Dämpfer: Luft oder (Stahl-)Feder?? 190er Einbaulänge

andi55

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Hallo,

da ich mir diesen Winter erneut ein neues Bike aufbauen will (bzw. muss - Rahmen blöd gebrochen), dachte ich mir, dass ich meine HT-Gewohnheiten an den Nagel hänge und mir ein Fully zurecht mache.

Bin absoluter Anfänger auf dem Gebiet Dämpfer/Federbein und kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein reiner Luft(-Öl-)Dämpfer genauso viel aushält, wie einer mit 'ner Stahlfeder. Für Tourenansprüche und hier und da mal ne gepflegte Abfahrt reicht nen Luftdämpfer sicherlich.
Da ich ab und zu aber auch hier und da mal droppe (ca. 1m - 1,2m u.a. auch ins Flache) und mit ~82-85kg ohne Bike kein Leichtgewicht bin vertraue ich der Sache nicht so 100%ig. Hab ja keine Lust, dass ich irgendwo unterwegs bin und sich der Dämpfer verabschiedet...


Nun meine Fragen:

°Was würdet ihr mir empfehlen?
Bin kein Leichtbaufanatiker, aber 15kg sollte das neue Bike auch nicht umbedingt wiegen.

°Gibt es allgemeine Vor- und Nachteile bei den Dämpfern?
Rein logisch gedacht, würde ich sagen, dass ein Federdämpfer linearer anspricht (is das gut/schlecht?), dafür aber schwerer ist.

°Sind Luftdämpfer im allgemeinen teurer als ihre Stahlfederbrüder?

°Wie sieht es mit Nachwippverhalten / Lockoutfunktion aus?

So viele Fragen und hoffentlich bald Antworten ;)

Danke schonmal, bye a.
 
Hallo Andi55,

Deine Denkansätze sind schon ganz OK, wobei pauschale Aussagen rel. schwierig sind, da neben dem Dämpfer auch die Hinterbaukonstruktion eine wichtige Rolle spielt.
Wegen der Haltbarkeit würde ich mir keine Sorgen machen. Ich fahre seit einigen Jahren nur Luft (bin Leichtbaufanatiker, soweit ichs mir leisten kann ;-) und habe null Probleme mit den Dämpfern (Manitou und Fox). Wobei das Droppen sich bei mir in Grenzen hält, da können vielleicht andere mehr zu sagen.
Ansprechverhalten und Linearität dürften bei Stahlfeder besser sein, aber da sind die Luftkonstruktionen mittlerweile auch immer besser geworden.
Wippunterdrückung und LockOut gibt es bei beiden Systemen. Aber hier muss man halt schaun, daß es um Rahmen passt. An was hattest Du denn gedacht.

gruß
cbr
 
Hi,

danke für Antwort!

Das Bike soll ein Viergelenker für AM/Enduro werden.
Dachte da so ungefähr an chaka Kapu AM oder Moto bzw. Poisons Curare oder Arsen. Denke mal, die sind jeweils baugleich ( Chaka und Poison )
Gibt ja noch ein paar andere Händler, die diese Rahemn improtieren.

Für weitere Tipps immer dankbar,
Gruß Andi
 
Hallo,
sehr wichtig bei luftdämpfern ist das übersetzungsverhältnis des hinterbaus, d.h. federweg geteilt durch hub des dämpfers. liegt dieses übersetzungsverhältnis bei einem wert von ober 3 zu 1 würde ich von einem luftdämpfer abraten, weil du sonst den dämpfer mit zu viel druck fahren musst, wodurch die dichtungen schnell verschleissen und das ansprechverhalten schlechter wird. einem stahlfederdämpfer macht ein hohes übersetzungsverhältnis weniger aus -einfach härtere feder rein.
ansonsten find ich luftdämfer neuster generation von der performance fast gleichwertig mit stahlfederdämfern.
ach ja, falls es dich interessiert, klick mal auf den link in meiner signatur -könnte dir vielleicht gefallen;) .
 
hehe, du wirst lachen, aber den hatte ich schon in Beobachtung^^
Denke aber mal, dass der mir ne Numemr zu Klein ist. Auch andere Rahmen von Forumsmitgliedern hab ich da schon endeckt ;)
 
ich habe gestern abend mal ein bischen im Bike Workshop gestöbert. preislich nehmen sich Stahl und Luft nicht viel mit Ausnahme des Fox Vanilla, der ist deutlich billiger als die Luftdämpfer.
Einen wichtigen Vorteil hat Luft noch: Du kannst die Federhärte frei über den Luftdruck einstellen. Bei Stahl kannst Du nur aus einem begrenzten Sortiment Federn wählen und kannst nur umständlich (und teuer) durch Federwechsel mit dem Setting experimentieren.
 
Meiner Meinung nach gibt es für den Alltagsgebrauch kaum mehr ein Argument, dass den Einsatz von Stahlfederdämpfern rechtfertigt.

