Vario-Sattelstütze Zug eingefroren.

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8. Januar 2026
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Hallo,
diesen Herbst/Winter habe ich wiederholt das Problem, dass offenbar mein Zug eingefroren ist. Ich kann den Hebel entweder nicht bedienen oder, wenn ich ihn bedienen kann, ist er locker. Beim ersten Mal habe ich gedacht, dass der Zug gerissen ist. Die Sattelstütze selbst fährt vollständig aus und senkt sich, sobald ich auf dem Sattel sitze.
Stelle ich das Bike in Keller oder auch mal in einen Vorraum vom Supermarkt oder so, taut alles wieder auf und funktioniert. Dann passiert es aber spätestens auf der Fahrt, dass mir der Mist wieder einfriert. Heute bei 1 Grad keine Probleme.

Bin für jede Idee dankbar.
 
Verlegung im Rahmen. Ich würd emir gerne ein kompletten Austausch ersparen. Wo soll ich denn da eine gedichtete Endkappe nehmen?
 
1. Endkappen vor dem Aufstecken mit Fett auffüllen.
2. Zughülle mit Silikonöl oder Ballistolöl spülen. Dann den Zug einführen.

Das Öl verdrängt Wasser und wo es ölig ist kann auch nix mehr gefrieren. Das Fett in den Endkappen verhindert ebenfalls das Wasser eindringen kann (verhindert auch knarzen). Ich fahre auch bei jedem Wetter und das mir ein Bowdenzug eingefroren ist, ist schon ein paar Jahrzehnte her.
 
Ich habe das gleiche Problem, es friert aber nicht der Zug ein, sondern der kleine Hebel unten an der Sattelstütze, an dem der Zug eingehängt ist. Schau erstmal was bei dir das Problem ist, bevor du alles tauschst.
 
Ihr liegt alle falsch. Das Problem wurde mal irgendwo beschrieben, weshalb sich der Hebel nicht mehr bewegen lässt. Genau beschreiben kann ich den Grund aber nicht mehr. Es liegt nicht an einem eingefrorenen Zug, sondern daran, dass die Stütze bei Kälte lange eingefahren war und dann wieder ausgefahren wird. Dabei kann es zu einem thermischen Blockieren der Kartusche kommen, wenn die wieder warm wird.
Man muss nur die Stütze wieder einfahren, bevor man das Bike im warmen Keller abstellt. Dann fährt sie auch wieder problemlos aus.
 
Ihr liegt alle falsch. Das Problem wurde mal irgendwo beschrieben, weshalb sich der Hebel nicht mehr bewegen lässt. Genau beschreiben kann ich den Grund aber nicht mehr. Es liegt nicht an einem eingefrorenen Zug, sondern daran, dass die Stütze bei Kälte lange eingefahren war und dann wieder ausgefahren wird. Dabei kann es zu einem thermischen Blockieren der Kartusche kommen, wenn die wieder warm wird.
Man muss nur die Stütze wieder einfahren, bevor man das Bike im warmen Keller abstellt. Dann fährt sie auch wieder problemlos aus.
Wenn der Zug eingefroren ist, liegt es eben doch am eingefrorenen Zug. Merkt man daran, dass der Trigger schwer zu bedienen ist und nicht mehr in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Bei jeder Frosttour muss mind. einer von unserer Gruppe den Zug an der Stütze aushängen, damit die nicht dauernd einsackt.
Am Ende des Winters haben dann alle neue trockne Züge montiert.
Bei meinem Bike ist der Zug in einem durchgehenden Röhrchen im Rahmen verlegt. Auch darin sammelt sich Wasser, wenn am Steuersatz die Manschette um die Außenhülle nicht dicht sitzt. Das Röhrchen endet Im Sattelrohr, und wenn das Bike am Vorderrad hängend gelagert wird, läuft die Suppe daraus direkt ins Sattelrohr und nässt das Zugende und den unteren Teil der Stütze ein. Bei der nächsten Frosttour friert das dann schön ein.
Fazit: Alles schön trocken halten und zum Winteranfang neuen Zug mit Fettpackung montieren.
 
