Neue Specialized Radial-Reifen im ersten Test: Griffiger als Griptape

Zeit für eine Beichte.
Ich habe direkt das Tor zur Hölle geöffnet: Habe am Rad eine RS-Gabel mit Fox-Dämpfer kombiniert.
Wann wird mich einer von Euch im Wald vom Rad schubsen?
Für so Psychopathen wie dich haben wir ganz andere Kaliber vorgesehen!
Du musst ab sofort jeden News Artikel, der E-MTB behandelt, moderieren und behaupten, dass nur “Bio-Bikes“ Spaß machen und Elektromotoren ausschließlich in Sexspielzeuge oder medizinische Alltagshelfer gehören.
 
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???

Muss das immer noch kund getan werden? Ist doch schon lange klar.
 
Wäre radial mit leichterer karkasse technisch möglich/sinnvoll?
Soweit ich das mitbekommen habe, setzen Schwalbe-Athleten im XCO-Weltcup schon teilweise radiale Reifen ein.

Ich vermute, auf eher rumpeligen Strecken (z.B. Nove Mesto), weil auf so unebenen Untergründen die radialen Reifen ja leichter rollen sollen. (und der höhere Grip / weniger verspringen bei dem Wurzelfeldanstieg auch hilfreich sein kann)

Auf glatten Strecken (z.B. viele der Short Tracks) würde ich dagegen vermuten, dass diagonale Reifen weiterhin schneller sind.
 
Die neue Radial-Karkasse soll für 30 % mehr Auflagefläche sorgen. – Gleichzeitig ist die seitliche Steifigkeit laut Specialized lediglich um 7 % gesunken. Daher soll man denselben Luftdruck wie bisher fahren können.

Und wenn ich jetzt den Luftruck um 7% erhöhe, habe ich dann trotzdem mehr Auflagefläche - 23% .. oder wie?
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
 
Stimmt das etwa nicht? 😉😂
uncomfortable-awkward.gif
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
Nein, sie bieten dennoch einen Vorteil bzgl. Komfort und Grip.
(außer man übertreibts mit dem Aufpumpen. Meine Aussage bezieht sich auf die erste Schwalbe Radial Gravity Generation und eine Erhöhung um ca. 0,2 Bar)
 
kann man eigentlich radial reifen am VR mit diagonal am HR kombinieren oder ist das so ähnlich als würd man sich zwischen zwei schwestern nicht entscheiden können ? :)
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
Es ist vom Prinzip her schon anders. Das Problem, dass du mit weniger Luftdruck mehr Grip, aber auch mehr Gefahr von Durchschlägen und weniger seitliche Stabilität, also die Gefahr des Wegknickens hast, gilt ja für alle Reifen. Es ist dann immer ein individuelles Austesten, für sich einen guten Kompromiss beim Luftdruck zu finden, und das ist individuell, weil Fahrstil und Terrain individuell sind. Im Idealfall müsste man das für jeden Ausritt neu anpassen, wobei dann das Problem kommt, dass man sich eventuell umgewöhnen muss. Es gilt ja der alte Spruch: Besser ein weniger gutes Setup, das man kennt, als ein besseres, das man nicht kennt (also insbesondere für Rennsituationen o.ä.). Dahinter steckt die Erkenntnis, dass der Mensch auf dem Rad immer noch mehr ausmacht als das Rad an sich.

Bei einer klassischen Karkasse sind die Gewebelagen in etwa 45 Grad zur Laufrichtung ausgerichtet. Bei den neuen “Radialreifen” (ich nutze Anführungszeichen, weil weder bei Schwalbe noch bei Spezi die Ausrichtungen wirklich radial sind, sondern nur mit einem größeren Winkel), ist die Ausrichtung nun anders. Da die Stabilität abhängig von der Ausrichtung des Gewebes ist, hast du mit der klassischen diagonalen Ausrichtung von der Theorie her eine vergleichbare Auswirkung einer Luftdruckänderung auf die Stabilität einerseits, die für Grip und auch Durchschläge verantwortlich ist, und andererseits auf die Seitenstabilität. Bei Radialreifen ist die Reaktion auf Luftdruckänderungen jetzt unterschiedlich skaliert, weshalb man in der Theorie bessere Fahreigenschaften verwirklichen könnte, wenn man den optimalen Kompromiss findet.

