CARBON-TI X-Hub SP Naben Erfahrung ?

Registriert
4. März 2002
Reaktionspunkte
38
Ort
Am Rhein
Hallo Zusammen,

ich bin mal wieder auf der Suche nach Erfahrungen.

Fährt jemand die CARBON-TI X-Hub SP Naben ?
Wie ist die Qualität, taugen die was ?

Würde mich über ein paar Infos freuen.

Gruß
SprungMonkey
 

Anzeige

Re: CARBON-TI X-Hub SP Naben Erfahrung ?
Die Laufräder sollen für ein Hardtail mit Boost und mit einer 100mm Federgabel sein.
Maulweite der Felgen 25mm.
Ich habe ein Rad gut unter 10kg anvisiert.
Das soll im XC Bereich auch auf Trails bewegt werden.
Gesprungen wird damit nicht.
Leichter sollen sie schon sein die Naben, aber auch Alltagstauglich.

Spontan sind mir Tune Naben eingefallen (nicht Princes), da liest man auch genug drüber, aber von Carbon-Ti findet man schwer was, weder gutes noch schlechtes.

Sind deine Kunde damit zufrieden oder gibt es Reklamation weil sie kaputt gehen ?
 
Negatives Feedback hatte ich bisher noch nie zu den Naben - sowohl zur J-Bend, als auch zur SP Variante.

Ich persönlich bevorzuge CarbonTi gegenüber Tune, aus folgenden Gründen:
Leichte Naben sparen. Logisch, vor allem am Gewicht, aber das wirkt sich auch auf ihr Gesamtkonzept aus.
Für mich persönlich 2 der wichtigsten Punkte, warum ich die CarbonTi Naben als Leichtbauvarianten gern nehme ist zum einen der Freilauf - 56 Zähne mit 4 simultan eingreifenden Sperrklinken, welche alle dreistufig rasten. Es gibt also recht viel Fläche, auf welche sich die Kraft stützt. Bei Tune hat man 3 schmale Klinken mit einer Rasterung - meiner Meinung nach ein ziemlicher Schwachpunkt.
Des weiteren die Lagereinstellung. Leichte Naben verzichten, logischer Weise, meistens auf all zu große Stahlkugellager - auch hier muss das Gewicht niedrig gehalten werden. Eine Achsspieleinstellung empfiehlt sich hier. Natürlich sollte sich der geneigte Fahrer mal 5 Minuten damit befassen, um lange Freude an seinen Naben zu haben. Das ist aber keinesfalls herausfordernd. Wer also den Gedanken nicht scheut sich mal mit einem kleinen Inbus an die Einstellkappe der Naben heran zu trauen, der sollte mit CarbonTi Naben ziemlich zufrieden werden.
VG
Hexe
 
Wichtig wäre zu sagen, dass ich die CarbonTi Naben bisher noch nicht massig, aber durchaus einige Male verbaut habe. Meine bisherigen Erfahrungsdaten sind also noch auf recht geringer Grundlage, verglichen zu zum Beispiel Hope, Acros, Industry Nine, DT Swiss .... Naben.
Dennoch bin ich, wenn es um Leichtbaunaben geht, immer bei ihnen zu finden. ;)
VG
Hexe
 
Hallo Zusammen,

ich bin mal wieder auf der Suche nach Erfahrungen.

Fährt jemand die CARBON-TI X-Hub SP Naben ?
Wie ist die Qualität, taugen die was ?

Würde mich über ein paar Infos freuen.

Gruß
SprungMonkey
Ich verbaue die schon seit 2016, als Tune aus dem Sortiment genommen wurde und das ziemlich regelmäßig. Wenn dir jemand sagt, es geht nie was kaputt, dann lügt er wahrscheinlich. Das passiert immer mal und somit auch bei Carbon-Ti. Aber meiner Erfahrung nach sehr unauffällig. Genaugenommen, waren das 3 Reklas in den fast 5 Jahren. Wenn man jedoch eine wirklich maximal sorglos Nabe sucht, dann sind die einer DT350/240 oder einer Hope sicher unterlegen.


(..) Leichte Naben verzichten, logischer Weise, meistens auf all zu große Stahlkugellager - auch hier muss das Gewicht niedrig gehalten werden.

Das stimmt nur bedingt. In einer 134g Extralite CR SL-2 drehen sich die gleichen Lager wie in einer Carbon Ti, oder Tune MAG170. Die Lager in einer 350/240 sind auch nicht größer. Auf das Design kommt es an und das hat zB. der Sergio/Extralite richtig gut drauf. Da ist in all den Jahren nicht eine einzige Nabe zurück gekommen.
 
Auf das Design kommt es an und das hat zB. der Sergio/Extralite richtig gut drauf. Da ist in all den Jahren nicht eine einzige Nabe zurück gekommen.
Sorry für den Exkurs, aber gilt das auch für die Rennradnaben von Extralite (24/28L, Felgenbremse)? Uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man eher bei gutem Wetter unterwegs ist, eher geringe Kilometerleistung einfährt und 85 kg auf die Waage bringt?
 
