48 Sekunden

Die Welt ist Glaubenssache.

Jeder hat seine Meinung und das ist natürlich auch in Ordnung so.

Ich bin kein Experte in der Bikebranche aber ich habe halt das Gefühl, dass die Industrie uns einzureden versucht, dass die Beduetung des Gewichts viel größer ist als das in Wirklichkeit der Fall ist. So können sie ihre 1000 Euro Gabeln und Laufräder verkaufen. Man muss sich nur mal über di Konsequenzen klar werden wenn under den Hobbyradlern die Meinung vorherschen würde, dass 2 Kilo Gewichtsunterschied kaum spürbar sind. Welchen Grund Gäbe es noch eine XTR Schaltung zu fahren wenn die LX in der Performance fast gleich ist. Warum sollte ich mir einen Laufradsatz für 1000E kaufen wenn ich für 300 einen bekomme der steifer aber 300g schwerer ist.

Sicher, wenn man Perfektionist ist und es im Rennen auf jede Sekunde ankommt dann ist es nur logisch auch am Rad alles rauszuholen. Nur hab ich etwas gegen Balken in Bike-Magazinen, bei denen ein unterschied von 5% grafisch veranschaulicht wird als wären es 50% ...

Und genauso ist es doch wenn jemand erzählt er würde 200g Gewichtsersparniss spüren. Fühlt man sich plötzlich schwerer auf dem Bike wenn man ne Lange Hose anhat anstatt ner kurzen, wenn man nen Helm aufhatt oder ne Trinkflasche im Flaschenhalter???
@lebebbel: gleich mal vorbeugend: das hat ncihts mit pinkeln vor der Tour zu tun. ;)

Falls jemand jetzt denkt der Kerl hat keine Ahnung, ist noch nie auf einem Fahrrad gesessen und labert hier im Forum dumm rum, dem gebe ich hiermit recht und möchte dass er weis dass ichs nicht böse mein sondern nur gern ein bischen herumdiskutiere.:eek: :daumen:

Jo
 
...Ich bin kein Experte in der Bikebranche aber ich habe halt das Gefühl, dass die Industrie uns einzureden versucht, dass die Beduetung des Gewichts viel größer ist als das in Wirklichkeit der Fall ist. ...
Ich finde das klingt absolut nach Experte. Deswegen hat die MB auch nicht erwähnt, dass das nur 1% ist.
 
Leichtbau am Fahrrad ist ein Hobby wie Briefmarkensammeln.
Macht dem Betreffenden Spaß und damit ist Zeit und Aufwand gerechtfertigt.

Problematisch wirds dann, wenn der Betreffende sich für den teils nicht unberächtlichen monetären und zeitlichen Aufwand anderweitig rechtfertigen muß; sei es vor der Frau, Freuden oder vor sich selbst.
Dann werden abstruse Theorien gesponnen und tatsächlich vorhandene,aber praktisch irrelevante Minimalstdifferenzen bemüht - tatkräftig unterstützt von der Publikumspresse.

Gruß, Uwe
 
In der Tat sind 1000hm/h schon eine ordentliche Leistung und wenn dabei 48sek Vorsprung rauskommen klingt das erstmal nicht viel. Übertragen auf ein Rennen bedeuten aber schon 10-20 Sekunden Vorsprung, dass mich der Verfolger nicht mehr an jeder Stelle sieht.
48 Sekunden sind eine Ewigkeit, selbst wenn man auf der Langstrecke 6h unterwegs ist. Stellt euch vor, ihr habt im Ziel genau 48 Sekunden Rückstand auf den Vordermann. Ist so verdammt schwer aufzuholen...

Natürlich macht es mehr Sinn anstatt das Geld in extremen Leichtbau am Rad in ein Trainingslager zu stecken. Und wie schon mehrfach hier geschrieben: ein leichtes Rad fühlt sich besser an zu fahren -besonders eben leichte Laufräder.

Weiter vorn wurde geschrieben: Warum dann XTR, wenn LX die gleiche Funktion hat: Weil Shimano nun mal bei XTR die beste Technik (z.B. Lagerung) baut.

Fährt man keine Rennen macht Leichtbau wirklich nur für Trage/Schiebepassagen Sinn, da darf das Enduro ruhig auch mal 12 KG wiegen...

SW
 
In der Tat sind 1000hm/h schon eine ordentliche Leistung und wenn dabei 48sek Vorsprung rauskommen klingt das erstmal nicht viel. ...

Im Artikel sind für die Berechnung 200W angegeben. Damit landet man dann eher bei 1,5h für die 1000hm. Bei einer Stunde wäre der Zeitvorteil geringer.

Letztlich ist ein Prozent nicht mehr und nicht weniger als ein Prozent. In diesem Fall ist es allerdings eins, dass man kaufen kann. Ob es den Mehrpreis wert ist, muss dann tatsächlich jeder selbst wissen.
 
Hi

zur Grundlage der "Berechnung" hat man den 1.2kg leichten Tune CC Laufradsatz genommen und mit dem 2.2kg schweren DT E-2200 Enduro Laufradsatz verglichen, das Ganze dann noch wie schon beschrieben auf eine gerade ebene Asphaltsteigung übertragen.....
Wenn man Kategorie bezogen diesen 1.2kg CC Tune Laufradsatz mit einem "normalen" (und auch bezahlbaren) 1.5kg schweren anderen CC Laufradsatz genommen hätte und das dann noch auf reale MTB Strecken überträgt, kommt denn etwa soviel in Wirklichkeit heraus wie diese Bikebravos in Cent Wert sind.

