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3. April 2023
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Hallo zusammen,

ich bin schon seit längerem stiller Mitleser, würde nun aber gern euren persönlichen Rat zu meinem Anliegen einholen.

Momentan fahre ich ein über 10 Jahre altes Hardtail und möchte mir nun ein Fully zulegen. Allerdings bin ich mir unklar, wie viel Federweg bzw. welche Modelle für mich am meisten Sinn machen. Ursprünglich dachte ich an ein möglichst leichtes Trailbike oder Down-Country-Bike. Nun habe ich aber Artikel wie diesen gelesen (Nerding Out: Why You Shouldn't Worry Too Much About Weight - Pinkbike) und dass Bikes mit viel Federweg und mehr Gewicht ähnlich gute Tourenbikes und Kletterer sein können. Dagegen wird in Testberichten ja sehr oft ein geringes Gewicht gelobt und mit hoher Tourentauglichkeit gleichgesetzt. Was stimmt jetzt? o_O Damit hängt ja auch zusammen, ob es Sinn macht, für einen Carbon-Rahmen mehr Geld auszugeben. Schränken dann kurzhubige, leichtere Bikes nicht den Einsatzbereich ein, wenn sie auch nicht besser klettern? Sollte man dann hinsichtlich des Federwegs nicht eher nach dem Motto “Lieber haben, als brauchen” kaufen, wenn ich nicht mehrere Mountainbikes haben möchte?

Welche Anforderung stellst du an dein MTB, wo möchtest du fahren?
Hauptsächlich Touren unterschiedlicher Länge auf den Naturtrails hier am Rand der Schwäbischen Alb (Kreis Reutlingen). Typisches Streckenprofil hier: relativ steil runter und hoch, oben auf der Albhochfläche flaches bis welliges Gelände.
Bikeparks und große Sprünge schließe ich für mich aus. Ggfs. wäre ich noch an einem Alpencross oder der Teilnahme an einem XC/Marathon-Event interessiert, aber das ist Zukunftsmusik und soll nicht den Ausschlag bei der Entscheidung für das neue Rad geben.
Das Bike sollte sich effizient pedalieren lassen und zügige, wurzelige und steinige Abfahrten mit kleineren Drops, Stufen und Sprüngen mitmachen. Die Gewichtung bergauf/bergab liegt bei 50:50 würd ich sagen.

Welche Bikes bist du bereits Probe gefahren:
Probegefahren bin ich bisher ein Orbea Oiz (zu große Sattelüberhöhung, dadurch starker Druck auf den Handgelenken und vermutlich zu wenig Reserven), Giant Trance und Trek Fuel Ex. Die beiden letzteren haben mir ganz gut gefallen. Einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Rädern konnte ich auf der kleinen Runde beim Händler nicht wirklich fühlen. Da mir ein guten Preis-Leistungsverhältnis wichtig ist, kommen auch Versender in Frage.

Größe: 192 cm
Schrittlänge: 92 cm
Gewicht: ca. 80 kg
Budget: um die 3.000 €

Abgesehen von meinen oben geschilderten grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich des optimalen Federwegs und Bedeutung des Gewichts hab ich folgende Bikes in der engeren Auswahl:

Canyon Neuron
Canyon Spectral (auch 125)
YT Izzo
Propain Hugene
Orbea Occam
Giant Trance (auch X)
Trek Fuel Ex
Trek Top Fuel
Ibis Ripley
Cube One44
Speci Stumpjumper
Norco Optic

Hoffe, das war nicht zu viel Text. Vielen Dank für eure Mithilfe!!! Ich freue mich auf die Diskussion :love:
 
Ich weiss ja nicht wo du da - ohne in den Park oder auf Endurotrails zu wollen - mehr wie 140mm FW brauchen könntest, aber ja, der Federweg schränkt die Uphilltauglichkeit und Spurtfreude weniger ein als zB seriöse Reifen oder unpraktische Sitzposition (also zu wenig Druck auf dem Lenker und zu aufrecht).
Das Gewicht kommt natürlich auch von dicken Reifen und dicker Gabel, und auch das merkst du.

