Titanspeichen! Zu freaky?

Alpine Maschine

Es könnte auch gelogen sein!
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Hey Forum!

Bin gerade über Titanspeichen gestolpert. Wollte mal hören, ob da jemand schon mit Erfahrungen gemacht hat.

Bitte keine Diskussion über den Preis, der ist absurd. 300 Euro für Speichen, pffff. Aber Titan ist halt auch Emotionssache...

Ach so ja, sparen gegenüber DT Revolution ca. 100 Gramm, wenn man den Angaben vertraut.

So, jetzt ihr!
 

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Re: Titanspeichen! Zu freaky?
Macht technisch überhaupt keinen Sinn, da viel dehnweicher als Stahlspeichen (Stichwort E-Modul). Wenn du ähnliche Steifigkeiten willst wie mit einer Stahlspeiche, dann hast du Gewichtseinsparungen im einstelligen Prozentbereich. Wenn du allerdings ein leichtes Laufrad willst, das wackelt wie ein Lämmerschwanz, dann mußt du schöne dünne Titanspeichen nehmen :daumen:

Schlag dir das am Besten gleich wieder aus dem Kopf. Dein Geld kannst du viel sinnvoller verschleudern.

Such mal im Forum, das hatten wir neulich erst.

P.S.: http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=621787
 
Zuletzt bearbeitet:
Frag mal jemanden, der das Zeug schon verarbeitet hat. Hier bekommst Du wohl ausschliesslich Spekulationen von Unbeleckten.
Meines Wissens kommt da z.B. Maro Moskopp von rpd in Frage. Der bestreitet allerdings ausdrücklich, Ahnung von MTB-Laufrädern zu haben :D
 
Da will wohl einer ein Bike der Woche? Eigentlich klarer Fall bei Speichen für 300 Flocken! :daumen:
 
Höhö, eher nicht. Titan ist ja optisch kaum zu unterscheiden bzw. gar nicht, wenns um die Schrauben geht (Bremsscheibe usw.)

Habe halt einen kleinen (wirklich klein) Titan-Fimmel. Rahmen find ich nicht interessant, aber so als Tuning-Teile ... lecker.

@whitewater: who?

Frohe Ostern!
 
jaja....bei den Rennradlern ist radplandelta 'ne Grösse, hier, selbstgewählt, nicht.
Macht aber nicht den Eindruck, als würde er das Zeug weiterpromoten.
 
Was Garbel so schreibt ist in Theorie UND Praxis einfach wahr und richtig. Wenn es um reine Zugbelastung geht bleibt Stahl auch unter Aspekten des Leichtbaus der Werkstoff der Wahl, solang nicht irgendwelche Kunstfasern sinnvoll einsetzbar sind. Titan hat etwa im gleichen Verhältnis eine geringere Dichte wie seine Dehnbarkeit geringer ist. Insofern sind Titanspeichen wenn sie genauso "steif" sein sollen wie eine Stahlspeiche dann eben genauso schwer (wie schon geschrieben 1% Abweichung). Wobei es Stahlspeichen von Sapim mittlerweile auch in der Geschmacksrichtung Super Spoke gibt die dann ausreichend leicht sind und meist schon grenzwertig elastisch (will heißen, zu weich)
 
Was man so liest (Smolik bspw.) ist das Hauptproblem von Titanspeichen, daß sie nicht sehr lange halten.

Deswegen haben sie sich wohl nicht durgesetzt.
 
Die Ausführungen von Smolik sind mitunter abenteuerlich ;)

Das Problem ist mitnichten das Titan. Da gibt es feine Legierungen und ausgereifte Fertigungsmethoden. Problematisch ist, dass die Titanspeichen um ihren Preis zu rechtfertigen oftmals auf Leichtbau getrimmt werden. Dieser Leichtbau kann bei Speichen nur durch Weglassen von Material erfolgen und irgendwann ist weniger Material einfach zu wenig. Vor allem da es bei Speichen keine konstruktiven Kniffe gibt den Materialeinsatz noch weiter zu optimieren. Stahlspeichen könnte man an sich genauso leicht bauen wie die leichtesten Titanspeichen, die wären dann jedoch genauso unbrauchbar.
 