Auch Personen >100 Kilo (so wie ich) können Dämpfer àla Manitou Swinger oder Fox RP(2)3 problemlos fahren.
Die Luftelemente sind schon recht standfest geworden.
Auch die DT-Swiss-Dämpfer haben puncto Haltbarkeit und Funktion einen hervorragenden Ruf, wenngleich der DT-Swiss HVR nicht unbedingt ein Glücksgriff gewesen sein dürfte.

Insgesamt muss man zusammenfassen, dass die Swinger 3way auf Ebay schon um deutlich unter 150 Euro gehandelt werden, und so der wohl günstigste Einstieg ins plattformgedämpfte Luftfedern zu schaffen ist.
 
....über 3 zu 1 würde ich von einem luftdämpfer abraten, weil du sonst den dämpfer mit zu viel druck fahren musst...

Der Dämpfer(also das teil des Federbeins das für die Dämpfung verantwortlich ist) ist bei der hohen Übersetzung bei Stahlfederdämpfer genauso hoch übersetzt. Generell sind so hohe Übersetzungsverhätnisse problematisch. Da ändert dann das Prinzip des Stahlfederdämpfers wenig dran. Sollte auch eigtl. nur noch bei den ganz langen Federwegen üblich sein, da sind dann eigtl. auch die richtig robusten Federbeine verbaut. Die es aber in Luft meines Wissens nicht gibt.

Für mich wäre das Fazit einen über 1:3 übersetzten Rahmen nicht zu kaufen wenn ich nicht in der sub60Kg Klasse liege.
 
Für mich wäre das Fazit einen über 1:3 übersetzten Rahmen nicht zu kaufen wenn ich nicht in der sub60Kg Klasse liege.

Geht man davon aus, dass der Dämpfer 190mm Einbaulänge hat, dann hat er üblicherweise 50mm Hub.

Sollte der Hinterbau des Bikes 150mm Federweg haben, dann ginge das noch. Üblicherweise werden aber Dämpfer mit 50mm Hub bei Tourern und Allmountains eingebaut, die maximal 150mm Federweg haben.
Geht sich also leicht aus.

Ich hab einen 200mm/50mm-Swinger in einem 160mm Hinterbau gehabt, Übersetzungsverhälntis also > 1:3 und das hat auch prima geklappt.
 
Der Dämpfer(also das teil des Federbeins das für die Dämpfung verantwortlich ist) ist bei der hohen Übersetzung bei Stahlfederdämpfer genauso hoch übersetzt.

damit hast du natürlich recht, nur wird der begriff "dämpfer" bei mtb`s in der regel als synonym für "federbein" benutzt und so meinte ich das auch. und da ist es auf jeden fall so, dass ein hohes übersetzungsverhältnis mehr druck verlangt und mehr druck bedeutet mehr belastung für die dichtungen der luftkammer (also des federungsmediums und nicht der dämpfungseinheit), was zu höherem verschleiss und schlechterem ansprechverhalten führt. stahlfedern haben keine dichtungen und haben deshalb auch dieses problem nicht. amen.

@andi55: wie gross bist denn du:eek: ? ich bin 1,85m und ich bin mit dem rahmen gut zurecht gekommen.
 
Ich habe dich schon richtig verstanden. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß die Belastung bei hoher Übersetzung generell höher ist.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube Probleme mit dem (Schwingungs)Dämpfer sind häufiger als mit der Luftkammer.
 
Bin knapp über 191; da mein zukünftiges Gefährt ab und zu wohl (leider) auch noch zum Überbrücken von 30-40km Asphaltstrecke geeignet sein soll scheidet das Cheetah in M für mich persönlich aus.
Und wenn man dem HT-Freund aus Österreich glauben schenken darf, dann ist der HVR wohl auch net so "dolle".

Entre-nous, bei ebay mit 0 Bewertungen gleich so nen Brocken rauszuhauen finde ich mutig - könnte mir vorstellen, dass so mancher sich dadurch ein wenig in seiner Tiplaune gebremst fühlt. Ganz exkludieren kann ich mich da nicht. //man man man, klingt das geschwollen:lol:
Richtig Geld und Zeit habe ich eh erst so Ende Februar, womit einige schöne Rahmen die z.Z. online sind für mich rausfallen :(

Anyway, danke für das Angebot, ist ansich ja auch ein schöner Rahmen.

Grüße
 
Ich erwecke den Fred hier mal wieder zum leben ;)

Ich suche zurzeit auch einen Dämpfer in 190mm für mein Slopestyler den ich die Woche bestellt habe (Solid Flair). Jetzt steh ich aber vor der gleichen Frage und habe mich eigentlich schon für Luft entschieden, aber weil ich nicht so viel Geld habe wird es ein gebrauchter Dämpfer. Ich habe mir jetzt einen 05er Swinger 4-way Air ausgeguckt und wollte nochmal fragen, wie es mit der Performance aussieht?
Sind die alten Modelle auch fast so gut wie die Stahlfederdämpfer? Ich bin ein leichtgewichtiger Zwerg :lol:, mit 1,60m und bring ausgerüstet knappe 50 kgauf die Waage, darum wollte ich einen Luftdämpfer, in der Hoffnung den Dämpfer besser auf mein Gewicht und Fahrleistungen abstimmen zu können, also wenn ich mal einen großen Drop spring, dass ich dann noch n bisschen mehr Druck reinmachen kann. Auf der anderen Seite soll er auch sensibel sein wenn ich einen Trail fahre.

