32-Zoll Gravelbike im ersten Test: Große Reifen, viel dahinter?

Irrelevant. Es geht darum, ob Dämpfer die Unterschiede in der Radgröße kompensieren können. Beim MTB denkt das niemand. Der Sprung von 27,5 auf 29 ist schon lange durch. 29 hat voll gewonnen. Außerdem sind die Effekte von größeren Rädern anders als die von Dämpfern. Das kann man nicht austauschen.
Der Fehler ist doch Federungssysteme als einfach, Laufradgröße für kompliziert zu halten.
Jeder Rahmenbauer kann 32Zoll, Federung nicht.
 
Der Fehler ist doch Federungssysteme als einfach, Laufradgröße für kompliziert zu halten.
Jeder Rahmenbauer kann 32Zoll, Federung nicht.
Das kommt auf den Einsatzzweck an. Auf einem Trekking-Rad beschränken sich die Anforderungen einer Feder darauf, zum Gewicht des jeweiligen Fahrers zu passen. Für einen Downhill-Kurs wünscht man sich wiederum vermutlich etwas mehr Anpassungsmöglichkeiten.
Eine Lösung, die unumgänglich mit einem neuen Fahrrad und neuen Achsstandards verbunden ist, dürften generell eher wenige mit dem Begriff "einfach" assoziieren.
 
Interessante These, aber rein spekulativ. Ebenso könnte man mutmaßen, dass jeweils zum Kurs und Fahrer passende Stahlfedern, die sich generell mit wenigen Handgriffen tauschen lassen und für ein vergleichsweise feines Ansprechverhalten bekannt sind, vielleicht eine viel einfachere Alternative zur Umstellung auf größere Laufräder darstellen würde.
Hier besteht von Industrieseite eine Bringschuld, die angebliche Überlegenheit der beworbenen Neuheit nachvollziehbar zu belegen.
Was macht man dann bei Sprints? Die Federung per Lock Out sperren und auf die Traktionsvorteile verzichten? Es ist doch völlig egal ob man mit Luft oder Stahl federt. Eine Federung die sensibel genug ist um auf kleinste Unebenheiten anzusprechen wird auch sehr stark auf Krafteinwirkungen durch den Fahrer reagieren.
Das hat man im MTB Sport nun wirklich ausgiebig erprobt. Nicht umsonst existiert Flight Attendant.

Wieso siehst Du eigentlich eine Bringschuld bei der Industrie? Bis jetzt hat noch keine relevante Bikemarke aktiv 32" beworben und zum neuen Heilsbringer erklärt. Die bauen aktuell Prototypen und testen sie mit Weltklasseathleten bei Weltklasserennen. Mehr ist noch nicht passiert.
 
Was macht man dann bei Sprints? Die Federung per Lock Out sperren und auf die Traktionsvorteile verzichten? Es ist doch völlig egal ob man mit Luft oder Stahl federt. Eine Federung die sensibel genug ist um auf kleinste Unebenheiten anzusprechen wird auch sehr stark auf Krafteinwirkungen durch den Fahrer reagieren.
Das hat man im MTB Sport nun wirklich ausgiebig erprobt. Nicht umsonst existiert Flight Attendant.
MTB-Rennen werden neuerdings nur noch mit Flight Attendant gewonnen? Die Sperrung der Federgabel bei Wiegetritt auf einem Schottersprint als Albtraum-Szenario?
Klingt etwas realitätsfern.
Wieso siehst Du eigentlich eine Bringschuld bei der Industrie? Bis jetzt hat noch keine relevante Bikemarke aktiv 32" beworben und zum neuen Heilsbringer erklärt. Die bauen aktuell Prototypen und testen sie mit Weltklasseathleten bei Weltklasserennen. Mehr ist noch nicht passiert.
Vielleicht, weil der Kunde durchaus fundierte Verkaufsargumente von Seiten entsprechender Hersteller erwartet? Nur so eine Idee.
Ein Start der Serienproduktion für das nächste Jahr wurde aktuell bereits breit angekündigt.
 
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Also auf zivilisiertem Deutsch ausgedrückt: ernste Argumente für einen sinnvollen Einsatz der starren 32er ggü. gefederten 28er Gravel Bikes existieren offensichtlich nicht. Soweit, so neu.
 
