Fragen zur Reba SL

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Hallo zusammen,

ich hatte meine Frage schon einmal in einem anderen Thread gestellt, irgendwie ist sie dort aber untergegangen. Als Neuling wäre es nett, wenn Ihr mir Tipps zur Einstellung meiner RS Reba SL geben könntet.

Die Druckempfehlungen, welche für manche Leute hier im Forum gegeben werden, erscheinen mir sehr oft viel zu hoch. Ich wiege 73 kg und bei einem SAG von 20 % (All-Mountain) ergibt sich bei meiner Reba SL ein gemessener Druck von 4,8-5,1 bar. Schaut man nun in die Bedienungsanleitung, so sind dort 7,2-8,3 bar angegeben. Also ebenso wie bei den meisten Leuten hier, viel mehr als bei mir. Mache ich einen Denkfehler ? Oder gelten die SAG Empfehlungen nicht für Air Systeme (hatte ich mal gelesen) ?
Ein weiteres Thema ist die Negativ Druckkammer. Die meisten empfehlen einen niedrigeren Druck als in der positiv Kammer und wundern sich über das schlechte Ansprechverhalten der Gabel. Auch hier wurde oft empfohlen den Druck in der neg. Kammer zu senken - aber wieso ? In der Bedienungsanleitung steht doch ganz klar, das der Druck in einem solchen Fall höher als in der pos. Kammer sein soll. Das dies auf Kosten des Gesamtfederweges geht dürfte systembedingt sein. Mache ich hier einen weiteren Denkfehler ?

Wäre nett, wenn nochmal jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.

thx
Mario
 
Das ist schon richtig was du sagst. Stimm die Gabel einfach so ab wie du es für richtig hälst bzw "fühlst". Ein Fahrwerk Setup, egal ob Auto oder Bike, ist immer ein Kompromiß. Rock Shox gibt nur Anhaltswerte an.
 
ist es bei euch auch so:

den sag von ca. 2 cm stellt man ein, wenn man ganz normal am bike sitzt.

nur: wenn man bergab fährt sitzt man ja nicht am rad, man steht und wenn es noch dazu steil bergab geht kommt von haus aus mehr gewicht auf die federgabel und somit hat die gabel OHNE schläge von unten einen sag von ca. 4 cm.

ist es bei euch auch so? oder wie macht ihr es?
 
Also ich fahr mit ner CC Gabel einfach keine steilen Berge wie sie im Downhill anzutreffen sind. Hexer, Wahrsager und der örtliche Bikedealer meinen, dafür gibt es extra Gabeln. Ansonsten kannst du durch Variation von + und - die Gabel etwas unnachgiebiger einstellen wenn du bergab willst.


SAG muss bei mit Luft aufgeblasenen Gabeln ebenso vorhanden sein.
Was die Drücke angeht, jenachdem wie Flootgate, Poplock, Rebound eingestellt ist kann man die Gabel auch mit unterschiedlichen Drücken fahren. Die Reba bekommt man so von der Kieselsteinchen wegbügelnden Stadtgabel bis zur mords harten CC-Gabel für den Renneinsatz die nur mal dämpft wenn die Schläge zu hart werden. Das ist der Sinn einer Luftgabel, sie ist vom einem zum nächsten Extrem verstellbar.
 
Hi

die Reba ist eher eine CC/Marathon Gabel (85-115mm Federweg) und die würde ich eher mit 15% SAG fahren bzw. abstimmen, dann passt es meiner Meinung nach besser. Mit mehr SAG bzw. weniger Luftdruck und damit weniger Federhärte, sackt sie dann schon eher durch im mittleren Federwegsbereich. Man kann zwar noch mit der Druckstufe auf Kosten des Ansprechverhaltens noch gegensteuern, aber ich würde mich jetzt keinesfalls auf die SAG Angaben aus den Bike Bravos festlegen. Lieber einige Setups ausprobieren und auch den SAG variieren. Nach ein bisschen Probieren wirst Du Dein passendes Setup schon finden.

Gruss
Simon
 
Hi!

