Patagonia Dirt Craft Trail-Outfit im Test: Patagucci für den Trail

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Re: Patagonia Dirt Craft Trail-Outfit im Test: Patagucci für den Trail
Bin ja seit vielen Jahren Patagonia-Fanboy. Aber Bike-Klamotten gelingen ihnen einfach nicht. Gab schon mehrfach erfolglos Versuche, diesen Markt mitzunehmen. Bisher immer wieder gescheitert. Entweder lieblos und halbherzig gemacht, oder qualitativ nicht konkurrenzfähig. Diesmal scheiterte mein erneuter Versuch am Schnitt der gepolsterten Hose: in M viel zu groß und in S war‘s ne Presswurst. Ging zurück.

Ändert aber nix an meinem unbedingten Commitment zu Patagonia.
Die hatten Nachhaltigkeit schon zu ihrem Firmengrundsatz erhoben, da wusste der Rest der Branche noch nicht einmal, wie man das buchstabierte. Jeder Defekt an den Kleidungsstücken wird lebenslang kostenlos repariert. Da können sich andere viele ganz dicke Scheiben von abschneiden. Ich könnte jetzt mindestens fünf Outdoor-Kleidungsstücke anderer Premium-Hersteller aufzählen, deren Defekte von diesen nicht repariert wurden (TNF, VauDe, Scott, Cannondale), aber bei Patagonia reparierten sie mir die Konkurrenz gegen Materialaufwand. Und weil der Vorwurf des Greenwashing kam: In der Greenwashing-Rangliste stehen andere entschieden weiter oben, beispielsweise ein deutscher Hersteller aus dem Oberschwäbischen. 😎
 
Das Erfolgsrezept nennt sich Markenaktivismus. Und das hat genau wie jede andere Marketingstrategie vor allem ein Ziel: https://blog.zhaw.ch/marketingmanag...arken-aktivismus-kann-preistoleranz-erhoehen/

Marken-Aktivismus kann Preistoleranz erhöhen​


Der Punkt ist immer noch: Ist Patagonia überhaupt nachhaltig? Nachhaltig ist etwas grundsätzliches, nicht Systemfehler später zu kompensieren.

Noch mal ein Gedankenspiel, das zeigt: Es ist einfach keine nachhaltige Lösung, sondern eine nachgelagerte 🤔

Alle Gewinne der Patagonia Company sollen also in Umweltprogramme investiert werden.

Ergo: Um so produktiver die Company, um so besser für die Umwelt.
Ich würde sagen, das ist ein perfektes Oxymoron, oder einfach FDP-Parteiprogramm 🤭

Man sollte auch ein Steuersparmodell nicht als Nachhaltigkeitsrevolution betrachten.

Inzwischen gibts differenziertere Auseinandersetzungen mit dem Thema:


https://www.patagonia.com/factories-farms-mills/Weltweit an den billigsten Standorten produzieren, China, Kambotscha, Nicaragua, Sri Lanka, damit verhalten sie sich nicht anders als jeder andere Hersteller auf der Suche nach der größten Marge.

Keine der Fabriken, in denen unsere Produkte hergestellt werden, steht in unserem Eigentum

Einen Code of Conduct, mit dem die Verantwortung auf den Lohndienstleister geschoben wird, haben alle Konzerne.

Alles Wissenswerte fasst der Beitrag im Anhang zusammen, und zeigt, das Patagonia in den gleichen Fabriken produziert wie Aldi, H&M oder alle anderen großen Bekleidungs-Konzerne wie Nike oder Hilfiger, und das Patagonia kaum Einfuss auf die Arbeitsumstände hat oder nimmt.

At least two-thirds of the factories that manufacture Patagonia clothing also work for clothing brands that, according to the consumer website Good on You, have little or no sustainability policies in place (Patagonia itself is touted by Good on You as sustainable). This is evident from an analysis by Follow the Money based on data from Open Supply Hub, which aims to make supply chains in the clothing industry more transparent.
One day people make clothing for Patagonia, and the next day, they make items for brands such as GAP, Levi Strauss, Calvin Klein, Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Nike, Amer Sports, Asics, US department store chain Target, e-commerce platform Amazon, supermarket Aldi and fast-fashion icons ASOS, Boohoo, H&M and Zara.
 

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Richtig nachhaltig wäre, nichts zu konsumieren was nicht unbedingt lebensnotwendig ist.
Alles andere ist geheuchelt und dient nur dazu, die Verantwortung auf andere zu schieben.
 
Richtig nachhaltig wäre, nichts zu konsumieren was nicht unbedingt lebensnotwendig ist.
Alles andere ist geheuchelt und dient nur dazu, die Verantwortung auf andere zu schieben.
Solange du das nicht als Ausrede siehst, gar nichts zu machen, weils ja sonst nicht perfekt wäre, Respekt.
 
Richtig nachhaltig wäre, nichts zu konsumieren.
Deren Rede...

