Bremsbeläge einbremsen

Immer diese Autovergleiche…
Natürlich kann man vorne die stärkste Bremskraft erreichen, aber dummerweise gmhat das Einspurfahrzeug Fahrrad kein ABS im Vergleich zum zweispurigen Auto. Wenn das Vorderrad blockiert dann rutscht es weg . Klar der Forumsheld schiesst mit Vollgas übers S3 Steinfeld und bremst knallhart kurz vor der Kurve.
Andere sagen sich „Hinten blockieren, vorne Dosieren…) um im Grenzbereich vorne noch Seitenführung aufzubauen.

Und klar braucht man hinten keine stärkere Bremse für mehr Bremskraft, sondern eine größere Scheibe für weniger Handkraft und geringere Erwärmung beim dosierten Schleifenlassen wenn es sehr steil bergabgeht.

Aber klar, die Maulhelden donnern ohne zu bremsen den steilen S2/3/4 Weg runter und Bremsen unten an der Spitzkehre elegant mit der Vorderbremse.

Ich als Feigling Versuche von Anfang an auf solch einer Strecke das Tempo zu kontrollieren und habe die hintere Bremse fast durchgehend im Eingriff. Wie gesagt, steil und schwer…
Und deswegen gehe ich mit dem Körpergewicht nach hinten. Mehr Druck auf dem Hinterrad, weniger eintauchen vorne.
Ist wohl ein Fehler.

Mal etwas über den Tellerand schauen…

Eine Frage, was passiert eigentlich beim Moped wenn ich auf der Straße in Schräglage vorne stark Bremse?
Ich als Feigling kontroliere meine Geschwindigkeit zum grössten Teil mit der Vorderadbremse.
Früher bin ich auch so gefahren wie du, bis ich es in einem Fahrtechniktrainig anders gelernt habe. Vorne bremsen und zentral tief im Bike stehen, so baut man Druck aufs Vorderrad auf.
Der Trainer ist damals ein Steilstück ganz langsam gefahren nur mit der Vorderradbremse. Ich hatte ihm gegenüber genauso argumentiert wie du, bis er mir bewies dass das falsch ist.

Ich würde empfehlen nimm mal eine Trainerstunde es ist Wahnsinn was das bringt.
 
Immer dieser Hick Hack. Was soll das mit dem Einbremsen immer.
Woher weiß man wann die Dinger eingebremst sind und wie stark man Bremsen soll / darf?
Wie will man das fachgerecht reproduzieren?

Ich schmeiß die Teile schon immer ein und fahre normal los. Zack. Nach ein paar Bremsungen greifen die Problemlos. Nie Probleme gehabt.
 
Und die Scheibentemperatur wird hinten größer als vorne, wenn ich hinten nur schwächer mitbremse?
Du hast echt mal sowas von 0 Ahnung.

Wenn deine hintere Bremse bei Abfahrten heißer wird als deine Vordere, bremst du falsch und solltest nen Kurs aufsuchen. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Und weniger Handkraft hinten, verleitet einen ja nur noch mehr zum Überbremsen am Hinterrad.
Die Scheibentemperatur wird hinten höher weil hinten weniger Bremspausen zur Abkühlung stattfinden. Es wäre so leicht zu verstehen wenn man will. Meine AUssage zu Anfang war auch, dass ich vorne und hinten gleich groß fahre. Vorne für die Power hinten für die Hitzebeständigkeit. Ausserdem lässt sich eine größere Scheibe besser Dosieren.
 
Das ist halt diese typische Angst vorne zu bremsen, weil man denkt man rutscht weg.
[...]
Da kann man froh sein, dass Autos das automatisch machen und nicht jeder Motorrad fährt.
Es gibt ja schon etwas länger Motorräder mit integralem Bremssystem. Wenn man sich die Diskussion hier anschaut, dann könnte man meinen, dass man das auch bei Fahrrädern einführen sollte ;)

Woher weiß man wann die Dinger eingebremst sind
Nach ein paar Bremsungen greifen die Problemlos.
Da hast du dir deine Frage selber beantworte :)
 
