Ex-Raucher und die, die's werden wollen

Bagdad Biker,

NICHT aufgeben. Ich habe Pflaster genommen - und es hat gewirkt, nach 4 WOchen hatte ich keinen Lungenschmacht mehr, ich konnte mir nicht vorstellen zu rauchen - und ich kann ohne Nikotin sehr gut leben.
 

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Re: Ex-Raucher und die, die's werden wollen
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Wenn man nach drei Monaten wieder anfängt, dann hat das natürlich nichts mit physischer Abhängigkeit zu tun - die ist schon nach 3 Wochen vorbei (Acetylcholin-Rezeptoren wieder auf Normal-Niveau) - sondern ausschließlich mit mentaler.

Das macht's nicht einfacher. Und ich würde Dir auch gerne ein Patentrezept präsentieren. Tatsache ist, daß das Nikotin den Ausstoß der sog. "Glückshormone" provoziert und es von daher kein Wunder ist, wenn man in Streßsituationen das Rauchen (wieder) anfängt. Oder auch nur in Lebenslagen, in denen man unglücklich oder frustriert ist. Typisch dabei ist die "eine einzige" ("Eine ist keine!"), die man von so netten und wohlwollenden Mitmenschen angeboten bekommt. Hab' ich übrigens schon immer zum Ko**** gefunden, diese Ignoranz, aber das ist ein anderes Thema.

Um letztlich erfolgreich aufhören zu können, braucht man also ein Substitut. Und zwar ein wirksameres als Schokolade. Ein solches Substitut muß man sich in den meisten Fällen wohl selbst schaffen. Ein neues Hobby, veränderte Lebensumstände, ein anderer Job, Partnerwechsel (gilt natürlich nur in geeigneten Fällen
oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches, mit dem man sich aber auch entsprechend viel beschäftigen kann.

Aber wie gesagt: ein Patentrezept gibt es vermutlich nicht.

...
 
Ich würd so gern aufhören, ich bin einfach zu schwach!

Red nicht so! Du hast es schon 3 Monate geschafft :daumen:

Und ich höre irgendwie wirklich ne Menge Leidensdruck raus. Wahrscheinlich brauchst Du davon noch ein wenig, ein wenig mehr eben. Und hast dann plötzlich, so wie ich, DEN Tag, wo Du sagst "Jetzt ist sowas von Schluss und zwar sofort"
 
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Wenn man nach drei Monaten wieder anfängt, dann hat das natürlich nichts mit physischer Abhängigkeit zu tun - die ist schon nach 3 Wochen vorbei (Acetylcholin-Rezeptoren wieder auf Normal-Niveau) - sondern ausschließlich mit mentaler.

Das macht's nicht einfacher. Und ich würde Dir auch gerne ein Patentrezept präsentieren. Tatsache ist, daß das Nikotin den Ausstoß der sog. "Glückshormone" provoziert und es von daher kein Wunder ist, wenn man in Streßsituationen das Rauchen (wieder) anfängt. Oder auch nur in Lebenslagen, in denen man unglücklich oder frustriert ist. Typisch dabei ist die "eine einzige" ("Eine ist keine!"), die man von so netten und wohlwollenden Mitmenschen angeboten bekommt. Hab' ich übrigens schon immer zum Ko**** gefunden, diese Ignoranz, aber das ist ein anderes Thema.

Um letztlich erfolgreich aufhören zu können, braucht man also ein Substitut. Und zwar ein wirksameres als Schokolade. Ein solches Substitut muß man sich in den meisten Fällen wohl selbst schaffen. Ein neues Hobby, veränderte Lebensumstände, ein anderer Job, Partnerwechsel (gilt natürlich nur in geeigneten Fällen
oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches, mit dem man sich aber auch entsprechend viel beschäftigen kann.

Aber wie gesagt: ein Patentrezept gibt es vermutlich nicht.

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Stimmt. Auch wenn ich es mit Pflastern die erste Zeit geschafft habe, so habe ich doch den unbedingten WIllen gehabt aufzuhören - und habe ausgerechnet, wieviel Geld ich jeden Monat in Rauch aufgelöst habe - 60 Euro!!!!! JEDEN Monat.