Fahre mal ein paar Bikes Probe.
Im Grunde ist das aktuelle Neuron in XL schon fast zu viel Bike für deinen Anspruch, erst recht das Spectral. Mit long-low-slack wirst du wohl wenig anfangen können.
 
Typisches Streckenprofil hier: relativ steil runter und hoch, oben auf der Albhochfläche flaches bis welliges Gelände.
Das Bike sollte sich effizient pedalieren lassen und zügige, wurzelige und steinige Abfahrten mit kleineren Drops, Stufen und Sprüngen mitmachen. Die Gewichtung bergauf/bergab liegt bei 50:50 würd ich sagen.
Für steile und verblockte Abfahrten ist ein flacher Lenkwinkel („slack“) schon vorteilhaft und findet sich meist in Rädern mit mehr Federweg. Gerade wenn es aber mehr um Kontrolle und Balance bei langsamen Geschwindigkeiten geht ist zuviel Federweg auch nicht gut, dem kam man aber mit einer harten Einstellung der Federelemente entgegenwirken, man wird dann halt den Federweg nicht so gut ausnutzen. Ich fahre am Fully mit 170mm Gabel für langsame, technische Trails zum Beispiel 20 PSI mehr Luftdruck, und auch mehr Dämpfung von Druck- und Zugstufe als auf schnellen Enduro-Trails.

Solche Trails verlangen aber auch nach besonders griffigen und stabilen Reifen die dann mit mehr Gewicht und Rollwiderstand kommen. Das spürt man dann bergauf schon. Gewicht ist nebensächlich, außer an Reifen und Laufrädern die du ständig am rotieren halten musst, dort kann man ein paar Hundert Gramm schon spüren.

Nachdem was du schreibst würde ich zu einem Rad im mittleren Federwegsbereich und mit progressiverer Geometrie greifen, wie das Spectral 125, das Propain Hugene oder das Specialized Stumpjumper Evo. Mit Reifen und Abstimmung der Federelemente kannst du dann experimentieren.
 
Herzlichen Dank euch schon mal für die Antworten. Dann habt ihr mich in dem Vorhaben, mir ein Trail-Bike zuzulegen auf jeden Fall bestärkt.
Nach meinen Recherchen gefällt mir das Neuron CF 8 eigentlich sehr gut. Ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet mir da nur der mit 66° eher steile Lenkwinkel. Viele Trailbikes liegen bereits ja schon bei 65 Grad oder sogar darunter. Ich möchte ungern nach wenigen Jahren bereits mit einer veralteten Geometrie da stehen. Hat ja vermutlich auch nicht unerhebliche Folgen auf den Wiederverkaufswert. Meint ihr, dass es mit long-low-slack auch in der Zukunft so weitergehen wird oder dass schon eine gewisse Sättigung/Optimum erreicht ist? (Natürlich Blick in die Glaskugel, ich weiß)
Genügen die 66 Grad für Trails in deutschen Mittelgebirgen oder sollte ich darauf achten, dass dieser etwas flacher ist?

Außerdem ist der Stack vergleichsweise hoch. Stört das, auf kilometerhungrigeren Touren? Was ist eigentlich das Minimum an Vorbau-Spacern? Kann man alle rausnehmen? Das Neuron hat ja einen integrierten Steuersatz, mit dem ich bisher keine Erfahrung gemacht habe.
 
Denke „Mittelgebirge“ allein sagt nichts aus. Mein Hausberg ist „nur“ 600 Meter hoch und trotzdem gibt es sehr steile Abfahrten. Mir wären 66° Lenkwinkel für richtig steiles Gelände zuviel, aber das muss jeder für sich selbst rausfinden.

Spacer kann man normal alle rausnehmen, aber für steile Abfahrten gibt ein höheres Cockpit schon mehr Sicherheit. Da kann man aber mit Spacern, Lenker und Vorbau variieren und experimentieren, würde da an deiner Stelle einfach mal verschiedenes ausprobieren.
 
"Mittelgebirge" sagt nichts darüber, wie krass die Trails sind. Meine Erinnerung an die Alb ist nach 50 Jahren sehr verschwommen...frag doch mal @robzo, der wohnt da.

