Mein "ich war heute mit dem Classic-MTB unterwegs" Thread

Sonne_Wolken

Ruhrpottpflanze
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Mir ist aufgefallen das es bisher zwar Threads für Unterwegs mit dem Gravelrad, Rennrad, etc. gibt, aber noch keinen für klassische MTBs der 80er und 90er Jahre. Wie kann das denn sein?
Das kann sein, weil der entsprechende Thread schlichtweg anders heißt und ich ihn daher nicht gefunden habe. :oops:

Daher dient dieser Thread nun meinen Tourberichten mit meinen MTB-Klassikern.

Momentan bin ich mit einem modifiziertem GT Karakoram von 1994 und seit kurzem noch mit einem Giant Cadex CFM2 von 1991 unterwegs.

Die Berichte von meinen letzten MTB-Touren reiche ich dann nach.
 
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Hilfreichster Beitrag geschrieben von Splatter666

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09.11.2025

NordOst CTF Sölde

Sonntags finden ab November geführte CTF in Sölde statt. Anfang November war ich bei der ersten Tour dabei. Das Wetter war ein paar Grad über Null und Anfangs noch regnerisch. Von Phönix-West aus fuhr ich mit meinem GT Karakoram von 1994 Richtung Osten nach Sölde. Start war auf der Sölder Straße an einem Kiosk. Nach und nach trudelten die Mitfahrer ein. Unser Tourguide war Norbert. Es gab dieses Mal nur die langsame Cappuccino Gruppe. Ich war gespannt wie lange ich da mithalten konnte.



Kurz nach 10 Uhr fuhren wir los. Es ging zunächst Richtung Flughafen. An der ersten längeren Steigung hatte ich schon etwas Probleme halbwegs dran zu bleiben, konnte aber am Flughafen wieder aufschließen. Hinter dem Flughafen ging es auf holpriger Strecke bergab. Hier war ich froh, dass ich eine 100 mm Federgabel (original Starrgabel) an meinem Oldtimer nachgerüstet hatte. Auch die modifizierte 1x10 Deore Schaltung (original 3x8) und die nachgerüsteten V-Bremsen (original Cantileverbremsen) taten ihren Job hervorragend.


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Weiter fuhren wir über die Feldwege zwischen Asseln und Brackel nach Norden zum Naturschutzgebiet Buschei. Hier folgten wir der Bahnstrecke bis Kurl.


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Über Wasserkurl und Westick kamen wir zur Seseke. An den Steigungen hatte ich immer mehr Probleme die Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Der Schnitt betrug bereits 19 km/h. Das war weit über meinen derzeitigen Verhältnissen.


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Nach 20 km in Kamen war mir klar dass ich dieses Tempo nicht mehr 18 km durchhielt.
Ich informierte Norbert daß ich mich ausklinken würde und die Strecke in meinem Tempo zu Ende führe. Ich hatte den Track sowieso auf meinem Navi. Ich hatte eh nicht erwartet schon so lange mithalten zu können.


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So ging es nun alleine weiter. Ich verließ Kamen und fuhr Richtung Süden nach Afferde.


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Unterwegs machte ich noch eine Trinkpause.


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Weiter ging es am Rande von Massen nach Wickede.


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Auf der Rückseite ging es ein Stück am Flughafen entlang, bevor es wieder bergauf nach Sölde ging. Nach 37 km kam ich am Ziel an. Der Schnitt betrug noch 16 km/h. Zurück ging es wieder über den Emscherradweg. Nach insgesamt knapp 57 km kam ich wieder zu Hause an. Es war eine schöne Gravelstrecke, nicht zu anspruchsvoll. Das GT und ich waren aber wegen dem Wetter total eingesaut. Die Tour war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf die Westfalen Winter Bike Trophy ab Januar. Mit dem GT war ich total zufrieden, mit meiner Form noch nicht ganz. Aber ich war deutlich fitter als in den Jahren 2021 bis 2025. Und das lässt hoffen. Etwas Zeit ist ja auch noch bis zum ersten Lauf am 04. Januar 2026.
 
