Der Kraftsport Thread

Die Frage ist, wo will man hin. Wenn man nur aufm Radweg rumtrödeln will, sicherlich nicht.
crossfitter sind fit, kein thema!

aber ... ist schon ein paar monate her, da stieß ich auf ein ein crossfitvideo, in dem irgendwelche national championships ausgetragen wurden. eine teildisziplin war, mit einem mountainbike einen hügel zu erklimmen. als ich sah, was da gefahren wurde (gemäßigte steigung), bzw, wie die da hoch fuhren (wackelig, mit dicker TF + nach paar metern absteigen und schieben), musste ich abschalten. das hat mit performantem radfahren gar nichts mehr zu tun gehabt und war der einzeldisziplin nicht würdig.

und warum gerade deadlifts das radfahren/laufen pushen sollen, bleibt mir nach wie vor ein rätsel. es ist ja nicht so, dass ich noch nie 100 kg in den händen gehalten habe. für mich ist das trainieren mit schweren gewichten - für eine disziplin, welche rein gar nichts mit schweren gewichten zu tun hat - reine energie- und regenerationszeitverschwendung.

/edit/ könnte ich auch auf eurosport gesehen haben :ka:
 
Ich behaupte, das geht. Sie schreibt ja auch nicht 100% Muskelmasse, sondern "das meiste davon". Wenn sie vorher nicht trainiert hat und dann plötzlich den ganzen Körper mit schweren Übungen, kann man/frau schon gut aufbauen und zunehmen. Gerade als Anfänger.
 
und warum gerade deadlifts das radfahren/laufen pushen sollen, bleibt mir nach wie vor ein rätsel.

Laufen pusht es nicht, denke ich. Aber das Radfahren! Besonders Downhill, überall wo du stehst. Seit ich vernünftig Kreuzheben macht, fahre ich ausdauernder und stärker. Habe ich besonders bei langen Abfahrten gemerkt :) Zb Leogang oder Schladming von oben bis unten ohne Pause.
Kann mir auch vorstellen, dass Kreuzheben n guter Ausgleich ist, wenn man viel RR oder lange Touren fährt.
 
Es geht doch nicht um die Frage ob ein allgemeines Athletiktraining in irgend einer Form sinnvoll ist oder nicht, sondern rein um die Gewichtung, und die ist mit 5 zu 1 nun mal unsinnig.
 
Unsinnig?...wenn man gegen 18-19 Uhr aus dem Büro kommt ist es jetzt halt echt schon dunkel und alleine in den Wald im Dunkeln, das ist nicht meins. Ab und an fahre ich auch mit dem Rad in die Box - das sind einfach 12km, sonst beschränkt sich das biken leider wirklich aufs Wochenende.
Die Gewichtung setzt sich wegen der mangelden Zeit zusammen - die letzte CrossFit Stunde am Tag beginnt um 20:30 Uhr da kann ich, egal wie spät ich aus dem Büro komme in jedem Fall hin.

Masse besonders in Form von Muskeln zuzulegen ist für mich kein großes Problem.
Vorm Crossfit habe ich Handball gespielt und war 2 Mal die Woche bouldern, zu diesem Zeitpunkt war ich sehr schlank und nicht muskolös, habt ihr schon mal eine Frau erlebt die sich in der Öffentlichkeit schwerer macht ? Glaubt den Gewichtssprung, oder eben nicht.

Crossfit hat mir auch geholfen meinen Körper besser zu kennen und zu koordinieren.
Und ja, Deadlift 80kg sind wirklich noch ausbaufähig - aber im Endeffekt mach ich das Crossfit um fit zu bleiben/fitter zu werden und mich gut zu fühlen, dass ist auch das einzige was zählen sollte (Im Hobbybereich).
Spaß am Training und sich wohlfühlen, so muss ein Training in meinen Augen gestaltet sein.

@x-rossi - das Video musst du mir zeigen, dass kann ich nicht glauben.
 
@claire:
Du hast anscheinend immer noch nicht verstanden was ich sagen wollte. Jemanden der 5mal die Woche Crossfit betreibt und nur 1mal beikt, den würde man landläufig nicht unbedingt als Biker bezeichnen.
 