Hinten kriegst Du nie diesen Energieumsatz hin, und wenn Du noch so viel Angst davor hast, vorn zu bremsen.
Also laut Magura wird die Hinterradbremse in der Regel mehr belastet (...typically, the rear brake receives much more usage, heat and abuse versus a front brake...) https://bikerumor.com/aasq-92-braki...-lever-leverage-more-hydraulic-brake-answers/ Da wird übrigens auch das erreichen der richtigen Betriebstemperatur mit grösseren Bremsscheiben kurz angesprochen, was du in einem anderen Beitrag erwähnt hattest. Laut Magura wird diese bei grösseren Scheiben schneller erreicht.
Ähnlich hat sich auch mal der ehemalige Mechaniker von Greg Minnaar in einem Video des Santa Cruz Syndicate geäussert. Für ihn macht eine kleinere Bremsscheibe hinten u.a. deshalb keinen Sinn, weil die hintere Bremsscheibe schon ziemlich abgenutzt ist, wenn die vordere noch wie neue aussieht.
Übrigens sieht man bei Worldcup Downhillbikes öfters mal welche, die auch hinten eine grosse Bremsscheibe haben. Insofern das bei manchen hier offenbar für eine schlechte Bremstechnik und die notwendigkeit für ein Fahrtraining spricht, finde ich das ganz amüsant.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Bremsenhersteller und Worldcup Mechaniker keine Ahnung von den Belastungen der Bremsen haben und Downhillprofis dringend an ihrer Fahrtechnik arbeiten müssen.
 
Also laut Magura wird die Hinterradbremse in der Regel mehr belastet (...typically, the rear brake receives much more usage, heat and abuse versus a front brake...) https://bikerumor.com/aasq-92-braki...-lever-leverage-more-hydraulic-brake-answers/ Da wird übrigens auch das erreichen der richtigen Betriebstemperatur mit grösseren Bremsscheiben kurz angesprochen, was du in einem anderen Beitrag erwähnt hattest. Laut Magura wird diese bei grösseren Scheiben schneller erreicht.
Ähnlich hat sich auch mal der ehemalige Mechaniker von Greg Minnaar in einem Video des Santa Cruz Syndicate geäussert. Für ihn macht eine kleinere Bremsscheibe hinten u.a. deshalb keinen Sinn, weil die hintere Bremsscheibe schon ziemlich abgenutzt ist, wenn die vordere noch wie neue aussieht.
Übrigens sieht man bei Worldcup Downhillbikes öfters mal welche, die auch hinten eine grosse Bremsscheibe haben. Insofern das bei manchen hier offenbar für eine schlechte Bremstechnik und die notwendigkeit für ein Fahrtraining spricht, finde ich das ganz amüsant.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Bremsenhersteller und Worldcup Mechaniker keine Ahnung von den Belastungen der Bremsen haben und Downhillprofis dringend an ihrer Fahrtechnik arbeiten müssen.
Du interpretierst Dinge in einige Aussagen die nie geschrieben worden.
Ein Downhillbiker wird sicher nicht die Bremskraft auf hauptsächlich hinten verteilen.
Das ein Downhiller auch hinten ein grössere Scheibe braucht kann ja sein aber mit Sicherheit nie hinten grösser als Vorne.

Ausserdem kann man Downhillprofs. nicht mit Hobbybikern vergleichen.
 
Du interpretierst Dinge in einige Aussagen die nie geschrieben worden.
Ein Downhillbiker wird sicher nicht die Bremskraft auf hauptsächlich hinten verteilen.
Das ein Downhiller auch hinten ein grössere Scheibe braucht kann ja sein aber mit Sicherheit nie hinten grösser als Vorne.

Ausserdem kann man Downhillprofs. nicht mit Hobbybikern vergleichen.
Und du interpretierst zum xten Mal das geschriebene Falsch. Niemand redet von Bremspower. Nur von Hitzeentwicklung und Hitzebeständigkeit.
 
Und du interpretierst zum xten Mal das geschriebene Falsch. Niemand redet von Bremspower. Nur von Hitzeentwicklung und Hitzebeständigkeit.
Aha wo habe ich denn was falsch interpretiert. Hast du die Kommentare überhaupt gelesen?
Also ich geh jetzt biken mit vorne und hinten der selben Grösse und Bremsverteilung mehr vorne.....

Ps du hast Recht niemand redet von Bremspower. Ich auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich als Feigling Versuche von Anfang an auf solch einer Strecke das Tempo zu kontrollieren und habe die hintere Bremse fast durchgehend im Eingriff.

