Schlüsselbeinbruch: Liegt mein Heilungsverlauf im "Soll"?

Relax! Bei mir hat es 18 Monate gebraucht bis der Knochen wieder zusammengewachsen ist. Bin aber auch Ü50, und da kann das schon mal länger dauern...

Hatte mehrere Ärzte konsultiert, und die meinten unisono: Abwarten. Da verpasst man nichts. Und vorschnell wieder aufmachen, anfrischen und hoffen es wächst dann besser zusammen ist ein Massaker mit ungewissem Ausgang. Für mich hat sich das geduldig sein gelohnt.

Was mir aber gut getan hat war eine Stoßwellentherapie. Mit der hatte ich nach 9 Monaten angefangen und bald danach waren kleine erste Erfolge zu sehen.
 
Relax! Bei mir hat es 18 Monate gebraucht bis der Knochen wieder zusammengewachsen ist. Bin aber auch Ü50, und da kann das schon mal länger dauern...

Hatte mehrere Ärzte konsultiert, und die meinten unisono: Abwarten. Da verpasst man nichts. Und vorschnell wieder aufmachen, anfrischen und hoffen es wächst dann besser zusammen ist ein Massaker mit ungewissem Ausgang. Für mich hat sich das geduldig sein gelohnt.

Was mir aber gut getan hat war eine Stoßwellentherapie. Mit der hatte ich nach 9 Monaten angefangen und bald danach waren kleine erste Erfolge zu sehen.
Hey Mike
Danke für deine super schnelle Antwort.
Genau so etwas möchte ich hören. 😄
Ich bin übrigens 35. Hätte ich mal dazu schreiben sollen.

Also ist dein Rat, nicht zu schnell neu operieren lassen, und erstmal abwarten.
Passt mir ganz gut momentan.
Trotzdem ist diese Ungewissheit doof.

Ist dein Schlüsselbein wieder komplett belastbar?
 
Jay hab keinerlei Einschränkungen.
Hatte aber schon mit Platte wieder mit Krafttraining begonnen. Der Physio und auch der Arzt meinte die Reize wären gut für den Heilungsprozess
 
Jay hab keinerlei Einschränkungen.
Hatte aber schon mit Platte wieder mit Krafttraining begonnen. Der Physio und auch der Arzt meinte die Reize wären gut für den Heilungsprozess
Das freut mich für dich.
Hoffentlich wird es bei mir auch wieder wie vorher.

Ja, so früh wie möglich trainieren.
Habe ich auch, eine woche nach op begonnen. Erst passiv, mittlerweile aktiv.

Danke für deine Auskunft.
 
@_mike_

Das klingt gerade sehr interressant für mich..
April 2024 hatte ich meinen Bruch..mittiger Bereich, mehrsegmentig, auch nicht mehr blutjung ;-)
Ich warte bislang noch auf eine vollständige Knochenheilung..

War die Knochenheilung bei dir einfach nur langsam?

Bei mir wurde im letzten CT in einem Teilbereich des Bruchs randsklerosierte Knochenränder festgestellt.
Zwei Ärzte sagen...das wird nix mehr ohne OP..einer wollte nochmal warten und ein weiteres CT. Auf dem Weg bin ich jetzt..

Einschränkungen sind nur leicht vorhanden..auf der betroffenen Seite ist danach immer doof..Beweglichkeit ist auch leicht eingeschränkt.
 
@_mike_

Das klingt gerade sehr interressant für mich..
April 2024 hatte ich meinen Bruch..mittiger Bereich, mehrsegmentig, auch nicht mehr blutjung ;-)
Ich warte bislang noch auf eine vollständige Knochenheilung..

War die Knochenheilung bei dir einfach nur langsam?

Bei mir wurde im letzten CT in einem Teilbereich des Bruchs randsklerosierte Knochenränder festgestellt.
Zwei Ärzte sagen...das wird nix mehr ohne OP..einer wollte nochmal warten und ein weiteres CT. Auf dem Weg bin ich jetzt..

Einschränkungen sind nur leicht vorhanden..auf der betroffenen Seite ist danach immer doof..Beweglichkeit ist auch leicht eingeschränkt.

