Erkennungsmerkmale Enduro

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Moin...

Nachdem mir an meinem Bike ein Teil des Hinterbaus gebrochen ist und mir mein Händler das letzte dieser Ersatzteile besorgt hat muss ich mir nun so langsam gedanken machen um ein neues Bike. Nicht das ich irgendwann da sitze und ein Teil brauche, welches es gar nicht mehr gibt.
Ich fahre im Moment ein AM und spiele mit dem Gedanken mir als nächstes ein tourentaugliches Enduro zu holen, da diese (soweit ich bis jetzt durchblicke :)) stabiler sind als AM.
Jetzt habe ich allerdings das Problem das wenn ich mich im Netz informieren möchte, ich diese nicht erkenne wenn es nicht dabei steht. Deswegen wollte ich hier mal nach fragen ob es bestimmte optische und/oder technische Merkmale gibt an denen man Enduros identifizieren kann?
Immerhin gibt es hier ja genug Leute die ein Bike auf nem Foto sehen und sofort sagen können für welches Einsatzgebiet es ist und es steht ja nicht (unbedingt) auf dem Bike.

Gruss
 
Generell liegt man mit 160/170mm nie falsch für Enduros. Dann gehört an die Räder imho noch ne Remotestütze sowie bei der Kurbel vorne 2-fach mit evtl. Bashguard und auf jeden Fall ner Kettenführung.

Aber das wiederum sieht auch jeder anders. Normal haben Enduros auch noch Luftfederelemente. Ein breiter Lenker (700mm+) und Reifen die noch halbwegs gut rollen aber einiges wegstecken. Rubberqueen / Ardent / Fat Albert etc.
 
Für dich als AM ler kann die Sitzposition ein Erkennungszeichen sein.
Ist aufrechter als bei einem AM,solltest du also unterscheiden können.

Lenker ,die breiteren Reifen und extrem grosser Federweg.

Was sie aber zwecks Bergauf etwas schlechter dastehen lässt.
Daher haben manche den auch stark verkürzt und ist somit nur
ein ungenauer Erkennungsfaktor.
 
Maximal zwei Kettenblätter, 150-180mm Federweg, Lenker >700mm, Vorbau <80mm, Lenkwinkel flacher als ~67°. Remote Stütze muss nicht, ist aber oft verbaut. Kettenführung macht Sinn, fehlt leider oft. Gängig sind Gabeln wie RS Lyrik oder die 160mm Fox Gabeln. Schaltwerk mit mittlerem oder kurzem Käfig macht auch Sinn.

Für mich ist alles nen brauchbares Enduro mit dem ich nur durch Reifenwechsel prinzipiell alles von CC- bis DH-Rennen fahren kann ohne durch das Rad dabei total behindert zu werden.

grüße,
Jan
 
Für mich ist Enduro zuallererst eine Wettkampfform: Eine Tour mit Wertungsprüfungen unterwegs. Diese Wertungsprüfungen können alles enthalten, von Downhill-ähnlicher Streckenführung, Trialelemente, Uphills, technische Trails...

Welches Art Rad Du dafür geeignet hältst, mußt Du selbst entscheiden. Bei den Enduros, die ich bis jetzt gesehen habe, waren vom 100mm-CC-Hardtail bis zum Downhiller mit 200mm FW alles vertreten.
 
Für mich ist Enduro zuallererst eine Wettkampfform: Eine Tour mit Wertungsprüfungen unterwegs. Diese Wertungsprüfungen können alles enthalten, von Downhill-ähnlicher Streckenführung, Trialelemente, Uphills, technische Trails...

Welches Art Rad Du dafür geeignet hältst, mußt Du selbst entscheiden. Bei den Enduros, die ich bis jetzt gesehen habe, waren vom 100mm-CC-Hardtail bis zum Downhiller mit 200mm FW alles vertreten.

