Kaufberatung Trekkingrad

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2. April 2006
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Hallo zusammen,
meine Frau und ich stehen kurz vor dem Kauf zweier Trekkingräder im unteren Preisbereich, d.h. bis max. 550€. Wir wollen gelegentliche Radtouren mit unseren Kindern (2 und 1/2 Jahr) machen und die Räder auch im Alltag benutzen. Da ebenfalls zwei Kindersitze, Dachträger und sonstige Zusatzkäufe nötig sind, müssen wir uns diesen finanziellen Rahmen stecken.
Ein Händler bot uns das Pegasus Milano GT an, allerdings waren die von mir gelesenen Forenbeiträge nicht unbedingt ermunternd. Schon eher gefielen mir die Testergebnisse zum Pegasus Premio SL 24-Gang. Könnt ihr mir vielleicht einen heißen Tipp geben? Bin für alle Ratschläge dankbar, Gruß Oli
 
Hi Gunlom!
Hm, Pegasus Premio. Ein XT-Schaltwerk mit Altus-Hebeln, einfacher Kurbel, Umwerfer usw. ...
Das klingt nach Blendung. Für Touren mit deiner Familie ist das schon ok, für Alltag eher nicht.
Meiner Meinung nach macht es Sinn, auf das tolle Schaltwerk (das seine Fähigkeiten auf diesem Rad eh nicht ausspielen kann) zugunsten besserer Restausstattung zu verzichten. Es gibt Hersteller, die Komponenten nicht oder nicht so arg mischen (Stevens "Galant" oder so was). Insgesamt läuft die Karre dann besser, ist leichter und hält länger.

Liebe Grüße,
Hille
 
Vielen Dank, Hille, für den ersten Tipp. Am meisten helfen mir Laien übrigens auch so Hinweise wie das Stevens Galant Rad, da ich mich nun wirklich gar nicht bei den verschiedenen Rädermodellen auskenne. (Vielleicht) mal eine Anregung an die Mods des Forums: da ja (zumindest momentan) recht viele Forumsuser auf der Suche nach einem recht preisgünstigen Trekkingrad sind, vielleicht könntet ihr ja für diverse Preiskategorien (z.B. < 500€, 500-1000€, > 500€) grundsätzliche Empfehlungen einstellen, die von euch empfohlen oder bei Tests gut abgeschnitten haben, das würde Einsteigern bestimmt mal einen ersten Überblick verschaffen. Wär das möglich, oder ist das zu individuell verschieden?:confused:
Falls mir jemand noch weitere Empfehlungen für ein ordentliches Trekkingrad um die 500€ hätte, wär ich auf jeden Fall sehr froh.
Viele Grüße, Oli
 
gunlom schrieb:
Vielen Dank, Hille, für den ersten Tipp. Am meisten helfen mir Laien übrigens auch so Hinweise wie das Stevens Galant Rad, da ich mich nun wirklich gar nicht bei den verschiedenen Rädermodellen auskenne. (Vielleicht) mal eine Anregung an die Mods des Forums: da ja (zumindest momentan) recht viele Forumsuser auf der Suche nach einem recht preisgünstigen Trekkingrad sind, vielleicht könntet ihr ja für diverse Preiskategorien (z.B. < 500€, 500-1000€, > 500€) grundsätzliche Empfehlungen einstellen, die von euch empfohlen oder bei Tests gut abgeschnitten haben, das würde Einsteigern bestimmt mal einen ersten Überblick verschaffen. Wär das möglich, oder ist das zu individuell verschieden?:confused:
Falls mir jemand noch weitere Empfehlungen für ein ordentliches Trekkingrad um die 500€ hätte, wär ich auf jeden Fall sehr froh.
Viele Grüße, Oli

das geht so leider nicht denn auf dem "Papier" mag ein Rad empfehlenswert sein aber wenn DU dich nicht wohl drauf fuehllst dann ist es auch fuer die Katze.... m.a.W. Fahr die Raeder Probe die in Frage kommen.... wenn dann so zu sagen ein Gleichstand ist, kann man die Teile zur Entscheidungshilfe beiziehen;)
 
Hallo,

ich habe eine sehr gute Kauf- und Bestellerfahrung mit einem Vortrieb-Bike gemacht (www.vortrieb.com, Vertrieb von www.bike-components.de - einem Radladen in Aachen). Ein Trekkingrad (mit vermutlich einem Kinesis-Rahmen), LX-Ausstattung, Magura HS33 Bremsen, Syntace VRO-Vorbau/Lenker (verstellbar - genial!) und einem SON-Nabendynamo (das beste überhaupt), Schutzblechen, Tubus Flyer Gepäckträger hat mich EUR 1099,- gekostet. In dem Preis ist außerdem enthalten, dass man für EUR 20,- das Rad in seiner Wunschfarbe pulvern lassen kann. Insgesamt ein toller Preis (das kriegt der Versender Rose so nicht hin!!) und persönlicher Service. Die Lieferzeit war mit rund 3 Wochen etwas lang, aber gut Ding will Weile haben.
Das geht nun über dein Budget hinaus, klar. Doch ich würde lieber ein paar Euro mehr in eine hochwertige Ausstattung investieren. Dann rollt es leichter und man hat länger Freude daran.
 