Das klingt nicht gut. Ich sehe, du kommst aus Rheinhessen. Wenn du dich für eine erneute Behandlung entscheidest, sprich auf jeden Fall in Heidelberg vor. Mach am besten schonmal, ganz unabhängig, einen Termin in der Spezialsprechstunde dafür. Das hat bei mir 5 Wochen gedauert. Die Heidelberger sind spezialisiert auf die Sanierung nicht verheilter Knochenbrüche und verwenden ein spezielles Verfahren (Masquelet).

Ein Bekannter hatte eine Pseudarthrose und ich eine Refraktur nach Bagatelltrauma. In beiden Fällen wurde hier Cutibakterium acnes im Bruch diagnostiziert (leider ein Klassiker im Schlüsselbein), was möglicherweise den Heilungsverlauf beeinträchtigt hat. Die meisten Krankenhäuser wären hier auf eine definitive Versorgung im ersten Schritt gegangen, und hätten tw. sogar die Besiedlung nicht erkannt, wodurch auch der zweite Heilungsversuch hätte fehlschlagen können. Im Masquelet-Verfahren wird zunächst ein Spacer aus Knochenzement (mit Antibiotika versetzt) eingesetzt, Proben genommen und diese analysiert. Um den Spacer bilder der Körper eine hochdurchblutete Membran, die dann im zweiten Schritt bei der Heilung hilft. Wenn die Probe negativ ist, wird nach 6 Wochen die definitive OP gemacht. Wenn eine Besiedlung festgestellt wird, hast du durch den Spacer bereits die Antibiotika da, wo sie hinmüssen.

Soviel in Kurzform. Tu dir den Gefallen und sprich dort vor. Auch wenn es noch ein paar WOchen warten bedeutet. Ich habe auch erst gezögert, bin im Nachhinein aber mehr als froh, nach Heidelberg gegangen zu sein, auch wenn das aus AB etwas Fahrt bedeutet.
 
Kann mir hier jemand sagen inwiefern man bei einer Schlüsselbein-Op Länge an den Schlüsselbeinknochen verliert? Soweit ich weiß muss ja immer etwas Knochen entfernt werden und damit ist das Schlüsselbein dann etwas kürzer wie vorher.

Ich frage da ich überlege eine kosmetische Op zur Schulterverkleinerung durchführen zu lassen bei der die Schlüsselbeine um 2-3 cm jeweils gekürzt werden um schmalere Schultern zu bekommen. Allerdings fahre ich auch Mountainbike und habe Angst dass das dann zu Komplikationen bei Belastung führt oder im Falle eines Schlüsselbeinbruchs dann spätestens falls es dann wieder operiert und nochmals gekürzt werden muss.

https://www.beinverlaengerung.de/spezialgebiete/schluesselbeinverlaengerung

Ich denke für einen Heilungsverlauf um danach wieder fahren zu können muss ich mich auf einen ähnlichen Zeitraum wie nach einem Bruch einstellen? Wie lange ist der so im Durchschnitt?
 
Musst du natürlich selber wissen, aber ich würde mir niemals freiwillig am Schlüsselbein rumsägen lassen. Hab den Bruch zwei mal durch und das zweite Mal wirkt immer noch nach, ist 15 Monate her und es nervt nach wie vor. Kann radfahren und bouldern aber schmerz- und symptomfrei geht anders.
 
Kann mir hier jemand sagen inwiefern man bei einer Schlüsselbein-Op Länge an den Schlüsselbeinknochen verliert? Soweit ich weiß muss ja immer etwas Knochen entfernt werden und damit ist das Schlüsselbein dann etwas kürzer wie vorher.
Das kommt sehr auf den Bruch an. Bei mir wurde nur gerichtet und dann mit Platte verschraubt. Im Röntgenbild konnte man den Spalt erkennen, der nachher zugewachsen ist. Da habe ich eher den Verdacht, dass das Schlüsselbein um die Spaltbreite länger geworden ist.

Zur kosmetischen Verkürzung: Das Schultergelenksystem besteht nicht nur aus dem Schlüsselbein, sondern auch aus dem Schulterblatt und dem Oberarmknochen. Das Schlüsselbein endet vorher am Schultereckgelenk. Womit man die Schulter schmaler macht und das überhaupt sinnvoll ist, fragt man am besten beim Orthopäden.
 
