IGGY schrieb:
Von der Mühle aus nach Simonskall über die Kalltalsperre hoch zum Forsthaus Jägerhaus(Scheiß Strecke mit dem neuen groben Schotter)und dann den Paternoster wieder runter.
hab' am Samstag als ich mit den WBTS-Jungs fahren war wahrscheinlich genauso geflucht wie du. Dazu passt ein Zeitungsartikel aus der AZ von heute:
Zuviel Schotter bremst die Freude
Lammersdorf/Rollesbroich. «Man hat den Eindruck, dass die Bevölkerung regelrecht vertrieben werden soll», drückt Petra Cilensek aus Lammersdorf ihren Ärger über die anhaltende Aufschüttung von Split und Schotter auf Wanderwegen aus.
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Seit Jahren beobachtet sie diese Entwicklung. Besonders im Bereich der Kalltalsperre sei das Material in einem solchen Maße aufgebracht worden, dass man bereits von «Wegezerstörung» sprechen könne. Solche Aktionen stünden vollkommen im Gegensatz zu den Bemühungen der Gemeinde Simmerath, den Tourismus in der Nordeifel zu fördern.
In zunehmenden Maße stelle man fest, dass Besuchern und Einheimischen die Freude an der schönen Landschaft «in immer größerem Maße verdorben wird, indem man Berge von Split auf die Waldwege schüttet.»
Viele Bürger aus der Gemeinde und Gäste sind offenbar der gleichen Meinung. Petra Cilensek sammelte inzwischen rund 90 Unterschriften «gegen Split und Schotter auf Wanderwegen.» Die Liste und ein Anschreiben wurde zu Beginn der Woche der Gemeinde Simmerath zugestellt, auch wenn die Wege im Umfeld der Kalltalsperre in den Verantwortungsbereich der Energie- und und Wassergewinnungsgesellschaft des Kreises Aachen (enwor) fällt.
Dennoch, so heißt es im Schreiben an die Gemeinde, könne es doch nicht sein, «dass die Gemeinde eine solche Verschandelung der Wege widerspruchslos hinnehmen muss.»
Seit Beginn der Sanierungsarbeiten an der Kalltalsperre vor etwa fünf Jahren wurde auch mit der Wegebefestigung mittels Split begonnen. Doch von Befestigung kann wohl nur bedingt die Rede sein. Für Radfahrer ist der vorher so beliebte Weg praktisch nicht mehr benutzbar, das gleiche gilt für Jogger, die den scharfen und walnussgroßen Steinteppich wegen Verletzungsgefahr ebenfalls meiden.
Kinderwagen lassen sich nur noch unter großer Kraftanstrengung schieben. Wanderer und Nordic-Walker haben auch inzwischen das Weite gesucht, weil man die Steine selbst durch dicke Schuhsohlen spürt. Schließlich haben auch Reiter das Handtuch geworfen, weil man den Tieren einen solchen Untergrund nicht zumuten kann.
Der Weg ist jetzt das geworden, was er im Sinne der «enwor» auch eigentlich ist: Ein «Betriebsweg» zur Talsperre. Petra Cilensek: «Egal, wen man auf diesen Zustand anspricht, jeder schimpft über die dafür Verantwortlichen.»
Dabei handelt es sich beim Randweg um den Kalltalsperre um einen der beliebtesten Freizeitwege in der Gemeinde Simmerath. Zu Beginn des Weges an der Kläranlage wird dieser als Radweg ausgewiesen. In seinem Beschilderungsprogramm hat der Kreis Aachen hier sogar einen Knotenpunkt markiert. Doch wer das knapp drei Kilometer lange Stück unter die Räder nimmt, begibt sich auf unsicheres Terrain.
Den «Gipfel» in der fortgesetzten Splitaufschüttung sieht Petra Cilensek aber im Wanderweg von Rollesbroich zur Kalltalsperre. Sie berichtet: «Der Weg war nie sehr gut, aber begehbar. Jetzt ist er dick geschottert und absolut nicht mehr nutzbar. Eine Mutter mit Kindern, die eine Radtour machen wollte, sagte mir, dass die Kinder ihre Räder den Weg nicht hochschieben könnten.»
Dass mit dem weiteren Aufschütten von Split endlich Schluss ist, erhofft sich Petra Cilensik von ihrer Unterschriftenaktion: «Wenn einem nichts Besseres einfällt, dann soll man die Wege doch lassen wie sie sind.»
(P. St.) (05.04.2005 | 19:58 Uhr)