Ich fahre die 100mm Reba mit 10-15% Sag. Klar kann man Luftsysteme nach Sag einstellen... warum sollte das nicht gehen? Mache ich jedenfalls seit 15 Jahren so.
Die Negativkammer befülle ich so, dass ich kein Losbrechmoment mehr spüre, dann funktioniert die Gabel für mich perfekt!

Cheers,
Dan
 
Hi!

Ich fahre die 100mm Reba mit 10-15% Sag. Klar kann man Luftsysteme nach Sag einstellen... warum sollte das nicht gehen? Mache ich jedenfalls seit 15 Jahren so.
Die Negativkammer befülle ich so, dass ich kein Losbrechmoment mehr spüre, dann funktioniert die Gabel für mich perfekt!

Cheers,
Dan

Hi

klar geht das, nur hat der Treadsteller sich von den BikeBravos inspirieren lassen und geht davon aus das 20% SAG das Ideal sind und dass sind sie nun mal an einer REBA nicht. Du fährst Deine Reba ja auch mit 10-15% SAG, was ich übrigens auch für Besser halte. Ich halte es bei meiner Reba auch so und fahre sie auch mit 10-15% SAG. Mit 20% SAG kriege ich nie und nimmer ein vernünftiges Setup hin.

Gruss
Simon
 
Jau, 20% sind für die Gabel glaube ich wirklich zu viel... Im Wiegetritt wird die dann fast bis zum Anschlag eintauchen.
Der Kabelbinder, den ich um ein Standbein gemacht habe, bleibt immer etwa einen Zentimeter unter der Krone stehen (bei 10-15% Sag im Mittelgebirge). Das wird nicht weit vom Endanschlag entfernt sein, daher ist die Gabel für meine Fahrweise wohl ganz passend eingestellt. Probier das doch einfach mal aus!

Happy trails,
D.
 
nur: wenn man bergab fährt sitzt man ja nicht am rad, man steht und wenn es noch dazu steil bergab geht kommt von haus aus mehr gewicht auf die federgabel und somit hat die gabel OHNE schläge von unten einen sag von ca. 4 cm.

das ist normal. die gabeln sind leider nicht linear und das was du beschreibst ist ein durchsacken der gabel bevor die federwegsprogression losgeht. kannst durch einschalten des poploc etwas abmildern, das floodgate dann auf die hälfte der stärke einstellen, dann geht das problemlos. oder ein dickeres öl in die zugstufeneinheit füllen, ist dann auch ok.

alle SAG einstellung, ganz egal ob 15% oder 20% wird daran nichts ändern! die gabel ist nun mal aufgrund der luftfeder progressiv und sackt mehr durch als einem lieb ist. das kannst wie gesagt mit dem poploc oder durch dickeres (mir wurde 7,5er) zugstufenöl beheben

wen du sie so hart aufpumpst dass der SAG reduziert wird, dann wird die gabel logischer weise auch härter und bei deinem gewicht unsensibler, den ganzen federweg ausnützen wird deutlich schwerer. daher die gabel lieber auf dein gewicht sauber abstimmen als nur auf den SAG zu achten und dafür maßnahmen ergreifen, die die gabel linearer machen. um den federweg dann voll zu nutzen, beim öltausch 105ml gabelöl einfüllen statt 110ml, dann nutzt man den federweg auch kpl aus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi

naja, weil die Federwegskennline eben nicht perfekt linear ist, ist man dann mit 20% SAG und mehr Gewicht auf dem Vorderrad (sprich steil Bergab) genau im mittleren Federwegsbereich wo die Kennline eh schon flacher ist. Was dann den Durchsackeffekt mehr als sonst schon noch verstärkt.
Um dem entgegen zu wirken, müsste nicht das Zugstufenöl dickflüssiger werden, sondern die Druckstufendämpfung müsste härter abgestimmt werden. Also das Öl in der MC Einheit müsste auf ein dickflüssigeres gewechselt werden. Im Falle der Reba wären das dann anstelle der original 110ml (+/-5ml) 5WT Gabelöl, GENAU! 105ml (weil weniger progressiv am Ende der Kennlinie) 10WT oder 7.5WT Gabelöl.

