Der finale Zusammenbau und die erste Ausfahrt
Nachdem mit den Laufrädern das letzte Puzzleteil vorhanden war, konnte es die letzten Wochen an das finale Zusammenbauen gehen. Wie so oft kommen dabei manchmal noch die ein oder anderen Anpassungsarbeiten und „Problemchen“ hinzu, so auch hier.
Da die Kunststoffkappen der Gabelbeine der Bontrager Gabel an den Zuggegenhaltern am Unterrohr angestoßen sind (was in der Vergangenheit wohl auch mal vorgekommen ist), mussten die Gabelbeine etwas tiefer in der Gabelkrone platziert werden.
Die größte Herausforderung war einen ¼“ Sechskant Biteinsatz zu finden. In unserer Autoschrauberwerkstatt wurde ich dann auch tatsächlich fündig. Ansonsten hätte ich noch ein paar Harley-Fahrer im Freundeskreis gehabt, die notgedrungen gut ausgestattet sind mit zölligem
Werkzeug. Es hat alles gut geklappt und dank der technischen Informationen war auch das erforderliche Anzugsmoment von 12 – 13 foot pound bekannt.
Nun ist dieser „Lenkeinschlagsbegrenzer“ nicht mehr vorhanden. Das war mir doch etwas zu heikel, nicht dass ich mir bei einem blöden Manöver noch die Zuggegenhalter am Unterrohr schrotte.
Für die Aufnahme der Bremszüge in den Bremshebeln wurden noch halbkreisförmige Schalen aus einer Konservendose gebastelt, da die Originalen wie so oft fehlten. Die speziellen Endkappen für die Zughüllen mit Ø 8 mm hatte ich zum Glück und musste da nix basteln.
Am meisten Nerven und Geduld haben die XC Pro SE
Bremsen gekostet. Beim linken Bremsarm war alles in Ordnung, der rechte wollte sich dafür partout nicht wie gewünscht drehen bzw. hat sich nicht Richtung Rahmen bewegt, was er durch das SE-Prinzip mit dem Schneckengetriebe eigentlich sollte. Also auseinanderschrauben, die Mechanik nachvollziehen, alles reinigen, neu fetten und wieder zusammenbauen.
Quelle da ich wie so oft keine Fotos gemacht habe
Dann in den Schraubstock gespannt und geschaut, ob der Bremsarm nun beim Drehen nach vorne wandert. Nix

Also noch einmal alles von vorne. Wieder nix


Aller guten Dinge sind drei. Nicht hier



Jetzt war ich kurz davor das zweite Paar normale Cantis, das ich noch habe, ans Hinterrad zu schrauben, doch das wäre ja eine Kapitulation und nicht meine Art.
Dann halt das ganze Spiel noch einmal und siehe da, keine Ahnung wieso, jetzt hat es funktioniert und der Bremsarm bewegt sich bei Zug nach vorne und danach wieder schön zurück. Geduld und Hartnäckigkeit zahlt sich zum Glück manchmal doch aus
Nachdem der Rest beim Aufbau recht gut geklappt hat und die Schaltung sich auch verhältnismäßig schnell einstellen ließ, war es heute dann soweit und früher als gedacht konnte der Pepperman sein neues Revier im Schwarzwald erkunden. Uns beiden hat die gemeinsame Tour sehr viel Spaß gemacht und das Salsa fährt sich wirklich sehr schön und angenehm. Der Pepperman schaltet gut und bremst ohne Quietschen, etwas Feinjustierung ist natürlich noch erforderlich ansonsten passt aber alles


Mein Salsa Ala Carte ist ja kein unbekanntes Bike und hat bereits die ein oder andere Ausbaustufe durchlaufen. Daher möchte ich vor der Vorstellung meines Aufbaus nochmal etwas die Historie des Salsa revuepassieren lassen.
Mombat Aufbau
Quelle
@haaland Aufbau
Quelle
@Recycles76 Aufbau
Quelle
Wenn ich an Salsa denke, kommen mir Begriffe wie individuell, bunt, verspielt, leger und schwarzer Humor in den Sinn. Das spiegelte sich auch damals teilweise bei den Bikes in den Magazinen wider.
Quelle: Bike Sport News 10/95
Quelle: Bike 7/93
Bei den bisherigen Aufbauten konnte ich meine Assoziationen zu Salsa nicht ganz wiederfinden und wollte auch etwas mehr Farbe als nur schwarz und silbrig ins Spiel bringen. Außerdem sollte mein Aufbau auch keine „Kopie“ der bisherigen Interpretationen darstellen.
Das Endergebnis
Nach 4 ½ Monaten ist es nun soweit und Zott´s Ala Carte Menü zeigt sich wie folgt…
Wie man anhand der Teileliste sieht, hat dieses Mal auch ein „period correcter“ Aufbau recht gut geklappt und die Parts variieren von 1989 bis 1993…Mäntel,
Griffe, Speichen, Züge etc. mal außen vor.
Bei diesem Aufbau habe ich zudem Manfred wenige Punkte sammeln lassen und nur beim Laufradbau auf seine langjährige Berufserfahrung zurückgegriffen.
Vielen Dank an alle für das Begleiten des Aufbaus, die hilfreichen Tipps, die Teileversorgung und die aufmunternden, positiven Kommentare
Viele Grüße
Zott
Das Ende
