Einfluss Fahrergewicht auf Federwegswahl?

Brägel

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So, möglicherweise ist die Frage bescheuert aber ich bin nun mal kein Techniker.

Brauchen schwere Fahrer mehr Federweg um die gleiche Performance (Federungskomfort oder so) zu haben wie leichtere oder muss nur einfach mehr Luft in die Dämpfer (bzw. härtere Federn) und das ist alles identisch?

Könnte man beispielsweise sagen, dass ein 60 kg Fahrer mit 80 mm genauso gut bedient ist wie ein 100 kg Fahrer mit 120 mm?

:bier:
 
Hmm.
Bin auch kein Techniker, aber ich würde mal sagen, dass
das Fahrergewicht durch die Federhärte ausgeglichen wird.
Bei Luftdämpfern müsste das sowieso klappen und bei
Stahldämpfern muss man dann halt noch das Öl richtig wählen.


Was sich wohl vor allem verändert, ist doch das relative Gewicht
des Bikes zum Fahrergewicht. Was hat das für Folgen? Das heisst
dann doch, dass ein 60 kg Fahrer die Federung relativ härter
abstimmen muss als ein 120 kg Fahrer auf dem gleichen Bike,
weil der Rahmen ja auch gefedert sein will - oder ist das völlig
abwegig?

Bei einem 60 kg Fahrer wiegt ein 12 kg Bike 20% des
Körpergewichts; bei einem 120 kg Fahrer nur 10%.

Faktoren wie Reibung der Tauchrohre und so müssten bei
schweren Fahrern doch auch weniger ins Gewicht fallen, oder?

Thb
 
@ Thunderbird

Geh da mal ohne Professur ran.



Je höher das Körpergewicht, desto höher der Druck bzw. stärker die Feder bei den jeweiligen Dämpfern.:)

Schau einfach mal in der beiligenden Beschreibung des jew. Dämpfers, da steht es auch beschrieben.
 
Original geschrieben von Thunderbird
Das heisst dann doch, dass ein 60 kg Fahrer die Federung relativ härter
abstimmen muss als ein 120 kg Fahrer auf dem gleichen Bike...
Thb

was meinst du mit RELATIV härter :confused: Tatsächlich härter muss ja wohl die Federung beim schwereren Fahrer sein. Das hat doch auch nur was mit dem Gesamtsystemgewicht (Fahrer und Bike) zu tun. Das prozentuale Verhältnis des Gewichts vom Fahrer zum Bike ist meines Erachtens völlig egal.
 
dann wollen wir uns mal malträtieren lassen :D :

Der Federweg entscheidet, welcher Weg zum Abbau einer Kraft zur Verfügung steht.
Fährst du über ein Hinderniss, wird das Federbein komprimiert, weil die gefederte Masse (Rahmen + Fahrer) mit ihrer Massenträgheit gegenüber der Radverschiebung (Rad wird durch Hinderniss angehoben) wirkt.
Der Federweg (und damit auch die Federkonstante : harte oder weiche Feder) entscheidet, wieviel das Federbein schluckt und welcher Anteil noch am Lenker /Sattel vom Hinderniss ankommt.
Viel Federweg heisst viel Weg zum Herausfiltern von Hindernissen oder halt alternativ eine entsprechend weiche Feder.

Kurzum gesagt, es ist vollkommen egal ob ein schwerer oder leichter Fahrer auf dem Fully sitzt. Das Fahrergewicht wird durch die Federsteifigkeit (härtere Feder oder mehr Druck im Dämpfer) angepasst. Der Federweg, der zum Abfedern von Unebenheiten vorhanden ist, bleibt gleich.

Mit mehr Federweg kann man größere Brocken ausfiltern (Bedeutet größere Schläge auf Gabel/Federbein) oder aber man macht die Federn weicher, dann taucht die Federung bei gleichem Hinderniss tiefer ein und filtert die Unebenheit besser heraus.

Augenscheinlicher Vergleich: Große, schwere Mercedes S-Klasse zu einem Fiat Punto. Da unterscheiden sich die Federwege auch nicht entsprechend dem Fahrzeuggewicht.
 
Original geschrieben von Rockhopper
dann wollen wir uns mal malträtieren lassen :D :

:D

Original geschrieben von Rockhopper
Mercedes S-Klasse zu einem Fiat Punto

Hurra, ich bin eine S-Klasse. Zumindest besser als ein Punto :D

danke für deine Erläuterung. Also muss ich mein Weib auch zu mehr Federweg bei den geplantetn Fullys überreden - wegen der Gleichberechtigung;)
 
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