Die Ausführungen von Smolik sind mitunter abenteuerlich ;)
Stimmt. Empfahl er nicht sowieso, auch Stahlspeichen alle 5-7000km auszutauschen? Für Rennfahrer öfters? :D:D:D

@te: Wenn Du's wirklich teuer machen willst, ich hab letzt in einem französischen OnLineStore auch DT ich glaube es waren Revos und oder Aerolights in Rot gesehen.
Da wirst Du vergleichbar viel Geld mit "bewährter" Technik los.:cool:
 
Bedenke, Smolik musste mit 80er/90er Jahre Material auskommen. Ob damals die Speichen auch schon länger hielten, als die Felgen? Immerhin haben die alten flachen Felgen die Züge gar nicht ausgehalten, die wir heute bauen.
 
Selbst in der DDR (wo Einige behaupten, dass es da nix gescheites gab) war es möglich Räder zu bauen die Jahrelang klaglos den Alltagsverkehr bewerkstelligten. Inkl. der Belastung aus Fahrer, Wochenendeinkauf und Kind. Insofern ist die Aussage vom guten Herrn Smolik so wie sie gern mal zitiert wird einfach viel zu undifferenziert. (Die original Stelle kenne ich leider auch nicht).
 
War da nicht ws mi'm Smolik? Ach ja, der ist doch tot ...

Whatever, um "Hauptsache teuer" gehts mir ja gar nicht. Eher um "Hauptsache geil". Und das ist mir völlig schnuppe, ob jemand das sieht. Titanschrauben sind nur für mich, muss keiner wissen, das die an meinem Bike sind.

ABER: technisch unsinnig (also absolut unsinnig) kommt nicht in Frage. So 'nen Gardasee-Ausflug sollte die Kiste überstehen, ohne zu mucken. Und wenn Titanspeichen nix taugen, dann kommen sie nicht ans Bike, fertig.
Mache mir ja für den Lago auch keinen Conti Twister Supersonic oder Maxxis Flyweight drauf. Die sind zwar schön leicht, aber im Gelände zu nix zu gebrauchen.

Die Vorteile müssen die Nachteile schon überwiegen...
 
Die Tipps sind klasse :daumen: Die Seite wurde gefühlte 30 Jahre nicht aktualisiert.

Drei Jahre kommt eher hin.;)
Christian Smolik starb 2010.
Er war eher bei den Rennradfahrern heimisch, auch wenn er ein (sehr skuriles) MTB gebaut hat. In seiner Jugend war ja auch noch nix mit MTB, maximal wurde mit deutschen Tourenrädern der Wald unsicher gemacht...:D
Das sollte man mA mit berücksichtigen...
Im Vergleich mit z.B. Wikipedalia braucht sich Smolik-Velotech mA nicht verstecken, auch wenn einiges mittlerweile technisch obsolent ist.
Smolik-Velotech ist auch im Gegensatz zu Wikipedalia in korrektem Deutsch geschrieben.
Sorry für OT.
 
Selbst in der DDR (wo Einige behaupten, dass es da nix gescheites gab) war es möglich Räder zu bauen die Jahrelang klaglos den Alltagsverkehr bewerkstelligten. Inkl. der Belastung aus Fahrer, Wochenendeinkauf und Kind. Insofern ist die Aussage vom guten Herrn Smolik so wie sie gern mal zitiert wird einfach viel zu undifferenziert. (Die original Stelle kenne ich leider auch nicht).
Stimmt. Das mit jahrelang klaglos waren aber auch in der Regel fette Stahlfelgen oder, Hitech hitech, Alu-Hohlkammer vom Kaliber 750g aufwärts (für 622).
Für 'nen Rennradfahrer war das in den 80ern durchaus üblich, die Laufräder am Anfang der Saison zum zentrieren zu geben, und das bei pfleglichster Benutzung. Wenn Du heute ein modernes Leichtbaurad (na sagen wir, vor 10tkm) nachzentrieren musst, wars Pfusch, oder Du hast es schändlich misshandelt.
 
Aluhohlkammerfelgen gab es mW nur für Rennrad-Schlauchreifen-Felgen.
Auch eine fette Stahlfelge läuft nicht ohne weiteres rund, nach heutigen Maßstäben sind diese Dinger einfach nur eine Qual beim Zentrieren.
 
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