Vor paar Jahren waren 66 LW für Freeride ausreichend. Du solltest also deswegen nicht gleich vom Berg fallen, wenn mal eine Steilstufe kommt. Die Geo insgesamt muss halt dazu passen.

Es hat an einem Tourenfully schon seinen Grund, dass der Lenkwinkel nicht so flach ist wie bei einem DC oder EN - das Einlenkverhalten ist eben mehr für entspanntes Cruisen als maximalen Speed durch Anlieger ausgelegt.
Nachteile eines flacheren Lenkwinkels sind entsprechend schwierigeres freihändig Fahren, sowie mehr notwendiger Druck auf dem Lenker. Das kann auf Tour stören.
Mich stört es nicht, ich finde 63-64 super, und freue mich an Steilkanten dass ich das Vorderrad noch sehen kann.

Was den Wiederverkauf angeht, das Neuron ist aktuell grad überarbeitet und wird als solches sicher eine Weile preisstabil bleiben. Ist halt ein Canyon. Canyons haben recht spezielle Steuersätze, da kann man auch nicht so einfach den Lenkwinkel ändern.
Mit der Größe wäre ich vorsichtig, es kann evtl sein dass der Stack dir in der Tat zu hoch ist in Verbindung mit der effektiv recht langen Oberrohrlänge.

PS ein Bild aus einem Mittelgebirge - nein, ich war nur Wandern...aber welches Rad würdest du da nehmen ;)?
08141893.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
Macht mal den TE nicht verrückt. Er hat sein Einsatzgebiet klar umrissen. Ich würde ihm dafür ein gemäßigtes Trail-HT / DC empfehlen, aber das Fully nicht ausreden wollen.
Diese immer extremeren Gradzahlen in den Geos werden sich sicher irgendwann wieder einpendeln. Und dann sind auch diese unsäglichen Videos auf den Herstellerseiten von den Hinterradschleifern und Geländespringern mit den DC-Rigs verschwunden.
66° LW sind m.E.n. völlig in Ordnung. Fahre im Steilen auch Ähnliches.
Hab hier noch einen Trailtourer mit 65°, wo es in technischen Passagen bergauf schon arg wacklig wird.
Bin aber in den Mittelgebirgen auch mit dem XC-HT (71°) schon deftige Trails gefahren. Geht bergauf super, bergab ist es ein bißchen Spaßbremse.
PS ein Bild aus einem Mittelgebirge - nein, ich war nur Wandern...aber welches Rad würdest du da nehmen ;)?
08141893.JPG
Typisches Gelände zum Stolperbiken. Geht sicher gut mit den Enduro-HT (67° + längere Gabel auf Knopfdruck). Ist aber völlig OT und daher hier nicht relevant.
 
Es wurde ja schon viel geschrieben.
Grundsätzlich machst du mit keinem der Bikes deiner Auswahl was falsch. Je nachdem wie erfahren du aktuell bist ist es meiner Meinung nach eh fraglich ob du überhaupt einen unterschied im Fahrverhalten, nicht Sitzposition, objektiv bewerten könntest. Vor allem wenn du vom 10 Jahre alten Hardtail kommst. Da ist der Unterschied zu jedem der Bikes gigantisch.

Momentan fahre ich ein über 10 Jahre altes Hardtail und möchte mir nun ein Fully zulegen. Allerdings bin ich mir unklar, wie viel Federweg bzw. welche Modelle für mich am meisten Sinn machen. Ursprünglich dachte ich an ein möglichst leichtes Trailbike oder Down-Country-Bike. Nun habe ich aber Artikel wie diesen gelesen (Nerding Out: Why You Shouldn't Worry Too Much About Weight - Pinkbike) und dass Bikes mit viel Federweg und mehr Gewicht ähnlich gute Tourenbikes und Kletterer sein können.
Ich bin ein überzeugter Vertreter dieser These :daumen:

Schränken dann kurzhubige, leichtere Bikes nicht den Einsatzbereich ein, wenn sie auch nicht besser klettern? Sollte man dann hinsichtlich des Federwegs nicht eher nach dem Motto “Lieber haben, als brauchen” kaufen, wenn ich nicht mehrere Mountainbikes haben möchte?
Kurzhubig != Leicht. Die (vielleicht) dickere Gabel macht keinen großen Unterschied im Gewicht. Die restlichen Komponenten sind ja identisch beim kurz- und langhubigen Bike. Genauso kann die Geometrie fast identisch sein. Ein sperrbarer Dämpfer oder antriebsneutraler Hinterbau bringt auch die Verluste im Federweg beim Uphill auf ein ähnliches Niveau. Es gibt kaum/keine schlecht kletternden Bikes mehr.