Kann mir hier jemand sagen inwiefern man bei einer Schlüsselbein-Op Länge an den Schlüsselbeinknochen verliert? Soweit ich weiß muss ja immer etwas Knochen entfernt werden und damit ist das Schlüsselbein dann etwas kürzer wie vorher.

Das ist Quatsch, bei einem normalen Bruch wird nichts entfernt, da wird einfach reponiert, möglichst alles drin gelassen, fertig. Bei einer Pseudarthrose wird hingegen ordentlich entfernt, bei mir ca. 2.5 cm, das wird dann hinterher mit Spongiosa aus dem Beckenkamm wieder gefüllt.

Für eine möglichst 100%ige Funktionserhaltung ist immer das Ziel, dass der Knochen danach die gleiche Länge hat.
 
Ok, das wusste ich nicht. Dachte ich hätte mal gelesen dass man dabei immer etwas Länge verliert.

Musst du natürlich selber wissen, aber ich würde mir niemals freiwillig am Schlüsselbein rumsägen lassen. Hab den Bruch zwei mal durch und das zweite Mal wirkt immer noch nach, ist 15 Monate her und es nervt nach wie vor. Kann radfahren und bouldern aber schmerz- und symptomfrei geht anders.

Was hast du für Probleme? Also kommen die Schmerzen vom Bruch ansich oder dass da was verkürzt ist? Es gibt halt in einigen Ländern inzwischen Chirurgen die Schlüsselbeinverkürzungen anbieten und sagen das 1-2 cm pro Seite unproblematisch wären. Habe auch schon einige Erfahrungsberichte von Leuten gesehen die sagen keine Einschränkungen zu haben. Eine Person meinte auch dass sie danach problemlos wieder klettern kann etc.

Aber beim Mountainbiken treten ja ziemlich große Kräfte auf und sind schlechter vorhersebar. Und dann besteht noch die Gefahr dass ich es nochmal breche. Bin auch unschlüssig...

Das kommt sehr auf den Bruch an. Bei mir wurde nur gerichtet und dann mit Platte verschraubt. Im Röntgenbild konnte man den Spalt erkennen, der nachher zugewachsen ist. Da habe ich eher den Verdacht, dass das Schlüsselbein um die Spaltbreite länger geworden ist.

Zur kosmetischen Verkürzung: Das Schultergelenksystem besteht nicht nur aus dem Schlüsselbein, sondern auch aus dem Schulterblatt und dem Oberarmknochen. Das Schlüsselbein endet vorher am Schultereckgelenk. Womit man die Schulter schmaler macht und das überhaupt sinnvoll ist, fragt man am besten beim Orthopäden.
Ja ein normaler Orthopäde wird wahrscheinlich abraten. Das werden die meisten Ärzte bei jedem kosmetischen Eingriff sagen. Und die Operateure sagen das Gegenteil...
 
Bei meinem Bruch hatten sie in den Spalt ein Stück vom Hüftknochen eingesetzt, wahrscheinlich um die Lücke etwas zu füllen.
 
Bei meinem Bruch hatten sie in den Spalt ein Stück vom Hüftknochen eingesetzt, wahrscheinlich um die Lücke etwas zu füllen.
Steht mir wahrscheinlich auch noch bevor,Donnerstag beim Röntgen festgestellt das der Bruch nach 7 Monaten vom 1.8 noch nicht ganz zu ist.Ende Juli wieder Röntgen dann Stoß Wellen Therapie wenn's dann nichts nützt erneute OP 🫣.Bin seit Dezember absolut Schmerzfrei keinerlei Einschränkungen bin mal gespannt wie es weiter geht.Mein Operateur hätte einen Zuganker setzten sollen ,das der Bruch komplett zusammen ist, zumindest sagt das der Orthopäde der selbst auch operiert.Hätte hätte Fahrradkette😉.Naja schauen wir mal ,wenn es Ende des Jahres zur OP kommen sollte falle ich eh wieder gut 5 Monate aus geht dann wahrscheinlich mit 64 in Rente🤷im Juli 27.
 