Dafür wäre erst einmal objektiv zu belegen, dass sich die Vorteile der riesigen Laufräder nicht einfach über hochwertige Federungselemente erreichen lassen. In der Hinsicht habe ich bisher nichts vernehmen können.
Wenn ich Federweg reduzieren kann, dank größerer Laufräder, fände ich das cool 😎
 
MTB-Rennen werden neuerdings nur noch mit Flight Attendant gewonnen? Die Sperrung der Federgabel bei Wiegetritt auf einem Schottersprint als Albtraum-Szenario?
Klingt etwas realitätsfern.
Du erinnerst Dich das Du eine Federung wolltest die einen vergleichbaren Effekt wie ein 32" großes Laufrad hinsichtlich Traktion und Überrollverhalten hat in Kombination mit einem 40-45mm breiten Gravelreifen?

Die üblichen Gravelfedergabeln scheiden dann schon mal aus. Mit den 30-40 mm Federweg die so ne Gabel hat bekommst Du kein entsprechend sensibles Ansprechverhalten hin. Beziehungsweise würde die Gabel dann bei etwas härteren Schlägen, bzw. Gewichtsverlagerungen schon durchschlagen wenn man sie entsprechend weich abstimmt.

Da braucht es dann schon 10 cm Federweg und mehr. Damit bekommt man ein feinfühliges Fahrwerk mit ausreichend Reserven für härtere Schläge hin. Leider fährt sich das im Wiegetritt echt schlecht. Also muss man das entweder mit einem Lockout oder Elektronik bändigen. Viel spaßiger werden aber Abfahrten und hohes Tempo. Mit 10 cm Federweg ist jeder Gravelreifen überfordert. Da hast Du innerhalb kürzester Zeit einen Durchschlag da Du im rauhen Gelände bergab viel schneller fahren kannst als der Reifen toleriert.
Also muss man wieder MTB Reifen verwenden. Da hat man auch nix gewonnen.

Man müsste eine "aktive" Federung mit 3-4 cm Federweg bauen die den Druck in den Federelementen ständig anpasst. Ich glaube das ist teuer, schwer und kompliziert...
 
Du erinnerst Dich das Du eine Federung wolltest die einen vergleichbaren Effekt wie ein 32" großes Laufrad hinsichtlich Traktion und Überrollverhalten hat in Kombination mit einem 40-45mm breiten Gravelreifen?
Das käme auf das jeweilige Gelände an. 2.1" Reifen können selbst auf Asphalt meiner Erfahrung nach ebenfalls recht schnell laufen, haben aber bereits sehr spürbare Dämpfungs- und Traktionsreserven ggü. 40 mm Breite.
Die üblichen Gravelfedergabeln scheiden dann schon mal aus. Mit den 30-40 mm Federweg die so ne Gabel hat bekommst Du kein entsprechend sensibles Ansprechverhalten hin. Beziehungsweise würde die Gabel dann bei etwas härteren Schlägen, bzw. Gewichtsverlagerungen schon durchschlagen wenn man sie entsprechend weich abstimmt.
Die meisten Gravel-Federgabeln haben 40-60 mm Federweg, was für grobe Schlaglöcher und mittelgroße Steine völlig ausreichend ist. Eine XC-Gabel gehört eher auf den Trail und dürfte auf Asphalt etwas - nicht dramatisch - mehr an Effizienz kosten.
Da braucht es dann schon 10 cm Federweg und mehr. Damit bekommt man ein feinfühliges Fahrwerk mit ausreichend Reserven für härtere Schläge hin. Leider fährt sich das im Wiegetritt echt schlecht. Also muss man das entweder mit einem Lockout oder Elektronik bändigen.
Für den Wechsel zwischen Asphalt und leichtem Gelände reicht die Lockout-Funktion, wie auch im XC. Wie erwähnt könnte eine gut abgestimmte Stahlfeder wegen des systembedingt feineren Ansprechverhaltens auf Gravel-Kursen
evtl. sogar noch vorteilhafter funktionieren als Luft.
Schon etwas kurios, dass wissenschaftlich belastbare Untersuchungen zu dem Thema völlig fehlen.
Viel spaßiger werden aber Abfahrten und hohes Tempo. Mit 10 cm Federweg ist jeder Gravelreifen überfordert. Da hast Du innerhalb kürzester Zeit einen Durchschlag da Du im rauhen Gelände bergab viel schneller fahren kannst als der Reifen toleriert.
Also muss man wieder MTB Reifen verwenden.
Das ist logisch so widersinnig, dass ich an der Stelle nicht weiter kommentiere.
Man müsste eine "aktive" Federung mit 3-4 cm Federweg bauen die den Druck in den Federelementen ständig anpasst.
Nein, für so wenig Federweg wäre das alles andere als sinnvoll.
 