Hi,
also das Premio SL ist eigentlich in der Preisklasse schon sehr gut bis ordentlich ausgestattet. Klar bei so einem Rad ist das XT Schaltwerk ein Blender aber nicht schlecht !!! Der Rest ist wenigtens schon alles Shimano, was nicht jedes Rad in der Preisklasse hat. Bremsen, Kurbeln, Naben etc.

Alternativ wäre ein Raleigh Tour (Modell ??? ) gibts allerdings nur in grün/grün matt kostet 549,-- aber mit Magura Hydraulikbremsen und bessere Schalthebeln (Alivio).

Dann gibts noch das KTM Avento Plus 24 für 599,-
auch hier Magura, ein durchdachterer Rahmen mir exelenter Verlegung der Schalt und Bremskabel(liegen nicht aussen sondern versteckt in einer Kuhle des Rahmens) sodas man nicht hängen bleiben kann. Und... das Auge fährt mit:D

Viel Glück
Andre
 
Zunächst vielen Dank euch allen, r19andre, stanlio, bluetoons und nochmals Hille,
in der Zwischenzeit haben wir uns aber doch von unserer eher strikten Preisobergrenze bei 550€ gelöst und schließen uns stanlios Rat an. Wir haben jetzt eigentlich noch zwei Favoriten: das Stevens Primera bzw. das Cube Touring mit folgender Ausstattung:

STEVENS PRIMERA:
MODELL 2006
GEWICHT: 15,7 kg
GABEL: SR Suntour NCX-D Magnesium (verstellbar)
STEUERSATZ: VP MH306 1 1
KURBELN: Shimano M470 Hollowtech
INNENLAGER: Shimano ES30 Octalink
SCHALTUNG H/V: Shimano Deore M511 / Shimano Deore M531
KETTE: Shimano HG53
NABEN H/V: Shimano Deore M530 Shimano NX32 QR Dynamonabe
FELGEN: Rigida Zac Pro geöst
SPEICHEN: DT Swiss Stainless
LENKER/VORBAU: Oxygen Vision City
SATTEL/STÜTZE: Selle Royal Freccia Sport / Oxygen Federstütze
SCHALT-/BREMSHEBEL: Shimano Deore M510 STI
BREMSEN: Shimano Alivio M421 V-Bremsen

CUBE TOURING:
Modell: 2006
Gewicht: 16,5kg
RAHMEN ALU 7005, integrierter Steuersatz, konifiziert
GABEL Suntour NEX 4000
STEUERSATZ Ritchey Logic Integriert 1 1/8"
LENKER/VORBAU X-ACT Rizer / Scape Alu Lite verstellbar
SATTELSTÜTZE Smica Glide gefedert
SATTEL Scape Active Comfort
KURBEL Shimano FC-M 440
INNENLAGER Shimano Cartridge TS 30
SCHALTWERK Shimano LX
UMWERFER Shimano Alivio
BREMSEN Deore STI mit Shimano V-Brake
SCHALTHEBEL Shimano Deore
CASSETTE/KETTE Shimano Deore HG 50 / Shimano HG 53
FELGE/SPEICHE Rigida ZAC 2000 / DT Swiss 2.0 silber
NABEN HR: Shimano Deore, VR: Shimano DH3N30
REIFEN Schwalbe City Plus mit Reflexstreifen
PEDALE Fasten Alu mit Reflektor
RAHMENFARBE Silber gebürstet

Nun meine Frage: auf den ersten Blick scheint das Cube ja die etwas besseren Bestandteile zu haben, dennoch hat mir mein Händler, der beide Marken im Angebot hat, in dieser Preiskategorie klar zum Stevens geraten (in sich stimmiger, sehr gute Verarbeitung etc.). Mir wäre noch eure Meinung dazu wichtig, gerne auch mit Alternativmöglichkeiten. Noch eine Frage: sollte ich noch zusätzlich 100€ (bzw. 200€) investieren und die Bremsen auf Magura HS 11 aufrüsten, oder ist das für unseren Verwendungszweck (gelegentliche kleinere Touren, gelegentlicher Alltagsbegrauch, alles im moderaten Bereich und meist mit "Zusatzgepäck" Kindersitz und Insassin) nicht nötig?
Vielen Dank für eure Meinungen, Grüße Oli
 
gunlom schrieb:
Noch eine Frage: sollte ich noch zusätzlich 100€ (bzw. 200€) investieren und die Bremsen auf Magura HS 11 aufrüsten ...
Meiner Meinung nach lohnt das für Wenigfahrer nicht wirklich, eine HS11 oder HS33 spielen ihre Stärken bei Vielfahrern und Benutzung bei schlechter Witterung aus. Für alle anderen reichen die V-Brakes vollkommen aus.
 