Da habe ich doch lieber die 12 Raten für das Trekkingbike a 60 Euro monatlich. Und kann zwei bis drei Mal mit dem Rad zur Arbeit fahren. :D

Das ist ein echt geiles Gefühl. :D
 
So, nachdem ich hier ein bisschen mitgelesen hab, geb ich auch mal meinen Senf ab.
Ich rauche seit fast 20 Jahren. Ohne Pause. Bis zu 40 bis 50 Kippen am Tag. Ich huste wie Sau, die erste Kippe auf nüchternen Magen vor´m Frühstück killt mir den Kreislauf bis kurz vor der Ohnmacht, meine Haut sieht aus wie ein Stück Raufasertapete (inkl Weissanstrich), meine Klamotten stinken, meine Hände stinken, meine Wohnung stinkt, mein Auto stinkt, alles stinkt.
Zugegebenermassen dachte ich schon des öfteren darüber nach "mal bestimmt irgendwann irgendwie" aufzuhören, aber es wurd spätestens nach der nächsten Kippe verworfen...
Zudem kommt noch folgendes: Ich bin Sänger einer Band und sollte eigentlich auf meine Stimme aufpassen. Egal, erstmal eine rauchen, dann drüber nachdenken.
So, nun kam letztens der Tag X: Die erste kurze Ausfahrt mit meinem neuen Bike zum Bäcker (die Fahrt dauert genau drei Minuten). Denkt ihr wirklich, ich wäre dort in der Lage gewesen, meine Brötchen zu bestellen? Von wegen. Ich kam aus dem Keuchen und Husten nicht mehr raus. Ich dachte die nette Verkäuferin hätte gleich meine Lunge im Gesicht kleben. Dass keiner den Notarzt gerufen hat war alles.
Nun, danach kam ich ins Grübeln......... Ich kam zu dem Entschluss, dass mir das Biken und die damit wiederkehrende Kondition wie vor 15 Jahren mehr wert sind als die Kippen. Fakt ist:
Ich hab keinen Bock mehr auf den Scheiss!! Ich höre auf zu rauchen!
Einerseits wird es wohl hart, weil ich von Berufswegen von Kippen und Rauchern umgeben bin (ich führe einen Kiosk:D), andererseits habe ich den unbedingten Willen, damit endlich aufzuhören. Keine Abhängigkeit mehr, keine Sucht. Nur noch Biken. Endlich wieder durchatmen können. Endlich wieder Kondition. Endlich richtig singen können ohne Schwindelgefühl und Kribbeln in der Lunge.
Gestern hab ich noch 42 Kippen geraucht, heute sind es erst 5 (!!), morgen NULL!

Zigarettenindustrie, du kannst mich!!!!
 
Ich würde das mit dem Aufhören übrigens der ganzen Bekanntschaft mitteilen, die üben dann auch einen gewissen Druck aus und lassen einen dann eben nicht Schnorren. Ich bin mit meinen Kollegen dann sogar zu Raucherpausen mitgegangen, habe aber nicht geraucht :p
Es ist auch wichtig zu Erwähnen, dass die körperliche Abhängigkeit nach ca. 3 Wochen komplett vorbei ist (hab ich glaube ich schon mal geschrieben :)). Es ist einfacher die Zeit durchzuleiden, wenn man ein festes Ziel hat. Bei Suchterkrankungen ist es oft so, dass die Süchtigen wieder anfangen weil sie Angst vor den Symptomen des Entzugs haben, bzw. denken diese würden lange nicht aufhören.
Ansonsten sollte man auch einfach mal 14 Tage lang auf typische Rauchersituationen verzichten, wie z.B. Partys. Nikotin + Alkohol verstehen sich sehr gut ;-) Ich hatte das "Glück" das ich krankheitsbedingt 14 Tage lang nicht aus dem Bett gekommen bin und das war dann genau die Zeit, die man für den Entzug braucht. Deswegen bin ich auch kein Freund des Reduzierens, denn das zögert den Entgiftungsprozess nur hinaus, man behält die wichtigsten Situationen bei, in denen man gewohnheitsmäßig raucht (nach dem Essen, nach dem Kaffee etc.) und dadurch ist das Rückfallrisiko einfach größer.
 
Ich bin heute mal auf dem Laufband laufen gegangen, war im Studio und dachte probier's mal. Vorher hatte ich eine Stunde Krafttraining gemacht.

Also...ich auf das Laufband und dachte mit einem leicht mulmigen Gefühl an die früheren Jahre, wo mich 2,5 km um die heimische Talsperre fast umbgebracht haben.

Ich fing an zu gehen, nach 5 minuten fing ich entspannt an zu laufen, locker irgendwie, habe in den letzten Wochen auch ein Laufbuch gelesen (Born To Run, C. MacDougall) und dachte mir, ich versuch mal die im Buchg beschriebene Technik - lange Rede kurzer Sinn:

Nach zwanzig Minuten und knapp 3 km war ich noch immer nicht aus der Puste. Juchuuu. :D Jetzt tun nur meine Oberschenkel ein bisschen weh - aber ich fühle mich pudelwohl.
 
Die Schienbeine werden wahrscheinlich folgen *hehe

Meine ersten Laufeinheiten waren die Apocalypse für mich....