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Nach dem Foto sitzt der Fahrer eher mit einer entspannten Sitzposition auf dem Rad. Selbst bei ihm wirkt das Oberrohr im Vergleich zu den Fahrern auf dem Crux recht hoch.
Wieso vergleichst du das Scott nicht mit Canyon daneben? Da sitzen beide mit gestreckten Armen auf dem Rad und beim 32er sieht es nicht nicht deutlich entspannter aus. Eher umgekehrt.
 
Dafür wäre erst einmal objektiv zu belegen, dass sich die Vorteile der riesigen Laufräder nicht einfach über hochwertige Federungselemente erreichen lassen. In der Hinsicht habe ich bisher nichts vernehmen können.
Und dann bitte noch testen, ob ein Rad mit 32er Laufrädern und hochwertigen Federungselementen Vorteile gegenüber einem Rad mit kleineren Laufrädern und hochwertigen Federungselementen hat.
 
Und dann bitte noch testen, ob ein Rad mit 32er Laufrädern und hochwertigen Federungselementen Vorteile gegenüber einem Rad mit kleineren Laufrädern und hochwertigen Federungselementen hat.
Der entsprechende Unterschied wird auf Gravelstrecken noch kleiner ausfallen als zu 29er im Bereich MTB.
 
Wieso vergleichst du das Scott nicht mit Canyon daneben? Da sitzen beide mit gestreckten Armen auf dem Rad und beim 32er sieht es nicht nicht deutlich entspannter aus. Eher umgekehrt.
Die Ultralangstreckenfahrer sitzen meines Wissens nach meist deutlich aufrechter auf ihren Rädern als die Rennfahrer auf kürzeren Distanzen. Gut möglich das der Canyonfahrer sich extra für einen größeren Rahmen mit höheren Stack entschieden hat. Teilweise wird viel Wert auf ausreichend Platz im Rahmendreieck für Rahmentaschen etc gelegt. Von daher schien er mir als Referenz weniger geeignet.
 
Existieren eigentlich in der Praxis tatsächlich Gravel-Kurse, auf denen man mit 45er Reifen wegen Durchschlagsgefahr nicht antreten sollte? Das ist so eine "neue Info", die ich bisher nur hier im Forum gehört habe.
 
Die Frage ist doch eher, welcher Gravelant denn auch wirklich eine Federgabel oder gar eine Vollfederung an seinem Rad haben möchte!?
Ich für meinen Teil zumindest nicht. 🤷‍♂️
Und ich gehe davon aus, dass da recht viele ebenso denken.
Sonst würde man ja wesentlich mehr Gravel-Räder hier im Forum mit Federgabel sehen.
Trotzdem ist man ja einem Plus an Komfort nicht abgeneigt.
Und wenn 32" mir da mehr Komfort bieten kann, why not?
Gruß,
Oppa
 
Interessante Argumentationslinie. Demnach werden etwa auch deshalb keine 27.5" Bikes oder überhaupt MTBs mit halbwegs kompakter Geometrie sowie Umwerfermöglichkeit mehr angeboten, weil so etwas schlicht niemand fahren möchte?
 
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Interessante Argumentationslinie. Demnach werden etwa auch deshalb keine 27.5" Bikes oder überhaupt MTBs mit halbwegs kompakter Geometrie sowie Umwerfermöglichkeit mehr angeboten, weil so etwas schlicht niemand fahren möchte?
Um eine kompakte Geometrie, 27,5 er Laufräder und einen Umwerfer haben zu wollen muss man diese Dinge zum einen kennen und zum anderen sehr positive Erfahrungen damit gemacht haben, oder? Genauso muss man ein modernes, langes Rad, einfach Antriebe und 29“ Laufräder in Summe als nachteilig erlebt haben.
Die Anzahl der Personen die das genau so sieht ist vermutlich recht überschaubar.
 