Vorteile von mehr Federweg:
  • Mehr Federweg bügelt mehr Glatt.
  • Du kannst rumpelige Passagen bei gleichem Skill level schneller fahren.
  • Lange Abfahrten mit viel Gerumpel sind weniger Kräftezehrend. (bei weniger als 300 Tiefenmeter m.M.n. vernachlässigbar, da zu kurz)
  • Federweg kann Fahrfehler verzeihen.
  • Sprünge ins Flat und verpatze Landungen sind weniger hart.

Nachteile von mehr Federweg:
  • Weniger rumpelige Trails werden Glatt gebügelt und dadurch langweiliger.
  • Beim sprinten auf flachen Trailstücken sinkst du tiefer in den Federweg -> Frisst mehr Energie und Pedalaufsetzer werden wahrscheinlicher.
  • Selbes gilt für technischen Uphill.
  • Schnellerer Grundspeed auf verblockten Strecken erfordert stabilere Reifen mit mehr Grip, dadurch wird fahren auf der Ebene und im Uphill spürbar anstrengender.

Welche Anforderung stellst du an dein MTB, wo möchtest du fahren?
Hauptsächlich Touren unterschiedlicher Länge auf den Naturtrails hier am Rand der Schwäbischen Alb (Kreis Reutlingen). Typisches Streckenprofil hier: relativ steil runter und hoch,
Hoch auf technischen Trails oder hauptsächlich (Schotter-) Straßen? Was bedeutet Steil? Viele Spitzkehren oder eher schnelle Trails gerade bergab?
oben auf der Albhochfläche flaches bis welliges Gelände.
-> Eher weniger Federweg
Bikeparks und große Sprünge schließe ich für mich aus.
-> Wegen Ausdauer und Fehlerverzeihung wird auch hier nicht viel Federweg benötigt
Ggfs. wäre ich noch an einem Alpencross oder der Teilnahme an einem XC/Marathon-Event interessiert, aber das ist Zukunftsmusik und soll nicht den Ausschlag bei der Entscheidung für das neue Rad geben.
-> Gut rollende Reifen drauf und gut ists.

Ich bin selbst viel auf der Alb unterwegs. Zwar nicht Reutlingen, aber Zollernalbkreis und Kreis Tuttlingen.
Für mich ist das Ideale Bike hier im Bereich 120-130mm Federweg am Heck und 130-150 an der Front.
Die Geo...
Wie Gesagt, alles in deiner Liste taugt dafür. Ist eher Geschmackssache die wiederum zum Teil von deinen Gewohnheiten abhängt. Da du noch kein modernes Bike gewohnt bist...

Ich bin ein Fan von abfahrtsorientierten Geos mit wenig Federweg (mini Enduros). Mit denen kann man hier im Steilen gut laufen lassen, die Geo gibt da auf den steilen Stücken Sicherheit. Und die Trails sind kurz genug, damit man keine Probleme mit Ermüdung hat.
Nachteile hat man dafür wenns um Enge Spitzkehren gehen soll und beim "Stolperbiken" sowie technischem! Uphill.