Gruß nach Ennepetal :-)




Ich bin heute mal auf dem Laufband laufen gegangen, war im Studio und dachte probier's mal. Vorher hatte ich eine Stunde Krafttraining gemacht.

Also...ich auf das Laufband und dachte mit einem leicht mulmigen Gefühl an die früheren Jahre, wo mich 2,5 km um die heimische Talsperre fast umbgebracht haben.

Ich fing an zu gehen, nach 5 minuten fing ich entspannt an zu laufen, locker irgendwie, habe in den letzten Wochen auch ein Laufbuch gelesen (Born To Run, C. MacDougall) und dachte mir, ich versuch mal die im Buchg beschriebene Technik - lange Rede kurzer Sinn:

Nach zwanzig Minuten und knapp 3 km war ich noch immer nicht aus der Puste. Juchuuu. :D Jetzt tun nur meine Oberschenkel ein bisschen weh - aber ich fühle mich pudelwohl.
 
Bin auch schon seit mehr als 2 Monaten rauchfrei, habe mir auch ne echt tolle Zeit dafür ausgesucht am Anfang: kurz vor Weihnachten.
War echt hart, nach dem leckeren Essen zu Heiligabend und 1. Weihnachtstag sind se alle rausgegangen, rauchen (zum Glück mussten die alle nach draussen). Es war echt schwer, das durchzuhalten. Auffer Arbeit bin ich auch immer mit rausgegangen, geraucht habe ich nicht, stattdessen hab ich mir nen Kaffee getrunken oder nen Apfel oder sonst was mitgenommen.
Richtig Lungenschmacht hatte ich nicht, vielleicht mal nach nem Essen oder morgens nach dem Frühstücken beim letzten Kaffee die "Genuss"zigarette.

Wenn ich jetzt zu meinem Bruder ins Auto steige und der raucht, kriege ich nen halben Kotzkrampf, stehen Leute neben mir anner Fleischtheke oder sonst wo und riechen nach kaltem Rauch... Es widert mich an.

Ich habe immer gedacht, ich werde nicht so nen Extrem-Anti-Raucher... Pustekuchen.
Aber ich habe es geschafft und das nur mit purer Willensstärke.
 
Bin auch schon seit mehr als 2 Monaten rauchfrei, habe mir auch ne echt tolle Zeit dafür ausgesucht am Anfang: kurz vor Weihnachten.
War echt hart, nach dem leckeren Essen zu Heiligabend und 1. Weihnachtstag sind se alle rausgegangen, rauchen (zum Glück mussten die alle nach draussen). Es war echt schwer, das durchzuhalten. Auffer Arbeit bin ich auch immer mit rausgegangen, geraucht habe ich nicht, stattdessen hab ich mir nen Kaffee getrunken oder nen Apfel oder sonst was mitgenommen.
Richtig Lungenschmacht hatte ich nicht, vielleicht mal nach nem Essen oder morgens nach dem Frühstücken beim letzten Kaffee die "Genuss"zigarette.

Wenn ich jetzt zu meinem Bruder ins Auto steige und der raucht, kriege ich nen halben Kotzkrampf, stehen Leute neben mir anner Fleischtheke oder sonst wo und riechen nach kaltem Rauch... Es widert mich an.

Ich habe immer gedacht, ich werde nicht so nen Extrem-Anti-Raucher... Pustekuchen.
Aber ich habe es geschafft und das nur mit purer Willensstärke.

:daumen::daumen::daumen:

Auf das es so bleibt!!!!!

Bei mir ist es nicht ganz so extrem, wenn ich woanders bin. Da bin ich getz wenig millitant, aber im Auto oder so würde ich getz wohl auch das Brechen bekommen.

Schon seltsam nach 22 Jahren selbst vollstinken :-)
 
Ich kann apoptygma also nur beipflichten: jeder rauchfreie Tag bringt Dich Deiner maximalen Leistungsfähigkeit näher. Und angesichts des besonderen Ehrgeizes, den man dabei entwickelt, schafft man am Ende vermutlich sogar eine höhere Performance, als man sonst erreicht hätte.