Gruss
Simon
 
Wenn ich mal zwischenfragen darf. Bin absoluter laie und hab erst seit 2 Tagen wieder ein Bike.

Also ich find bei der Gabel rechts unten was zum Schrauben--da kann man dann die Rückfederung einstellen (schnell/langsam)

Links unten iss ein Ventil--damit wird die Härte eingestellt.

Rechts oben hab ich wat blaues--damit kann ich bei Bergauffahrten auf härter/hart stellen.

Beim mitlesen bekomm ich aber den Eindruck es müsste noch mehr zum einstellen geben ?

Ich fahr eh nix wildes--aber bei den ersten touren hat ich auf der Dämpferstrecke so nen leichten schwarzen Staubkreis bei in etwa 70% des Federweges---scheint das dann i.O. zu sein ??

Wie gesagt--ich fahr nichts wildes, da Anfänger.

Sorry wenn ich so in den Fred reinplatze....aber ich bin derzeit ein eniziges Fragezeichen *gg*
 
Hi K-J!

Lag Deinem neuen Rad keine Anleitung bei? Gerade bei Dämpferelementen sollte man sich die Zeit nehmen, die Funktionsweise zu verstehen, sonst bekommt man nie ein ordentliches Setup hin.
Üblicherweise verfügen Luftgabeln über eine Positivkammer und eine Negativkammer, die getrennt voneinander aufgepumpt werden müssen. Der Druck in der Positivkammer regelt "die Härte" und muss genau auf Dein Gewicht und Deine Fahrweise angepasst werden. Der Druck in der Negativkammer beeinflusst die Empfindlichkeit der Gabel, also das Losbrechmoment.
Bei der Reba passiert all das auf der linken Seite (oben positiv, unten negativ).
Auf der rechten Seite werden Zugstufen- und Druckstufendämpfung eingestellt. Erstere dämpft beim Ausfedern, damit Du nach einem Schlagloch nicht den Lenker ins Gesicht bekommst, letztere sorgt dafür, dass die Gabel nicht so schnell durchschlägt.

(Das war jetzt alles stark vereinfacht, aber vielleicht hilfts ja).

Happy trails,
Dan
 
Naja--ich bin auf dem Stand eines Primaten--mich stellen schon die verschiedensten Reifenventile vor ein Prob.

Ein UserManual war beim Rad dabei--da steht Recon/Tora vorne drauf...und ich bekomm die Bilderchen einfach nicht im Einklang mit meiner Gabel Reba SL und durch diese Multibeschreibungen (Feder-/Single-/Double) blick ich net durch.

Was ist denn rechts oben/unten angebracht ?

//meine Konzentrations/Abstraktionsfähigkeiten haben gesundheitlich bedingt in der Hinsicht etwas gelitten...sorry :(
 
Rechts unten: Zugstufendämpfung. Je mehr reingedreht, desto langsamer federt die Gabel aus.
Rechts oben: PopLoc/Floodgate, arbeitet auf der Druckstufe. (Fürs erste musst Du Dir nur merken, dass Du damit Lockout machen kannst)

Cheers,
D.
 
Muss mich auch mal an den Thread hängen. Rebound (rote Schraube rechts unten) hat bei mir in Richtung Schildkröte einen Anschlag, in die Gegenrichtung aber nicht. Ich habe die schonmal soweit gedreht, bis ich sie mitsamt eines inneren Sechskants in der Hand hatte. Ist das normal? Nicht, dass ich das Teil irgendwann verliere! Leider konnte ich weder in der Anleitung noch im Forum einen Hinweis finden, wieviele Umdrehungen normal sind.
 
Was genau hattest Du in der Hand? Den roten Drehknopf mit dem Inbus daran? Das wäre normal. Nicht normal wäre es, wenn Du den Inbus samt Schraube in der Hand hättest (geht das überhaupt? Wenn, dann wäre das auch eine ölige Angelegenheit!).