Inwiefern das praktisch auch so ist, hängt bestimmt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits mal, wie sehr man sich mit dem Thema beschäftigt und wirklich einen idealen Druck sucht. Das ist aber mit bisherigen Reifen auch schon so, dass da viele mit wenig optimiertem Druck unterwegs sind. Dann kommt es natürlich auf die individuelle Situation an: was fährst du wie? In einigen Fällen wird sich der optimale Kompromiss mit einem Radialreifen positiv von einem optimalen Kompromiss mit einem klassischen Reifen abheben, manchmal wird es sogar umgekehrt sein. Und oft wird es vielleicht keinen Unterschied machen, der wirklich eine Rolle spielt. Speziell hier gilt aber wieder: wie viel Aufwand bin ich bereit, ins optimale Setup zu investieren? Ohne die Investition ist es dann zum Teil Glücksache, was besser funktioniert, wenn ich meine Reifen einfach irgendwie - im Zweifel so wie schon immer - aufpumpe. Ohne digitalen Luftdruckprüfer und dessen regelmäßigen Einsatzes kann man sich die Investition in Radialreifen wahrscheinlich sparen…
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
Nein. Da sich die Form der Auflägefläche in die breite zieht. Rollt schlechter, grippt mehr. Ich fahre jetzt seit Okt letzten Jahres radial und bin sehr zufrieden.
 
Soweit ich das mitbekommen habe, setzen Schwalbe-Athleten im XCO-Weltcup schon teilweise radiale Reifen ein.

Ich vermute, auf eher rumpeligen Strecken (z.B. Nove Mesto), weil auf so unebenen Untergründen die radialen Reifen ja leichter rollen sollen. (und der höhere Grip / weniger verspringen bei dem Wurzelfeldanstieg auch hilfreich sein kann)

Auf glatten Strecken (z.B. viele der Short Tracks) würde ich dagegen vermuten, dass diagonale Reifen weiterhin schneller sind.
Ich vermute sie machen das, weil sie dafür geschmiert gesponsert werden.
Wenn man die Karkassen sieht, mit denen die XC fahren - das wäre laut Forum ohne Platten völlig ausgeschlossen.
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
Ich habe einen Laufradsatz am Enduro mit den "alten" Radials von Schwalbe (Mary Trail Ultrasoft vorne, Albert Gravity Soft hinten) und einen Laufradsatz am E-Bike mit Conti Kryptotal (DH, Supersoft V+H). Bei beiden Laufradsätzen mit Rimpact V2 Racee hinten. Habe beide Laufradsätze schon in beiden Rädern getestet und kann es daher ganz gut vergleichen.
Selbst mit dem empfohlenen um 0,2 bar eröhten Luftdruck in den Radials fahren diese sich gedämpfter als die Contis. Deutlich mehr Grip haben die Schwalbes nicht, deutlich schlechter rollen kann ich auch nicht feststellen (weder mit dem Enduro, noch beim Akkuverbrauch am EBike). Bei normalen Trailbedingungen (trockene, feste, griffige Böden) ist der Conti angenehmer mit dem steiferen Fahrgefühl, aber da würde es auch ein gänzlich leichterer, besser rollender Reifen tun.
Bei sehr ruppigem Gelände ist das gesämpftere Verhalten des Schwalbes angenehmer, bei nassen Wurzelfeldern und bei sehr losem Boden auch.
MEIN Fazit dazu: für einen Allrounder Reifen würde ich eher nicht zu Radial greifen, wenn es aber um die schnellste Zeit/maximales Vertrauen in der Abfahrt geht, dann aber schon... vor allem da ich nicht die Reifen jedes Mal wechsel, wenn ich in ein anderes Gebiet fahre oder andere Wetterverhältnisse sind.