Es lohnt sich auf jeden Fall, auf die Magura HS 33 aufzurüsten. Man NIE mehr irgendwelchen Ärger mit den Bremsen, auf Jahre hinaus!
Bei der HS33 lässt sich der Belag einfach am Bremshebel über ein Rädchen nachstellen. Bei der HS11 muss dazu extra ein Inbus-Schlüssel am Bremshebel bemüht werden. Ansonsten sind die Bremsen weitgehend gleich.
Der Bremsbelagwechsel ist supereinfach - einfach abziehen und neuen draufklicken. Ich hatte an meinem alten Rad die Magura 33 über 8 Jahre hinweg im täglichen Einsatz und habe außer Bremsbelagwechseln überhaupt nix dran machen müssen. Eine echte Sorglosbremse, die darüberhinaus auch noch super bremst.
 
Stanlio schrieb:
Der Bremsbelagwechsel ist supereinfach - einfach abziehen und neuen draufklicken.
Das läuft bei V-Brakes mit Cartridges genauso ab, Splint raus, Belag raus, neuer Belag rein, Splint rein, fertig. Zum Nachstellen gibt es an den Bremshebel Stellschrauben, auch nicht komplizierter als bei der HS33. Wenn hart kakulieren muß und in die Kategorie Wenigfahrer fällt, dann kann man problemlos auf eine HS11 oder HS33 verzichten.
 
Stanlio schrieb:
Bei der HS33 lässt sich der Belag einfach am Bremshebel über ein Rädchen nachstellen. Bei der HS11 muss dazu extra ein Inbus-Schlüssel am Bremshebel bemüht werden. Ansonsten sind die Bremsen weitgehend gleich.
Das stimmt nicht... die 33er sind staerker weil sie einen groesseren Kolben haben. Noch dazu kommt dass zum Teil die Hebel aus unterschiedlichem Material sind, m.a.W. ist die 33er robuster. nichtsdestotrotz sind beide Bremsen ein bisschen zu viel des guten wenn da ein Aufpreis berechnet werden muss, wobei es auch von der Hoehe dessen abhaengt!
Meiner Meinung nach sind fuer euch auch Raeder in der 500€ Klasse interessant, ausser man kauft mit sehr weit in die zukunft schauenden Absichten! Soll heissen ein gutes Rad welches nicht so oft benutzt wird haelt dann halt ueber die Jahre gesehen laenger!
bei den zwei Angeboten die du dir geholt hast sind keine Preise dabei und dementsprechend keine gerechte Vergleichsmoeglichkeit gegeben.
 
Mal eine Frage zu den Gängen bei Trekking Rädern sind 24 Gänge den Schaltungen mit 7 Gängen vorzuziehen?
 
bluetoons schrieb:
bei den zwei Angeboten die du dir geholt hast sind keine Preise dabei und dementsprechend keine gerechte Vergleichsmoeglichkeit gegeben.
Sorry, stimmt, das Wichtigste hatte ich vergessen... Beide Räder kosten 699€, inzwischen habe ich mich allerdings für das Stevens Primera entschieden und zugeschlagen, ich denke zumindest ein großer Fehler kann das nicht gewesen sein. Nochmals danke für eure vielen wertvollen Tipps, Grüße Oli
 
RCD schrieb:
Mal eine Frage zu den Gängen bei Trekking Rädern sind 24 Gänge den Schaltungen mit 7 Gängen vorzuziehen?
Aktuell sind Kettenschaltungen mit 9 Ritzel (MTB und Trekking) oder 10 Ritzel (Rennrad), je nach Anzahl der der Kettenblätter ergibt das 1x9|10, 2x9|10, 3x9|10 Gänge (üblich sind die Kombinationen 3x9 und 2x10 oder 3x10). Kettenschaltungen mit 7 oder 8 Ritzeln sind mittlerweile nur noch im Billigbereich zu haben, von denen man die Finger lassen sollte.

Aktuelle Schaltungen mit 7 oder 8 Gängen sind an Trekkingräder Nabenschaltungen.

Ob man lieber eine Nabenschaltung fahren soll oder eine Kettenschaltung kann man nicht pauschal beanworten. Beide Schaltungstypen haben Vor- und Nachteile. Die Kette hält bei einer Nabenschaltung länger, man kann einen Kettenkasten montieren, so daß man sich die Kleidung nicht versaut.

Dafür ist man auf die feste Abstufung der Nabe festgelegt (15-20% Unterschied zwischen zwei Gängen, Rennräder haben 7% Sprünge zwischen zwei Gängen fürs Flache) und hat weniger Übersetzungsspanne (prozentualer Unterschied kleinster Gang zu größter Gang) (250% bzw. 300% vs. >500% bei einigen Kettenschaltungen).

Man kann wegen des maximalen Drehmoments an einer Nabe die Übersetzung nicht beliebig verkürzen. (Man kann durch Wechsel des Kettenblattes und des Ritzels die Übersetzungen der Gänge verändern, aber nicht der Verhältnisse zueinander.) Kettenschaltungen erlauben hier sehr viel mehr.
 
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