Durch die Vielzahl der Einstellungsmöglichkeiten von Nucleon ST und M-Pire ST würde es den Rahmen sprengen, auf alle Variationen einzugenen. Annähernd alle Parameter lassen sich verändern: Federweg, Progression, Geometrie und Dämpferlängen. Eine Linearität der Verstellmöglichkeiten ist bei diesen Modellen nicht gegeben. Es handelt sich um Wettkampfrahmen, deren Setupmöglichkeiten mit denen im Motorsport vergleichbar sind. Viele Einstellmöglichkeiten machen keinen Sinn oder führen im schlechtesten Fall sogar zu einer Zerstörung des Rahmens. Wie bei allen Veränderungen am Rad ist gerade bei Variationen des Setups dieser Modelle immer ein Kollisionstest vor der Inbetriebnahme durchzuführen. Das werkseitig eingestellte Setup hat sich bei diesen Rahmen durch die Rennsporterfahrungen des KRC-Nicolai Teams als das geeignetste erwiesen.
Kollisionskontrolle:
Bei den meisten Nicolai-Modellen mit Hinterradfederung läßt das System aus Rahmen, Schwinge und Dämpfer vielfältige Einstellungsmöglichkeiten zu. Bei unsachgemäßer Verstellung kann es vorkommen, daß die an der Federung beteiligten Bauteile mit anderen Anbauteilen kollidieren.
Um sicher zu gehen, dass bei dem jeweils eingestellten Federweg bei voller Einfedertiefe keine Teile des Bikes aneinander stoßen, ist es daher zwingend erforderlich, einen Kollisionstest durchzuführen. Hierzu wird der Dämpfer ohne Feder in der gewünschten Position am Bike montiert.
Wichtig! Das Bike muß sich im Betriebszustand befinden, sprich: sämtliche Anbauteile, Züge, Bereifung, etc. müssen fahrbereit montiert sein. Nun wird der Hinterbau nach oben bewegt, um so ein Einfedern zu simulieren. Stoßen dabei keine Teile aneinander, kann die gewählte Position des Dämpfers unter Vorbehalt gefahren werden. Sollten sich beim Einfedern Bauteile berühren muss die Einstellung verändert werden.
Achtung! Bei einem Durchschlag der Federung kommt es zu einer Kompression des Endanschlag-Elastomers auf der Kolbenstange des Dämpfers, die beim Kollisionstest nicht simuliert werden kann. Dieser zusätzliche Weg kann je nach Übersetzungsverhältnis des Dämpfer-Hubs bis zu zwei Zentimeter mehr Einfedertiefe bedeuten. Es sollte also beim Kollisionstest auf zusätzlichen ausreichenden Sicherheitsabstand zu allen naheliegenden Bauteilen geachtet werden. Im Zweifel ist die Einstellung mit dem nächst geringeren Federweg zu wählen und hier ebenfalls ein Kollisionstest durchzuführen. Ein Kollisionstest ist ebenfalls erforderlich, wenn der durch die montierte Position des Dämpfers bedingte Federweg zwar gleich bleibt, aber andere sich im Bewegungsbereich des Hinterbaus befindliche Teile verändert werden, wie zum Beispiel bei der Montage einer Kettenführung oder eines breiteren Reifens.
Wenn aus Gründen der Geometrie oder der Reifenbreite eine Montageposition des Dämpfers gewählt werden soll, bei der es zu einer Kollision kommen würde, kann die Kollision ggf. durch die Montage eines Hubbegrenzers auf der Kolbenstange des Dämpfers vermieden werden. Der Federweg wird dadurch entsprendend dem Übersetzungsverhältnis des Dämpfers reduziert. Ein Hubbegrenzer ist auf Anfrage bei der Nicolai GmbH erhältlich.
@playbike
Die Produktpalette der Nicolai GmbH umfasst mit allen Variationen 24 Modelle. Ich arbeite seit über einem Jahr an einer umfassenden Montage- und Bedienungsanleitung für alle Rahmen, die ab Januar als PDF nach Themen gegliedert zum Download auf unserer Website bereit steht. Jeder, der technische Fragen hat zu unseren Produkten hat, wird persönlich und ausführlich von uns beraten. Ich finde eher Deinen Beitrag zur Ergebnissuche in einem Technikforum schwach.
best,
Falco