Der rote Drehknopf ist abnehmbar, da er gleichzeitig das Werkzeug zum Einstellen des Floodgates oben rechts darstellt... man hat den passenden Inbus also immer dabei.

Cheers,
Dan.
 
Genau, den roten Drehknopf mit Inbus (ohne Öl ;)). Dann scheint zum Glück alles ok zu sein. Aber woher weiß ich nun, wo die maximale Einstellung liegt? Will die Schraube ja nicht so weit drehen, dass sie beinahe abfällt.
 
Dreh das Rädchen so weit rein, dass Du minimale Verzögerung beim Ausfedern spürst (leichtes Schlürfen). Die Gabel macht mit komplett offener Zugstufe wenig Sinn (Flummi!). Im Grunde ist es daher egal, wie weit Du das Rädchen drehen kannst, was zählt ist nur der Effekt!

Cheers,
D
 
Um dem entgegen zu wirken, müsste nicht das Zugstufenöl dickflüssiger werden, sondern die Druckstufendämpfung müsste härter abgestimmt werden. Also das Öl in der MC Einheit müsste auf ein dickflüssigeres gewechselt werden. Im Falle der Reba wären das dann anstelle der original 110ml (+/-5ml) 5WT Gabelöl, GENAU! 105ml (weil weniger progressiv am Ende der Kennlinie) 10WT oder 7.5WT Gabelöl.

stimmt. tippfehler meinerseits mit der zugstufe. ein 10er öl dürfte aber sicher interessant werden :rolleyes:
 
stimmt. tippfehler meinerseits mit der zugstufe. ein 10er öl dürfte aber sicher interessant werden :rolleyes:

Hi

Falls Du das mal austesten möchtest, wäre ich auch interessiert an Deinen Erfahrungen damit. Setuptechnisch könnte man mit mehr Druckstufe die Federhärte etwas verringern, was dem Ausnützen des gesamten Federwegs zu Gute kommen könnte.
Eventuell probiere ich das beim nächsten Ölwechsel auch mal aus.

Gruss
Simon
 
Hallo,
hab am WE zum ersten Mal meine Reba ausgefahren und bin mit dem Einstellen noch ein bisschen verwirrt.
Hab ich das richtig verstanden, das bei einem höheren Druck in der Negativkammer, das Losbrechmoment reduziert wird, die Gabel gefühlsmäßig weicher wirkt? So hätte ich es nämlich gerne, eine weiche Einstellung bei größtmöglicher FW- Nutzung (20%SAG wären mir shcon zu viel)

Grüße NaitsirhC

edit: hab im Forum noch einige interessante Druckeinstellungen gefunden. Wäre trotzdem über eine Erklärung über die Auswirkungen der unterschiedl. Druckverhältnisse zwischen + und - Kammer dankbar...
 
Zuletzt bearbeitet:
das losbrechmoment hat nix mit dem druck in der gabel zu tun. das losbrechmoment kommt durch den strammen sitz der dichtungen, die reibung zwischen gleitbuchsen und standrohren, dem sitz der dichtungen zwischen standrohr und führungskolben etc. pp. diese kräfte müssen immer aufgebracht werden, unabhängig vom druck in der gabel. du kannst aber durch mehr / weniger druck in der negativkammer das ansprechverhalten beeinflussen
 
das losbrechmoment hat nix mit dem druck in der gabel zu tun. das losbrechmoment kommt durch den strammen sitz der dichtungen, die reibung zwischen gleitbuchsen und standrohren, dem sitz der dichtungen zwischen standrohr und führungskolben etc. pp. diese kräfte müssen immer aufgebracht werden, unabhängig vom druck in der gabel. du kannst aber durch mehr / weniger druck in der negativkammer das ansprechverhalten beeinflussen


Hmm verstehe, dann hab ich da etwas verwechselt, ich würde gerne das Ansprechverhalten so einstellen, dass die Gabel auch bei kleineren Schlägen anspricht, also mehr Druck in der Negativkammer oder weniger als in der Positivkammer?



Grüße NaitsirhC
 
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