13.12.2025

Samstag traf ich mich mit einem Bekannten, um ein Giant Cadex CFM2 von 1991 zu übernehmen.

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Das war quasi mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Und natürlich wartete ich nicht bis Weihnachten, um es auszuprobieren. Ich montierte Pedale und mein Navi und los ging es. Leider deutlich später als geplant. Das Wetter war grau und ein bisken ungemütlich. Ich startete in Dortmund-Aplebeck auf der Schweizer Allee. Von dort ging es direkt Richtung Aplerbecker Wald.


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Ich durchquerte den Wald und fuhr dann den steilen Weg hoch zur Ostberger Straße. Hier hatte ich mit meinem GT immer das Problem, das Vorderrad auf dem Boden zu halten. Mit dem Cadex war das gar kein Problem. Es war deutlich Vorderrad orientierter und fuhr sich sportlicher.


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Weiter ging es über die Felder Richtung A1, die ich überquerte.


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Am Ende der Lichtendorfer Straße ging es auf einen Feldweg und in einer Schleife zurück über die A1.

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Nun fuhr ich durch die Aplerbecker Mark, vorbei am Freischütz und ein Stück durch den Schwerter Wald.


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Langsam wurde es dämmrig. So fuhr ich am westlichen Rand des Waldes und dann schon im Dunkeln Richtung Sölde. Zum Glück hatte ich Akkulampen mit.


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Nach nur knapp 22 km war ich wieder in Aplerbeck. Das Cadex machte auf jeden Fall Spaß. Einen Tag später sollte es dann nach Arnheim zum Mountainbike-Museum gehen, wo ich natürlich auch eine Runde auf den dortigen Trails fahren wollte.
 
13.12.2025

Samstag traf ich mich mit einem Bekannten, um ein Giant Cadex CFM2 von 1991 zu übernehmen.

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Das war quasi mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst. Und natürlich wartete ich nicht bis Weihnachten, um es auszuprobieren. Ich montierte Pedale und mein Navi und los ging es. Leider deutlich später als geplant. Das Wetter war grau und ein bisken ungemütlich. Ich startete in Dortmund-Aplebeck auf der Schweizer Allee. Von dort ging es direkt Richtung Aplerbecker Wald.


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Ich durchquerte den Wald und fuhr dann den steilen Weg hoch zur Ostberger Straße. Hier hatte ich mit meinem GT immer das Problem, das Vorderrad auf dem Boden zu halten. Mit dem Cadex war das gar kein Problem. Es war deutlich Vorderrad orientierter und fuhr sich sportlicher.


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Weiter ging es über die Felder Richtung A1, die ich überquerte.


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Am Ende der Lichtendorfer Straße ging es auf einen Feldweg und in einer Schleife zurück über die A1.

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Nun fuhr ich durch die Aplerbecker Mark, vorbei am Freischütz und ein Stück durch den Schwerter Wald.


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Langsam wurde es dämmrig. So fuhr ich am westlichen Rand des Waldes und dann schon im Dunkeln Richtung Sölde. Zum Glück hatte ich Akkulampen mit.


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Nach nur knapp 22 km war ich wieder in Aplerbeck. Das Cadex machte auf jeden Fall Spaß. Einen Tag später sollte es dann nach Arnheim zum Mountainbike-Museum gehen, wo ich natürlich auch eine Runde auf den dortigen Trails fahren wollte.
Ich habe im Rennrad Forum immer gerne Deine Fahrberichte gelesen und freue mich, daß Du jetzt hier im Classic Forum schreibst...
Falls Du ein etwas modernes Bike fährst, gerne auch hier berichten: https://www.mtb-news.de/forum/t/der-ich-war-mit-meinem-youngtimer-unterwegs-thread.511762/
 
14.12.2025

Am 3. Adventssonntag war Kerstmarkt im Mountainbike-Museum in Arnheim. Das war für mich der Anlass, endlich mal wieder dorthin zu fahren. Dieses Mal nahm ich aber mein Giant Cadex 2 mit, um auch ein wenig auf den Trails rund ums Museum zu fahren. Nach 150 km Anfahrt mit dem Auto parkte ich am Rande von Arnheim, lud das Rad aus und fuhr zum Museum. Am Museum startete ich meine Tour.


