Shimano SLX 12speed

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Guten Morgen Community,

bei meinem Enduro (Commencal Meta V5) hab ich bei meinem SLX Schaltwerk bzw. bei meinem Antrieb folgendes Phänomen, welches ich bis jetzt leider nicht beheben konnte:
Die Schaltung ist eigentlich von den Anschlägen, B-Schraube und Zugspannung wie sie eigentlich eingestellt werden soll. Von den kleinen Ritzeln schaltet die SLX sauber und knackig durch, keine Geräusche. Wenn ich aber nun zum 3. größten Ritzel schalte, klingt es, also ob die Kette schleift und es gibt das klassische Geräusch, als wenn zu viel Zugspannung vorhanden wäre. Wenn ich das so reduziere, dass das bei diesem Ritzel nicht auftritt, schaltet die SLX in den kleineren Ritzel nicht mehr sauber. Das tritt tatsächlich nur bei diesem einen Ritzel auf. Wenn ich die Kupplung auf OFF schalte, ist es tendenziell besser, aber trotzdem leicht vorhanden. Dieses Geräusch tritt auch tendenziell eher auf, wenn ich von den kleinen auf die großen Ritzel schalte, von oben kommend ist das auch nicht der Fall. Wenn ich das Schaltwerk leicht mit der Hand nach aussen drücke, wird es auch besser. Also ob irgendwas klemmen würde. Ich hab danach auch das komplette Schaltwerk mal vernünftig gereinigt, mit wenig Erfolg das zu beheben.

Schaltauge habe ich schon sicherheitshalber getauscht, das würde ich jetzt mal ausschließen.

Was könnte ich noch kontrolllieren? Hat jemand Ideen?

Danke
 
  • Schaltzug wurde lt. Anleitung verlegt und sitzt mMn gut geklemmt und korrekt. Ich hab auch im Frühjahr einen neuen Schaltzug installiert.
  • Kette wurde im Frühjahr auf eine neue gewechselt (wieder auf die normale SLX 12fach), da die alte verschlissen war. Bei der alten Kette war das auch schon.
  • Es trat bei beiden Schaltaugen auf (alt und neu) das alte war leicht verbogen, das neue wäre eben neu und zumindest noch Original.

Ich werde mal trotzdem mit das Schaltauge kontrollieren, das Werkzeug zum Prüfen hab ich ja gottseidank. Aber da es nur bei diesem einen Ritzel ist, fände ich das auch technischer Sicht seltsam, ich würde es bei den noch größeren auch erwarten.
 
Aktuell habe ich mal ein vielversprechendes Setting, wie schon fiveelements vermutet, könnte eventuell das Schaltwerk schon mal was abbekommen haben.

Folgende Dinge konnten bei mir, zumindest nach einer kurzen Runde, das Schaltverhalten wieder relativ gut fixen:
  • Schaltauge wurde mit einem Richtwerkzeug kontrolliert
  • Kassette wurde abgenommen, gereinigt und neu montiert (hier ist mir aufgefallen, dass die vom Werk viel zu leicht angezogen war)
  • Schaltzug wurde am Schaltwerk demontiert und ich hab alle Anschläge mal ohne eingehängten Schaltzug neu eingestellt
  • Schaltzug neu am Schaltwerk einhängen
  • B-Adjust neu einstellen
  • Mal die Zugspannung am Montageständer mit der Kupplung auf OFF einstellen, damit alle Gänge sauber schalten
  • Kupplung auf ON stellen und das Schaltwerk erneut vorsichtig einstellen
  • Final die Feinjustierung der Zugspannung beim leichten Fahren

Dann konnte ich es zumindest so einstellen, dass die Kette über alle Gänge sauber läuft. Was mir bei der finalen Justierung aufgefallen ist, bei eingeschalteter Kupplung ist es sehr ratsam, immer nur einen Klick zu verstellt und dann einfach erneut runter und raufschalten. Somit konnte ich den, bei mir doch sehr kleinen, funktionierenden Bereich von 3 Klicks finden. Wenn die Kupplung OFF ist, lässt sich alles viel leichter einstellen, die hat halt auch definitiv einen Einfluß auf die Schaltperformance.