Mein Favorit ist/war das Norco Optic für das Gelände hier. Einfach geniales Bike.
Meine Meinung zu den anderen Bikes, von meinen Trails und Vorlieben abhängig:
  • Canyon Neuron: Tolles Bike, wenn du viele Trails mit Spitzkehren fährst sehr gut.
  • Canyon Spectral (auch 125): Nur das 125, wäre eins meiner Favoriten. Ausser du fährst viel Spitzkehren und technischen Uphill. Wenn du im Steilen laufen lassen willst, ideal. Auf den welligen Stücken oben wird es aber auch noch spaß machen.
  • YT Izzo: Wäre mit etwas zu wenig.
  • Propain Hugene: Wäre mir etwas zu viel.
  • Orbea Occam: Zu langes Sitzrohr. Etwas veraltet, ansonsten wie das Neuron (würde das Neuron vorziehen)
  • Giant Trance (auch X): Wie Neuron. Nur etwas weniger (trance) oder mehr (trance x) Bike. Flipchip ist cool, wobei ich wohl immer in der flachen Einstellung bleiben würde.
  • Trek Fuel Ex: Zu viel Bike.
  • Trek Top Fuel: Wäre mir etwas zu wenig.
  • Ibis Ripley: Zu wenig abfahrtslastig
  • Cube One44: Wie Neuron, nur etwas mehr Federweg.
  • Speci Stumpjumper: Hier stimmt für mich alles, außer dem Preis.
  • Norco Optic: Hatte ich, vermisse es, für mich Ideal für die Alb.
 
Danke für den Input!
@StelioKontos Das war ja mal ne überragende Antwort. Das weiß ich sehr zu schätzen!

Bisher fahr ich auf Schotterstraßen hoch, liegt aber auch daran, dass bei meinem alten Bike der Grip auf technischen Trails berghoch nicht gut ist, der Sitzwinkel ziemlich flach ist und das Vorderrad permanent steigen will. Bin im Urlaub mal ein Fully auch auf einem Trail hoch gefahren. Das war schon ganz was anderes und deutlich angenehmer als mit meinem Hardtail. Daher könnte ich mir den Uphill auf technischen Trails schon vorstellen.

Die Abfahrten sind genau genommen eher viele Spitzkehren und stellenweise steilere Absätze, aber selten wirklich Trails, die man mit hoher Geschwindigkeit fahren könnte. Sind natürlich jetzt schon ziemliche Detailfragen. Sieht vielleicht beim Wochenendausflug in den Schwarzwald oder ins Voralpenland wieder anders aus :ka:. Allgemein geht's mir aber auch nicht um den maximalen Speed auf dem Trail, eher um ein sicheres Fahrgefühl.

Das Norco Optic C3 wäre wohl auch für knapp über 3.000 € verfügbar. Taugt die RockShox Pike Select RC im Vergleich zur Fox 34 Performance was? Im Internet kostet die Fox knapp das Doppelte. Hab leider auch nur Testberichte vom Optic C2 oder C1 gefunden. Ich bezweifel stark, dass das Fahrverhalten der Topmodelle vergleichbar mit den günstigen Varianten ist. Aber klar, die Geo liest sich sehr gut.
Ansonsten sind das Canyon Spectral 125 und das Canyon Neuron noch im Rennen, würde ich sagen.
Die Spectrals 125 sind sogar momentan stark reduziert. Mit nem Flaschenhalter wirds da aber auch schwierig ...

https://www.used-elitebikes.com/tra...ilfully-2023-carbon-29er-pike-xt-mtb-neu.html
https://shop.2-cycle.de/Norco_OPTIC_C3_XL_29_2023,_Black/Grey.html
https://www.canyon.com/de-de/mounta...f-8/3170.html?dwvar_3170_pv_rahmenfarbe=SR/BK
https://www.canyon.com/de-de/mounta...5-cf-8/3178.html?dwvar_3178_pv_rahmenfarbe=GN
https://www.canyon.com/de-de/mounta...5-cf-7/3426.html?dwvar_3426_pv_rahmenfarbe=SR
 
Taugt die RockShox Pike Select RC im Vergleich zur Fox 34 Performance was? Im Internet kostet die Fox knapp das Doppelte.
Ich stufe beide auf dem selben Level ein. Fox hat völlig überzogenen Preise im Aftermarket. Ist ein Teil ihres Marketings, so denken Kunden sie hätten eine Luxusgabel, obwohl die im OEM gar nicht so viel teurer als Rockshox sein können, wenn man die Preisen von Kompletträdern sieht.
Als "Anfänger" wirst du eh keinen Unterschied feststellen. Und wenn du mal etwas Erfahrung hast, einfach die Pike mit dem ersten Service bei MST Tunen lassen.