Wenn der Zug eingefroren ist, liegt es eben doch am eingefrorenen Zug. Merkt man daran, dass der Trigger schwer zu bedienen ist und nicht mehr in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Bei jeder Frosttour muss mind. einer von unserer Gruppe den Zug an der Stütze aushängen, damit die nicht dauernd einsackt.
Am Ende des Winters haben dann alle neue trockne Züge montiert.
Bei meinem Bike ist der Zug in einem durchgehenden Röhrchen im Rahmen verlegt. Auch darin sammelt sich Wasser, wenn am Steuersatz die Manschette um die Außenhülle nicht dicht sitzt. Das Röhrchen endet Im Sattelrohr, und wenn das Bike am Vorderrad hängend gelagert wird, läuft die Suppe daraus direkt ins Sattelrohr und nässt das Zugende und den unteren Teil der Stütze ein. Bei der nächsten Frosttour friert das dann schön ein.
Fazit: Alles schön trocken halten und zum Winteranfang neuen Zug mit Fettpackung montieren.
Ich will das nicht ausschließen, dass ein Zug einfrieren kann. Aber:
Ich fahre jetzt seit 35 Jahren Mountainbike und hatte bei den alten Zugführungen mit teilweise frei verlegten Leitungen mal Schmutz zwischen Innen- und Außenzug, so dass das schwergängig ging. Seit durchgehend verlegten Außenzügen ist das Thema bei mir durch. Ich fahre auch schon immer im Winter bei Schnee und Matsch. Ich hatte mal einen eingefrorenen Freilauf, aber nie einen eingefrorenen Zug. Vielleicht mal bei den Außenzügen darauf achten, dass man nicht das billigste Zeug verbaut, sondern gedichtete Endkappen von z.B. Jagwire. Da kann gar nicht so viel Wasser durch, dass da irgendwas einfrieren könnte. Auch mit Dreck sieht es da eher schlecht aus und ich fahre zweimal die Woche und saue das Bike besonders aktuell so richtig ein und spritze es nachher wieder mit dem Mitteldruckreiniger sauber. Jede Menge Dreck und Wasser, was in alles eindringt, was nicht ordentlich gedichtet ist. Aber Matsch und/oder Eis gibt es im Stützenzug bei mir nicht und gab es noch nie. Wenn der mal schwergängig ist, dann nach vielen Jahren Gebrauch und einfach wegen Verschleiß.
Die Problematik mit der blockierten Kartusche durch Kalt-Warm-Übergang ist aber tatsächlich ein Thema. Seitdem ich das beachte, hängt die Stütze nicht mehr.
 
in Zeiten vor AXS hatte ich ab und zu mit eingefrorenen Innenzügen zu tun, auch oder gerade bei durchgehenden Aussenhüllen. Ich bekam es aber sicher in den Griff. Öle in den Hüllen brachten keine Abhilfe, das Wasser mischt sich mit dem Öl nicht gänzlich und kann somit zwischen den Öltropfen einfrieren. Ich habe dann Kühlerfrostschutz eingetröpfelt. Diese Flüssigkeit vermischt sich mit dem Wasser, bleibt dabei aber auch bei sehr tiefen Temperaturen flüssig und lässt den Innenzug seine Arbeit machen. Beruflich habe ich im Labor mit krassen Temperaturänderungen und dem Verhalten von Mechanik darin zu tun und konnte so das Problem lösen.
 
ja, Wahnsinn oder?
So einfach kann es sein, nachdenken voraus gesetzt. Sorry, frage meinerseits:
Gibt es Anleitungen für Wassereimer?
Eigentlich bin ich nach diesem geistreichen Beitrag aus dem Thema ausgestiegen und überrascht über die Rege diskussion.


Bis jetzt ist nicht mehr eingefroren. Keine Ahnung warum. Ob es nicht kalt genug gewesen ist z.B.
Die Sattelstütze ist nicht in dem Zustand durchgehend ausgefahren gewesen. Lässt sich aber durch Druck wieder einfahren. Daher gehe ich davon aus, dass die Stütze selbst nicht das Problem ist.

Mit der Kühlflüssigkeit dies klingt interessant. Muss auch mal schauen wo der Unterschied im Kanel etc. liegt beim Schaltzug und diesem Zug. Ich befürchte, dass es ein geschlossenes System ist und Wasser nicht mehr am Ende anderen Ende der Hülle austreten kann oder so. Diese Variostützen sind für mich leider komplettes Neuland und ich scheue mich davor hier was auszutauschen. Werde ich aber wohl im Frühjahr bei der Gesamt-Inspektion und dem Ausstausch des Schaltzuges, Kassette und all die Sachen mal in Angriff nehmen und den Zug auch austauschen. Ich frage mich ob da vielleicht auch eine Beschichtung aus Wachs oder so hilfreich sein kann.
 
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