Das zeugt von totaler Unkenntnis, wie man generell mit Bremsen umgeht. Bremsen dauerhaft schleifen zu lassen bedeutet den Hitzetod einer jeden Bremse, egal wie groß die Scheibe ist. Auch das leichte, dauerhafte Schleifenlassen. Es sei denn, du meinst du wärst auf einem Bremsenprüfstand und willst die Scheiben zum Glühen bringen und dabei die Beläge absichtlich abfackeln.
Bremsen schleifen lassen beim Auto führt ebenso, und das sogar recht schnell, zum zeitweise Totalausfall wg. Überhitzung (Pedal fällt plötzlich ohne Druckpunkt durch).
Daher wie beim MTB nur kurzzeitig und dafür härter bremsen, damit die Bremse zwischendurch Hitze abbauen kann. Beim Auto natürlich auch immer mit Motorbremse im kleinen Gang in steilen Gefällen, weil das Auto für die meisten verbauten Bremsen in starken Gefällen viel zu viel Masse hat, um damit dauerhaft schleifend die Fuhre zu drosseln.

Schon mal mit dem Auto auf alpinen Abfahrten mit vielen Serpentinen hintereinander gefahren? Wenn du da deine Schleiftechnik anwendest, ..... 💀

Eine Frage, was passiert eigentlich beim Moped wenn ich auf der Straße in Schräglage vorne stark Bremse?
Kann ich dir sagen:
die Fahrphysik bringt es zustande, daß das Motorrad versucht, sich in der Kurve aufzustellen und du dann alle Hände voll zu tun hast, das Motorrad in Schräglage zu halten. Grund: die träge Masse will geradeaus weiter und versucht daher beim Bremsen kräftig aus der Kurve rauszuschieben. Aber den Gripp wird das VR nicht verlieren, ausser du willst das unbedingt dahingehend provozieren.
Das hat aber mit MTB nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich, ob die, die hier seitenweise Argumente austauschen, den Artikel überhaupt gelesen haben...

Denn da wurden diese Fakten ja genannt und bewertet.
Habe ich, ja. Halte es aber für falsch falsches Bremsen durch falsches Dimensionieren der Bremsen zu fördern.
Wir sind ja früher die selben Trails mit Felgenbremsen (V-Brake) gefahren, gieng damals auch 8-)
Wir waren aber um einiges Langsamer und Felgen sind schlicht und einfach wesentlich größer und Kühlen daher viel Stärker. Deshalb gingen auch Felgenbremsen bei Nässe eher schlecht, weil eben das Wasser, im Gegensatz zur Scheibenbremse, nicht verdampft.
 
Kennst du noch die berüchtigten Bremsplatten? Da war schon mal auf steilen Abfahrten die Felge so heiss geworden, dass es den Schlauch durchgeschmolzen hatte. 😅
Kenn ich, kenn ich. Mir ist das mal passiert, allerdings mit Felgen, die eigentlich für Scheibenbremsen ausgelegt waren, insofern war ich nicht ganz unschuldig an der Sache.
Dann noch ein "sehr guter Schlauch" und der 9 cm lange Schränz war in Tenno fertig, nach der Abfahrt durch den Wald von Ville del Monte.
Natürlich war es Sonntag Nachmittag und irgendjemand kannte irgendeinen, der Im Dorf Fahrradschläuche hatte. Den habe ich dann sogar nach ca. 1/2 Stunde gefunden. Er wusste aber nicht so recht, was ein Fahrradschlauch ist, weil er bereits geschätzt 85 Jahre alt war.
So konnte ich insgesamt 1 Stunde verbraten, bevor ich dann den 7 km Fussmarsch nach Riva del Garda begann.
Einmal zu Hause angekommen habe ich eine ISO 2000 an meinen Stahlrahmen schweißen lasse bei Rewel in Bozen, den habe ich immer noch und das Bike kommt vorwiegend in der Eisdiele zur Anwendung heute, obwohl es immer noch für so ziemlich alles tauglich ist.
 