Hab Crossfitter bei nem Wettkampf noch nie aufem Rad gesehn. Besonders das en Wettkampf wie z.B. die Crossfit Games werden meist nur übers web übertragen.

Naja ist ja auch Wurst - nur das Video würde ich gerne sehen :D
 
Da gibt es irgendwo ein Video, ich suche noch. War bei den CF-Games 2012, Swim, Run, Bike war die competition. Was der rossimann allerdings unterschlagen hat: der Wettkampf fand auf sandigem Untergrund mit SINGLESPEED-Bikes statt.
 
Zuletzt bearbeitet:
knie und handgelenke maximal bandagiert. könnte sogar beim downhill was bringen, ohne großartig zu trainieren. da wackelt dann nix mehr.
 
@claire:
Du hast anscheinend immer noch nicht verstanden was ich sagen wollte. Jemanden der 5mal die Woche Crossfit betreibt und nur 1mal beikt, den würde man landläufig nicht unbedingt als Biker bezeichnen.

meine Güte... ich denke eher du hast da was nicht verstanden. Erstens hat sie nie behauptet ein Verhältnis von 5:1 sein ein optimales Rad-Training. Sie hat lediglich von ihrem Training berichtet, dass sie mit Cross Fit gute Erfahrungen macht und es ein guter Ausgleich für sie ist. Und zweitens geht es im Thread auch nicht um ein optimales Rad Training. Und ob man jemanden der so traininert "landläufig nicht als Biker bezeichnet" ist ja sowas von ...
 
... dass sie mit Cross Fit gute Erfahrungen macht und es ein guter Ausgleich für sie ist. ...
"landläufig nicht als Biker bezeichnet" ist ja sowas von ...

Eigentlich ist in #119 schon alles Wesentliche gesagt.
Das 5x Crossfit ein "Ausgleich" für 1x Biken sein soll ist wohl ein Scherz.
Würdest du jemanden der 5x Schwimmen und 1x Laufen geht als Läufer bezeichnen, oder doch eher als Schwimmer?

Wie ich oben bereits geschrieben habe, ist ein Athletiktraining zusätzlich zum Radtraining natürlich sinnvoll, lediglich die Gewichtung ist suboptimal. Da es claire aber offensichtlich nicht um ein optimales Radtraining, sondern um Spaß am Sport allgemein geht, ist das doch in Ordnung. Meine Frage war nur was das noch mit biken zu tun haben soll.

Soll ich noch einen "Ich geh gerne Klettern-Thread" im MTB-Forum aufmachen? :confused:
 
Eigentlich ist in #119 schon alles Wesentliche gesagt.
Das 5x Crossfit ein "Ausgleich" für 1x Biken sein soll ist wohl ein Scherz.
Würdest du jemanden der 5x Schwimmen und 1x Laufen geht als Läufer bezeichnen, oder doch eher als Schwimmer?
wir wissen doch gar nicht, wie oft sie beiken geht, wenn es bis 22:30 uhr hell ist. der winter naht, es wird früher dunkel und sie fährt aktuell nur am wochenende. anders mache ich das mittlerweile ja auch nicht. 2-3x klettern, 1-2x schlägersport und am we dann beiken. langsam bin ich deswegen nicht, weder bergauf, noch bergab. für die gruppen, die sich durch das forum bilden, reicht das locker 3x.

generell: was mich an diesem thema aber fuchst ist, dass (bezogen nur auf das radfahren) das training mit schweren gewichten an der langhantel die quelle aller leistungssteigerung sein soll. und genau das stimmt eben nicht.

bezogen auf crossfit, sind deadlifts natürlich zwingend.

Da es claire aber offensichtlich nicht um ein optimales Radtraining, sondern um Spaß am Sport allgemein geht, ist das doch in Ordnung.
:)
 
generell: was mich an diesem thema aber fuchst ist, dass (bezogen nur auf das radfahren) das training mit schweren gewichten an der langhantel die quelle aller leistungssteigerung sein soll. und genau das stimmt eben nicht.
So direkt hat das auch Niemand gesagt. Oder doch? Eine sinnvolle Ergänzung ist Krafttraining aber schon. Und Kreuzheben und Kniebeugen funktionieren nun mal nur mit schweren Gewichten. Auf Maximalkraft zu trainieren ist natürlich nicht sinnvoll. Ich habe versucht mein Training auf's Radfahren etwas anzupassen (also ~20 Wdh, statt 6-8 Wdh bei normalen 3-Satz Training bei KH und KB).

