Was wir brauchen sind ausgewiesene Wege für MTB und Wanderer.
Wenn ich mit meinem Kleinkind auf dem Wanderweg unterwegs bin, möchte ich keine Downhiller haben, die auf meinem Weg mein Kind gefährden.
Und wenn ich mit Fullface und Protektoren im Wald unterwegs bin, möchte ich keine Wandere mit Kleinkindern auf dem Trail haben.
Und hier wird, leider mal wieder, offensichtlich, wie bereits konditioniert und programmiert wurde, um eine Meinung zu schaffen für ein Problem, dass eigentlich gar nicht existiert und alles wird mal wieder durcheinander geschmissen. Das was oben beschrieben ist mag vorkommen, ist aber nicht die Regel, sondern eine Ausnahme:
Die bösen "Downhiller" haben überhaupt kein Interesse daran, auf anspruchslosen Wanderwegen herunter zu fahren. Wozu auch?
Genauso sind den meisten Wanderern die MTB Strecken viel zu schwer und ungemütlich zum Begehen. Meistens einfach zu steil.
Vielfach werden diese Wege nicht mal als Wege erkannt. Diese beiden Klientel treffen sich quasi nie (Natürlich abgesehen von Querrungen oder Überfahrten). Genau aus diesem Grund entstehen doch gerade die "illegalen" Trails!
Mittlerweile gehe ich Wandern, betreibe Radfahrern in vielen seiner Nuancen und auch noch Kanu, sowie leichte Klettersteige.
Einfach mal, vielleicht im eigenen Revier, in eine andere Rolle schlüpfen, auf die Leute zugehen und reden. In Gesprächen kommt dann schon heraus, was sie eigentlich wollen oder was sie stört. Das ist alles ganz locker und problemlos möglich, denn es sind auch bloß Menschen!
Die rücksichtslosen und rasenden "Downhiller" entpuppen sich dann in fast allen Fällen als eng bekleidete Marathonisti oder zu schnelle Tourenfahrer. Warum? Weil im Wald keine Kenner des Sports herumlaufen: jeder der runterfährt ist ein "Downhiller".
Dann hätten wir da noch die sinnlose Diskussion über das Befahren illegal angelegter Wege.
Das bauen dieser Wege ist ohne Genehmigung verboten, das Betreten laut Gesetz aber erlaubt. Für das Betreten ist die Eignung wichtig. Ein Widmung oder Gemarkung, oder gar ein Verzeichnis in Karten ist ohne Belang.
Kennt jemand eine gesetzlich Grundlage, ob die Kenntnis über die illegale Entstehung eines Weges dessen Betreten verbietet?
Eine Eignung eines Weges kann der jeweilige Benutzer nicht feststellen ohne diesen zu Betreten.
Das sagt nur aus, dass man als Waldbenutzer eigenverantwortlich handeln und entscheiden soll, welchem Schwierigkeitsgrad man sich selbst zutraut. Wenn man sich überschätzt ist man selbst schuld. Stellt sich der Weg als nicht geeignet heraus, so bleibt immer noch der Rückweg, Schieben oder Tragen. Die Eignung gilt natürlich auch für uns Wanderer.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, irgendwie logisch. Aber Recht geht heute anscheinend immer mehr vor Logik.
Und sind wir mal ganz ehrlich: wenn ein Waldbesitzer einen selbst gebauten Weg nicht dulden möchte, dann wird er einen Weg finden die Benutzung zu unterbinden und den Weg wieder zu naturrieren. Verbotsschilder aufstellen an illegalen Wegen ist Augenwischerei. Kenne da Wege, die sind teilweise 30 Jahre alt, aber seit einem Jahr per lapidaren Schild verboten.
Ob das sinnvoll, sozial verträglich oder fördernd für den Ruf einer Sportart ist, sich unmenschlich zu Verhalten ist eine andere Frage.
Ich treffe nur wenige "Rüpel", aber genau um die wird auch immer eine Menge Wind gemacht und genau diese sind auch die Uneinsichtigen.
Auf allen Seiten.