Abschließend gibt es von meiner Seite nur zu sagen, dass ich das so von SRAM nicht gewohnt war, da konnte ich einfach die Zugspannung verstellen und das wars. Bei meiner SLX scheint es etwas trickreicher zu sein - wie gesagt, kann auch sein, dass irgendwas schon verbogen war. Das war aber bei meiner GX beim vorigen Bike auch, war mMn dennoch leichter zu justieren.

Vielleicht war es auch meine Erwartungshaltung von meiner Gewohnheit der GX bzw. X0 und NX von meinen anderen Bikes - da war auch die Range für vernünftiges Schalten größer.

Aber danke für die Tips, man lernt ja nie aus! Happy Bike-day allen!
 
Freut mich, dass Du das Problem lösen konntest. Worüber ich gestolpert bin: die B-Schraube sollte im SAG eingestellt werden. Vielleicht hilft Dir das noch zusätzlich.
 
Freut mich, dass Du das Problem lösen konntest. Worüber ich gestolpert bin: die B-Schraube sollte im SAG eingestellt werden. Vielleicht hilft Dir das noch zusätzlich.
Tatsächlich ist es bei SRAM im SAG einzustellen und bei Shimano nicht - lt. Anleitung zumindest. Die beiden haben auch gravierende Unterschiede bei der Kettenlängenbestimmung. SRAM sollte hier erneut im SAG eingestellt werden, Shimano nicht, die geben dafür mehr Glieder dazu.
Ich hab es aber interessehalber gestern mal kontrolliert, der Abstand ändert sich bei meinem Bike nicht wirklich - wenn ich die Markierung bei meiner SLX im SAG checke, reisst sich das um nicht mal die halbe Markierung.

@p100473: Das mit dem unteren Anschlag wird sogar in der Anleitung beschrieben. Das Guide-pulley soll nicht zentral unter dem Ritzel sein, sondern leicht versetzt. Die Anleitung gilt für 11-fach und 12-fach.
 

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Hallo, ich hatte auch so ein ähnliches Verhalten und dann bemerkt, dass bei eingeschalteter Kupplung die Kette nicht mehr ganz so spannt, vorallem in den kleineren Ritzeln beim runterschalten. Auch wurde manchmal ein Schaltklick übergangen und man musste 2 x runterschalten. Nach einem Kontakt des Schaltwerks mit einem Ast hat sich da wohl die Welle der Kupplung etwas gelöst, was zu diesem komischen Verhalten geführt hat. Es schaltete nur noch ohne die Kupplung einigermaßen. Also zerlegt und die kleine Welle (Zeichnung Nr. 10 p-axle) mit Loctite wieder montiert. Jetzt schaltet alles wieder top. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen weiter....
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Diese 12fach Schaltwerke sind einfach sehr empfindlich. Was dabei noch wichtig ist:
Wenn man nicht vorzeitig auch eine neue Schaltaußenhuelle einziehen will, muss beim Innenzug jedesmal ein neuer Innenzug verwendet werden.
 