Was denkt ihr, ? Ist übrigends auch mein erstes Fully...

mfg Simon
 
An meinem Stumpjumper aus 2001 ist jetzt (endlich) der Fox Float kaputtgegangen,
weil es bei einem so alten Rad keinen Sinn hat was teures reinzubauen und weil ich schon seit langem nen Federdämpfer wollte, hab ich mir stattdessen einen Kind Shock 504 reingebaut
Super billig das Ding

Soweit ich das beurteilen kann, funktioniert das Teil bedeutend besser als der Luftdämpfer.
Der ist nämlich anfangs stark durchgesackt und gegen Ende immer progressiver geworden (was Wunder bei nem Luftdämpfer :rolleyes: ), der Federdämpfer hingegen geht total linear den Federweg durch.

Ist imho das bissl Mehrgewicht mehr als wert.
 
gut 2001 ist nun wirklich alt, da hat sich zu 2005 denke ich schon etwas getan...
Ich bin bisher eigtl nur mal kurz n Vanilla R von 07 in nem Ufo ST von meinem Freund gefahren, aber ich habe keinen vergleich zu Luft. Kurz auf nem 06er Dawg mit nem Float hab ich auch gesessen aber nicht gefahren.

mfg Simon
 
Für dich reicht allemal der Manitou swinger aus.
Ich hab 78kg und hab ihn in einem Enduro gefahren.
Drops bis 1,5m ins flat waren auch dabei. Lässt sich gut einstellen.
Ein DHX 5.0 coil ist es natürlich keiner.
DT swiss und fox Luftis sind sensibler und fühlen sich besser an als der swinger kosten aber deutlich mehr.
 
Ich hätte jetzt die möglichkeit einen Swinger 4-way Air (05) oder einen Swinger 3-Way Coil (glaube 06) zu erstehen. Wie ist das mit einem Stahlfederdämpfer, wenn ich eine für mich passende weiche Feder reinmache, so dass er sensibel ist, kann ich dann damit auch große Sprünge springen ohne, dass was passiert? Was passiert wenn der Dämpfer durchschlägt? Einem Stahlfederdämpfer macht das weniger aus als einem Luftdämpfer oder? Ist die Gefahr groß, dass ein Luftdämpfer bei einem Durchschlag kaputt geht?

mfg Simon
 
Für Touren bis Freeride light (auch bei drops) würd ich den Air nehmen vor allem bei deinem Gewicht, bei Dirt bis Bikepark den coil.
 
hm dann wohl eher den coil, wir haben ein großen foampit gebaut, davor kommt n 2m hoher kicker und dann sollns auch mal große doubles werden. Im Wald bauen wir auch grad ne Line, da sind die Sprünge zwar nicht so hoch aber im Sommer werde ich mich überwiegend im Bikepark aufhalten. Das Bike is ja eigtl auch kein Tourenfreerider sonder ein echter Slopestyler.
Auf der hp von Solid ist es aber mit eine Fox Float ausgestattet...

mfg Simon
 
paar Bilder mal
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mfg Simon
 
Für dich reicht allemal der Manitou swinger aus.
Ich hab 78kg und hab ihn in einem Enduro gefahren.
Drops bis 1,5m ins flat waren auch dabei. Lässt sich gut einstellen.
Ein DHX 5.0 coil ist es natürlich keiner.
DT swiss und fox Luftis sind sensibler und fühlen sich besser an als der swinger kosten aber deutlich mehr.

Ob sich DT Swiss oder der Fox Luftdämpfer besser anfühlt, als der Swinger Air, kommt stark auf die Rahmenkennlinie und die jeweilige Abstimmung des Dämpfers an. Ich kenne Rahmen, da "fühlt sich" (für mich und auch einige andere) der Swinger Air besser an, als ein DT SSD 210 oder 190 oder ein Fox Luftdämpfer.

Gruss
Dani
 
So hab mir gerade zum wiederholten mal NWD 6 abgeguckt und festgestellt, dass Darren Berrecloth in seinem SX Trail ein Manitou Luftdämpfer fährt, ich glaube sogar einen Swinger. Also der hält anscheinend eine Menge aus ;) wahrscheinlich wirds jetzt doch der Luftdämpfer, da habe ich mich mit dem Verkäufer auch schon geeinigt und da bekomme ich auch gleich die passenden Buchsen. Dann kann es endlich losgehen, mein Rahmen soll Ende nächster Woche da sein, mal schaun ob das der Fall sein wird, auf die Lieferzeiten kann man sich schließlich nie verlassen.

mfg Simon
 
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