Achso: die Trailkarkasse bereue ich ein wenig an der Front vom Enduro... der Kompromiss von mehr Luftdruck für die Pannensicherheit, um Gewicht einzusparen war es absolut nicht wert für mich... leider hat er noch Profil für eine halbe Saison :D

Verschleiß sieht etwas besser aus beim Conti, trotz der weicheren Mischung hinten... das liegt aber eher am Gummi als an der Karkassenkonstruktion. Und bei einem ca. 4500€ Rad (bzw 4000 beim EBike) finde ich das sparen von ein paar Euro an einem der wichtigsten Bauteilen des Rads als absolut nicht sinnvoll... aber das mag jemand anderes sicherlich anders sehen, kommt ganz drauf an welcher Aspekt vom Mountainbiken einem am meisten Spaß macht
...aber auch bei den Specualized Reifen handelt es sich nunmal um Reifen mit klarem Fokus auf Leistubg und Zuverlässigkeit in der Abfahrt.
kann man eigentlich radial reifen am VR mit diagonal am HR kombinieren oder ist das so ähnlich als würd man sich zwischen zwei schwestern nicht entscheiden können ? :)
Für die Hometrails wechsel ich am Enduro das hintere Laufrad als gegen eins mit einem Kryptotal Enduro Soft mit leichterem Fck Flats Insert, weil das in Summe natürlich besser rollt als die beiden oben genannten Varianten.
Kann man genauso fahren wie man verschiedene Herteller kombinieren kann... würde ich so nicht im Rennen fahren wollen und auch nicht bei den oben genannten schlechten Bedingungen, aber ist trotzdem ein brauchbarer Kompromiss. Die Front ist schön gedämpft und schont die Hände ein bisschen mehr, aber hinten rollts etwas angenehmer den berg hoch :D
 
Ist das mit den Radial Reifen nicht ein typisches "linke Tasche - rechte Tasche" Problem? Also wenn ich bei einem Radialreifen mehr Luftdruck brauche, um keine Durchschläge zu haben, habe ich dann nicht wieder gleich viel Grip wie an einem klassischen Reifen mit weniger Luftdruck? :confused:
Das ist die Aussage aus Schwalbes Katalog:
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Ich fahre so 0.1 - 0.2 Bar mehr als bei einem klassischem Reifen und spüre dennoch deutlich mehr Grip als vorher.
Denke also die Aussage von Specialized wird auch stimmen
 
kann man eigentlich radial reifen am VR mit diagonal am HR kombinieren oder ist das so ähnlich als würd man sich zwischen zwei schwestern nicht entscheiden können ? :)
Ja, würde sagen, das geht. Am ebike habe ich vorne den Shredda und hinten die Bg Betty. Das ist so schon etwas unausgewogen von den Gripniveaus, aber vorne Mary Radial mit Betty hinten solle sehr gut passen.
 
Das ist für mich persönlich die beste Kombi, ja.
(HR ist für Rollwiderstand und für seitliche Stabilität in Anliegern relevanter)
ja. find ich auch!
vorn albert trail + vittoria xc insert
hinten dissector dd gen2
top.
...ohne insert + als trail wirds schon arg "wabbelig", mit leichtem insert + trail richtig gut (:
 
Bin die letzten Jahre Butcher / Eliminator gefahren. Am Stumpy T9/T7 und beiden Grid Trail am Levo T9/T9 Grid Gravity. Im Winter dann meist den Butcher gegen den HillBilly getauscht.
Letzten Nov habe ich dann am Levo auf Schwalbe Schredda gewechselt.
Radial ist schon geil aber die Dinger saugen auch gut 10% mehr Akku am Levo…
Deswegen wäre RADIAL am Stumpy ein NoGo.
ExpertInnen Frage: Beim Auto sollen Radialreifen besser rollen. Wieso ist das beim MTB anders? Chatty erzählt viel aber es ist nicht wirklich schlüssig in diesem Fall.
Wer ist in der Lage für den Deepdive?
 
