carmin
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Stimmt natürlich, aberratte schrieb:Ascorbinsäure ist Ascorbinsäure
(a) ob man die Begleitstoffe so immer gutheißen kann?
(b) der Industriebedarf an Ascorbinsäure wird fast ausschließlich von gentechnisch veränderten Kulturen produziert.
(c) Auch in Brot kommt Ascorbinsäure -- gesund? Sehr fraglich, weil die unter Hitze in eine andere Säure (Namen vergessen) umgewandelt wird, die sogar eine gegenteilige Wirkung hat.
Einige Anmerkungen zur Ausgangsfrage:
(a) Die schon vielfach erwähnten sekundären Pflanzenstoffe, aber auch die ganz banalen Vitamine oder pflanzeneigenen Aromen sind idR sehr empfindlich. Das ist leider nicht kompatibel zum beliebig lange lagerbaren, jederzeit verfügbaren Essen aus der Packung. Ergo muss die Lebensmittelindustrie ganz schön tricksen mit Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen. Die mögen ja alle ein Zulassungsverfahren hinter sich haben, das aber oft sehr zweifelhaft ist (Langzeitwirkungen/Wechselwirkungen).
Man kann es aber auch kurz machen: Industriell gefertigte Lebensmittel zu essen ist einfach Betrug an sich selbst und seinen Sinnen, die eigentlich dafür geschaffen wurden, gutes von schlechtem Essen zu scheiden.
(b) Klar gab es auch bei Biolebensmitteln schon Skandale, etwa die Sache mit dem Hühnerfutter. Da hatte aber der Lieferant Mist gebaut und eigentlich ökologisch produziertes Getreide in verseuchten Behältern gelagert. Unterm Strich sind ökologisch produzierte Lebensmitteln aber durchaus weit weniger mit Pestizidrückständen oder anderen Umweltgiften belastet als konventionelle (zB Studie des Wuppertal-Instituts) -- wenn auch nicht frei, das wäre illusorisch. Natürlich kann der Biobauer nichts machen, wenn vom Nachbarfeld was rüberweht, oder die Äcker von früher noch belastet sind. Aber es geht ja auch nicht nur darum. Es geht auch um artgerechte Tierhaltung, um wirklich nachhaltiges Wirtschaften. Was man von den Agrar-Großbetrieben wirklich nicht sagen kann -- da werden Düngemittel in großen Mengen in Dritte-Welt-Länder geschippert, wo auf riesigen Flächen, die der einheimischen bevölkerung nicht mehr zur verfügung stehen, zB Soja produziert, mit dem bei uns wieder Viecher gemästet werden, um sie beim nächsten BSE-Skandal zu verheizen. Und die Gülle/Stickstoff kriegt man natürlich auch nicht unter und belasten Gewässer und Meere (Algenblüte).
Womit ich eigentlich schon bei Punkt (c) bin: der ethischen Dimension. Beispiel Legebatterien. Jeder findets schrecklich (die 50% männlichen Küken wanderten übrigens in den Häcksler), leider werden nach wie vor 80-90% des Eierbedarfs so gedeckt. Und wo kommen die hin? Richtig, in industriell produziertes Essen.
usw.
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???