Ich bezweifel stark, dass das Fahrverhalten der Topmodelle vergleichbar mit den günstigen Varianten ist. Aber klar, die Geo liest sich sehr gut.
Geo macht einen größeren Unterschied beim Fahrverhalten, als die Komponenten.

Ansonsten sind das Canyon Spectral 125 und das Canyon Neuron noch im Rennen, würde ich sagen.
Die Spectrals 125 sind sogar momentan stark reduziert. Mit nem Flaschenhalter wirds da aber auch schwierig ...
Bei der Beschreibung, dass du eher viele Spitzkehren bei dir hast, würde ich nicht das Spectral 125 nehmen, dass will Speed. Mit dem Neuron kommst da schon besser durch. Das Norco würde ich so zwischen Neuron und Spectral einordnen.
 
@TE
Schaue mal im YT Izzo Forum (hier bei den Herstellerforen). Da ist man schon sehr angetan über die Spritzigkeit von dem Gerät.

Wenn man kein Bikepark mit großen Sprüngen fährt, dann ist mehr Federweg als 130/140 mm eher nur Ballast, den man mit sich schleppt, ohne den den überhaupt zu nutzen. Und 66° Lenkwinkel sind für Abfahrten mit ein paar deftigen Absätzen sehr angenehm gegen Überschlagsgefühle.

Das Problem bei YT ist nur leider oft die Verfügbarkeit der Bikes.

Wenn du ein Versenderbike kaufst, solltest du aber grundsätzlich auch ein bischen selbst schrauben können. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was du auch einkalkulieren solltest ist, daß heute oftmals zu schwache Bremsen verbaut werden, z.B. die Sram G2. Die geht zwar erst mal, erfordert aber viel Handkraft am Bremshebel.

Da wäre dann ein Umbau auf etwas stärkeres, z.B. wie die Sram Code, irgendwann oder gleich schon besser.
 
MMn sollte man das Bikegewicht in der Trail-Kategorie 130mm aber schon noch im Auge behalten, im Gegensatz zu eindeutig abfahrtslastigen Bikes. Schliesslich will man mit einem 130er auch noch gut Uphill hoch kommen.

Im Uphill werden dann solche Bikes mit deutlich über 13,5Kg einfach immer mehr zur Spaßbremse, auch wenn man kein Racetempo vorlegen will. Ein schweres Bike ist nun mal im Uphill nicht mehr so wirklich spaßig. Es sei denn, man hätte ohne Ende Kräfte wie Hulk, soll's ja geben. :D

Mehr egal wäre es nur bei richtig abfahrtsorientierten Bikes, wenn man nur mal kurze Anstiege im kleinsten Gang im Schneckentempo überwinden will, um dann wieder DH zu fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
YT Izzo hab ich mir auch schon überlegt. Hat eine ganz ähnliche Geometrie wie das Canyon Neuron. Das Core 3 find ich trotz Rabatt aber noch ziemlich teuer und selbst das hat G2-Bremsen. Das Core 2 ist günstig, hat halt nur NX-Schaltung.

Da ist man schon sehr angetan über die Spritzigkeit von dem Gerät.
Das hört sich sehr gut an. Allerdings hab ich auch mehrfach davon gelesen, dass das Fahrweg ziemlich straff sei und kleinere Schläge kaum dämpfen würde. Habt ihr da einen Vergleich zu Optic und Neuron?

Und 66° Lenkwinkel sind für Abfahrten mit ein paar deftigen Absätzen sehr angenehm gegen Überschlagsgefühle.
Hat das Neuron ja auch und ich glaub es gibt kaum mehr steilere LW als 66 Grad bei einem Trailbike. Die Frage ist eher, ob ein noch flacherer Lenkwinkel nötig ist ;)

Im Uphill werden dann solche Bikes mit deutlich über 13,5Kg einfach immer mehr zur Spaßbremse, auch wenn man kein Racetempo vorlegen will. Ein schweres Bike ist nun mal im Uphill nicht mehr so wirklich spaßig. Es sei denn, man hätte ohne Ende Kräfte wie Hulk, soll's ja geben. :D
Das ist auch ein bisschen meine Befürchtung beim Norco Optic. Da sind ja beim C3 bereits vom Hersteller 15 kg angegeben. In XL mit Pedalen ist man da vermutlich eher deutlich > 16 kg. Aber wie oben erläutert gibts ja unterschiedliche Auffassungen zur Bedeutung des Fahrradgewichts. Ich konnte das leider mangels unterschiedlicher Testräder im Gelände bisher nicht selber für mich herausfinden.
 
