Was sich aber in den Zahlen niederschlägt, ist die geringe Bereitschaft der Mehrheit sich in irgendeiner Form für den Sport zu engagieren. Sei es im Verein, DIMB oder Trailpflege. Wenn die Biker nur halb so gut und zahlreich organisiert wären wie Jagd, Forst und Umweltverbände, hätten wir sicher bessere Rahmenbedingungen für unseren Sport.
Das Grundproblem ist, dass der typische Mountainbiker in der Regel eben kein typischer Vereinsmensch ist.
Mountainbiken betreibt man ja genau deswegen, weil es ein Sport ist, mit dem man unabhängig ist: Man kann den Sport genau so ausüben wie man möchte, spontan, wann man möchte, ohne zu planen und mit den Leuten mit denen man gerade möchte.
Starre Strukturen sind da ein gewisser Widerspruch in sich: An Vereinsaktivitäten, organisierten Events, oder gar Verpflichtungen wie Vereinsabende 2 mal wöchentlich hat der Mountainbiker großteils absolut kein Interesse, er verbringt seine Freizeit lieber mit seinen Bikebuddys auf dem Trail.
So zumindest meine subjektive Erfahrung. Die Umfrageergebnisse bestätigen das in meinen Augen: "Zeit für Trailpflege? => Nein, auf keinen Fall! - Geld für Trailpflege? => Kein Problem"
Da ist es nur logisch, dass man weniger Organisation und Lobby hat, als die Gruppen die ihre Freizeit genau mit diesen Vereins- und Lobbyaktivitäten füllen.
Natürlich rächt sich das ganze dann in Form von schlechten Rahmenbedingungen für das Mountainbiken. Die einzige Abhilfe ist zu versuchen Mountainbikevereine möglichst attraktiv zu gestalten.