Problem mit Kette

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7. Februar 2008
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Hallo,

ich habe das erste Mal die Kette selbst ausgetauscht. Ich kaufte eine KMC Z 50 für eine 7fach-Schaltung. Die alte Kette habe ich ausgebaut und die neue mit diesem "MissingLink" wieder zusammengebaut. Schön und gut, auf dem Reperaturständer funktionierte alles perfekt, heute morgen wollte ich losfahren, da sprang die Kette wie wild hin und her. Ich ärgerte mich fuhr wieder heim und schaute im Buch nach, welchen Fehler ich gemacht haben könnte. Wie wirkt sich das Körpergewicht auf die Kette aus? Warum ging das auf dem Ständer?
Bitte habt Nachsicht mit meiner Unwissenheit: Ich habe die Kette nicht gekürzt sondern einfach nur zusammengesteckt und eingebaut. Frage: Muss man Ketten immer kürzen? Sind die Abstände vom Kettenblatt zum Zahnkranz so unterschiedlich?
Zum kürzen brauche ich jetzt wohl noch ein Kettennietgerät soweit ich das eruiert habe? Wie man die erforderliche Länge ermittelt, weiss ich.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

LG
Michael
 
Das hört sich danach an, dass die Ritzel hinten und/oder Kettenblätter vorne so verschlissen sind, dass die neue Kette nicht mehr passt. Alte Ketten längen sich ja mit der Zeit und laufen sich ja mit den Ritzeln so ein, dass man damit erstmal normal fahren kann. Alte Ketten ruinieren damit aber die Ritzel und Kettenblätter. Deswegen soll man ja die Kette regelmäßig ausmessen und nicht zu lange fahren.

Wenn die Kette nur unter Belastung springt/durchrutscht ist das normal bzw. das typische an dem Problem. Bei weniger Belastung können die nun unpassenden Zähne der Ritzel die Kette halt noch halten.

Diese ständige und starke Verschleißprobelmatik ist wohl das schwerwiegenste und ungelöste Problem in der Fahrradtechnik.

Zum Thema Kettenlänge, wenn du sie optimal wählst, läuft es besser, daher ist es keine Frage ob es immer sein muss, sondern warum man es nicht machen will? In der Regel sind die Untershiede bei gleichen Fahrradtypen was die Kettenlänge anbelangt aber eher sehr gering. Ein Kettenglied mehr oder weniger ist nicht so tragisch.
 
Hallo,

der Zahnkranz hinten sieht noch ziemlich okay aus, keine Haifischzähne. Theoretisch müsste dann bei Stellung auf einem ziemlich kleinen oder großen Ritzel hinten, die Kette halten, da ich diese Ritzel kaum benutzt habe. Wenn das Kettenblatt auch ein wenig verschlissen ist, müsste theoretisch die Kette vorne herausspringen oder unruhig laufen, nicht aber hinten.
Meine alte Kette war nur wenig über der Verschleissgrenze. Ich denke eher an die Länge der Kette. Meinst Du nicht, daß die Kettenlänge ein Faktor ist?
Ich stelle es mir mal so vor: Kette zu lang, dadurch besteht die Möglichkeit, daß sie eher springt.
Was meinst Du?

LG
Michael
 
Kettenlänge ist definitiv egal, wenn die Kette nur minimal gespannt ist.
Probleme kann es zu Hauf geben:
- verschlissene Blätter vorne
- verschlissene Ritzel hinten
- inkompatible Kette/KB/Ritzel-Kombi (hatte das Problem verschärft mit nagelneuen Shimano Komponenten LX 560 Kurbel (HTII)/XT Kassette und Campagnolo Record 9fach-Kette: da sprang die Kette bei leichter Belastung auf dem mittleren Blatt, kleines und großes gingne problemlos. Ich vermute eine gezielte Shimano-Aktion gegen Fremdhersteller: hochkritische KB-Geo...)
- oder einfach ne falsche Kette (8fach oder 10fach?)
- oder wenn sie nur an einer Stelle springt: steifes Glied oder rausguckender Niet oder sowas
 
Hi,

die Kette ist die richtige. Aber ich denke, daß sie nicht richtig gespannt ist. Sie springt immer auf dem gleichen Gang umher, also sie wechselt NICHT auf andere Gänge. Wenn die Kettenlänge egal wäre, warum soll man dann überhaupt kürzen? Warum läuft die Kette auf dem Montageständer einwandfrei, nicht aber wenn ich darauf sitze? Das ist eine Sache, zu der ich keine Antwort weiss?

LG
Michael
 
Wenn die kette viel zu lang ist, dann könnte es m.e. schon Probleme beim schalten geben. (Hab ich selbst aber noch nicht ausprobiert.) Die Kette läuft dann ja ziemlich labberig und wenn du vorne und hinten wenig Zähne fährst, dann schleift die kette am Schaltwerkskäfig. Also viel zu lang, also so 4 Glieder würde ich nicht im traum dran denken das nur mal so zu probieren.

Durchrutschen wird so eine zu lange Kette auf guten Ritzeln sicher keinesfalls.
 
Hallo,

Problem ist behoben. Ich habe den Zahnkranz ersetzen lassen, schon läuft es wieder. Danke an alle!

LG
MIchael

Wenn die kette viel zu lang ist, dann könnte es m.e. schon Probleme beim schalten geben. (Hab ich selbst aber noch nicht ausprobiert.) Die Kette läuft dann ja ziemlich labberig und wenn du vorne und hinten wenig Zähne fährst, dann schleift die kette am Schaltwerkskäfig. Also viel zu lang, also so 4 Glieder würde ich nicht im traum dran denken das nur mal so zu probieren.

Durchrutschen wird so eine zu lange Kette auf guten Ritzeln sicher keinesfalls.
 
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