Ich gehe einigen Jahren unter der Woche im Studio trainieren und jedes bis jedes zweite Wochenende plus Kurztrips in einen Bikepark. Touren extrem selten. Rennrad auch sehr selten. Bin ich jetzt auch kein Biker?
Nicht Jeder wohnt so günstig, dass er jeden Tag fahren kann.
 
...Und Kreuzheben und Kniebeugen funktionieren nun mal nur mit schweren Gewichten. ...

Sie funktionieren in der Regel besser (ein hohes Gewicht verlangt auch wirklich nach einer guten und sauberen Technik), aber es wäre falsch zu sagen, dass Kreuzheben und Kniebeugen mit wenig Gewicht nicht auch zur Stabilisierung, Flexibilität und Kräftigung der Mitte beitragen können.
Lineare Progression erfordert idR das Nachlegen von Gewicht, aber nicht jeder (hier und sonstwo) zielt auf stetigen Muskelwachstum ab.
Ich habe früher auch die Grundübungen mit "relativ" viel Gewicht ausgeführt, trainiere aber seit einem Jahr nur noch mit Kettlebells (max 16kg)- ich kann länger auf dem Rad stehen als zuvor und kann auch nachts nach dem Training wieder richtig schlafen (wobei vor allem letzteres individuell zu betrachten ist).
Jemand, der beispielsweise nach yates oder rippetoe trainiert, wird wahrscheinlich wenig Verständnis für ein "System" aufbringen, wo mit wenig Gewicht trainiert wird, um "fit" zu bleiben - für viele ist das gelogen und/oder unlogisch (gerade dort, wo der Muskelwachstum das alleinige primäre Ziel ist).
Es ist und bleibt gerade in dem Bereicht für die große Mehrheit schwierig, andere Motive und andere Systeme anzuerkennen - meist wird angenommen, dass der eigene Erfolg mit System XY auf jeden anderen genauso übertragbar (und sinnvoll) ist.
 
wir wissen doch gar nicht, wie oft sie beiken geht, wenn es bis 22:30 uhr hell ist. der winter naht, es wird früher dunkel und sie fährt aktuell nur am wochenende. anders mache ich das mittlerweile ja auch nicht. 2-3x klettern, 1-2x schlägersport und am we dann beiken. ...

Also ebenfalls suboptimal, da nicht spezifisch. :D
Das clairs Training nicht optimal für's biken ist kam übrigens nicht von mir, sondern von tool.
 
So direkt hat das auch Niemand gesagt. Oder doch? Eine sinnvolle Ergänzung ist Krafttraining aber schon. Und Kreuzheben und Kniebeugen funktionieren nun mal nur mit schweren Gewichten. Auf Maximalkraft zu trainieren ist natürlich nicht sinnvoll. Ich habe versucht mein Training auf's Radfahren etwas anzupassen (also ~20 Wdh, statt 6-8 Wdh bei normalen 3-Satz Training bei KH und KB)..


Laut Schmidtbleicher profitieren Radfahrer entgegen der allgemeinen Meinung vom Maximalkrafttraining und weniger vom Kraftausdauertraining. Da gibt es auch irgendwo ein schönes Video zu, ich weiß nur nicht wo. ;)

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/6720/Prof.-Dr.-Dietmar-Schmidtbleicher.html


"Die erwarteten Anpassungen hinsichtlich einer verbesserten Ermüdungswiderstandsfähigkeit werden bereits durch die Form des Intervalltrainings auf dem Fahrrad angesprochen.
Von einem speziellen Kraftausdauertraining sind keine weiteren Effekte für Radsportler zu erwarten, da die Anpassungseffekte primär auf der Ebene der Energiebereitstellung liegen und weniger die Kraftkomponente betreffen.
Durch das Trainieren der Muskeln soll gezielt das Maximalkraftniveau gesteigert werden."
 