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Quelle: https://eu.patagonia.com/de/de/stor...riday-and-the-new-york-times/story-18615.html

Wen wollt ihr eigentlich überzeugen?
Mein Commitment zur Marke hab ich anhand von Beispielen begründet.
Womit begründet sich euer Hate?
Gibt's irgendjemand, der es besser macht und tatsächlich nicht unsere Kohle will?
Es ist leicht, an der Tastatur, konsumkritische Positionen in einem MTB-Forum zu äußern. Ich lach mir nen Ast, wenn ich lese, wie hier manche ihren Kreditrahmen bei dubiosen Versendern ausreizen für Komponenten, die sie in ihrem ganzen Leben nicht benötigen... Stichwort: RCZ ...und dann einen auf Weltenretter machen.
Oh boys, werdet erwachsen. :rolleyes:
 
Deren Rede...

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Die Kampagne hat dem Absatz um 30% gesteigert.

Marlboro sind natürlich auch nicht am Verkauf ihrer Waren interessiert, und folgen ausschließlich moralisch einwandfreien Gesichtspunkten.

:troll:


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Womit begründet sich euer Hate?
Von Hate kann keine Rede sein, nur eine eine objektive Sicht.
Gründe habe ich ja geliefert.
Jeder wie er will, aber Patagonia macht wenig anders, bis aufs Marketing.
 
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Solange du das nicht als Ausrede siehst, gar nichts zu machen, weils ja sonst nicht perfekt wäre, Respekt.
Doch, natürlich mach ich das, wäre ja echt sau dämlich wenn nicht. :lol:
Edit: Also, als Ausrede benutzen - Patagonia wird ja vorgeworfen, nicht nichts zu machen.
 
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Wenn man explizit MTB-Klamotten sucht:
https://www.triple2.cc/pages/about-triple2Seit die in EU-Ländern fertigen, für mich akzeptabel.
Haben vergleichbare Nachhaltigkeitsversprechen, Reparaturangebote und im Gegensatz zu Patagonia eben noch Produktion nach vergleichsweise hohen EU-Umwelt- und Arbeitsstandards. Sie verzichten dadurch zwangsläufig wegen kostenerzeugender Auflagen auf Marge.
Selbst so eine kleine Bude bringt da mehr als der Konzern Patagonia.
Ich nutze gerne Houdini, die ähnlich aufgestellt sind. Allesamt weiter und konsequenter, als einen ollen Reparaturservice als Nachhaltigkeitskonzept zu verkaufen. Und Recycling-Materialien sind quasi Standard.

Aber wie kommts, das Patagonia so nachhaltig wahrgenommen wird?

 
Naja, mal ganz unabhängig von der Marke, ein Reperatur Service ist schon grundsätzlich erstmal ein guter Teil eines Nachhaltigkeitskonzepts. Da ist nichts oll oder sinnlos dran. Über den Rest kann man sich gerne streiten.
Für ein Unternehmen, das 100 Millionen Profit im Jahr macht, ist das ein höchst geringer Invest, der als Marketing-Grundlage sogar wieder Image und damit Profit bringt. Das schafft sogar das Fast Fashion Business wie H&M
 
Für ein Unternehmen, das 100 Millionen Profit im Jahr macht, ist das ein höchst geringer Invest, der als Marketing-Grundlage sogar wieder Image und damit Profit bringt. Das schafft sogar das Fast Fashion Business wie H&M
Darüber hab ich kein Wort verloren und weiß auch nicht, wo der der Bezug zu meiner Aussage sein soll. Beschränk dich doch mal auf darauf.
 
Darüber hab ich kein Wort verloren und weiß auch nicht, wo der der Bezug zu meiner Aussage sein soll. Beschränk dich doch mal auf darauf.
Es ist schon mehrfach erwähnt worden, das es einen Reparaturservice gibt.
Das haben wir verstanden.
Ich hoffe, du verstehst auch, das es nicht ansatzweise reicht, um einen Konzern nachhaltig zu machen, insbesondere wenn eh fast alles da produziert wird, wo der Lohn gerade am niedrigsten ist, und selbst H&M Reparaturen anbietet.
Wenns zu weit weg ist, hier noch mal der Kontext.
 
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Wann merkst du eigentlich, dass du mit jedem weiteren deiner Beiträge weniger ernst genommen wirst…? Am Ende bleibt der Eindruck vom heiligen Eifer. Wenig überzeugend.
Ah, jetzt persönlich werden, und völlig vom Thema abkommen, hältst du das für den richtigen Weg? Aus dem Nichts von Hate zu sprechen, wenn Agumente ausgetauscht werden?

Mein Ziel war nicht, deine Illusion zu zerstören, aber die Fakten sind auf dem Tisch. Mache damit, was du willst.

Ich war früher selber Fan. Weil mir Umweltschutz und Menschenrecht wichtig war und ist. Ich habe auch Yvons Buch Let my people go surfing gelesen.

Aber irgendwann musste ich mich auch der Realität stellen.
 
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