Sorry für den Exkurs, aber gilt das auch für die Rennradnaben von Extralite (24/28L, Felgenbremse)? Uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man eher bei gutem Wetter unterwegs ist, eher geringe Kilometerleistung einfährt und 85 kg auf die Waage bringt?

Die Cyber Rear (CR) SL-2 ist ja für Felgenkneifer. Was erwartest du von mir...die uneingeschränkte Absolution, das eine 134g Nabe das super sorglos Produkt ist? :) Die kann ich dir nicht geben. Ich verbaue die eher selektiv, wenn es wirklich um Leichtbauprojekte geht.
Aber wenn es für dich reizvoll ist eine so leichte Nabe benutzen zu wollen, dann sehe ich keine wirklichen Gründe das nicht zu tun.
 
Auch von unserer Seite der Daumen Hoch für Carbon-Ti.
Wir haben eben so wie der Kollege aus Frankfurt mit Carbon-Ti den bekannten deutschen Nabenhersteller vollständig ersetzt und bereuhen es nicht.
Ja, wir hatten auch schon mal einen Flanschbruch, einen verreckten Freilauf und auch div. Lagerschäden - aber eben auch auf mehrere hundert Naben.
Bearbeitung im Problemfall stets sehr kulant und blitzschnell.
Besonders die Lagerschäden sind je nach Einstellung, Einsatz und Pflege bei so leichten Naben im Grunde genommen mitgekauftes Feature. Wer Naben mit unter 100/200gr den Satz haben will, um damit durchs ganze Jahr bei jedem Wetter zu fahren, der wird auch mal ein Lager tauschen (lassen) müssen. Bei den einen mehr, bei keinem weniger.

Gruss, Felix
 
Besonders die Lagerschäden sind je nach Einstellung, Einsatz und Pflege bei so leichten Naben im Grunde genommen mitgekauftes Feature. Wer Naben mit unter 100/200gr den Satz haben will, um damit durchs ganze Jahr bei jedem Wetter zu fahren, der wird auch mal ein Lager tauschen (lassen) müssen. Bei den einen mehr, bei keinem weniger.
Mittlerweile würde ich mich glaub anders entscheiden. Mein Vorderrad ist demnächst das dritte Mal (Juni 22, Oktober 22 und jetzt) innerhalb 12 Monate bei euch.
 
Mittlerweile würde ich mich glaub anders entscheiden. Mein Vorderrad ist demnächst das dritte Mal (Juni 22, Oktober 22 und jetzt) innerhalb 12 Monate bei euch.
Wie sich hier herrausstellte, waren die Lager wirklich wieder völlig tot. Allerdings überraschten wir den Fahrer auch mit der Bitte, die Nabe einzustellen. Die Achspieleinstung war nicht bekannt so dass wir davon ausgehen müssen, dass die Lager wie auch in den Fällen davor schlicht zerdrückt wurden.

Bei leichten Naben deren Achspiel (Achtung, nicht Lagerspiel) einstellbar ist, muss diese Einstellung vom Nutzer gemäss der Einbausituation vorgenommen werden.

Gruss, Felix
 
Wie sich hier herrausstellte, waren die Lager wirklich wieder völlig tot.
Jepp. :)
Allerdings überraschten wir den Fahrer auch mit der Bitte, die Nabe einzustellen.
Ich war wirklich überrascht. :)
Die Achspieleinstung war nicht bekannt so dass wir davon ausgehen müssen, dass die Lager wie auch in den Fällen davor schlicht zerdrückt wurden.
Man lernt nie aus.
Bei leichten Naben deren Achspiel (Achtung, nicht Lagerspiel) einstellbar ist, muss diese Einstellung vom Nutzer gemäss der Einbausituation vorgenommen werden.
Vorschlag für die "Behandlung" zukünftiger n00bs wie mich: Hinweis bei solchen Naben irgendwie mitgeben? Sowas wie "Bitte bei Einbau Achsspiel prüfen!" Für mich wäre das ein wichtiger Hinweis gewesen, um zumindest nochmal darüber nachzudenken, was ich da tue. Kann natürlich auch sein, dass ich die unrühmliche Ausnahme bin. 😱 😢

Und nochmal zur Klarstellung: Ich bin mit dem LRS (nach der Erleuchtung über das "BPS" :) ) und mit eurem Service sehr zufrieden.
 