@clemsi
Jo, klar, funktionieren KH und KB auch mit weniger Gewicht und sind sinnvoll. Aber hier ist der Kraftsport Thread :p

Ich glaube auch, dass andere Systeme und Ideologien gut funktionieren und probiere auch mal andere Sachen aus, wie PITT. Und merke dann oft, dass jedes Training anders knallt :p Man sollte halt ab und so etwas Neues testen. Routine ist nicht sinnvoll. Und jeder Körper spricht auf andere Trainingsmethoden an.

Mit Kettlebells wollte ich auch mal trainieren. Im Studio gibt's einige. Wie trainierst du mit denen? Auch irgendwie für's Radfahren speziell?
 
Laut Schmidtbleicher profitieren Radfahrer entgegen der allgemeinen Meinung vom Maximalkrafttraining und weniger vom Kraftausdauertraining. Da gibt es auch irgendwo ein schönes Video zu, ich weiß nur nicht wo. ;)

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/6720/Prof.-Dr.-Dietmar-Schmidtbleicher.html


"Die erwarteten Anpassungen hinsichtlich einer verbesserten Ermüdungswiderstandsfähigkeit werden bereits durch die Form des Intervalltrainings auf dem Fahrrad angesprochen.
Von einem speziellen Kraftausdauertraining sind keine weiteren Effekte für Radsportler zu erwarten, da die Anpassungseffekte primär auf der Ebene der Energiebereitstellung liegen und weniger die Kraftkomponente betreffen.
Durch das Trainieren der Muskeln soll gezielt das Maximalkraftniveau gesteigert werden."
Kann ich nach meiner Erfahrung teils bestätigen.
Ich habe gemerkt, dass ich bei Rennradsprints deutlich stärker und schneller bergauf komme (im Sommer, also wenn ich nicht ausschließlich ins Studio gehe). Auch beim Uphill im Gelände ist einfach mehr Kraft da.
Dagegen habe ich gemerkt, dass meine Beine nach einem Winter nur Krafttraining extrem schnell müde waren. Aber das war auch 4 Monate nur Krafttraining, nix anderes...
 
Zuletzt bearbeitet:
Laut Schmidtbleicher profitieren Radfahrer entgegen der allgemeinen Meinung vom Maximalkrafttraining und weniger vom Kraftausdauertraining. Da gibt es auch irgendwo ein schönes Video zu, ich weiß nur nicht wo. ;)

http://www.medicalsportsnetwork.de/medical/6720/Prof.-Dr.-Dietmar-Schmidtbleicher.html


"Die erwarteten Anpassungen hinsichtlich einer verbesserten Ermüdungswiderstandsfähigkeit werden bereits durch die Form des Intervalltrainings auf dem Fahrrad angesprochen.
Von einem speziellen Kraftausdauertraining sind keine weiteren Effekte für Radsportler zu erwarten, da die Anpassungseffekte primär auf der Ebene der Energiebereitstellung liegen und weniger die Kraftkomponente betreffen.
Durch das Trainieren der Muskeln soll gezielt das Maximalkraftniveau gesteigert werden."
Das hängt sicher auch davon ab, was derjenige hauptsächlich mit dem Rad anstellt. Downhillfahrer werden sicher andere Trainingsschwerpunkte setzen als CCler...
 
Das hängt sicher auch davon ab, was derjenige hauptsächlich mit dem Rad anstellt. Downhillfahrer werden sicher andere Trainingsschwerpunkte setzen als CCler...
... und wir drehen uns wieder im kreis. auch hier im forum wird alle jahre wieder altbewährtes recycelt und unter anderen namen, modernisiert, an den sportler gebracht. was wem nutzt und was wem nicht nutzt - diesen zyklus beobachte ich jetzt gefühlt das zehnte mal schon.

aber eigentlich wollte ich hier ursprünglich gar nichts rein schreiben, sehe ich gerade, weil:

@clemsi
Aber hier ist der Kraftsport Thread :p
dann entschuldigung, ich wollte mich gar nicht mehr hierher verirren :)
 
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