Diese 12fach Schaltwerke sind einfach sehr empfindlich. Was dabei noch wichtig ist:
Wenn man nicht vorzeitig auch eine neue Schaltaußenhuelle einziehen will, muss beim Innenzug jedesmal ein neuer Innenzug verwendet werden.
Verstehe ich leider nicht was gemeint ist. Ich habe bei meinem MTB eine durchgehende Schaltaußenhülle und fahren seit 10tkm und 250 thm diese Außenhülle mit dem 2ten Zug drin (da der alte am Ende zu knapp abgeschnitten wurde und ausgefranst war). Rad wird ganzjährig bei jedem Wetter 2-3 x genutzt. Bisher nur 3 x Kette getauscht und nun mit der 4ten Kette ist die Kassette sowie die Schaltwerksrollen fällig. Wenn die Außenhülle natürlich innen verschmutzt gleitet der Zug nicht mehr richtig und bei den engeren Toleranzen ergibt dies zwangsläufig eine schlechte Schaltperformance. Das ist jedoch bei SRAM z.B. Eagle X01 Schaltwerk noch viel schlimmer als bei der XT! SRAM Hüllen Außen-Ø 4mm, Shimano Außen-Ø 5 mm bzw. Zug-Ø 1.1 zu 1.2 mm
 
Zuletzt bearbeitet:
Shimanoaußenhuellen SP41 haben 4,5 mm Durchmesser. Ansonsten, wenn du einen gekürzten Innenzug wieder durchziehst, besteht die Gefahr, dass die Führung innen beschädigt wird. Der Zug gleitet nicht mehr richtig durch, das Schaltverhalten wird schlechter.
 
Kann mal einer erklären, welche Systeme es für innenverlegte Züge gibt?
Ich habe ein altes Cube, da ist der Zug im Rahmen verlegt, aber ohne durchgehende Zughülle. Das ist ein Mist System. Wenn du den Zug wechseln willst, musst du erst einen "dünnen Liner" über den alten Zug schieben, dann den alten Zug rausziehen, dann den neuen einführen, dann Liner raus. Wenn der Liner mal durchrutscht, bist du der Blöde. Dann kannst du sehen, wie du den neuen Zug am Tretlager durch die kleine Öffnung rauskriegst, evtl.mit starkem Magneten.
Bei meinen neueren Bikes gibt es durchgehende Zughüllen. Wenn die empfindliche Zugführung im Rahmen mal defekt oder verdreckt ist, wie tauscht man die aus?
Vielleicht hat einer mal ein Bild davon.
Danke!
 
Kann mal einer erklären, welche Systeme es für innenverlegte Züge gibt?
Ich habe ein altes Cube, da ist der Zug im Rahmen verlegt, aber ohne durchgehende Zughülle. Das ist ein Mist System. Wenn du den Zug wechseln willst, musst du erst einen "dünnen Liner" über den alten Zug schieben, dann den alten Zug rausziehen, dann den neuen einführen, dann Liner raus. Wenn der Liner mal durchrutscht, bist du der Blöde. Dann kannst du sehen, wie du den neuen Zug am Tretlager durch die kleine Öffnung rauskriegst, evtl.mit starkem Magneten.
Bei meinen neueren Bikes gibt es durchgehende Zughüllen. Wenn die empfindliche Zugführung im Rahmen mal defekt oder verdreckt ist, wie tauscht man die aus?
Vielleicht hat einer mal ein Bild davon.
Danke!
In der Regel lässt sich der Zug sehr gut mit einer gekröpften Speiche angeln.
 
Hallo, ich hatte auch so ein ähnliches Verhalten und dann bemerkt, dass bei eingeschalteter Kupplung die Kette nicht mehr ganz so spannt, vorallem in den kleineren Ritzeln beim runterschalten. Auch wurde manchmal ein Schaltklick übergangen und man musste 2 x runterschalten. Nach einem Kontakt des Schaltwerks mit einem Ast hat sich da wohl die Welle der Kupplung etwas gelöst, was zu diesem komischen Verhalten geführt hat. Es schaltete nur noch ohne die Kupplung einigermaßen. Also zerlegt und die kleine Welle (Zeichnung Nr. 10 p-axle) mit Loctite wieder montiert. Jetzt schaltet alles wieder top. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen weiter.... Anhang anzeigen 2369709
Eben nochmal im eingebauten Zustand kontrolliert und nur den Deckel runtergenommen. Das Ding wirkt bei mir noch Bombenfest. Aber ein weiterer guter Tipp :-)
 
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