Gruss
Simon
 
Jahrelang war ich mit meinem Litespeed-HT (10 kg) unterwegs bei uns in
den Alpen, Alpenvorland und Gardasee.
Dieses Bike hatte ich mir 1996 selber aufgebaut und nur leichte Teile (XTR, Tune, Syncros etc.) verwendet,
damit ich die 10 kg damals schaffte.
Umgerechnet hat mich das Bike dann ca. € 3.500,-- gekostet,
was damals für ein HT nicht wenig war.
Der monetäre Einsatz war also beträchtlich, aber ich fühlte mein Geld für ein leichtes Bike gut angelegt

Dann mußte ich aufgrund von Rückenproblemen im letzten Jahr
auf ein 2kg schwereres Fully umsteigen :(

Nun ja, was ich sagen möchte ist, dass ich die gleichen Strecken mit dem
Mehrgewicht von 2 kg genau so gut oder schlecht gefahren bin,
wie mit dem leichteren HT :eek:
Dabei schreibe ich hier von Gebirgsstrecken, also lange Uphills.

Aber ich hatte das Mehrgewicht immer in Kopf und kam mir gefühlt
langsamer vor, was ich aber nicht belegen konnte, denn für die Bergtouren
benötigte ich einen ähnlichen Zeitrahmen.

Und da ich schon immer gerne an Bike´s schraube, habe ich über den Winter das Fully
mit wenig Geld um ca. 500 gr. erleichtert, was ich zwar nicht spüre, aber Ihr wisst schon der Kopf ;)

Mittlerweile bin ich nicht mehr bereit für das Gewichtstuning horrende Summen auszugeben,
ich tune nur noch bei Teilen, die durch Verschleiß eh getauscht werden müssen oder günstig auszutauschen sind.
 
:o ....interessante Diskussion!

48 s Einsparung auf 1000 hm und das nur aufgrund des geringern Laufradgewichts. Nunja.....für den Hobbyfahrer spielt das Null komma und a bidslh fiars Ego :D.

Was aber in der Aussage -48 s bei 1000 hm nicht steckt, ist die Beschleunigungsarbeit bei jeder Kurbelumdrehung.....um gleich freche Zwischenfragen vorweg zu nehmen, am Berg gibt es schon aus kinematischen Gründen keinen Runden Tritt, es sei denn jemand trainiert nur mit einem hochaufgelöstem Wattmeter und kennt seine Leistung über dem Kurbelwellenwinkel ;)....also gibts nicht....d.h. jedes mal müssen die Laufräder und der ganze Karren beschleunigt werden....nach Newton geht die Masse eben linear ein....beim rotatorischen Bewegungen ist allerdings der Radius im Quadrat, wie hier schon zigtausendmal erwähnt wurde - ergo die Massenverteilung am LR ist ganz erheblich entscheidend für die Beschleunigungsarbeit....wer will mal eine Rechnung starten....Beschleunigungsarbeit pro Pedalumdrehung aufintegriert (f(Übersetzung) über der zurückgelegten Strecke und hm.....dafür müsste man aber erst mal definieren wie ein typischer unrunder tritt aussieht....kann ja jeder mal selber testen....auf die Rolle, Bremse zu und gib ihm Saueres :D....wer da kontinuierlich rund treten kann, biiiiiiiiiiiiiiiiiitte ich tue es jedenfalls nicht.

Aber den Hobbyfahrer interessiert das ja eeeehhh alles nicht....göööööööööööööööööööööööll ;) :D
 
Das spielt keine Rolle, selbst wenn man davon ausgeht, daß der rotatorische Anteil nennenswert ist.
Das leichte Rad läßt sich leichter beschleunigen, wird aber auch im gleichen Maße schneller wieder langsam. Das schwere Rad hält entsprechend seine Geschwindigkeit besser.
Da wäre dann eher das schwere Rad angenehm, weil es ein gleichmäßigeres Fahren ermöglicht.
 
Das spielt keine Rolle, selbst wenn man davon ausgeht, daß der rotatorische Anteil nennenswert ist.
Das leichte Rad läßt sich leichter beschleunigen, wird aber auch im gleichen Maße schneller wieder langsam. Das schwere Rad hält entsprechend seine Geschwindigkeit besser.
Da wäre dann eher das schwere Rad angenehm, weil es ein gleichmäßigeres Fahren ermöglicht.

Gilt nur für den Fall der reibungsfreien, horizontalen Bewegung....leider :heul:

....wir müssen schließlich nicht nur nach vorne sondern auch gegen die Schwerkraft beschleunigen....der Beschleunigungsvektor steht parallel zum Untergrund und der ist leider nicht senkrecht zur Erdbeschleunigung.....Deine Nullsummenbilanz geht leider nicht auf....wer hoch hinaus will muss leisten....und der Gipfel ist noch weit :D
 
Ich rede nur vom rotatorischen Anteil. Daß unabhängig davon jedes Gramm erstmal nach oben muß, ist klar.
 
Das spielt keine Rolle, selbst wenn man davon ausgeht, daß der rotatorische Anteil nennenswert ist.
Das leichte Rad läßt sich leichter beschleunigen, wird aber auch im gleichen Maße schneller wieder langsam. Das schwere Rad hält entsprechend seine Geschwindigkeit besser.
Da wäre dann eher das schwere Rad angenehm, weil es ein gleichmäßigeres Fahren ermöglicht.

Hi

mal endlich einer der es begriffen hat :daumen:

Umso bescheuerter dann einen Enduro LRS mit einem CC LRS zu vergleichen. Es wird wohl kaum jemand auf die Idee kommen an seinem CC Bike einen 2.2kg Enduro LRS zu montieren und umgekehrt....

Gruss
Simon
 
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