Ist das Einstellen des Lagerspiels bei den TI-Naben für technisch nicht so versierte Schrauber, mit recht wenig Spezial-Werkzeug machbar? Je mehr ich drüber lese, desto mehr ist mir eine rundum sorglos Version a la DT Swiss 180 fast lieber. Kleinen Imbus hab ich noch, aber einstellbaren Drehmomentschlüssel leih ich mir jedes mal oder nutze den Hand-O-Meter
 
Du sollst die kleine Feststellschraube ja nicht festknallen, sondern einfach so anziehen, das sie die Kappe in Position hält. Da wüsste ich echt nicht warum man das jetzt mit nem Drehmomentschlüssel machen will. Zieh sie sanft an, bis du den Eindruck hast, sie ist gut arrtiert. Bei so einem dermaßen dünnen Schlüssel wird man ja schon aus reiner Intention heraus nicht versuchen zum Erdmittelpunkt zu bohren. Du machst dir da ein bisschen zu viel Sorgen um die Beschaffenheit dieses Systems.
Es ist recht simpel.
Vor dem Einbauen gern schon die kleine Schraube lockern - das reicht ja, wenn man sie um eine 1/2 Umdrehung lockert - und die Schraubkappe in die vorgegebene "Open" Richtung drehen, damit man ein bisschen Spiel drauf hat. Laufrad danach mit Naben im Rahmen/Gabel einbauen und normal anziehen. Dann an der Kappe wieder Richtung "Close" drehen, bis man merklich gegen Widerstand dreht. Am Rad bisschen hin und her drücken um zu sehen, ob man noch Spiel drauf hat, oder nicht. Falls nicht, die Kappe auch gern noch mal in Mini-My öffnen und so den Punkt herausfinden, wo der Übergang liegt zwischen "Spiel" und "nicht Spiel". Dort dann die Madenschraube wieder um ihre 1/2 Umdrehung anziehen, damit alles arretiert ist.

Das ist für normal in ca. 1-2 Minuten erledigt. Wenn du auf der Bremsscheibenseite arbeiten musst wäre es sinnvoll diese erstmal noch weg zu lassen. Arbeitete sich besser an der Achse, wenn keine Bremsscheibe drauf ist. Wenn du deine Einstellung zufriedenstellend eingerichtet hast kannst du dann natürlich die Scheibe montieren...
VG
 
Danke für die Erklärung! Aber liest sich doch irgendwie kompliziert, von der Bremsseite wusste ich gar nichts, auf den Bildern sah das nur nach Arretierung der Antriebsseite aus und den Drehmomentschlüssel will natürlich nicht am Lager ansetzen. Ich meinte ich ziehe die Achse nicht mit einem Drehmomentschlüssel an, sondern mit Hand und Gefühl. Das kann dann halt jedes mal etwas variieren, vielleicht nicht die beste Voraussetzung für TI-Hubs, zumal dann noch die Frage aufkommt wie oft das Lagerspiel eingestellt werden muss, im Besten und im schlechtesten Fall.
 
Danke für die Erklärung! Aber liest sich doch irgendwie kompliziert, von der Bremsseite wusste ich gar nichts, auf den Bildern sah das nur nach Arretierung der Antriebsseite aus und den Drehmomentschlüssel will natürlich nicht am Lager ansetzen. Ich meinte ich ziehe die Achse nicht mit einem Drehmomentschlüssel an, sondern mit Hand und Gefühl. Das kann dann halt jedes mal etwas variieren, vielleicht nicht die beste Voraussetzung für TI-Hubs, zumal dann noch die Frage aufkommt wie oft das Lagerspiel eingestellt werden muss, im Besten und im schlechtesten Fall.

Schreib mal wortwörtlich auf, wie jemand ein Fenster zu öffnen hat, auf dessen Fensterbrett noch Pflanzen stehen. Klingt manchmal auch bisschen kompliziert, wenn man es aufschreibt, aber wenn man es dann macht stellt sich heraus, dass Handlungen recht einfach ausfallen können, auch wenn sie mehr Text brauchen.

An der VR Nabe ist die Einstellung leichter, am HR ist die Einstellung auf der Bremsscheibenseite. Ich wusste jetzt nicht genau ob du nur von einer VR Nabe oder von einem Set sprichst.
Vg
 
Ich kann dir von der Carbon Ti HR-Nabe nur abraten. Bei mir bekam die HR ständig Spiel, teilweise schon nach 100 km. Zudem waren die Lager relativ schnell kaputt, ggfs. weil ich das Spiel zu eng eingestellt habe oder die Nabe zu viel Spiel hatte.. Das Einstellen des Spiels ist einfach. Das Spiel äußerte sich spürbar, weil das Hinterrad im eingebauten Zustand wackelte. Beim Fahren hat man dies nicht sofort bemerkt. Irgendwann fängt die Nabe aber wegen des Spiels bergauf unter Last an zu knacken.
Ja, die Naben waren zur Überprüfung auch beim Fachmann. Die vordere Lefty Carbon Ti Nabe funktionierte einwandfei.
Nimm DT Swiss, wenn es halten und möglichst sorglos ein soll.
 
Danke für den Input! Ich hab mich eigentlich schon für DT entschieden, ich will nur zwei LRS die dann hoffentlich wenig Probleme machen. Da setzte ich auf Haltbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit. Alu oder Brass Nippel is jetzt noch so ne Frage, der Satz sieht vermutlich kaum Wasser, mal schauen.
 
Zurück