machen, wenn zum Beispiel die Nadelgeometrie ungünstig ist und man "zwischen Clicks sitzt". Aber sehr viel mehr nicht. Genau deshalb gibt es fein abgestufte Druck- und Zugstufenstacks fürs Midvalve.
Die Sache mit anderen Viskositäten halte ich für wenig zielführend.
Ich bevorzuge grundsätzlich Abstimmungen auf 5er Öl, besser noch 4er oder 2,5er.
Einfach aus dem Grund, weil dickflüssigere Öle ihre Viskosität bei Temperaturschwankungen sehr stark verändern, dünnflüssige hingegen deutlich weniger.
 
Nein. Erstens funktioniert das Ganze nicht ohne den Dämpfer temperatursensitiver zu machen, und zweitens sind die Unterschiede nicht signifikant genug um Gewichtsunterschiede auszugleichen. Hier ein Zahlenbeispiel von Restackor, wo die Viskosität verdreifacht wird.

Man kann mit der Viskosität nachträglich versuchen, Feinabstufung zu machen, wenn zum Beispiel die Nadelgeometrie ungünstig ist und man "zwischen Clicks sitzt". Aber sehr viel mehr nicht. Genau deshalb gibt es fein abgestufte Druck- und Zugstufenstacks fürs Midvalve.
Danke für den Link, sind interessante Daten. Aber hast den selbst auch durchgelesen? Passt nicht unbedingt zu dem, was du teilweise äußerst, zum Beispiel letztens im anderen Faden deine Bemerkung zu MST Tuning und dünneres Öl. Hier sagst du quasi, Öl würde keinen Unterschied machen, dann wäre es ja auch egal, was für Öl man nimmt… (davon ab, Öl ist natürlich ein komplexes Thema, wie in deinem Link ja schön hervorgeht; allerdings ist die Viskosität bei Arbeitstemperatur eben nicht verdreifacht und das mit dem Temperaturverhalten ist ein valider Punkt).

War aber im Grunde auch nicht mein Punkt. Wenn man das mit dem Öl valide argumentieren kann, dass es per se keinen Sinn macht, lasse ich mich gerne überzeugen, nur sehe ich das aus deiner hingeworfenen Bemerkung noch nicht. Aber lassen wir das. Was ich sagen wollte, ist vor allem, dass die Dämpfung nicht jedes Jahr, anders als uns vor allem Fox und RS weiß machen wollen, revolutioniert wird, sondern dass an vielen kleinen Rädchen gedreht wird, was dann manches besser macht und notgedrungen manches auch schlechter. Ist immer so bei Optimierungen. Ob die Änderungen dann für den einzelnen hilfreich sind oder eventuell sogar eher hinderlich, kann man pauschal nicht beantworten. Dass es dann für die Mehrzahl vielleicht besser wird, kann durchaus sein, ist aber auch nicht jedes Jahr so, sonst würde es für manche größeren Änderungen nicht im nächsten Jahr gleich wieder Updates geben. Aber wie gesagt, im Grunde ist das vor allem ein Marketingspielchen. Man kann fünf Jahre alte Gabeln - also nicht unbedingt fünf Jahre runter gerockt, sondern hinsichtlich Konzeption - heute immer noch fahren und für manche Use Cases mag das sogar noch besser sein. Wie man die dann persönlich anpassen kann, wird auch darauf ankommen, wohin man mit der Anpassung will. So ist das halt bei Technik, die grundsätzlich ausentwickelt ist. Es gibt beim Fahrrad anders als in der Mikroelektronik, wo die Miniaturisierung immer noch voranschreitet, was Performancegewinne bringt, beim Rad eben keine grundsätzlichen technologischen Sprünge (außer natürlich bei elektronischer Steuerung, aber die ist für viele ja Teufelszeug). Dass man trotzdem immer noch neue Ideen haben kann und bei der Optimierung vieler Parameter einen besseren Kompromiss haben kann, ist unbenommen und das macht es ja weiterhin spannend. Ob man daraus dann unbedingt die Marketingrevolution machen muss? Mir persönlich sind Firmen wie Manitou lieber, die alle paar Jahre mit was Neuem kommen und dazwischen vielleicht kleine Verbesserungen, die oft genug unbemerkt bleiben (das Manitou andere Probleme hat, wissen wir). Aber wie gut zu sehen ist, funktioniert das Aufblasen zur Revolution am Markt besser. Und alle am Markt machen mit…
 
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