Aber wie oben erläutert gibts ja unterschiedliche Auffassungen zur Bedeutung des Fahrradgewichts.
Mehr egal wäre es nur bei richtig abfahrtsorientierten Bikes, wenn man nur mal kurze Anstiege im kleinsten Gang im Schneckentempo überwinden will, um dann wieder DH zu fahren.
Das wird dann eher der Grund für die unterschiedliche Ansicht sein.
Daß das Gewicht immer egal wäre, stimmt mMn überhaupt nicht.

Klar, das Canyon Neuron ist auch gut, das hat ja jetzt auch die neue Geo erhalten.

Das Izzo ist eben so straff wie du die Federelemente einstellst. Man muss sich schon damit beschäftigen. Mit dem Izzo kannst du halt auch mal ne robustere Gangart hinlegen.
Das Neuron könnte evtl. etwas komfortabler sein, wenn man der Werbung glaubt, könnte aber auch etwas mehr Wippneigung haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meinen Recherchen gefällt mir das Neuron CF 8 eigentlich sehr gut. Ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet mir da nur der mit 66° eher steile Lenkwinkel.
Ich fahre ja das Vorgängermodell mit 67,5° und für mich und bei mir funktioniert das sehr gut.
Man darf sich von diesen Zahlen auch nicht verrückt machen lassen. Nicht jede Geo passt zu jedem Fahrer. Du kommst ja (wie ich 2019 auch) von einer eher älteren Geo und weisst damit umzugehen. Auch wenn jetzt die Geo von Modell y noch besser zu dir passen würde, wird das Neuron CF deswegen nicht unfahrbar.
Durch 3 LRS ist mein CF8 von Marathon bis Bikepark breit aufgestellt.
Was für das Neuron CF 8 spricht, ist das relativ geringe Gewicht und gute Ausstattung zum fairen Preis. Bei anderen wirst du dann vllt eher das Bedürfnis haben, noch mal Geld in die Hand zu nehmen, um bessere Komponenten zu bekommen. Habe ich beim CF8 allerdings auhc getan und schon kräftig getauscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Izzo ist eben so straff wie du die Federelemente einstellst. Man muss sich schon damit beschäftigen. Mit dem Izzo kannst du halt auch mal ne robustere Gangart hinlegen.
Das Neuron könnte evtl. etwas komfortabler sein, wenn man der Werbung glaubt, könnte aber auch etwas mehr Wippneigung haben.
Jein. Kenne das Izzo jetzt nicht, aber ich fahre mein Neuron CF eben auch so straff, dass es nicht wippt.
Als es neu war habe ich es nach "Lehrbuch" eingestellt und fand das auch gut. Endlich mal ein Fully, dass hinten bügelt. Dann bemerkte ich das Wippen hinten. Da ich auf einem Marathon den Dämpfer nicht umschalten will, habe ich mit dem Druck experimentiert, bis das Wippen auf Schotter im Sitzen verschwunden war. Dann habe ich festgetsellt, dass ich gar kein "Bügeleisen" will und das Marathon-Setup ist zu meinem Standard geworden: straff halt!
 
Hallo @Cpt_Obvious , wie oben schon erwähnt, ist der Albtrauf um Reutlingen auch mein Heimatrevier.
Ich selbst bin (leider) langsamer Hochkurbler, in der Ebene mit Spaß und bergab mit dem notwendigen Respekt und Freude unterwegs. Keine Sprünge, keine Race-Abfahrten, kein Bikepark. Touren zwischen 35 und 50 Km mit 500 - 1200 Hm.