Ich vermute sie machen das, weil sie dafür geschmiert gesponsert werden.
Wenn man die Karkassen sieht, mit denen die XC fahren - das wäre laut Forum ohne Platten völlig ausgeschlossen.
Naja, im Rennsport geht es um jede Sekunde, bzw teilweise um jedes Zehntel... würde hier ein technischer Nachteil entstehen, wäre das weder im Interesse des Sportlers noch des Herstellers/Sponsors, da man ja möglichst mit guten Ergebnissen werben möchte.

Nicht umsonst sind früher im DH einige Teams auf geschwärzten Maxxis Reifen gefahren, später bei Matsch auf geschwärzten Contis usw.
Abseits davon fahren viele der XC Fahrer (bei den Fahrerinnen weiß ich es nicht) mit Inserts, mindestens hinten und trotzdem wurden auch schon einige Siege aufgrund von Platten weggeworfen. Aber in dieser Disziplin macht das Risiko zugunsten des Rollwiderstands halt Sinn, denn 2x Podium und einmal weit hinten wegen einem Platten verkauft sich viel besser als 3x Top Ten z.B.

Für die besagten Strecken scheint die Radial Karkasse also tatsächliche Leistungsvorteile zu haben, wenn sie das auch im Rennen gefahren sind... bei Hardpack-Bedingungen wird dann aber sicherlich wieder auf das dafür am besten geeignete Material zurückgegriffen
 
ExpertInnen Frage: Beim Auto sollen Radialreifen besser rollen. Wieso ist das beim MTB anders? Chatty erzählt viel aber es ist nicht wirklich schlüssig in diesem Fall.
Wer ist in der Lage für den Deepdive?
Beim PKW und Motorrad haben die Karkassen 90° Winkel zur Laufrichtung und werden durch einen Gürtel der in Laufrichtung liegt gekreuzt. Ist eine komplett andere Bauweise als bei einem Fahrradreifen.
 
Beim PKW und Motorrad haben die Karkassen 90° Winkel zur Laufrichtung und werden durch einen Gürtel der in Laufrichtung liegt gekreuzt. Ist eine komplett andere Bauweise als bei einem Fahrradreifen.
Bis auf den Gürtel ist das exakt dieselbe Konstruktion. Und solche Schutzlagen gibt es bei Fahrradreifen teilweise auch.
Im Motorradbereich ist es recht simpel: Aufgrund der hohen Geschwindigkeit hat man die Anforderung, dass sich der Reifen wenig radial ausdehnen darf. Und das kriegt man mit kurzem Gewebe direkt von Wulst zu Wulst leichter hin. Durchschlagschutz spielt keine große Rolle und der Latsch kann auch erhöht werden gegenüber diagonal.
MX Reifen sind meines Wissens immer noch diagonal, wegen Durchschlagschutz.

Radial am Fahrrad, insbesondere bei nicht zu hohem Fahrergewicht: Geil. Zielkonflikt zw. Rollwiderstand und Grip/Compliance ist wesentlich besser/leichter zu erreichen, als viele das hier suggerieren wollen. Das Druckfenster, wo ich überdurchschnittliche Dämpfung und normalen Rollwiderstand habe, ist riesig. Ich habe Ausroll-/Dämpfungsversuche Schwalbe diagonal vs. radial gemacht mit teilweise absurden Drücken. Ist schon recht beeindruckend.
 
ExpertInnen Frage: Beim Auto sollen Radialreifen besser rollen. Wieso ist das beim MTB anders? Chatty erzählt viel aber es ist nicht wirklich schlüssig in diesem Fall.
Wer ist in der Lage für den Deepdive?
Kein Deepdive da ich nur fahre und kein Experte bin: Aber vielleicht ein anschauliches Beispiel:
Auf dem Heimweg von einer meiner Local Runden fahre ich eine hügelige Strasse heim. Mit Butcher / Eliminator T9/T9 Grid Gravity Kombi komme ich hier, ohne trampeln, an der steilsten Stelle auf 65Km/h. Mit den Shredda VR / HR Kombi komme ich an gleicher Stelle auf max. 50km/h...
 
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