Da ist der Threadersteller mit der Eingrenzung aufjedenfall schonmal nen Schritt weiter ;). Problem ist ja auch, dass die Wettkampfform Enduro bisher wesentlich schlechter abgrenzt ist als CC oder DH.

grüße,
Jan
 
aber nein:
die einteilung an sich umfasst natürlich mehr, also nicht nur Freeride und Enduro (bzw. All Mountain Freeride und Big All Mountain versus aggressive All Mountain), denn das war ja bisher genau so ungeklärt wie z.B. enduro & freeride bzw. freeride light.
Extrem-Enduro hat ja mit light-freeride bzw. Hardcore-Cross-Country so gut wie gar nichts zu tun.

d.h. (um das mal an einem beispiel zu verdeutlichen) auch extrem freeriding, aber das is was anderes als freecross.
oder downhill light? und wo is die grenze zwischen downhill light und freeride? und wo passt da x-freeride rein?

aber wir sind - wie gesagt - bei der einteilung schon viel weiter:
es geht ja los mit Downhill oder Cross-Country-Race mit Uphill-Übersetzung und Marathon. Oder eben Dual Slalom und Urban Assault. hört sich ja an nach Biker Cross mit Dirt-Fully, Trailjumps oder Dirt Jump auf der BMX-Strecke oder Freecross & Backcountry.
oder eher Hardcore-Freerider bzw. Downhill-Maschine mit optimierter Geometrie und langhubiger Gabel mit Doppelbrücke.
Eher trial mit leichtem dh-einschlag, naja, oder eben Allroundbike mit gewichtsoptimiertem Rahmen, Cross-Country-Touren und Marathon-Fullys.

oder mit 29er - "The bigger the better" – leichter über wurzeln rollen, den spirit spurstabil spüren und traktion behalten. Laufruhe ehrensache!
egal: cool is auf epischen Trails bergab surfen/trialn/bissl hupfn, was immer der Trail an Variationen bietet, auf technischen Trails sehr weit vorne in die Freeridephalanx reinfahren, wenn Du's fahrtechnisch drauf hast.
halt easy cruisen und dabei chillen - klar, krasse Drops schliessen sich aus, und Doppelbrücke + fett Federweg ist letzten Endes irgendwann noch entspannter und bringt den mega-intensiven flow, auch richtung slopestyle.
das ultimative Trailbike, optimal für Alpencross, Freeride light, DH-Trial, Touren..., d.h. so ein beik macht alles mit. Extrem robust, sehr vielseitig. halt krass bis surf, auch auf dem pumptrack, dann aber mit street credibility.
maximale Anpassbarkeit oder singlespeed pur mit starrgabel oder messenger bike no brakes aber starrachse? - fixie her! einfach richtung cooles soul biking, vor allem streeten - oder vertriden, rund um die hotspots.
oder Rennrad road only cruisen mit high speed low gear? bzw. auch low brain...
 
Danke Dubbel, ganz toll gemacht!!! Und womit geh ich heute nachmittag jetzt biken? :confused: Muss ich jetzt jede neue Strecke vorher ablaufen, weil eventuell ein Hubbel auftaucht mit dem ich so nicht gerechnet habe? :confused:
Du verunsicherst mich total. :mad:
 
... Problem ist ja auch, dass die Wettkampfform Enduro bisher wesentlich schlechter abgrenzt ist als CC oder DH.

grüße,
Jan

Genau. Deswegen halte ich eine entsprechende Bikekategorie auch für Blödsinn.


Ich habe gerade ein Deja-vu...

Danke Dubbel, ganz toll gemacht!!! Und womit geh ich heute nachmittag jetzt biken? :confused: Muss ich jetzt jede neue Strecke vorher ablaufen, weil eventuell ein Hubbel auftaucht mit dem ich so nicht gerechnet habe? :confused:
Du verunsicherst mich total. :mad:

Lass es einfach, wenn Du Dir nicht sicher bist ;)
 
Genau. Deswegen halte ich eine entsprechende Bikekategorie auch für Blödsinn.[...]

Naja der Name "Enduro" hat sich für stabile Allmountains, also diese do-it-all Dinger ja einigermaßen etabliert... Es ist keine genaue Beschreibung, aber man weiss in etwa wo man dran ist.

grüße,
Jan
 
Naja der Name "Enduro" hat sich für stabile Allmountains, also diese do-it-all Dinger ja einigermaßen etabliert... Es ist keine genaue Beschreibung, aber man weiss in etwa wo man dran ist.

grüße,
Jan

Jetzt bleibt nur noch die Frage zu beantworten, warum man sich ein Bike kaufen soll, das die Hersteller in eine bestimmte Kathegorie einordnen, und nicht ein Bike, das einem gefällt, egal wie es heißt ;)
Ich finde diese Kathegorisierungen anhand von Federwegen und Komponenten eigentlich eher ziemlich Banane, besonders, da sie sich jedes Jahr ändern, zumindest laut Magazinen und Herstellern. Vor 2 Jahren war ein Bike mit 120mm ein Enduro, ein Jahr später noch gerade mal ein All Mountain, und nun ist es maximal noch als CC-Feile für Forstpisten zu gebrauchen :confused:

Wenn ich Enduro definieren müsste, dann würde ich sagen, es ist ein Bike, mit dem ich irgendwie aus eigener Kraft hochtreten kann, aber keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen muss, und einigermaßen ordentlich wieder runter komme, ohne dass ich dabei allzu oft an die Grenzen des Materials stoße. Ob dafür nun 1, 2 oder 3 Kettenblätter, Bashguard, Kettenführung, breiter Lenker, etc, etc, dran sein müssen, oder welcher Federweg dafür nötig oder nützlich ist, liegt im Endeffekt im Auge des Betrachters.
 
Ich wiederum würde sagen ein Enduro ist ein All Mountain, das auch Sprünge aushält...

Enduro heißt ja ausdauernd, das kommt daher: Mit All Mountain kann man auch springen, aber nicht dauernd, dann geht's kaputt. Das Enduro nicht. Ist also ein stabileres (Rahmen, Räder), parkfähiges All Mountain. Auch Leichtfreerider genannt. Mauntenbaik ist auch nicht ganz falsch, oder gleich Ratt. Für die Spracharmen unter uns.
 
Vor 2 Jahren war ein Bike mit 120mm ein Enduro, ein Jahr später noch gerade mal ein All Mountain, und nun ist es maximal noch als CC-Feile für Forstpisten zu gebrauchen :confused:

So ist es aber leider nicht. Die heuten 140-150mm-All Mountains sind bei weitem nicht so stabil wie die 150mm-Freerider vor 5 Jahren, dafür aber so leicht wie 100mm-Race-Fullies von damals.

Und einer 120mm-Leichtgewichts-"Racefeile" darf man sicher nicht soviel zumuten wie einem AM mit 120mm vor 3-4 Jahren...

Zwischen Federgabeln sieht man ganz deutlich, dass die 150mm-Modell wesentlich leichter und filigraner aufgebaut sind als die 160mm-Modelle. Der Gewichtssprung ist hier schon sehr deutlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Enduro heißt ja ausdauernd, das kommt daher...

In den USA gibts den Begriff "Enduro" so nicht. Es gibt "Endurance"-Bikes im Sinne von Ausdauer oder Marathon-Bikes. Der Begriff hier kommt wohl eher aus dem MX-Sport.

Die Enduros werden in USA All Mountains genannt. Die leichten All Mountains eher Trailbikes.

Nicolai hat daher sein Enduro auch "Helius AM" getauft.
 
So ist es aber leider nicht. Die heuten 140-150mm-All Mountains sind bei weitem nicht so stabil wie die 150mm-Freerider vor 5 Jahren, dafür aber so leicht wie 100mm-Race-Fullies von damals.

Und einer 120mm-Leichtgewichts-"Racefeile" darf man sicher nicht soviel zumuten wie einem AM mit 120mm vor 3-4 Jahren...

Zwischen Federgabeln sieht man ganz deutlich, dass die 150mm-Modell wesentlich leichter und filigraner aufgebaut sind als die 160mm-Modelle. Der Gewichtssprung ist hier schon sehr deutlich.

...will er sich denn was gebrauchtes kaufen ?
cool ey,ich fahre auch ein "Enduro" (mit 140mm FW) :D
 
So ist es aber leider nicht. Die heuten 140-150mm-All Mountains sind bei weitem nicht so stabil wie die 150mm-Freerider vor 5 Jahren!

Und einer 120mm-Leichtgewichts-"Racefeile" darf man sicher nicht soviel zumuten wie einem AM vor 3-4 Jahren...

Zwischen Federgabeln sieht man ganz deutlich, dass die 150mm-Modell wesentlich leichter und filigraner aufgebaut sind als die 160mm-Modelle. Der Gewichtssprung ist hier schon sehr deutlich.

Eben!
Stabilität ist halt auch noch ein Argument! Aber sieht man das einem Bike an, wenn man es wie von den Magazinen praktiziert in eine bestimmte Schublade steckt?
Die Kathegorien werden ja meistens einfach nach Federwegen gezogen und höchstens noch nach einigen speziellen Anbauteilen wie z.B. das Vorhandensein eines Bashguards etc.... und diese Kriterien wollte ich mit meiner Aussage "anzweifeln".

Wir sind also eigentlich einer Meinung!
 
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