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Es ging über eine lange ländliche Allee an der Rückseite des Museums vorbei. Ich hatte den Track auf meinem Navi, er war aber auch gut ausgeschildert.


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Über größere und kleinere Waldwege fuhr ich Richtung Maasbergse Bos. Es war einiges los. Immer wieder kamen mir Mountainbiker entgegen oder überholten mich. Anscheinend ein sehr beliebtes Gebiet.


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Dann kamen endlich die ersten Trails. In den Kurven gab es kleine Anleger, und das Fahren machte richtig Spaß. So langsam kam ich in einen schönen Flow und genoss die Singletrails. An einer steilen Rampe schaffte ich es nicht mehr runter zu schalten. Da ich noch eingeklickt war, drückte ich durch und kam ohne Sturz oben an. Puh nochmal gut gegangen. Weiter ging es.

Ich überquerte einen breiteren Weg, hinter dem der Trail sich fortsetzte. Wieder eine, diesmal kleinere Rampe. Ich drückte die Pedale durch und trat auf einmal ins Leere. Einen Sturz konnte ich gerade noch verhindern. Kette abgesprungen, war mein erster Gedanke. Da hinter mir weitere Biker kamen, schob ich schnell an die Seite.


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Bei der anschließenden Begutachtung stellte ich leider fest, dass die Kette gerissen war. Und natürlich lag mein Ersatzkettenschloss zu Hause. Da lag es gut. Ich schob zurück auf den breiten Weg und versuchte mit meinem Multitool mit Kettennieter die Kette provisorisch zu reparieren. Ich löste ein Kettenglied und versuchte mit dem gebrauchten Nietstift die Kette neu zu vernieten. Das hatte bei einem meiner Rennräder vor Jahren schonmal gut funktioniert. Dieses Mal rastete der Niet ungünstigerweise nur auf einer Seite ein. Das würde wohl nicht lange halten.

Auch wenn ich versuchte möglichst wenig Druck auf die Pedale zu geben und auf den breiten Wegen blieb, riss die Kette schnell wieder. Es waren noch einige Kilometer zurück zum Museum.


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Ich erinnerte mich an die Anfänge des Fahrrades, die Laufmaschinen des Carl von Drais. Also senkte ich den Sattel ab, schraubte die Pedale ebenfalls ab und fuhr so mit 8 bis 10 km/h zurück zum Museum.


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Dort schaute ich mir die Stände des Kerstmarkt an und fand tatsächlich eine nagelneue Sram 8fach Kette. Schnell wurde ich mir mit dem Verkäufer einig. Danach bummelte ich weiter und traf noch Jan Schauff und Georg Blaschke.


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Natürlich ließ ich mir auch einen Bummel durchs Museum nicht nehmen.


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Vor allem zwei GT Zaskar hatten es mir angetan. Ich trank noch einen Tee.


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Draußen wurden die Stände schon abgebaut und ich machte mich an die Montage der neuen Kette. Danach Pedale wieder anschrauben, Sattel einstellen und Akkulampen montieren. Mit Einbruch der Dunkelheit beschloss ich noch eine Runde durch den Wald zu fahren. Im Dunkeln natürlich ohne die Trails. So fuhr ich eine 10 km Runde entgegen dem Uhrzeigersinn zurück zum Auto. Nach dann insgesamt 24,6 km kam ich wieder ans Auto und lud das Giant ein. Trotz des Kettenriss war es ein schöner Tag am Rande von Arnheim. Und ich weiß dass ich auf jeden Fall bald nochmal mit dem MTB hier fahren möchte.
 
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