Rund 3 1/2 Jahre nach meinem Schlüsselbeinbruch (3Teile, das mittlere noch längs gespalten) spüre ich das noch jeden Tag. Es ist voll funktionsfähig und belastbar, aber nach wie vor zieht und zwackt es gerne mal z.B. bei Wetterumschwüngen, nach starken Belastungen, oder wenn ich nachts dumm gelegen bin.
Der Bruch wurde mit einer Platte verschraubt, ist sauber verheilt, und das Metall ist nun auch schon eine ganze weile draußen.
Der Bruch war, auch im Vergleich zu anderen Verletzungen die ich mir beim Biken eingehandelt habe, ganz und gar keine Lapalie. Wirklich schmerzhaft und ziemlich langwierig.
Will heißen, @beyourownpet:
Niemals würde ich mir das freiwillig antun!
 
Mein letzter SB-Bruch mit OP war 2013. Die Folgen waren auch nach 10 Jahren noch zu spüren.
Leichtes Schraubstockgefühl. Mittlerweile wird das überlagert von einem üblen Humerusbruch 2023.
Schmerzfrei ist die Schulter zwar und hat auch keine Bewegungseinschränkungen, aber man merkt halt jede Minute, dass da eine Menge kaputt war.
Ich sehe es pragmatisch. Wer sich eine schwere Verletzung einfängt, der muss auch mit den Konsequenzen leben. Ich finde es sowieso erstaunlich, dass der menschliche Körper überhaupt in der Lage ist, so etwas (mit etwas Unterstützung) wieder selbst zu reparieren.

Vorsätzlich das Schlüsselbein zu zerdeppern, klingt irre. Die Gründe, die einen auf solche Ideen bringen, bleiben hier leider im Dunkeln.
 
@Ralf_T
Hat denn das Entfernen der Platte überhaupt eine Besserung gebracht?

Meine Platte soll noch dieses Jahr raus und ich habe auch Beschwerden, die ich mit Heben von Lasten mit ausgestrecktem Arm oder Heben von Lasten über 90° provozieren kann.
Zusätzlich soll sich bei mir noch eine Schonhaltung gebildet haben und eine Wetterfühligkeit bemerke ich auch (gerade jetzt beim Tauwetter nach wochenlangen Frost).

Gruß Jens
 
@Ralf_T
Hat denn das Entfernen der Platte überhaupt eine Besserung gebracht?

Meine Platte soll noch dieses Jahr raus und ich habe auch Beschwerden, die ich mit Heben von Lasten mit ausgestrecktem Arm oder Heben von Lasten über 90° provozieren kann.
Zusätzlich soll sich bei mir noch eine Schonhaltung gebildet haben und eine Wetterfühligkeit bemerke ich auch (gerade jetzt beim Tauwetter nach wochenlangen Frost).

Gruß Jens
Ja, Wetterfühligkeit ist zwar leider nicht weg (Da hatte ich mir mehr erhofft), aber weniger stark ausgeprägt.
Belastungsschmerz ist unverändert, also immer noch da, aber das war und ist bei mir eher dumpf und nicht wirklich schlimm.
Rucksacktragen ist nun wieder ohne Einschränkung möglich, das war mit dem eckigen Metall unter der dünnen Haut schon ziemlich unangenehm, auch wenn man sich mit der Zeit halbwegs dran gewöhnt.
Und kosmetisch auch wieder ansehentlicher, ohne das Lochblechmuster unter der Haut.😜
Ich würde es auf alle Fälle wieder rausmachen lassen. Der Eingriff war nicht allzu wild, ging ambulant, und hat sich in meinem Fall schon gelohnt.
 
Ich denke, das meine Beschwerden eher von verspannten Muskeln kommen. Alle umliegenden Muskeln sollen ja laut Physiotherapie betroffen sein.
Es wurde der Verdacht geäußert, dass die Platte irgendwas reizen könnte und dadurch die Schmerzen entstehen.
Rucksack tragen ist auch so eine Sache, wo es meistens erst 1-2 Tage danach zu Beschwerden kommt. Meistens fahre ich jetzt mit einem kleinen Rucksack von USWE, der sich mehr über die Brust stützt als komplett auf der Schulter aufzuliegen.

Mal gucken wie das nach dem Entfernen ist.

Wie lange war deine Genesungszeit nach der Entnahme? @Ralf_T

Gruß Jens
 
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