Bei mir zeigt die Reha endlich Wirkung und ich habe viel wenige rProbleme mit Schmerzen. Hab mir jetzt auch fest vorgenomen ab heute ist Schluss. Jetzt kann ich zum Glück langsam wieder öfter auf die Rolle bzw. ein Rad:daumen:. Der erste Marathon ist in ca. 2 Monaten. Wird allerhöchste Eisenbahn
 
Erstmal Respekt an einige deren Stories mich echt beeindrucken. Ich bin zwar erst 23, aber rauche nun auch schon seit fast 7 Jahren .. und das nicht gerade wenig.
Die angesprochenen Symtome kann ich auch allesamt bestätigen und darauf hab ich absolut keine Lust mehr. Außerdem, wenn ich an das ganze Geld denke was ich in die Luft gepustet habe wird mir übel -.-
Und je mehr ich mir diesen Thread hier durchlese desto mehr komm ich zu dem Entschluss aufzuhören, am besten JETZ SOFORT!
Wenn ich so lese wie gut man sich schon nach ein paar Wochen fühlt ist das schon beschlossene Sache.
Ich glaub ich bestell mir gleich ein Bike und los gehts mit der Anto-Rauch-Kur :D


greet
 
Zuletzt bearbeitet:
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Manche ... haben mit dem Biken überhaupt erst angefangen, um die Folgen des Rauchens abzumildern und wieder etwas Fitness zu erlangen. Und die meisten Raucher würden sicher liebend gerne aufhören.

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Ich habe das Rauchen aufgehört wegen dem Biken. Schon zwei Jahre clean, nach 7 Jahren Rauchen, ohne Probleme. Und zugenommen habe ich dadurch kein Gramm.

Das Aufhören war wie ein Turbo am Berg. Nach und nach konnte ich manche Berge "hochrasen". Durch diese Erfahrung war es total easy aufzuhören und ich verspüre in keiner Situation das Verlangen.
 
Noch so ein post wo ich mir sag "Schluss, Aus, Ende" :D

Und das mit dem Zunehmen ist denk ich auch von Person zu Person unterschiedlich und kommt auf den Willen drauf an, den man hat. Und da man ja weiß das manche zunehmen wenn sie aufhören mit Qualmen würd ich dann ganz besonders drauf achten das ich nicht zunehm :)
 
Also das mit dem zunehmen bei meiner Person muss ich leider bestätigen.
Dass kommt allerdings meist daher das man die Langeweile mit Essen ausfüllt anstatt zu rauchen.

Ich hab von 13 - 23 geraucht und bin heute auch absolut militanter Nichtraucher.

Ich kann jedem der an das Aufhören denkt nur eines mit auf den weg geben.

IHR MÜSST ES WIRKLICH WOLLEN !

Wo kein Wille da kein Weg. Die lapidare Aussage jetz hör ich mal auf funktioniert in 0,1% der Fällen und das auch nur bei denjenigen die nicht süchtig sind oder waren.

Ich habs so gemacht:
Einen Bombenrausch dass einem am nächsten Tag noch schlecht ist und dann zwei Tage zusammenreissen. Danach nehmt ihr bei jedem Gedanken an eine Kippe ein Schluck Wasser und rennt immer mit ner 0,5er Flasche Wasser die ersten zwei Wochen rum.
Nach 2 Wochen ist es nur noch reine Einstellungssache. Die schlimmste Zeit empfand ich die ersten 4 rauchfreien Tage.

Heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen Zigaretten zu rauchen.
Michi
 
mal abgesehen von den kosten, die kippen verschlingen

da kauf ich mir lieber 2-3 uhren als 15-20.000euro zu verdampfen, wovon ich nichts mehr habe :D

lg chris
 
Ich futter auch dauernd aus Langeweile. Lieber Nichtraucher und erstmal ´nen Bauch der sich wieder verabschieden wird als anders ;).
Komm gerade von der Rolle und Rückentraining. Wenn ich morgen keine Nacken-/kopfschmerzen habe, ist schonmal alles ganz gut ;)
 
Nabend,
die Sache mit dem Zunehmen, hat nicht unbedingt etwas mit mehr Essen zu tun. Mein Arzt hat mir erklärt, das der Grundumsatz an Kalorien bei einem Raucher höher ist da die Leber auf Hochtouren das Nikotin rausfiltern muss. Das kann je nach Stoffwechselrate bis zu 500 kcal ausmachen. Also selbst wen du nur normal weiter isst, nimmst du zu. Einziges Rezept (wie eigentlich immer): Mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt.
Gruss Friedhelm
 
Habe heute genau vor 13 Monaten aufgehört mit dem Rauchen, davor 1 Schachtel am Tag. Bin 23 Jahre alt und fühle mich um einiges besser/ fitter als davor.
Gewicht habe ich keines zugenommen:)
 
Die Schienbeine werden wahrscheinlich folgen *hehe

Meine ersten Laufeinheiten waren die Apocalypse für mich....

Gruß nach Ennepetal :-)

Danke, Grüße nach Hagen.... :daumen:

Heute habe ich nur ein bisschen Verspannungen in den Waden.... gott sei dank keinen richtigen Muskelkater. Morgen laufe ich wieder, nach meiner Gewichteinheit. :)

Wird echt Zeit, dass die Pfade wieder frei werden. :)
 
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