Also laut Magura wird die Hinterradbremse in der Regel mehr belastet (...typically, the rear brake receives much more usage, heat and abuse versus a front brake...)
Das kann durchaus sein. Weil eben viele. Angst davor haben vorn zu Bremsen und dann 500 Hm mit schleifender Hinterradbremse den Trail runterschlittern und dabei am Limit sind, den Bock noch irgendwie unter Kontrolle zu halten, weil es eben hinten schleift aber nicht unbedingt verzögert.
Da wird übrigens auch das erreichen der richtigen Betriebstemperatur mit grösseren Bremsscheiben kurz angesprochen, was du in einem anderen Beitrag erwähnt hattest. Laut Magura wird diese bei grösseren Scheiben schneller erreicht.
Weil die großen Scheiben vorn sind und da dann beim Bremsen mehr Energie umgesetzt wird? Andernfalls ist es einfach Quatsch und ich wundere mich, daß Magura so was schreiben soll.
Ist nämlich im Prinzip ganz einfach: große Bremsscheiben haben mehr Material als kleine und daher brauche ich mehr Energie, um dieses größere Materialmenge aufzuheizen.
Was richtig sein kann ist, dass die großen Scheiben die Temperatur dann stabiler halten, weil nicht jedes kleine Bremsmanöver oder loslassen des Hebel sofort die Temperatur extrem schwanken lässt.
 
Weil die großen Scheiben vorn sind und da dann beim Bremsen mehr Energie umgesetzt wird? Andernfalls ist es einfach Quatsch und ich wundere mich, daß Magura so was schreiben soll.
Naja, ganz so'n Quatsch ist das nicht. ;)

Denn, wenn man's mal genau überlegt, dann schleifen die Beläge bei einer größeren Scheibe mehr Wegstrecke pro Radumdrehung auf der Scheibe, weil der Gesamtumfang des Reibrings pro Radumdrehung größer ist. Durch mehr Reibung steigt dann auch die Temperatur auf der Scheibe.
Genaugenommen hast du aus dem Grund des größeren Umfangs des Reibrings bei einer größeren Scheibe auch etwas mehr Belagabrieb, als bei einer kleineren Scheibe.

Der Hauptvorteil einer größeren Scheibe besteht also hauptsächlich im längeren Bremshebel zur Laufradachse, wg. dem größeren Radius der Scheibe, und damit etwas mehr Bremskraft.
Und das bessere Hitzemanagement einer größeren Scheibe hat man nur dann, wenn man kein Dauerschleifbremsen veranstaltet.
 
Wenn ich aus der Autowerkstatt mit meinem 2,1t Leergewicht schweren Lieferwagen fahre, bekomm ich auch keinen Hinweis darauf, dass ich vorsichtig sein muss und erst die Beläge einbremsen bevor ich wieder auf die Autobahn darf.
Hokus Pokus. Einbremsen macht man beim Fahren und fertig.
manche Motorradbremsbeläge müssen ebenfalls eingebremst werden. Es gibt auch Bremsbeläge im KFZ Bereich die nicht eingebremst werden müssen und es gibt aber auch Fahrradbeläge von BBB die nicht eingebremst werden müssen.
 
Nach diesen ersten Metern aber schon und das ohne mystische Einbremsverfahren
Is nur Scheiße, wenn auf den ersten Metern bis zum Unfall gar nicht gebremst wurde weil Gefälle und keine Bremse gebraucht wird und die ersten Meter der Bremsung eben im Auto enden. Aber Hauptsache Beläge müssen nicht eingebremst werden.
 
Denn, wenn man's mal genau überlegt, dann schleifen die Beläge bei einer größeren Scheibe mehr Wegstrecke pro Radumdrehung auf der Scheibe, weil der Gesamtumfang des Reibrings pro Radumdrehung größer ist. Durch mehr Reibung steigt dann auch die Temperatur auf der Scheibe.
Das verzögert aber dann auch viel schneller und du stehst bereits, während Du mit der kleinen immer noch weiterschleifst. Der Energiesatz gilt auch beim Bremsen und bei großen Bremsscheiben "entsteht" ebensowenig Energie wie bei kleinen. Es wird nur die vorhandene kinetische Energie des Fahrrades in Wärme umgewandelt. Und um eine große Scheibe zu erhitzen, benötigt man einfach mehr Energie als um eine kleine Scheibe zu erhitzen. Und drum ist das Quatsch zu behaupten, dass sich die große mehr erhitzt.
Aber so langsam dämmert mir, wie so manche, unter Ignoranz einfacher physikalischer Gesetze, hier vom Energiesatz, zu haarsträubenden Schlussfolgerungen kommen.
 
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