Interessante Argumentationslinie. Demnach werden etwa auch deshalb keine 27.5" Bikes oder überhaupt MTBs mit halbwegs kompakter Geometrie sowie Umwerfermöglichkeit mehr angeboten, weil so etwas schlicht niemand fahren möchte?
Solche Räder findest du schon noch.
Halt nicht bei den großen Wegwerfbikeproduzenten.
Wer so ein Rad wirklich sucht, und die Anzahl derer wird sehr überschaubar sein, wird auch ein solches finden.(vermutlich auch mit Umwerfer)
Aber einem Umwerfer weint doch nun wirklich niemand mehr hinterher, oder? 🤷‍♂️
 
So würde ich es zwar nicht ausdrücken, aber mein einziges Rad ohne Umwerfer ist mein Bahnrad.
Am Rest würde ich den Umwerfer schon sehr stark vermissen.
Ich vermisse am Gravel und Rennrad die Bandbreite der 2x12 Fach Schaltung- aber nicht den Umwerfer😂 Ich habe an einem Rad die Classified Nabe- die macht mir mehr Spaß als der Umwerfer
 
Also auf zivilisiertem Deutsch ausgedrückt: ernste Argumente für einen sinnvollen Einsatz der starren 32er ggü. gefederten 28er Gravel Bikes existieren offensichtlich nicht. Soweit, so neu.
Du machst den Fehler, dass du an der alten Laufradgröße festhältst und daran das Feder-Dämpfer-System optimierst.
Andere aber optimieren nun die Laufradgröße und passen entsprechend das Feder-Dämpfer-System an.

Wer wird dann wohl schneller unterwegs sein?
 
Solche Räder findest du schon noch.
Halt nicht bei den großen Wegwerfbikeproduzenten.
Wer so ein Rad wirklich sucht, und die Anzahl derer wird sehr überschaubar sein, wird auch ein solches finden.(vermutlich auch mit Umwerfer)
Aber einem Umwerfer weint doch nun wirklich niemand mehr hinterher, oder? 🤷‍♂️
Die Zahl derer die für ein Bike abseits des Einheitsangebots von überlangen 29ern einen Rahmenbauer aufsuchen, ist sehr klein, ja. Das ist in der Tat nicht unbedingt eine revolutionäre Erkenntnis.
Und eine effiziente Kettenlinie und feine Gangabstufung kann jemand, der sportlich unterwegs ist, natürlich am allerwenigsten gebrauchen. Ein Glück wurde diese Option an modernen Rahmen entfernt, bevor der beschränkte Kunde noch auf schlechte Ideen kommt.
 
Um eine kompakte Geometrie, 27,5 er Laufräder und einen Umwerfer haben zu wollen muss man diese Dinge zum einen kennen und zum anderen sehr positive Erfahrungen damit gemacht haben, oder? Genauso muss man ein modernes, langes Rad, einfach Antriebe und 29“ Laufräder in Summe als nachteilig erlebt haben.
Die Anzahl der Personen die das genau so sieht ist vermutlich recht überschaubar.
Diese Räder müsste man sich anschauen, Probe fahren und ausleihen können. Ganz genau.
Ist das nicht möglich, stellt das für den Kreis an potenziell Interessierten natürlich ein gewisses Hindernis dar.
Du machst den Fehler, dass du an der alten Laufradgröße festhältst und daran das Feder-Dämpfer-System optimierst.
Andere aber optimieren nun die Laufradgröße und passen entsprechend das Feder-Dämpfer-System an.

Wer wird dann wohl schneller unterwegs sein?
Die Antwort auf diese Frage wird von den Herstellern bestimmt mit größter objektiver Sorgfalt und einer peniblen Abwägung bzgl. der tatsächlichen Massentauglichkeit sowie Ausgewogenheit aller Fahreigenschaften bestimmt werden. So wie es schon immer gewesen ist, wenn es um die Ablösung etablierter Produktstandards ging.
 
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Existieren eigentlich in der Praxis tatsächlich Gravel-Kurse, auf denen man mit 45er Reifen wegen Durchschlagsgefahr nicht antreten sollte? Das ist so eine "neue Info", die ich bisher nur hier im Forum gehört habe.
Ich denke es ist abhängig davon wie schnell gefahren wird. Das betrifft aber eher den Rennsport. Da ist man ja nicht ganz so frei in seiner Reifenwahl.

Das Leadville 100 ist vermutlich das Paradebeispiel für so ein Rennen. Da haben sich Fullsuspension Bikes mit Dropbars und MTB Reifen als beste Lösung etabliert

Als Hobbyfahrer kann man sein Tempo und Linienwahl ja den Gegebenheiten anpassen. Auf meinem Gravel war ab Werk ein Schwalbe G-One RS in 42 mm verbaut. Ich wiege 80kg kg. Der Reifen rollte sehr schnell, war aber für mich nicht stabil genug. Es hat nicht lange gedauert bis ich den ersten Durchschlag hatte.
 
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