Vom 140 mm All-Mountain bin ich über das Scott Spark 120/120 aktuell beim SC Tallboy 130/120 mm gelandet.
Genau in dieser Klasse sehe ich die Bikes, die für "normale" Tourenfahrer ohne Bikeparkbesuche und Downhill-Ambitionen hier Sinn machen.

Das neue Neuron, ein Giant Trance, Scott Spark, Trek Fuel EX, YT Izzo, Spezi Stumpjumper, Norco Optic, SC Tallboy u.ä. sind hier genau richtig.

Ein steiler SW kann für die Uphills nicht schaden. Mir persönlich ist dann aber über 76 Grad zu steil, weil zuviel Druck auf den Handgelenken ist. Lw mit 66,5 - 65 Grad passt.
Leichte Laufräder und Light-Trail/AM-Reifen mit gutem Rollwiderstand machen Sinn, da ja meist einige KM auf Asphalt hin und zurück dabei sind.
Aktuell fahre ich bspw. mit viel Begeisterung den Schwalbe NobbyNic Superground Speedgrip. Davor Conti MountainKing, je hinten und vorne.

Meine Bikekumpels sind hier mit ähnlichen Rädern und Reifen unterwegs.

Wenn es nass wird, hält auf dem seifigen Alb-Kalk eh nix wirklich. Da hilft Fahrtechnik und jede Menge Zurückhaltung.
 
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Ich finde einen etwas strafferen Hinterbau für den Zweck auch besser. Bei meinem Izzo fahre ich üblicherweise immer im mittleren Dämpfer-Mode, nur auf DH's schalte ich auf ganz offen um. Ich könnte aber auch im mittleren Mode die DH's fahren, der Unterschied ist nicht so riesig.

Speziell an der Gabel muss man an einem neuen Rad erst mal mit dem Setup ein bissel ausprobieren, daß es vorne nicht so straff wirkt, d.h. daß die Gabel gut anspricht, ohne dabei schwammig zu wirken, und daß die Gabel den Federweg gut ausnutzt, mit etwas verbleibendem Reservefederweg für unerwartet heftige Einschläge.
Daß kann man mit dem Luftdruck, Anzahl der Spacer in der Luftkammer der Gabel und der Druck- und Zugstufendämpfung ganz gut anpassen, wie man es gerne hätte.
Man muss sich halt etwas damit beschäftigen, weil das sehr Fahrer-spezifisch ist.
 
Evtl. ist es für den TE erstmal hilfreicher, dass er passende Räder empfohlen bekommt (was ja schon passiert ist) und er das eine oder andere mal probesitzt (was nicht einfach ist), anstatt hier seitenfüllend über Fahrwerksetups von Rädern zu diskutieren.
 
Evtl. ist es für den TE erstmal hilfreicher, dass er passende Räder empfohlen bekommt (was ja schon passiert ist) und er das eine oder andere mal probesitzt (was nicht einfach ist), anstatt hier seitenfüllend über Fahrwerksetups von Rädern zu diskutieren.
Es gibt wirklich viele tolle Bikes. Extrem schwierig finde ich es, jetzt unter den bisher vorgeschlagenen Bikes eine Entscheidung für mich zu treffen. Probegesessen bin ich parallel das Trance und das Fuel Ex. Die beiden Räder haben sich für mich schon ziemlich ähnlich angefühlt auf der Minirunde beim Fahrrad XXL. Das Trance hat sich etwas länger angefühlt, obwohl der Reach etwas kürzer als beim Trek ist und der Sitzwinkel (zumindest der angegebene) eigentlich ziemlich ähnlich. Mein Popmeter funktioniert also schon mal nicht so zuverlässig. Wenn die Räder, die ich vergleichen möchte, in unterschiedlichen Shops stehen würden und ich keinen unmittelbaren Vergleich hätte, könnte ich glaub ich gar keine Unterschiede nennen, zumal die Geometrien sich ja oft nur um wenige Zentimeter unterscheiden.

Woran habt ihr die Entscheidung dann festgemacht?
 
Ich schätze mal, das Trek und das Giant waren möglicherweise viel zu schwer?

Egal, wenn du keinen Unterschied merkst, dann ist es sowieso auch so was von egal.... ;)
Dann nimm einfach das, was am besten gefällt.
 
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